← Table of contents
Meine Lebens-Erinnerungen - Band 2

Meine Lebens-Erinnerungen. (continued 5)

Reading edition

Diese Blutrache ist ein häßlicher Zug den die Italiener mit den schottischen Hochländern gemein haben; aber um wieviel munterer, gutmüthiger, angenehmer sind doch jene, wenn sie nicht gereizt werden.

Frau Brun erzeigte mir viele Gastfreundschaft; in ihrem Hause lernte ich die beiden Barone Rennenkampf kennen. Ich verdankte meiner Landsmännin noch die Bekanntschaft der Frau v. Humboldt. Wie gern hätte ich auch den Minister, ihren Mann, einen der tüchtigsten Aesthetiker Deutschlands kennen gelernt.

Der fünfte Act meines Correggio.

In Rom und in Grotta ferrata dichtete ich meinen Correggio. Ich war bis zum fünften Acte gekommen, als ich in den Wasserfall bei Tivoli stürzte. Wäre ich dort liegen geblieben, so hätte ich den Wienern nicht die Mühe gemacht, diesen Act bei der Aufführung wegzustreichen. Die Erinnerung an diesen Fall gab mir den Stoff zu Lauretta's Liede.

Als der Sommer nicht mehr so heiß, der Himmel kühl und klar geworden war, so daß ich wieder frei athmen konnte, genoß ich auch die Schönheiten Roms und der Umgegend. Acht Tage lang war ich bei Frau Brun in Albano; dort ritten wir am Abend auf Eseln und machten kleine Wallfahrten. Unter Anderm entsinne ich mich eines Besuchs bei den alten Mönchen im Kloster auf dem Berge. Als wir nach Hause ritten und mein Esel ziemlich rasch den Berg hinab lief, hörte ich meine Freundin hart hinter mir hergallopiren; sie rief: „Oehlenschläger! reiten Sie um Gotteswillen nicht so rasch!“ — „„Weßhalb?““ fragte ich — „Wenn Sie rasch reiten, muß ich es auch; denn mein Esel folgt dem ihrigen immer auf den Fersen.“ Ich versuchte nun langsam zu reiten; aber wenn ich und mein Esel in Gedanken verfielen, trabten wir wieder rasch den steilen Bergweg hinab, bis der Ruf der Dichterin oder das Lachen der reizenden Ida uns in der Fahrt anhielten.

Von welch wunderbarem Gefühle wird man erfüllt, wenn man die Gegend dort unten überschaut! An einem kleinen See lag Alba longa. Weiter hin landete Aeneas, ein abenteuerlicher Schiffer, mit einer handvoll trojanischer Matrosen, auf einer fremden Küste, wo sie eine unbedeutende Colonie anlegten. Und aus diesem Funken entstand die große Weltenflamme.

Man fragte mich immer, ob ich nicht nach Neapel hinunter wolle; aber ich war nun 4½ Jahr von Braut, Familie und Vaterland entfernt gewesen; ich sehnte mich nach Hause und hatte keine Lust, weiter zu reisen. Hätte der Vesuv Feuer ausgeworfen, so wäre ich doch hinuntergegangen. Aber einen beschwerlichen Weg in der heißesten Jahreszeit zweimal durch die pontinischen Sümpfe zu machen, blos um mich einige Tage in Neapel aufzuhalten, — und dann direct nach Kopenhagen zu jagen, dazu hatte ich keine Lust. Auf der Rückreise wünschte ich nur noch einige Besuche zu machen, und ich mußte mich so einrichten, daß ich nicht zur späten Winterszeit in Dänemark ankam. Auch wollte ich gern der ersten Vorstellung von Axel und Walborg beiwohnen.

Gedenkblatt von Christel Riepenhausen.

Hierüber mußte ich nun viele Neckereien, halb im Scherz, halb im Ernst anhören, daß ein nordischer Barbar keinen Sinn für südliche Naturschönheiten habe; besonders von Christel Riepenhausen, der ein sehr witziges und hübsches Stück in mein Stammbuch zeichnete, wo ich zwischen all' den Schrecken stehe, die er in einer Parodie von Göthe's: „Kennst Du das Land“, folgendermaßen in dem Verse anbrachte, der mit dem Bilde folgte:

„Wo Schlangen dräuen, wo gift'ge Blumen blüh'n, Aus Erd und Himmel schlagend, Flammen glüh'n, Scirocco heiß vom bleichen Himmel weht, Und im Gebüsch der gier'ge Mörder steht, — Kennst Du das Land?“ Wenn Sie in einem schöneren Lande glücklich sind, denken Sie neben allen diesen Gefahren an Ihre Freunde, die Sie herzlich lieben.

Ultramontane in Rom.

