Point de Paris.
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Ursprünglich wurden in der Umgebung von Paris ganz gewöhnliche Klöppelspitzen gemacht, lisette, mignonette und gewöhnliche Guipuren. Gleichzeitig mit der Gründung der Industrie in Reims, Sedan, Alençon etc. wurde von Colbert auch eine Fabrik im Château de Madrid bei Paris eingerichtet und nun gestalteten sich die Spitzen aus. Als im XVIII. Jahrhundert die große Nachfrage in Malines war, und gerne von Minderbemittelten ähnliche aber billigere Spitzen gekauft wurden, kamen die Lilles und points de Paris auf und es wurden diese Spitzen, wie sie noch jetzt gemacht werden, erzeugt. Die points de Paris tragen zu sehr den flämischen Typus, sind nebstbei Epigonenspitzen, als daß man sie aus dieser Gruppe ausschalten könnte. Ihr fond chant oder fond de Paris, derselbe wie die Chantillyspitzen, scheint zwar absolut französisch zu sein, ist es aber nicht so sehr, als man meinen könnte, denn der fond double, wie er auch meistens genannt wird, wurde von jeher an dem urflämischen Pottenkant verwendet. Es ist ein sogenannter Spellegrund, ein Réseau, das mit Hilfe von Stecknadeln angefertigt wird, und zwar aus zwei diagonalen und einem horizontalen, sich kreuzenden Fadenpaare. Es sind Spitzen, die sich niemals durch allzugroßen Ideenreichtum in der Zeichnung hervortun. Meistens werden sie auch ziemlich gewöhnlich und in grober Ausführung gemacht. Ihr toilé ist wie das der Malines und Lille von einem Cordonette umgeben und oft haben sie jours in points de Lille.
Meistens sind die points de Paris gröber wie point de Lille. Diese Spitzen sind schon seit langem, wie die meisten Klöppelspitzen, von Frankreich ganz nach Belgien übersiedelt, sie werden in Turnhout und Cerfontaine und anderen Orten fabriziert. Man macht points de Paris außer in weißen Leinenfaden auch in schwarzer Seide.