Nachwort
Dr. Owlglaß translation
Die aristophanischen „Vögel“ in die Atmosphäre etwa des Hans Sachs zu rücken, mag manchem als ein zu mißbilligendes Unterfangen vorkommen, so befremdlich und stilwidrig, wie wenn einer versuchte, sich mit Mozart auf der Ziehharmonika auseinanderzusetzen. Vielleicht versöhnt aber doch das laute Vorlesen einigermaßen mit der von mir gewählten Form; die erstrebte Wirkung freilich dürfte der Schaubühne vorbehalten bleiben und ohne musikalische Unterlage kaum zu erreichen sein.
— Es handelt sich keineswegs um eine sehr freie „Bearbeitung“: der griechische Text ist nach zwei Ausgaben (von Th. Rock und Th. Bergk) ernsthaft Zeile für Zeile zu Grund gelegt worden.
Um allerdings die Komödie für die Heutigen lebendig zu machen, mußte die und jene aktuelle Anspielung wegfallen; auch drei kleinere Chorlieder des dritten und vierten Aktes, im Original von einer geheimnisvollen Schönheit und Bildkraft, sind aus diesem Grund nicht mit aufgenommen worden.
Dr. Owlglaß

Von Dr. Owlglaß gemeinsam mit E. Hegaur verdeutscht, erschien bei Albert Langen in München:
Rabelais,
Gargantua und Pantagruel
Druck von Poeschel & Trepte in Leipzig