In dem ersten Monate, den ich in Rom verlebte, machte es mir Freude, täglich mit jungen, deutschen Künstlern umzugehen; aber ich rathe einem jeden Reisenden, lieber die Bekanntschaft der Eingebornen des Landes aufzusuchen. Dadurch lernt man besser das nationale Element kennen, und deßhalb reis't man doch eigentlich. Die Ultramontanen bringen ihre Sitten und Gewohnheiten mit; da muß man in der Mittagshitze mit ihnen laufen, und in die Nacht hinein wachen, was kein Römer thut. Mit jugendlicher Unwissenheit und Einseitigkeit beloben sie das Halbbekannte mit einem außerordentlichen wenn auch nicht erquickenden Enthusiasmus, und setzen das Vaterländische, das sie oft noch weniger kennen, herab. Auch herrscht gewöhnlich ein roher Ton unter ihnen. In unserm Zirkel, der aus talentvollen, älteren und mehr Gebildeteren bestand, wo Thorwaldsen präsidirte, war es natürlich viel besser. Ich habe manche schönen Abende in diesem Kreise zugebracht, wo wir uns den Acciuto, unsern Orvietto und den Speckschinken selbst mitgebracht hatten, oder uns für ein paar Bajocchi's in einer oder der andern Osterie zu gute thaten.

Auch kam ich zuweilen in brillante Abendgesellschaften, wo man schöne Musik hörte, schöne Damen sah und dann kaltes Wasser und Eis bekam, um sich wieder abzukühlen. Einen herrlichen Abend brachte ich mit Brun bei dem Prinzen Colonna in seiner schönen Villa zu, wo die Marmorüberreste der ältesten Zeit von Myrthen und Lorbeer bewachsen im Grase liegen.

Abschied von Rom.

Als ich Rom verlassen sollte, besuchte ich wehmüthig und einsam zum letzten Male die Kirchen, den Vatican, das Campo vaccino, mit all' den merkwürdigen Ueberresten, Titus' Ehrenpforte, wo man noch in einem fast verwischten Basrelief den siebenarmigen Leuchter sieht. Durch diese Pforte gehen die Juden nicht, sondern um sie herum, auf einem Fußwege. Ich besuchte noch einmal die Villa Borghese, wo ich so oft umhergewandelt war, und wo ich, als ich Correggio dichtete, die Idee zur Scene mit Cölestine erhielt. Denn als ich an einem kühlen Abende da umher ging und dachte, wie ich Correggio auf eine würdige Weise über die Beleidigung erheben sollte, die Octavio ihm zufügte, hielt mich ein Zweig der Lorbeerhecke freundlich am Knopfloche meines Rockes zurück; und der Gedanke fiel mir plötzlich ein „ein schönes, edles Mädchen soll ihm den Lorbeer winden.“

Es that mit recht leid, mich von meinem Sprachlehrer, einem sehr gebildeten und geistreichen Römer zu trennen, dessen Namen ich vergessen, und mit dem ich das Meiste aus Dante's Hölle gelesen habe. Auch von Confidati, meinem vortrefflichen Gesanglehrer, schied ich ungern. Ich hatte mir eine sehr gute Guitarre gekauft, da ich die Absicht hatte, auf diesem Instrumente spielen zu lernen. Aber die Zeit war zu kurz und ich verehrte sie Franz Riepenhausen. Er und sein Bruder zeichneten mich wieder mit schwarzer Kreide sehr ähnlich, und gaben mir das Bild mit. Nach diesem Bilde ist der Kupferstich in Nyerup's Almanach gemacht.

Zwei junge, italienische Mädchen, Kinder der Leute, in deren Hause Riepenhausen's wohnten, spielten mir zum Abschiede eine Pantomime vor, die die Trennung zwischen zwei Geliebten vorstellen sollte. Die jüngste war der Geliebte, die älteste die Liebhaberin. Als diese nun verzweifelt auf einen Stuhl sinken sollte, und nicht leidenschaftlich und betrübt genug war, rief die Jüngste erbittert: „Fatte le smanie, Bestia!“

