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Versöhnung, Gesänge und Psalmen

Einer doch wandelt ...

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Einer doch wandelt unter allen Menschen und noch einer wohl, der trägt und trachtet Leid und Last seiner Welt. Hat sein Erbarmen gestachelt ein voriges Schicksal, Blutet er unterm Erinnern des lächelnden Gotts? Plötzlicher Schreck dolcht sein Lachen und trinken nimmer in Frieden kann er der gütenden Nächte Beruhigung, denn ewig rafft ihn der Schrei: Grausames Mißtun der Erde! Notverkrampfte Arme zucken nach Sonnen hin und Mutterhände, fiebernd gefaltete, würgen sein Träumen. Heiß überm Lärmen umgellt ihn die Klage der Väter, wenn sie am Abend gehn, siech um den Märtyrer Sohn. So wandelt der eine durch schreiende Tage und Länder. Tief in sein Aug ist gekerbt alles Leiden der Welt. Frierender Kinder und stinkender muß er erbarmen. Hunger der Vielen durchschüttelt ihn und noch der Huren anklagend Geheul reißt sein teilendes Herz in Zerrüttung. Silbernes Lachen der Mädchen kann ihn nicht trösten. Jubellust Gieriger stampft unter Füße sein blutendes Menschsein. Wild aus Erinnern und Vorschaun auftobt ihm Verzweiflung. Dann wird er Mensch sein! Aufstemmt ihn rasende Lust zu tragen, zu leiden, der Tiefste zu tauchen in ausgeschüttete Qualen der Welt. Nottrank der Nächte schlürft er, bitteren Balsam dem Wunden der Tage. O, Phalangen Schwerterglut pflückt er mit selig erwachender Brust! Aus Krämpfen und Krümmung der schreienden Glieder dann — Tobe du Seliger — Aufblüht sein siegender Tanz.

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