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Säugethiere vom Celebes- und Philippinen-Archipel

4. und 5. Cynopithecus niger (Desm.) und nigrescens (Temm.)

Reading edition

Tafel II Fig. 3–4 und III Fig. 3–4

Die Zahl der Schwanzwirbel giebt Schlegel (Cat. VII, 119 1876) auf 5 an. Das Museum besitzt 7 Skelette: Vier von Celebes haben 3, 4 und 5 Wirbel, bei dem einen der beiden mit 5 sind sie zu 4 verwachsen, eins von Lembeh hat 4, zu 3, zwei von Batjan haben 5, zu 2, resp. 3 verwachsen. Man kann also nicht in allen Fällen von 5 normalen Caudalwirbeln sprechen. Die Ungleichmässigkeit zeigt, dass der Schwanzrest bereits in absteigender Entwicklung begriffen ist; jedenfalls ist er kürzer als der von Macacus maurus.

Temminck sagt (Coup-d’oeil III, 112 1849) von C. niger, dass er überall, mit Ausnahme der grauschwarzen Schenkel, intensiv schwarz sei. Dies ist jedoch nicht richtig. C. niger ist nie überall intensiv schwarz, sondern stets auf der Oberseite mehr oder weniger, oft sehr stark, mit Braun versetzt. Das eine oder andere Exemplar unter den 16 des Dresdner Museums von der Minahassa, Manado tua und Lembeh ist tiefer schwarz, aber auf dem Rücken zeigen auch diese stets Braun. Es darf daher, entgegen der Angabe fast aller Autoren, die Hervorhebung dieser Farbe in der Beschreibung nicht fehlen. Ferner sind nur die Oberarme und Umgebung (bei alten Individuen aber auch die Unterarme) gräulich, im Gegensatze zu Macacus maurus, wo vornehmlich die Schenkel so auffallend hellgrau gezeichnet erscheinen.

Zugleich trennte Temminck (p. 112) C. nigrescens ab als braunschwarz, besonders auf den Schultern und dem Rücken, und mit jederseits ungetheilten Gesässchwielen, gegenüber den jederseits zweitheiligen bei niger. Die braunschwarze Färbung kann jedoch keinen Unterschied abgeben, denn alle Exemplare, junge wie alte, männliche wie weibliche, aus der Minahassa, von Manado tua und Lembeh haben, wie bereits bemerkt, mehr oder weniger Braun, letztere besonders ausgesprochen. Erst durch Schlegel (Cat. VII, 121 1876) erfuhr man, dass Temminck zur Fundirung seines nigrescens 5 Exemplare von Gorontalo, Tulabello und Tomini, also nicht aus der Minahassa, dienten, bei denen es allerdings auffällig ist, dass sie jederseits eine ungetheilte Gesässchwiele haben, gegenüber der jederseits zweitheiligen der Minahassa Exemplare. Schlegel (p. 119) hielt dies für individuelle Variation, was ich nicht annehmen möchte. Die 5 genannten Exemplare, in den Jahren 1842 und 1864, also in 22jährigem Zwischenraum, an 3 verschiedenen Localitäten gesammelt, sprechen schon dagegen, und von den 16 Exemplaren des Dresdner Museums von der Minahassa, Manado tua und Lembeh hat nicht Eines eine ungetheilte Gesässchwiele, auch führt Schlegel (p. 120) unter 5 Exemplaren der Minahassa nur eines an, das sie links ungetheilt habe. Von den Gefangenschafts-Exemplaren, deren Herkunft man nicht kennt, sehe ich ab. Man kann daher hier nicht von individueller Variation sprechen, sondern es dürfte sich um einen constanten Charakter, der einer geographischen Provinz angehört, handeln. Auch ich habe in meinem Tagebuch eine Notiz, dass das Gesäss der Gorontaloer Affen dunkler sei, als das der Minahassaer, es muss mir also eine Verschiedenheit aufgefallen sein, ich hatte jedoch keine Gelegenheit, dies näher zu verfolgen. Jedenfalls muss es durch weitere Untersuchungen klar gestellt werden, wie auch, ob andere Differenzen vorhanden sind, vorläufig allerdings lässt sich C. nigrescens als Subspecies—mehr würde die Form nie beanspruchen können—nicht erweisen, sondern man kann nur sagen, dass die Exemplare von Gorontalo bis Tomini an den Gesässchwielen von den Minahassa Exemplaren abzuweichen scheinen.

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Notes in this chapter

Note 1 · Everett (P. Z. S. 1893, 494) führt arctoides auch von Borneo auf, indem er melanotus Ogilb., den Günther (P. Z. S. 1876, 425) von dort nenntNote 2 · Die ähnliche Färbung jüngerer Exemplare scheint z. B. Wallace, der vielleicht keine oder wenig Affen auf Celebes schoss, verleitet zu haben,Note 3 · Die entsprechenden Maasse einiger jüngeren weiblichen Exemplare sind: B 2737 (Cel.) B 3077 (Lembeh) B 1475 (Batjan) Länge des Femur 158 mm 1Note 4 · Ob Letzteres nicht in anderem Zusammenhange wie mit den Affen geschah, will ich hier nicht untersuchen. Man vergleiche u. a. Hickson: Nat. NNote 5 · Der v. Rosenbergschen Angabe (Mal. Arch. 1878, 268) möchte ich kein grosses Gewicht beimessen, wenn es sich auch so verhalten haben könnte. Note 6 · Die beste Synonymie von C. niger und nigrescens findet man in Andersons ausgezeichnetem Werke. ↑Note 7 · Siehe z. B. Wallace (Mal. Arch. D. A. I, 393 1869 und Geogr. Verbr. D. A. I, 495 1876). Schuiling (T. Aardr. Gen. 2. s. v, 536 1888) folgt WNote 8 · Schlegel (Cat. VII, 119 1876) führt beide als Macacus niger. Was die generische Stellung anlangt, so sagt er zwar (p. 118): „Ce singe rappelNote 9 · Zwar haben Quoy & Gaimard (Voy. Astrol. 1833 pl. 7) schon zwei Schädel von C. niger abgebildet, einen jüngeren und einen älteren, allein aucNote 10 · B 2735 (Cel.) B 2729 (Cel.) B 1477 (Batjan) Schädellänge 136 mm — mm 142 mm Jochbogenbreite 83 ,7 mm,, 90 ,6 mm,, 87 mm,, Breite am proc. zyNote 11 · In meinem Tagebuche finde ich folgende Aufzeichnungen: Im Februar 1871 sah ich an den Ufern des Flusses Tumumpat unweit Manado Schaaren von Note 12 · Der Batjan-Affe ist derselbe wie der der Minahassa, von wo er auch dorthin gebracht5 worden sein dürfte. Die 2 Exemplare des Museums haben zNote 13 · Die sich durch fast alle Bücher schleppende irrthümliche Angabe, dass sich diese oder eine verwandte Art auch auf den Philippinen fände7, maNote 14 · Die Art kommt nach Weber (Zool. Ergebn. III, 264 1893) nur auf Celebes, Sangi, Saleyer1 und Savu vor, wir werden aber sehen, dass die Sangi
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