Den letzten Abend war bei Thorwaldsen Gesellschaft; unter Anderen befand sich mein Landsmann und Vetter, Historienmaler Lund dort, der meine Schwester als Kind Zeichnen gelehrt hatte, als er als Jüngling meine Eltern auf Friedrichsberg besuchte. Wir waren Alle lustig und munter. Einige sangen, und ich sang unter Anderm „Göthe's Musen und Grazien in der Mark,“ nach einer alten, pathetischen Freimaurermelodie mir Rouladen und Trillern, welche dazu beitrugen, die Ironie des Gedichtes zu verstärken. Ich hatte Göthe selbst dieses Lied vorgesungen, und es hatte ihn sehr amüsirt und machte ihm besonders Spaß, wenn ich zuletzt das deutsche harte B und das weiche T gebrauchte und sang: „Wir sind pieder und nadierlich.“ Er wiederholte es lachend und rief laut: „„Pieder und nadierlich, der verfluchte Däne!““ — Hier gefiel das Lied auch, nur nicht dem Christel Riepenhausen, der sich kalt zu seinem Nachbar wandte indem er sagte: „Mir scheint die Melodie nicht passend. Was meinst Du dazu?“ — Dieß verstimmte mich natürlich. — Ich hatte nicht gesungen, um Beifall einzuernten, sondern um mein Scherflein zu der allgemeinen Munterkeit beizutragen. — Bald sollte ich fortreisen und diesen Kreis vielleicht nie wiedersehen, doch vergab ich ihm gern, als er am nächsten Morgen bei Tagesanbruch mich mit den übrigen Freunden, unter denen Thorwaldsen war, ein Stück Wegs zur Stadt hinaus begleitete. Koës reiste mit mir. — Wir wollten Beide den dänischen Minister Schubart in Livorno auf Montenero besuchen. Der Weg führte durch schöne Berggegenden: Wir sahen den malerischen Wasserfall in Terni, kamen durch Perugia, Pietro Vanucci's (Raphael's Lehrers) Geburtsort, und sahen sein Portrait, welches die Einwohner nicht um eine ungeheure Summe hatten verkaufen wollen, so stolz waren sie auf ihren Künstler; d. h. als er todt war. Darauf kamen wir von Cortona und Arezzo (Petrarca's Geburtsort) wieder nach Italiens Blumenstadt, meinem Lieblings-Aufenthalte jenseits der Alpen.

Sowohl jetzt, als das erste Mal, als ich in Florenz war, bekam ich ein Sonett von einem bettelnden Dichter, in welchem stand, daß die Nymphen des Arnoflusses sich über meine Ankunft freuten. Ein solches Sonett, und wahrscheinlich dasselbe, bekommt jeder Reisende und vergilt die Höflichkeit mit dem Honorare einiger Schillinge.

Ein Unzufriedener.

Hatte ich nun auf meiner Hinreise nach Rom einen französischen Kaufmann zum Reisegefährten, der unzufrieden mit dem italienischen Wesen war, und mich oft durch seine üble Laune gestört hatte, so traf ich auf meiner Reise nach Florenz einen deutschen Dito, der viel amüsanter war. Er schimpfte Italien noch heftiger aus als der Franzose, und brauchte noch viel beleidigendere Redensarten; aber mit viel mehr Berechtigung; es geschah nicht aus Nationalhaß, sondern, weil er kein Wort italienisch wußte, nicht das Geringste von den schönen Künsten verstand, und noch weniger als ich die Hitze ertragen konnte. Als reicher Gourmand fand er natürlich alle Wirthshäuser auf dem Wege abscheulich. Uebrigens war es ein außerordentlich freundlicher Mann, der blos um einem mitreisenden, gelehrten Freunde zu dienen, sich darein gefunden hatte, Wien zu verlassen, wo er wie im Paradiese lebte, von lauter gebackenen Hähndeln und delicaten Mehlspeisen umgeben. Nun zog er über die Alpen und schwärmte allerdings wie eine Fliege, die unversehens in eine leere Flasche gekommen ist. — Wir trafen ihn stets in den Wirthshäusern scheltend und fluchend, indem er mit dem Taschentuche das glänzende Antlitz abwischte; denn er war sehr corpulent. Er hatte es sich allmälig bequemer gemacht; zuletzt kam er in einer dünnen, weißen Piqué-Nachtjacke und leinenen Hosen. Es würde mich gar nicht gewundert haben, wenn wir ihn die letzten Male im bloßen Hemde oder später nackt gesehen hätten. Es ging ihm, wie einem schiffbrüchigen Manne, der nach und nach Alles, und doch vergeblich über Bord wirft. Jedesmal, wo er mich in einem Wirthshause traf, fragte er mich: „was er in Italien solle?“ und stets blieb ich ihm die Antwort schuldig. Man sollte nun glauben, daß, da er unaufhörlich schimpfte und fluchte, die Leute des Hauses auf ihn böse geworden wären: aber glücklicherweise geschah dies auf deutsch; sie verstanden ihn nicht und lachten über sein Benehmen, da die Italiener sehr viel Sinn für das Burleske haben. Selbst wenn er rief: „Cattive gente!“ das einzige Italienisch, dessen er sich bediente, schlugen sie ein lautes Gelächter auf. Einige glaubten, er sei verrückt und hatten inniges Mitleid mit ihm. In Allem, worüber er sonst mit uns sprach, wenn es ihn interessirte, zeigte er einen guten natürlichen Verstand, und er war gewiß ein tüchtiger, einsichtsvoller Kaufmann. Aber er fragte immer wieder: „was soll ich in dem verdammten Lande? etwa die alten Steinbilder sehen, die da gegen allen Anstand, ohne die geringste Bekleidung stehen? in die katholische Kirche gehen, während ich doch ein guter Lutheraner bin, um ihr Lirumlarum mit anzuhören? mich von den Wirthen betrügen, von ihrem Ungeziefer beißen lassen, und ihr Gift essen?“ Der gelehrte Freund suchte ihn zwar zu beruhigen und hielt ihm kleine, populäre Vorlesungen; aber das half Nichts. Erst als wir in Florenz bei Schneider's waren, kam er in guten Humor, lud uns zu einer prächtigen Mahlzeit ein, und zeigte sich nun in seiner ganzen Gutmüthigkeit.

