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Versöhnung, Gesänge und Psalmen

Seht, wie Tod bereite Schale hebt

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Immer glüht der Tod um unsre Glieder. Schaut sein Flammen armen Leib umlohn! Tage schmelzen uns und Stunden nieder. Schon auf toten Vätern schreit der Sohn. Alles Tun rinnt ab von unserm Wollen. Seht, wie Tod bereite Schale hebt! Alles Schlürfen ist Verrat am Vollen! In sein Sterben reift, was immer lebt. Wessen Schwur sich reißt vom Mutterschoße, sinkt schon hin in tödlicher Magie, brennt sich ab nach dem erzwungnen Lose, bis ihn letzte Stufe niederzieh. Wort, das in das große Lauschen hallte, schlägt sich ein in Wellenmeer und stirbt. Tod ist Freundschaft, die hinüberwallte. Liebesblick, erloschner, nie mehr wirbt. Schritt, den ich getan, ist Raub des Todes, da ihn furchtbar großer Raum verschlingt. Liebes Gestern, grausam hin verloht es. Melodie ins Nichtmehrsein verklingt. Wir sind Wälder nur dem Tod zu pflücken — Sonne winkt vergeblich blau und rot — Tropfen nur, die sich im Fall verzücken. Schwankend unten füllt sich Schale Tod.

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