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Gesänge gegen den Tod

Im Trödlerladen

Reading edition

I.

Ergraute Heilige, die steif sich standen am Altar das Bein, pilgern, von bunter Welt gelockt, ins irrsalreiche Leben ein. Und wagen sich zur Tänzerin aus pudelnacktem Porzellan, die lüstern schon bei der Geburt in Meißen fing zu tanzen an.

II.

Und Josef, flüchtend nach Ägypten, treibt seinen Esel auch hinein und hängt ihn lässig dem gerippten, verstaubten Tod ans morsche Bein, daß die Maria bleich erschrickt und auf ihr Kind die Augen senkt, weil sie, wenn gleich ihm längst entrückt, noch immer an Herodes denkt.

III.

Mephisto, sonst der Wahrheit scheel, voll Argwohn, Schelmerei und Tücken, naht sich dem heiligen Michael, versöhnlich ihm die Hand zu drücken. „Hier straft kein Himmel mehr den Zweifel und keine heiße Hölle quält, hier eint sich vieles“, meint der Teufel, „was je sich fluchte in der Welt“.

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