Tagebuch in Schwyz.
Reading edition
Den 9. September 1849.
Wie kommen wir hierher? Vorgestern und gestern waren in Einsiedeln zum Geburtstag der Jungfrau achttausend Pilger, und alle sechszehn Glocken läuteten mit geringer Unterbrechung von früh vier bis acht Uhr Abends. Aus meinem Fenster sah ich unaufhörlich das Hinundwiederströmen, wie ein buntes Schattenspiel, auf dem weiten, farblosen Platze zu unsern Füßen. In schwerer Ermattung kamen die Weithergewanderten, auf dem Rücken ihr armes Gepäck, auf der Stirn Staub, im Herzen wohl Kummer oder Reue, tranken an jeder der Röhren, aus denen der heilige Brunnen strömt, und gingen dann noch erst in die Kirche, bevor sie ein Obdach suchten, das zu finden ihnen oft vieles Bitten kosten sollte. »Mühselige und Beladene« dachte ich immerfort, und mir war's, als legte das ganze Leben erdrückend sich auf meine Brust. Ein finsteres Gewitter stand hinter den Tannenwäldern, starke Donner rollten linkshin in Glarus, das graue ausgedehnte Kloster ward von grellen Lichtern schneidend beleuchtet. In der Nacht glaubt' ich immer, es wolle mit seinen beiden gewaltigen Thurmarmen mich umschließen und zu Tode pressen. Fort wollt' ich, fort, fort, gleichviel wohin. Wir fanden einen Kutscher aus Brunnen und eben als die Procession sich geisterhaft zu entwickeln begann, fuhren wir dem Vierwaldstädter See zu. Mir war's gleich, ich sah Nichts um mich her, ich weinte. Nach dem Mittag in Sattel wurde der steinige Weg für meinen gemarterten Kopf so furchtbar, daß ich in Schwyz zu bleiben begehrte, weil wir eher dorthin kommen sollten, als nach Brunnen. Der Kutscher meinte: es sei schön da, »und do,« setzte er hinzu, »do isch Goldau.« Die Stätte einer Verwüstung und einer solchen – das weckte mich aus meinem Stumpfsinne – ich ließ den Wagen zurückschlagen, da lagen am Lowerzer See die Rigi und der Roßberg und zwischen beiden in der Tiefe die röthlichen Trümmer. Den ganzen Roßberg herab ist noch die Straße dieses Unheils sichtbar – mir gefiel's – es war ein herb Gefallen.
Hier empfing uns Herr Hediger, Wirth des nach ihm getauften Hotels, sehr freundlich. Das Haus war ganz leer, uns willkommen, ihm nicht. Vor acht Tagen hatte er noch einen Gast gehabt – Herrn Fritzsche aus Berlin. Der war schon im vorigen Jahre acht Tage hier gewesen und in diesem »bereits wirklich« auf vierzehn wiedergekommen. Wir wurden Herrn Fritzsche's Erben, d. h. wir bezogen die von ihm verlassenen Zimmer, und können nun von seinem Balkon die vollkommenste, ich möchte sagen klassischste Alpenlandschaft, die wir noch gesehen, überschauen und gleichsam studiren.
Vor uns liegt, durchblinkt von der Muotta, das grüne Thal, von Schwyz bis Brunnen. Rechts in der Tiefe der See, rechts von ihm der Timbel, näher zu uns der Urmiberg, links von uns die schöne Frohnalp, gegenüber jenseits der Urner Rothstock und das Buochshorn in Unterwalden. Es ist eine warme gesättigte Vollendung in diesem Gemälde, eine künstlerische Abrundung, eine unübertreffliche Verschmelzung des idyllischen Vorgrundes mit dem großen, reichen Hintergrunde und der prachtvollen Einrahmung. Die Ueberleuchtung erinnert uns an das Innthal – derselbe reine, sonnige Glanz, nur dort krystallener, hier schwingender.
Den 10. September.