Pisa und Livorno. — Das Meer.

Als wir ein paar Tage in Florenz gewesen waren, reiste ich mit Koës durch Pisa nach Livorno. In dem Augenblicke, wo ich hier das Meer zum ersten Male wiedersah, brach ich in Thränen aus und fühlte ganz, was der Schweizer empfindet, wenn er seine Berge wiedersieht. In Montenero feierten wir den Geburtstag der Baronesse Schubart; dieser hatte das Merkwürdige für mich, daß er auf den 10. September, also gleichzeitig mit dem meiner Mutter fiel. Meine dadurch veranlaßten Gefühle theilte ich der Baronin in einem kleinen Gedicht mit. Baron Schubart begleitete uns nach Pisa, wo er den Winter wohnte. Hier bewirthete er uns zum Abschiede in seinem eigenen Hause. In Pisa sah ich den schiefen Thurm und das Campo santo. Die vornehmsten Aristokraten des Mittelalters liegen hier in heiliger Erde, die auf Schiffen von Jerusalem geholt ist; und nun sind sie Würmer, gleich den Bauern, die in einfacher, italienischer Erde zu Staub werden. In den Straßen wächst hohes Gras zwischen den breiten Fließen vor den verlassenen Palästen, und die ungeheure eiserne Kette, die früher ihren Hafen sperren sollte, wurde von den Florentinern gesprengt und rostet nun beim Battisterio in Florenz. Dagegen blühen noch an den Wänden des Campo santo die Bilder der ältesten italienischen Maler in jugendlicher Frische. — Die geistige That hat doch auch Etwas zu bedeuten und überlebt die That menschlicher Gewalt, wenn sie auch für den Augenblick dieser dienen muß, und Fichte sagte wohl mit Recht von dem geistig Wirkenden: „Wir sind auch eine Macht und zwar keine geringe.“

In Florenz: Arndt, Bröndsted, Koës.

Als wir nach Florenz zurück kamen, trafen Koës und ich unvermuthet unsern lieben Bröndsted. Wir wußten wohl, daß er nach Italien kommen wollte; aber er überraschte uns hier, und das verdoppelte unsere Freude. Nachdem wir zusammen Mittag gegessen hatten, gingen wir in dem schönen Wetter Arm in Arm durch die Stadt spazieren. An einer Straßenecke stand ein schlecht gekleideter, kleiner Mann mit angeschwellten Taschen und streckte den Kopf mit der spitzen Nase (wie ein Huhn, wenn es trinkt) in die Höhe, um ein Placat zu lesen, das ziemlich hoch angeschlagen war. — „Da steht Arndt!“ flüsterte ich leise zu den Andern, indem wir dicht an ihm vorüber gingen. — Er bemerkte uns nicht, wir eilten von dannen und sahen ihn nie mehr wieder. Er lebte noch einige Jahre, ging oft noch von Süd nach Nord, von Nord nach Süd, und zuletzt fand man ihn in einem Graben, — ich weiß nicht, ob es in der Nähe von Torneå, Marseille, Moskau oder Venedig war, — vom Schlage getroffen, todt, die Taschen voll von Manuscripten, die man zu Nichts gebrauchen konnte.

Ebenso froh wie ich geworden war, Bröndsted in Florenz zu treffen, ebenso betrübt war ich, als ich mich kurze Zeit darauf von ihm und meinem treuen Koës trennen mußte, den ich erst bei Gott wiedersehe, im Leben aber nie vergesse. Der wackere Mensch, dessen Geist nach Wahrheit und Schönheit strebte, starb in Griechenland. Wilder Lorbeer und Myrthe bedecken sein Grab. Er war nicht Zeuge des Jammers und der Zerstörungen des Landes, das er so innig liebte; aber er ahnte die bessere Zukunft, für die die Hellenen so wacker gestritten haben, und die ihnen alle dankbaren Musensöhne von Herzen wünschen.

In Mailand. — Peter Saabye.

Ganz allein stand ich wieder in der weiten Welt, doch mit jugendlicher Munterkeit und mit Muth, und eilte so rasch dem Norden zu, wie die Vetturinräder mich fortschaffen konnten und kam endlich nach Mailand, ging in die große Oper, wo sie eine langweilige Seria ausführten, gähnte — und schlief ein.

