Türme in der großen Stadt
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Wir wollen uns immer die Hände reichen über Patina-Grün und Lichter-Flug, doch unsrer ehernen Zungen Zeichen (Wo ist die Stille, die einst uns trug?) haben sich nie vereint, immer war irgendein Feind zwischen uns: Räderspeichen, Autohupen, Reklamen, ein Stadtbahnzug!
Wir starren, verdorrte Bäume, in Schwüle (Manchmal schwebt uns ein Luftschiff nah . . .) dürstend nach der Sterne Kühle und der Wolken Gloria. Rauch erdrosselt weh unser: Kyrie! und wie Henkerstühle stehn Plätze; Drähte sind wie Mördernetze da.
Über uns kommen Nachtmanöver, Kanonen, wir möchten ausschlagen wie auf dem Wall junge Pferde, aber wir müssen uns schonen und stehen immer wie im Stall. Goldner Kreuze Last liegt auf uns verhaßt. Wo unsre Brüder wohnen, wissen wir nicht. In Scherben zerschellt unsrer einsamen Stimmen Schall . . .
Unsre Leiber sinken verloren, erbleichen bei Patina-Grün und Lichter-Flug. Wir liegen wie einbalsamierte Leichen, ewiger Krieg tausend Wunden uns schlug. Sind nie vereint, immer trennt uns ein Feind, daß wir uns nie erreichen — Wo ist die Stille, die einst uns trug . . . und ertrug?