Note 2 — Cercopithecidae
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Das grosse alte Männchen vom Pik von Bonthain, das die Herren Sarasin als seltenes Jagdstück erbeuteten, erweitert unsere Kenntniss dieser immer noch ungenügend bekannten Art von Celébes in, wenigstens für mich, unerwarteter Weise. Ich hatte das grosse adulte Männchen von Tonkean, Nordost Celébes, das ich Abh. Ber. 1896/7 Nr. 6 p. 3 beschrieb und Tafel I 5, II 1–2, III 1–2 abbildete, trotz seiner schwarzen Extremitäten (die auch das junge Weibchen von da — Tafel I 4 — aufwies) für einen alten M. maurus angesehen, wenn ich auch (S. 4) hervorhob, dass weiteres Material nöthig sei, um klar zu erkennen, ob die graue Phase an Unterarm und Unterschenkel auch übersprungen werden könne, und wenn ich auch ferner hervorhob, dass adulte schwarzgliedrige Exemplare bis jetzt überhaupt noch nicht bekannt geworden seien (S. 3). Ich nahm in Folge dessen an, dass M. maurus über ganz Celébes mit Ausschluss der nördlichen Halbinsel, wo Cynopithecus niger (Desm.) und nigrescens (Temm.) hausen, vorkomme. Das grosse alte Exemplar vom Pik von Bonthain aber zeigt nun, dass das, wenigstens bezüglich der nordöstlichen Halbinsel, nicht zutrifft. Hier lebt eine andere Art. Sie ist schlank und schwarz, die vom Süden dagegen gedrungen und bräunlich, mit Grau an den Extremitäten. Selbst ein sehr altes Individuum von Nordost Celébes mit weissen Altershaaren würde nie so braun sein können wie das Bonthain-Exemplar, während die Differenz in der Farbe des Gesässes und der Parthien darunter vielleicht als Altersdifferenz angesehen werden kann. Ebenso differiren die Schädel und die Bezahnung. Bei fast gleicher Schädellänge: 143 gegen 144 (Tonkean), sind alle Maasse kleiner bei dem älteren Bonthain-Exemplare (vgl. obige Maasse gegen die l. c. Seite 3 gegebenen), die knöcherne Nasenöffnung ist breiter, die fossa canina viel flacher, das os zygomaticum lange nicht so weit ausladend, der ganze Schädel graziler, was neben weiteren anderen Differenzen auch aus der Abbildung erhellt. Dem hohen Alter entsprechend sind alle Schädelnähte geschlossen, die crista sagittalis und occipitalis sehr stark entwickelt, die Zähne hochgradig abgenutzt, aber viel graziler, die Länge der Zahnreihen kürzer: p 2 bis m 3 sup.2 33.4 mm gegen 37.2 bei dem Tonkean-Exemplar. In der Abbildung erscheint die norma facialis (Tafel II Fig. 1) kürzer als bei dem Tonkean-Exemplare (l. c. Tafel II Fig. 1), was aus der überhaupt anderen Schädelconfiguration resultirt, besonders aber steigt das Schädeldach weniger an (siehe norma lateralis, Fig. 2 in beiden Fällen), wodurch sich die norma facialis verkürzt3. Die grössere Schlankheit des Tonkean-Affen kommt deutlich in den Maassen der Extremitätenknochen zum Ausdrucke gegenüber den Maassen des vielleicht älteren Exemplares von Parepare, die ich l. c. Seite 3 gab, und gegenüber denen des ziemlich gleichaltrigen Ex. d (s. oben). Von dem alten Bonthain-Männchen liegen die Knochen nicht vor.