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Verkettung

Eroberte Stadt

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Die ganze Stadt ist eine große Kirche Voll Andacht, Inbrunst, Reue und Gebet, Vom Gipfelsturm der Glocken überweht. Der Tag erbraust in Tätigkeit und Kraft, Doch nirgends ist ein emsig Herz am Werke, Die Seelen alle sind zu Gott erschlafft, Die Augen ruhn, in sich dahingerafft. Nur in den Glocken rast noch Sinn und Stärke.

Da fällt ein Beben auf die Stadt herab Und ein Erzittern und ein Fliehenwollen, Die Mauern stöhnen qualvoll, und ein Grollen Hebt an und alle Tore spreizen sich Und aus den übervollen Jammergetränkten Wänden birst ein Schrei Und Schreien, Von Flammen, Steinen überschüttet Steigt das Grauen Steil in die Luft: „Wir taten nichts, Wir nahten Uns Dir in Blöße, Wir ahnten Deines Angesichts Endlose Größe, Doch Du spiest Granaten.“

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