Als ich erwachte und mich in dem ungeheuren Raum des teatro della scala statt in meinem engen Bett befand, stand ich auf, um nach Hause zu gehen und den Schlaf auf bequemere Art fortzusetzen. — Ein junger Mensch, der gar kein italienisches Gesicht hatte, stand etwas fern von mir, sah mich fest an, und als ich ihm nahte, fragte er mich bescheiden auf Dänisch, ob mein Name nicht Oehlenschläger sei? — „Ja, mein Herr! — es freut mich, hier einen Landsmann zu treffen! Darf ich auch um Ihren Name bitten?“ — „„Ich heiße Peter Saabye, Sohn des Etatsrath Saabye in Kopenhagen, Ryberg's Associé.““ — „Es freut mich sehr, Sie hier zu treffen, leider reise ich aber morgen bereits wieder fort.“ — „„Das thue ich auch.““ — „Vielleicht nach Rom?“ — „„Nein, nach Kopenhagen.““ „Nach Kopenhagen? Da reise ich auch hin.“ — „„Da können wir vielleicht zusammen reisen?““ — „Das wäre herrlich! aber ich muß erst nach Tübingen, Heidelberg und Weimar.“ — „„Das muß ich auch!““ — „Ah, denn geht es ja ganz schön. Schade, daß wir uns nicht früher getroffen haben, ich bin heute hier angekommen.“ — „„Ich auch.““ — „Von Rom?“ — „„Nein, von Genua.““ — „Hätten wir das gewußt, so hätten wir in demselben Gasthof zusammenwohnen können.“ — „„Wo wohnen Sie?““ — „In der Albergo della Cita!“ — „„Ich auch.““ — Wir gingen nun zusammen nach Hause und da traf es sich denn so, daß unsere Kammern dicht an einander stießen, so daß wir nur die Zwischenthüren zu öffnen brauchten, um Contubernalen zu sein.

Das Hazardspiel.

Wir blieben ein paar Tage in Mailand und hatte noch ein anderes Abenteuer, das ich in meiner Novelle, die Glücksritter, poetisch erzählt habe. Es ging mir nämlich ungefähr wie Xaver, nur daß das Glück, welches ich machte, unendlich geringer war. Ich verirrte mich einmal ebensowie er in den Spielsaal, verstand das Spiel ebensowenig wie er, spielte jedoch, wie ich einen alten Officier spielen sah und gewann. Ich brauchte gerade einen neuen Frack; da ich nun stets das Hazardspiel für etwas des Verführendsten und Verderblichsten in der Welt angesehen hatte, so beschloß ich, einen einzigen Louisd'or zu wagen und gleich aufzuhören, wenn er verloren sei. Gewann ich dagegen, so beschloß ich, mich gar nicht von dem trügerischen Glücke verlocken zu lassen, sondern aufzuhören, so bald ich das Geld für meinen Frack gewonnen hätte. Ich gewann 5 Louisd'or, hörte auf, ging nach Hause, ließ am nächsten Tage den Schneider rufen, und Tags darauf rollte ich in einem hübschen dunkelgrünen Frack mit Saabye in einem bequemen Reisewagen aus Mailand heraus.

Er war ein sehr angenehmer Gesellschafter, besorgte alle Reisekosten bis nach Kopenhagen und als wir dort ankamen, wollte er kein Wort von Abrechnung wissen.

Abschied von Italien. — Simplon.

Wir besuchten in dem schönen Wetter die Borromäischen Inseln im Lago maggiore. Nun litt ich nicht mehr von der Hitze und konnte mich recht amüsiren. In der klaren Luft schien es, als ob wir den Inseln bereits ganz nahe seien, obgleich wir noch ein gutes Stück davon entfernt waren. Wir zogen über den Simplon. Als man mir die Grenze zwischen Italien und der Schweiz zeigte, machte ich einen langen Sprung über sie, wandte mich übermüthig gegen Italien, zeigte mit dem Finger nach Süden und rief: „Nun sieh zu, wie Du mich wieder kriegst.“ — Denn der Gedanke, daß ich in Italien sterben müsse, war oft in mir entstanden, doch drängte ich ihn stets wieder zurück! In einem Liede, das ich auf den Alpen dichtete, sprach ich meine Gefühle aus. Es findet sich in meinen gesammelten Gedichten mit der Ueberschrift: „Simplon.“

Wenn ich Göthe's große Liebe für Italien bedenke, so scheint mir mein Gefühl seltsam, da ich doch in so vielen andern Dingen mit ihm sympathisire. Aber er machte seine Reise auf die angenehmste Art in der besten Jahreszeit. Sein plastischer Geist trieb ihn nach dem Süden hin; und mein nordisches Herz sehnte sich nach der Heimath, zu der ich (gleich den Römern) Germanien zähle; denn sollte ich mir nach meiner Neigung einen Aufenthaltsort außerhalb des Vaterlandes wählen, so würde es das südliche Deutschland sein.

