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Gesänge gegen den Tod

Abenddämmerung

Reading edition

Wie sich der Rauch der späten Kühle gespenstisch durch mein Fenster drängt, die Räume, die ich sinken fühle, zur Hexenstube grau verengt!

Mich zu erdrücken drohn die Wände, die Ahnenbilder werden bleich und aus den Bildern greifen Hände, wie Hände aus dem Totenreich.

Im offnen Schrank, wo Würmlein knarren, spielt mir das ganze alte Chor zerlumpter Puppen, bunter Narren das Todesspiel der Kindheit vor.

Aus dem Kamin die Kohlen gleißen als rote Zähne, die voll Gier sind, alles, alles zu zerbeißen, vom letzten Ding die letzte Zier.

Ich stehe bebend und verworren und meine Hand sucht irgendwo, bis sich das Dunkel hat verloren, erlöst zur Flamme, lichterloh.

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