18. DIE DREI SÖHNE DES PADISCHAHS
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In alter Zeit lebte ein Padischah und dieser Padischah hatte drei Söhne. Der Padischah wurde blind und sagte zu seinen Söhnen: „Wenn ihr von einer Stelle, welche die Spur meines Pferdes nicht berührt und mein Auge nicht gesehen hat, eine Handvoll Erde bringt, werde ich wieder gesund.“
Der älteste Sohn besteigt ein Pferd, macht einen Weg von vierzig Tagen und bringt von dort eine Handvoll Erde. Sein Vater streicht die Erde auf seine Augen, sie hilft aber nicht. Sein zweiter Sohn besteigt ein Pferd, macht eine Reise von achtzig Tagen, bringt von dort eine Handvoll Erde, auch sie hilft nicht. Der Padischah sagt: „Ihr habt mir nicht geholfen. Vielleicht findet mein jüngster Sohn den Ort, den die Spur meines Pferdes nicht berührt hat, und vielleicht nützt er mir, wenn er Erde davon bringt.“ Sein jüngster Sohn besteigt ein Pferd, reist hundert Tage. Nach hundert Tagen kommt er in ein Schloß. In dem Schlosse befand sich eine alte Frau. Die alte Frau beherbergt den jungen Mann, fragt ihn nach dem, was ihm geschehen ist. Er erzählt, daß der Padischah blind geworden ist und daß er der Sohn des Padischahs sei und, um Erde zu suchen, ausgezogen sei. Die alte Frau antwortet: „Wenn dein Vater des Morgens aus eurer Stadt aufbrach, frühstückte er zu Mittag in unserm Schlosse. Auf diese Art kannst du nicht den Ort finden, den sein Pferd nicht betreten und sein Auge nicht gesehen hat.“ Der Jüngling antwortete: „Ja, Mutter, wie ist mir da zu helfen?“ Die alte Frau sagt: „Nachdem du zwanzig Tage gegangen bist, triffst du an dem und dem Orte eine Höhle. Geh in die Höhle. Neben der Tür ist ein Halfter aufgehängt. Das Halfter nimm in deine Hand und schwinge es einmal, dann kommen viele Pferde und sagen: ‚Mein Held, besteige mich.‘ Steige du auf keins der Pferde. Dann kommt ein rotbraunes Pferd mit krummen Beinen und Krebs auf den Schultern. Dies rotbraune Pferd besteige und so wirst du deinen Wunsch erreichen.“
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