Erneuerung
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Wir stehen vorgebeugt an steiler Küste. Wir müssen uns durch Nachtorkane drehn — Doch noch ins Flackerfeuer roter Lüste Fühlen wir kühl den Sternenwirbel wehn. Zerrissenes Herbstgewölk Blutregen speit Und wirft uns hin in schwefligen Gewittern, Daß wir erfrieren an der Einsamkeit Und klein an Gottes Saume wir erzittern. Durch das betäubende und stumpfe Hämmern Des aufgeputzten Wahnsinns tobender Zeit Zuweilen schon Fanfarenschreie dämmern .. Wir wissen uns zum Sturz der Macht bereit! Nicht kämpfen wir mit Stahl und Haß und Giften Für unsere erdentblühte Menschlichkeit — Es flamme über unsern jungen Triften Gestirn der Liebe auf und strahle weit! Gewürm der Nacht, gedörrt und ausgesogen, Versinkt in klaffendem Schlund .. Tiefe rollt hohl — Und größren Willens hochgespannter Bogen Wölbt sich unendlich hin von Pol zu Pol.