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Säugethiere vom Celebes- und Philippinen-Archipel

Cercopithecidae

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1. Macacus maurus F. Cuv.

Tafel I und II

a. mas sen., Balg mit Schädel, Loka, c 1300 m am Pik von Bonthain, Süd Celébes, 21. X 95 (Tafel I und II).

b. mas juv., Balg mit Schädel, Barabatuwa bei Pankadjene, Süd Celébes, 30. VI 95.

c. mas ad., Haut mit Schädel, in Spiritus, Süd Celébes.

d. mas ad., Skelet, Gowa bei Makassar, Süd Celébes.

e. juv., Skelet, Makassar, Süd Celébes.

Exemplar b ist durchweg bräunlich, an den Extremitäten zum Theil heller, am Gesäss, an der Innenseite des Oberschenkels und an der Kehle graubräunlich. Maasse am Balge nicht gut zu nehmen. Hinterhand c 150 mm.

Exemplar c. Färbung wie b.

Exemplar d. Maasse: Grösste Länge des Schädels 131 mm, Jochbogenbreite 87, Femur 196, Tibia 171, Humerus 169, Radius 175. 12 Caudalwirbel (Abh. Ber. 1896/7 Nr. 6 p. 3 habe ich irrthümlich 9 Caudalwirbel statt 12 für das Tonkean-Exemplar, 7 statt 10 für das Parepare-Exemplar angegeben).

Es ist nicht ohne Interesse durch den genauen Fundort von a zu erfahren, dass dieser Affe auch in einer Höhe von 1300 m lebt. Everett beobachtete ihn, wenn ich ihn recht verstehe, ebenda zwischen 6000 und 7000 Fuss (NZ. III, 150 1896), und die Herren Sarasin bemerken, dass er bis auf die höchsten Grate des Berges, c 9800 Fuss, gehe, wo es schon empfindlich kalt sein kann. Die starke und dicke Behaarung mag ihn genügend schützen, und es bleibt zu konstatiren, ob so alte Exemplare aus der Ebene, wo die Art auch lebt — denn Sarasins erhielten sie in Makassar recht häufig aus dem Gowaschen — einen ebenso dicken Pelz haben. Bis jetzt sind mir nur jüngere Individuen aus der Ebene untergekommen, vielleicht dass Ex. g des Leidener Museums (Cat. MPB. VI, 118 1876 und XI, 32 1892) alt genug wäre, um den Vergleich zu gestatten, allein es ist ohne Fundort.

Nach alledem ist eine Identificirung beider Formen ausgeschlossen, und ich trenne daher die von Tonkean in Nordost Celébes ab als

Macacus tonkeanus n. sp.

Gewiss wird es noch lange dauern bis eine erschöpfende Kenntniss der Macacus-Formen von Celébes vorhanden ist, wenn auch seit Webers Untersuchungen (Zool. Erg. I, 103 1890) Licht auf die bis dahin herrschende Dunkelheit fiel.

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2. Cynopithecus niger (Desm.)

a. mas ad., Balg und Schädel, Lilang bei Kema, Minahassa, Nord Celébes, 8. II 96.

b. mas juv., Skelet, Tomohon, Minahassa, Nord Celébes, 17. X 94.

In Bezug auf die Verbreitung von C. niger über Batjan (l. c. p. 7) möchte ich noch bemerken, dass der Umstand seines Nichtvorkommens auf dem ganz nahen Halmahéra, ein genügender Beweis dafür sein dürfte, dass er nach Batjan vom Menschen gebracht worden ist. Wenn P. L. Sclater (Geogr. Mam. 1899, 228) es noch ganz neuerdings für „möglich“ hält, dass die Art ebenso nach den Philippinen gekommen sei, so kann ich dem gegenüber nur wiederholt betonen (s. auch Abh. Ber. 1896/7 Nr. 6 p. 8), dass sie sicher dort nicht zu Hause ist.

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3. Cynopithecus niger nigrescens (Temm.)

a. mas ad., Balg mit Schädel, Buol, Nord Celébes, VIII 94.

b. mas ad., Skelet, zwischen Malibagu und Duluduo, Nord Celébes.

c. mas ad., Schädel, Negeri lama, östlich von Gorontalo, Nord Celébes.

d. fem. juv., Schädel, Bone Thal bei Gorontalo, Nord Celébes, c 500 m.

Ex. a ist ausgesprochen nigrescens (im Gegensatze zu niger) durch die braune Färbung, besonders an den hinteren Extremitäten, sowie durch die ungetheilten Gesässchwielen.

Ex. b–d. Hier erschliesse ich die Bestimmung nigrescens nur aus dem Fundorte. Temminck (Coup-d’oeil III, 111 1849, s. auch Schlegel Cat. MPB. VII, 121 1876) hatte nigrescens von Gorontalo, Tulabello und Tomini von niger aus der Minahassa abgetrennt; die Fundorte dieser 3 Exemplare sind alle westlich von Bolang Mongondo. Als ich kürzlich glaubte (Abh. Ber. 1896/7 Nr. 6 p. 7) auf die braunschwarze Färbung (nach Temminck) besonders auf den Schultern und dem Rücken, kein Gewicht legen zu müssen, weil Exemplare der Minahassa dies auch mehr oder weniger zeigen, hatte ich noch kein Fell vor Augen; Ex. a aber überzeugt mich, dass die braune Färbung, besonders an den hinteren Extremitäten, so ausgesprochen ist, dass sie gar nicht übersehen werden kann, und ich muss es ausschliessen, dass damit ein individueller Charakter vorliegt, ebensowenig wie in den ungetheilten Gesässchwielen; hier handelt es sich gewiss um Charaktere, die an die Localität gebunden sind, was weitere Exemplare zu bestätigen hätten. Ob die anderen von Temminck angegebenen Unterschiede von niger: „face plus comprimée et queue fort peu apparente“ stichhalten, kann ich vorläufig nicht entscheiden. Ich muss meine Beobachtung an lebenden Boliohuto Exemplaren im Walde, dass sie von unten gräulich waren (l. c. p. 6), nun auch so deuten, dass diese Farbenwirkung von ihrem bräunlichen Fell herrührte, um so mehr als gerade die Unterseite der hinteren Extremitäten von Exemplar a heller braun ist.

Vom Gorontaloschen bis Tomini ist also nur niger nigrescens bekannt, von der Minahassa niger. Welche Form in Bolang Mongondo lebt, muss noch constatirt werden, ebenso ob C. nigrescens oder Macacus, resp. welche Art Macacus, zwischen Tomini und Parigi vorkommt (bezüglich der Localitäten verweise ich auf Karte II der „Birds of Celebes“ 1898).

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