Der Flügel im Salon neben unserm Balkonzimmer steht einen ganzen Ton zu tief. Ich begehre nach dem Organisten. Um acht Uhr werden wir heute durch Spielen geweckt. Otto geht hin, findet einen jungen Menschen, der sich als halber Stimmer gehabt, schickt ihn fort, bis ich aufgestanden. Nach der hiesigen Mittagsstunde von halb zwölf kommt der kleine schönfrisirte Mensch wieder. Ich empfange ihn als Organisten, aber er ist es nicht, er ist »nur so für sich.« Der Sohn des hiesigen Schmiedebesitzers. Ein Elegant von Schwyz, Musiker, – wird bei der nächsten Kirchweihe den Richard in der Schweizerfamilie singen. Ich kenne doch wohl die Oper? Eine Jungfer aus Gersau singt die Emmeline. Sie hat »wirklich« neulich in einem Concert auf dem Rathhause die Arie: »Wer hörte« mit allgemeiner Zufriedenheit gesungen. Richard sagt natürlich »gesunga«. Der Pater Placidus, vertriebener Conventuale aus Wettingen bei Baden, lehrt hier den Gesang und läßt seine Schüler die Oper einstudiren, die erste Oper, an welche die hiesige Liebhabergesellschaft geht. Das Orchester will noch nicht recht schnell streichen und blasen, eine große Probe ist noch nicht gewesen, die Mitspielenden können noch nicht ihre Nummern alle, die Gertrud hat eine etwas schwache Stimme, aber das thut Alles Nichts – die Oper wird gehen. Dramen sind schon mehrere aufgeführt worden, und Richard kann sagen: »bereits wirklich zum Vergnügen des Publikums«. Nun, wenigstens doch Sinn für etwas Anderes als Milch und Käse. Im Hause sogar ein Lesecabinet mit deutschen, italienischen und französischen Blättern, eingerichtet vom Redacteur der hiesigen neuen Zeitung, einem Flüchtling aus dem Aargau. Die damals im Aargau für den Sonderbund gekämpft, sind jetzt noch proscribirt – die Badener, welche ihre Fahne verlassen haben, sollen von ihrem Fürsten mit der bereitwilligsten Artigkeit aufgenommen werden, verlangen die freien, d. h. die radikalen Schweizer. Bei Bürgerkriegen in einer Republik hat jeder Einzelne die vollkommene Berechtigung, zu ergreifen, welche Partei er wolle – sollte man meinen. Behüte, die freien Schweizer meinen es anders. Der Sonderbund war ein Aufruhr gegen die jetzige Regierung – welche noch nicht eingesetzt war. Die Fürsten, welche sich etwa noch erhalten haben, sind Rebellen gegen die künftige allgemeine Republik. Also sei es, da der Unverstand es so haben will. Otto hat mit dem Redacteur gesprochen. Der junge Mann prophezeit einen Ausbruch nicht mehr gar zu fern, und zwar einen blutigen. Ich glaube ihm, ich habe schon im vorigen Winter im Waadtlande und diesen Frühling in Genf mehr denn zehnmal zu Schweizern gesagt: »Gebt Acht, nach oder vor der Heimkehr von der Alp giebt's ganz unversehens wieder bei Euch einen kleinen Familienkrieg, eine allerliebste, niedliche Contrerevolution.« So wird's auch kommen – im Sommer nicht, im Winter eben so wenig: im Winter ist's gefährlich in den Pässen und zu kalt obenein, im Sommer muß gealpt, geerntet, gekeltert werden, und die Schweizer sind viel zu praktisch und zu vernünftig, um einer Revolution wegen ihre Geschäfte ungethan zu lassen. Aber im Frühling oder im Herbst, im Herbst besonders, wenn Vieh und Ernte unter Dach und Fach sind, dann erlaubt man sich wohl von beiden Seiten das Vergnügen wieder einmal an einander zu stoßen, und dann – so gelassen, überlegt und gutmüthig im Allgemeinen die Schweizer sind, zum Todfeind möchte ich keinen haben. Sie besitzen, glaube ich, im höchsten Grade die allen phlegmatischen Organisationen inwohnende Fähigkeit zur Rache.
Der Redacteur wohnt im Hause, neben seinem Zeitungscabinet. Vor acht Tagen hat auch »bereits wirklich« noch ein alter Sprachlehrer hier gewohnt, »ein melancholischer Pedant«, der Englisch, Französisch und Italienisch gelehrt. Otto sagte: »Da wohnt ja Alles hier im Hause.« Richard antwortete mit schweizerischer Gründlichkeit: »O nein, eben nicht Alles.« Der Flügel steht noch, wie er stand.
Den 11. September.