In Heidelberg. — Der alte Voß.

Deshalb freute es mich auch sehr, nach dem schönen Heidelberg zu kommen, wo ich den alten Voß besuchte, zum Theil weil ich wußte, daß ich seinen Sohn, meinen weimarischen Freund, bei ihm treffen würde. — Der Vater sah gerade aus, wie ich mir ihn vorgestellt hatte, lang, hager, steif und gravitätisch, aber verständig, ehrlich, gemüthlich in seinem Hause. Damals hatte er noch nicht sein Buch über Stolberg geschrieben, sonst würde ich ihn kaum besucht haben; denn ich liebte Stolberg immer als einen edlen Mann, mit hohem Dichterfluge. Wenn es auch seinem Schiffe etwas an dem Ballast des ruhigen Verstandes fehlte, wenn auch die Vernunft nicht immer als Steuermann am Ruder saß, so wurden doch die reinen, schneeweißen Segel durch die schönsten Gefühle geschwellt; und in dem Passatwinde der Begeisterung legte Stolberg wie ein Adler doch große Strecken zurück. Erst als er sein Dichterschiff zu einem mystischen Luftballon umbaute, um dem Himmel noch näher zu kommen, konnte und wollte ich ihm nicht mehr folgen. — Was Stolberg zu viel hatte, hatte Voß zu wenig, zu schweren Ballast und zu kleine Segel. Aber ein vortrefflicher, fleißiger Frachtschiffer war er zwischen der alten und der neuen Welt. Auch ein guter idyllischer Gärtner; und wie hoch ich seinen poetischen Landsitz Luisenlund schätze, habe ich bereits gesagt. Etwas intolerant und beißend ist Voß immer gewesen; dies zeigte sich bereits in seinem Verhältniß zu Heyne. In seinen alten Tagen ärgerte ihn die Uebertreibung der Romantiker, und die Verachtung, die sie ihm immer zeigten, verdroß ihn. Er glaubte, Stolberg hätte die erste Veranlassung zu diesem Wesen durch seinen Uebergang zur katholischen Religion gegeben, darüber wurde Voß unbillig und unedelmüthig, und, obgleich er in seinem Buche über Stolberg viel Wahres mit Rücksicht auf Aristokratie und Mönchswesen sagt, so hatte er doch im höchsten Grade Unrecht, seinen Jugendfreund zu beleidigen und sich an ihm durchs kleinliche Erzählen von Anecdoten zu rächen.

Voß freute sich, in mir einen jungen Dichter zu finden, der kein Ultraromantiker sein wollte und darnach strebte, seine Liebe zur Poesie mit Billigkeit und Vielseitigkeit zu verbinden. Auch der Dichterkreis in Göttingen, auch die Musenalmanache die Boie und Voß in ihrer Jugend herausgegeben hatten, waren mir lieb. Hatte ich durch sie nicht zuerst den naiven, warmen Claudius, den sanften Hölty, die feurigen Stolbergs, den merkwürdigen Bürger kennen gelernt? Ich nenne Bürger merkwürdig; denn das bleibt er mir stets durch die seltsame Mischung von wahrem Dichtergenie und einer unruhigen, krankhaften und unpoetischen Persönlichkeit. Freilich erquickten seine Gedichte mich im Ganzen genommen nicht, gerade dieser Mischung wegen, und ich finde echte Wahrheit nur in seiner Leonore, wo der todte Ritter, der wirklich kein anderer ist, als Bürger's eigner poetisch-melancholischer Gespenstergeist, in wilder Laune nach dem Grabe hin galloppirt.

Ich las dem Voß meinen Correggio vor. Als die Vorlesung geendet war, umarmte er mich und sagte: „Ich wollte wünschen, daß Lessing heute Abend hier gewesen wäre!“ — Ich brachte einige sehr angenehme Stunden in seinem häuslichen Kreise zu. „Die gute, verständige Hausfrau“, Ernestine, bereitete uns Stahlpunsch, womit sie Göthe oft tractirt hatte; im Voß fand ich im Schooße seiner Familie ganz den Verfasser der Luise wieder. Er schrieb in mein Stammbuch:

„Quod sis, esse velis, nihilque malis.“

In Weimar. — Göthe's Benehmen.

Nun hatte ich in Deutschland nichts weiter zu thun, als Göthe in Weimar aufzusuchen und mein Andenken in seiner freundlichen Erinnerung aufzufrischen, ihm meinen Correggio vorzulesen, einige aufmunternde Worte von ihm zu hören und dann in Gottes Namen nach Hause zu reisen. Wie gerne machte ich seinetwegen nicht den Umweg von 20 Meilen.

