GEBET BEI ANBRUCH DES MORGENS
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Einst wohnt ich jenseits der Dämmerungen, weinte hinter Wassern in den Schoßduft der Nacht den Klagelaut des Fortgedrängten, nun laß mich beten: Oh, dir netzt den Fuß opalfarbene Flut, mit schlankem Finger der Wind spielt in Deinem Haar. Deines Busens Duftschleier hab ich gesucht den langen Tag, bis draußen zwischen Geröll, zwischen Geklüft die Sonne starb. Oh, warum bebt Dein Schoß vor mir zurück? Lag meine Sehnsucht nicht wie ein Tiger Nacht um Nacht? Siehe, den Zorn des Lebens streift ich wie einen Traum von mir, bald gleiten, wehe, schon stürzen in die zyanblauen Geschwader der Nacht blutrote Sonnenkatarakte. Dann ist dein Haar bräutlich gekränzt, dann ist alles für mich dahin, fortgezogen die Freudenwelle über das Meer.