Herbstwind und Wolkenschatten ziehen über die Gegend, die ich noch gleich bildschön finde. Aus lauter großen Verhältnissen ergiebt sich hier die anmuthigste Umgebung. Der Mythen hinter uns hat an sechstausend Fuß – wir blicken an ihm hinauf wie an einer mäßigen Felsenwand, deren Farben deutlich erscheinen. Die Gletscher in Uri sind zehntausend Fuß hoch – wir sehen den Schnee auf ihnen so nahe liegen, als dürften wir, um eine Schale voll zu nehmen, eben nur hinüber. Der See scheint ein hübsches, kleines Gewässer und ein Dampfschiff auf ihm nicht viel größer, als das Kähnchen mit der eidgenössischen Fahne, welches wir in Baden für Marco kauften.
Nachmittag.
Der Wind ist der Föhn. Er kommt über die Lawinenspur auf der Frohnalp, schiebt die Alpen zusammen und färbt sie mit weicher, funkelnder Dunkelheit. Der Schnee leuchtet heller zwischen den jetzt dunkelblauen Zacken, und der See ist Lichtkräuseln.
Den 12. September.
Ungeduld und Ueberdruß ergreifen mich bisweilen mit den wildesten Krämpfen. Ich schreie dann, es sei, weil ich so lange keine wirkliche Schönheit gesehen. Das Hängen über allen Abgründen von Möglichkeiten mag's denn mit sein, vielleicht hauptsächlich, aber gewiß thut auch viel, daß ich seit Italien keinen Himmel, kein Meer, keine Rosen und kaum zwei oder drei schöne Gesichter gesehen habe, daß ich in der Prosa gelebt, wie in einem zu niedrigen Raum, daß – o Süden und Schönheit!
Als ich in Sterzingen wieder die erste Krautpflanzung sah – drei Jahre sind's nun. Was hab' ich seitdem für Krautpflanzungen vor mir gehabt! Damals weinte ich wie unsinnig über den heimathlichen Anblick, und die Wirthin fragte, neugierig wie nur Tyrolerinnen es sein können: »Warum weint denn die Frau so?« – »Weil sie aus Italien zurück soll,« antwortete Otto. »Fahren's doch wieder 'nein,« war ihr naiver Vorschlag. »Ja, fahren's doch wieder 'nein in das Land der Malerei, oder – in den Himmel.«
Ein Haus wird gebaut – nicht für uns! Und warum wird's denn hier in Schwyz gebaut? Wohnt man denn noch in Schwyz? Mir kommt das Städtchen trotz der aufzuführenden Oper und der neuen Zeitung so überflüssig im jetzigen Jahrhundert vor. Wie eingenickt sitzt es da am Fuße des Mythens und sieht ganz aus, als würd' es im nächsten Augenblick völlig einschlafen. Schlaf' ein, altes Schwyz, schlaf' ein – ich will dir ein Wiegenlied singen.
Abends.
Der Abbé Gregorio fragte, als er uns von dem Irren auf Lazzaro erzählt: »Ist er toll, oder sind wir's?« So frag' ich: »Ist die Schweiz prosaisch, oder sind wir's?« Wir bewundern Alles, es gefällt uns Alles und läßt uns Alles kalt. Macht die Sorge das Herz so kühl, wie sie die Stirn heiß macht?
Der Staub des Lebens ist sichtbar in der Schweiz. Man sieht es recht, wenn zwischen Schweizern ein Tyroler einherschreitet. Otto sagt: die Schweizer schleppten sich, als drückte ihre Freiheit sie – der Tyroler ginge, als fühlte er unter dem freiwillig anerkannten Herrn sich wahrhaft unabhängig. In einem Wort es auszudrücken – die Tyroler sind ein poetisches, die Schweizer ein prosaisches Alpenvolk.
Wir saßen heute lange auf einem Steinzaun, gegenüber dem Mythen, um dessen rothe Spitze schleierne Wölkchen webten, und wieder wunderten wir uns, daß er mit seinen dreitausend Fuß über unserm Steinzaune nicht schauerlicher aussähe. Wonach wir Alle ringen, Ueberlegenheit, ist eigentlich nur die Bequemlichkeit, die Welt von unserm Standpunkte aus so verkleinert zu sehen, wie in solcher Höhe die Alpen. Die eigenthümliche, gleichsam körperliche Stille der Luft, welche wir im Berner Oberlande gefühlt, berührte uns heute abermals. Ein Junge jodelte; die Echo's schrieen es ihm aus tausend Kehlen nach. Das Jodeln klingt unnatürlich, es ist das letzte Mittel, worauf die Langeweile in diesen Gegenden gekommen; sie erzwingt dadurch wenigstens eine eingebildete Belebung. Ein Mädchen that es auch; wir sahen uns mehrere Male um, ob wir uns auch nicht in dem Geschlecht der Stimme täuschten, so bubenhaft klang sie.