Aber unglücklicherweise konnte ich nur ein Paar Tage in Weimar bleiben, da ich mit einem Andern reiste, und bei Göthe muß man auf gute Laune warten, wie der Schiffer am Strande auf guten Wind, wenn er eine glückliche Fahrt machen will. — Ich hatte ihm meinen Aladdin dedicirt, meinen deutschen Hakon Jarl und Palnatoke hatte ich ihm mit einem liebevollen Briefe gesandt, ich rechnete auf einen väterlichen Empfang wie ein Lehrling von seinem Meister. Göthe aber empfing mich höflich, doch kalt und beinahe fremd. Hatten so viele andere spätere Begebenheiten die Erinnerung an „die guten Stunden“, die ich so schön und angenehm bei ihm verlebte, aus seinem Gedächtnisse verwischt? Oder — schlummerten diese Erinnerungen nur und wollten sie wieder geweckt werden? War ich zu ungeduldig, da der Sohn den Vater nicht sogleich fand? Ich weiß es nicht! Erst suchte ich den Kummer zu unterdrücken und hoffte, daß später, wenn ich ihm meinen Correggio vorgelesen, das alte Verhältniß wieder eintreten werde. Aber es wurde nichts daraus. — Als ich ihm durch Riemer hatte wissen lassen, daß ich eine neue Tragödie geschrieben hätte, die ich ihm vorzulesen wünschte, ließ er um das Manuscript bitten, er wolle sie am liebsten selbst lesen. — Ich antwortete: Er könne sie nicht selbst lesen, ich habe nur ein schlecht geschriebenes Brouillon bei mir, das voller Aenderungen sei. Doch gab ich Riemer das Manuscript. Er brachte es mir zurück und sagte: Göthe könne es freilich nicht lesen, aber ich möchte das Stück nur drucken lassen, dann würde er es lesen. — Dies schmerzte und ärgerte mich und ich machte meinem Mißvergnügen darüber gegen Riemer Luft. Er wunderte sich fast, daß es Jemand wagte auf Göthe böse zu werden, doch sagte er: „Du hast wohl recht, aber wir Anderen sind so daran gewöhnt, uns Alles von ihm gefallen zu lassen, daß es uns nie einfällt, darüber böse zu werden oder zu zürnen.“ „„Das mag sein, aber Göthe würde es in seiner Jugend schwerlich geduldet haben, so behandelt zu werden.““ Ich entsinne mich eines Zuges aus seinem früheren Leben, der hierher paßt. Als er nach Weimar kam, spielte er einmal Sprüchwörter in einer Gesellschaft. Er bat um die Erlaubniß, mit Wieland (der sich wahrscheinlich ein Air über ihn gab) ein Sprüchwort aufführen zu dürfen, zeichnete mit Kreide auf eine spanische Wand einen Berg, trat dahinter, bat Wieland zu rathen, und da dieser es nicht konnte, trat Göthe hervor, verbeugte sich und sagte: „Mein Herr Hofrath! hinter dem Berge sind auch Leute!“ Dies kann auch hier angewendet werden, nur daß wir statt „hinter dem Berge“ setzen „jenseits des Meeres.“

Göthe lud mich zweimal höflich zu sich zu Tisch, und da war ich keck und satyrisch, weil ich nicht herzlich und kindlich sein konnte. Unter Anderm recitirte ich ein paar Epigramme, die ich auf Schlegels gemacht hatte. Göthe sagte hier wieder gutmüthig: „Das ist ganz gut; aber so Etwas sollten Sie nicht machen; wer Wein pressen kann, soll keinen Essig brauen.“ — Ich: „„Haben Sie denn keinen Essig gebraut, Herr Geheimerath?““ Göthe: „Zum Teufel! Ist es denn Recht, weil ich es gemacht habe?“ — „„Nein! aber wo Wein gepreßt wird, da fallen auch eine Menge Trauben ab, die zum Wein nicht taugen; die können dann noch einen guten Weinessig geben; und der Essig ist ein sicheres Mittel gegen die Fäulniß.““

Abschied von Göthe.

Ich mußte leider bald fort; und so nahmen wir einen kalten Abschied von einander. — Dies war mir in meinem innersten Herzen zuwider; denn keinen Mann in der Welt achtete und liebte ich mehr als Göthe; und nun sollte ich ihn vielleicht in meinem Leben nie wieder sehen. — Die Postpferde waren auf den nächsten Morgen um 5 Uhr bestellt. — Es war bereits 11 Uhr Abends, ich saß allein auf meinem Zimmer im Elephanten, das Haupt auf die Hand gestützt und Thränen in den Augen. Da bemächtigte sich meiner eine unbeschreibliche Sehnsucht, ihn zum letzten Mal an meine Brust zu drücken; aber zugleich rührte sich auch der Stolz in meinem Herzen und ich wollte mich nicht vor ihm demüthigen.

