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Gedichte

Gegen die Vivisektion.

Reading edition

Ein unbekanntes Band der Seelen kettet Den Menschen an das arme Thier, Das Thier hat einen Willen — ergo Seele — Wenn auch ’ne kleinere als wir. Ein Mensch, mißbrauchend die Gewalt und Stärke, Ein lebend Herz zerreißen — wie? Wer gleicht denn hier dem wilden Thiere, Ist es der Mensch, ist es das Vieh? —

O erkläret mir das Räthsel Der umringenden Natur, Zu den Wundern, zeiget, gebet Mir nur eine einz’ge Spur! Unbegriffen, unverstanden, Seh ich sehnsuchtsvoll mich um, Fragend all das Welten Chaos: Und das Chaos bleibet stumm.

Welten Chaos, Menschen Chaos Chaos in des Menschen-Brust, Heil’ge Liebe, glühend Hassen, Düster Gram und heit’re Lust! Wie es lodert, wie es flammet, Finstre Wolke, schwanker Kahn, Heil’ger Muth und süßes Hoffen: Bleibet in dem morschen Kahn!

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