Abendliches Leni-Lied
Reading edition
Wir wandeln wieder lässig über Land, ich und mein Hund. Die ersten Blätter bleichen. Der Abendwind kommt kühl wie deine Hand und will die Striemen aus der Stirn mir streichen.
Und plötzlich rührt es mich, zu meinem Hund verinnigt Zärtliches von dir zu sagen, wie eine Blumenurne wird mein Mund von Liebesgöttern an dein Herz getragen.
Der Mond steigt langsam aus dem Wolkenwald, an Sternen tastet sich die Nacht, die blinde, stöhnend herauf. Ich bete, daß ich bald mein Lied auf deinen Lippen wiederfinde.