Ich lief nach Göthe's Hause, sah noch Licht in seiner Wohnung, ging zu Riemer auf sein Zimmer und sagte: „Lieber Freund, kann ich nicht Göthe noch einen Augenblick sprechen? Ich wollte ihm doch gern ein letztes Lebewohl sagen.“ Riemer war erstaunt, aber da er meine Gemüthsbewegung sah und Alles wußte, antwortete er: „„Ich werde es ihm sagen, ich will sehen, ob er noch nicht zu Bett gegangen ist.““ Er kam zurück und bat mich einzutreten, indem er selbst ging. Da stand Götz von Berlichingen's und Hermann und Dorothea's Verfasser in der Nachtjacke und zog seine Uhr auf, um zu Bett zu gehen. Als er mich sah, sagte er freundlich: „Nun, mein Bester! Sie kommen ja wie Nikodemus!“ — „„Herr Geheimrath,““ sagte ich, indem ich ihn umarmte, „„erlauben Sie mir, dem Dichter Göthe auf ewig Lebewohl zu sagen!““ — „Leben Sie recht wohl, mein liebes Kind!“ sagte er herzlich. „„Nichts mehr, nichts mehr!““ rief ich gerührt und verließ schnell das Zimmer.

Ich hoffte bei der Abreise, daß wenn Göthe einmal meinen Correggio lesen würde, er Riemer gegenüber, (den ich damals noch für meinen ehrlichen Freund hielt) sich vortheilhaft über das Stück aussprechen würde, wo ich dann mit meiner ganzen kindlichen Liebe wieder zu Göthe zurückkehren und ihm einen langen Brief schreiben wollte. Aber es geschah nicht, und erst 32 Jahre nachher, als Herr Riemer sein Buch über Göthe nach dem Tode des Dichters herausgab, sah ich, welch ein jämmerlicher schwacher Character Riemer sei, der sich zu Göthe verhielt, wie in Wessels „Liebe ohne Strümpfe“ Mette zu Grethe, und gleich ihr sagte:

„Ich halte in der Welt Kein einzig Ding für recht, das Grethen nicht gefällt. Nichts Höh'res kenne ich, als dies für mich auf Erden, Und Grethe wünscht es nicht, mit Dir vermählt zu werden: Das meine Antwort. Lebe wohl!“

Ein Urtheil Göthe's.

Später — und gerade aus Riemer's Briefen — erfuhr ich, daß sich die Sache doch nicht ganz so verhielt, wie er es mir selbst gesagt hatte. Ich glaubte nämlich, daß Göthe nicht meinen Correggio lesen wollte, aber er hatte ihn gelesen, er hatte ihm jedoch mißfallen; eben so wie Hakon Jarl ihm mißfallen hatte, als er ihn zum ersten Mal hörte. So vielseitig Göthe auch gern scheinen wollte, war er doch an gewisse Formen und Ansichten gefesselt, und war nichts weniger als ein guter Kritiker, da Persönlichkeit und Parteilichkeit einen zu großen Einfluß auf ihn hatten. Auch war er eifersüchtig auf Alles, was sich ihm zu nähern wagte. Er wollte wohl protegiren und das Unbedeutende unterstützen, hatte z. B. große Aufmerksamkeit für jede dramatische Kleinigkeit in Italien — aber den Norden, Dänemark, Skandinavien ignorirte er als Nebenbuhler des deutschen Ruhmes, als Theilnehmer an germanischen Vorzügen, und er bewahrte über uns stets eine arge Unwissenheit, welche sich unter Anderem darin zeigte, daß er, als er später von mir sprach, sagte: „Wenn diese Nordländer ihre Bären auf den Hinterbeinen tanzen lassen können, glauben sie, was Rechtes zu sein.“

Als ich das letzte Mal in Weimar war, hatte ich noch — da er es nicht hören wollte — meinen Correggio der Frau von Schiller vorgelesen; und die Erbprinzessin von Weimar erwies mir die Ehre, Zuhörerin bei der Witwe des großen Dichters zu sein. Mein Correggio hatte ihnen Beiden sehr gefallen. Göthe's bestem Tragiker, Wolff (viele Jahre darauf Verfasser der Preciosa), las ich auch das Stück vor, und er freute sich in der Hoffnung, bald einmal die Hauptrolle spielen zu können. Alles Dieses, hörte ich nun viel später, hatte Göthe verdrossen, und er war erzürnt darüber, daß ich, wie er glaubte, andere Wege ginge, um mein Stück in Weimar aufführen zu lassen. Das fiel mir gar nicht ein. Ich hatte die Gewißheit, daß das Stück in Kopenhagen aufgeführt werden würde, was mir viel größere Vortheile verschaffte, als mir sie Weimar bieten konnte.

Abschied von Deutschland.

So reiste ich also nach Hause, nachdem ich die Gunst des großen Göthe verloren hatte.

Fußnoten:

Ende des zweiten Bandes.

Druck von F. A. Brockhaus in Leipzig.

Explore with AITake your curiosity a little further.

Reading settings