Note 27 — 18. DIE DREI SÖHNE DES PADISCHAHS
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Der Padischah sagte: „Auch dieser dein zweiter Auftrag ist ausgeführt. Sage deinen dritten. Wollen sehen, was sich machen läßt.“ Da antwortet das Mädchen: „Laß die Milch dieser Stuten melken und in jenes Kayk füllen. Dann habe ich nichts mehr zu sagen. Rüste die Hochzeit und ich will dich heiraten.“ Der Padischah befiehlt dem jungen Manne: „Geh, melke jene Stuten!“ Der junge Mann melkt die Stuten mit Leichtigkeit und füllt das Kayk mit Milch. Da sagt das Mädchen zum Padischah: „Du hast wahrscheinlich nicht die vorgeschriebene Waschung vollzogen. Wasche dich in dieser Milch.“ Wenn sie dem Padischah, statt sich in Milch zu waschen, gesagt hätte: „Geh ins Feuer“, so hätte er auch das getan, denn so beherrschte ihn die Liebesglut zu diesem Mädchen. Sofort zieht er sich aus und steigt in die Milch. Nun war aber die Stutenmilch giftig und der Padischah stirbt sofort. Nun kam die Reihe an den jungen Mann. Das Mädchen sagte: „Vorwärts, mein Jüngling, der Padischah verstand nicht den Kniff, sich zu baden, du kennst aber den Kniff. Bade dich und ich werde dich heiraten.“ Der Jüngling war zum Sterben in das Mädchen verliebt. Als er dabei ist, sich auszuziehen und hinein zu steigen, faßt das Pferd ihn mit den Zähnen am Kragen und zieht ihn zurück. Danach wendet es ein Mittel bei der Stutenmilch an, so daß kein Gift bleibt. Dann steigt der Jüngling in die Milch, badet sich und kommt heil wieder heraus. Als er herauskommt, nimmt er das schöne goldhaarige Mädchen in die Arme und tausend Küsse haben nur den Wert eines Paras27 für sie. Schluß: Das Mädchen wird mit dem Sohne des Padischahs verheiratet und sie beide erreichten ihren Wunsch und bringen die Erde, die eigentlich der Zweck war, im Taschentuch in das Reich seines Vaters. Sie streichen die mitgebrachte Erde dem Vater auf die Augen. Er wird mit Gottes Hilfe wieder sehend und setzt das Mädchen und seinen Sohn auf seinen Thron. Alle erlangten, was sie wünschten. Hier hat die Geschichte ein Ende.