Den 13. September.
Der See tobt regenbogenglühend im letzten Sonnenscheine, der wie durch Schleier schräg darauf fällt. Wir sehen es von hier, wie die Wellen anschlagen, als wollten sie empor auf die brennenden Matten in Uri.
Ein Veilchen von der Steinmauer eines Landhauses gab uns heute Frühlingsduft im Herbste. Es hat hier Landhäuser, aber sie nehmen sich auch eben nicht anders aus, als wie kühle, gesicherte, angenehme Schlafwohnungen.
Wer einen schwachen Magen hat, komme geschwind her in die schönste Alpenlandschaft und in das schläfrigste Städtchen. Drei Apotheken sind hier und nicht ein einziger Zuckerbäcker, und selbst das einfache Weißbrod ist immer: vom Tage vorher. Es ist hier ein Eden ohne Versuchung.
Den 14. September.
Heute ist in Einsiedeln große Abendprocession mit glänzender Erleuchtung des Klosters. Wir wollten hin und in der Nacht zurück, aber ich bin noch zu matt.
Ein Blinder aus Stuttgart hat eben den Flügel glücklich auf den Kammerton gebracht, was dem guten Instrument seit dem Tage seiner Existenz noch nicht begegnet sein soll.
Hellblauer Himmel, hellblauer See, sonniggrüner Vorgrund, dunkelblaue Alpen, große, weiße Wolken darauf.
Alte Zeitungen studiren wir durch. Sehen, wie's heillos gewesen in der Welt diesen Sommer. Sind dadurch bedrückt noch außer unserm eigenen Kummer. Deutschland, – werde nur Deutschland eins mit Preußen, Preußen durch Deutschland groß, mächtig und prächtig! Mir füllt's manchmal die Brust: Preußens deutsche Größe sei das Räthselwort dieser zwei Jahre.
In drei Monaten hunderttausend Einwanderer in den Vereinigten Staaten. Was für unreine Elemente in den Gährungsproceß, der sich dort allmählich vorbereitet!
Unser Herr Hediger möchte auch hin. Der Kulmwirth vom Rigi ist ebenfalls europamüde. Sind die Schweizerwirthe närrisch?
Nestroy schreibt noch Possen. Das heißt auch Charakter.
Gegenüber liegt die Rütli, wo die drei Schweizer gegen Oesterreich schworen. Ich möchte hier auch ein antiösterreichisch Gelübde thun, wenn – ein Gelübde von mir Etwas hülfe.
An die Welt thue ich jetzt täglich die Frage: Was wirst du einst für meinen Knaben sein?
Sieben Uhr.
Wir gingen träumend durch den Herbstabend im Schwyzerländchen. Es ist voll von Sägemühlen und Kapellen. Eine von diesen besuchten wir; die Weihkessel waren fast leer; inwendig über der Thür stand zu lesen:
Heiliger Antony, bitte für uns Alle,
Daß uns und unser Vieh kein Schaden befalle.
Unter Nußbäumen kamen wir nach Uetenbach und an die Muotta, dann zurück am Bächlein, wo Vergißmeinnicht blühten. Das Bächlein murmelte, die Mühlen klapperten, die Kapellen läuteten, die Nebel webten um den Mythen und allenthalben, – ganz betäubt langte ich wieder in unserm Balkonzimmer an und wunderte der grünen und weißen Dämmerung gegenüber mich immerfort, wie ich eigentlich nach Schwyz gekommen sei.
Da bringen Aloys und Franzl den Thee. Es sind die beiden Knaben des Hauses, Franzl ist im Elsaß gewesen und antwortet mir sehr schön mit »oui, monsieur«; Aloys soll nach Italien, um zu einem Herrn »si, signora« sagen zu lernen – ich kann einen nie vom andern unterscheiden.
Den 16. September.
Und so verlassen wir Schwyz. Das ist unser langes Bleiben, unser schönes Stillsitzen, mein Schreiben auf dem alten braunen Tisch, wo es sich so gut geschrieben hätte. Der Blinde giebt morgen ein Concert; der Flügel wurde gestern Abend zu meinem größten Schrecken hinuntergeschafft, dann von acht bis ein Uhr gespielt und geraucht. Aller Rauch stieg vermittelst eines Wandschrankes als kühler Geruch in unsere Schlafstube hinauf; heute, morgen wird's dasselbe sein, denn die Schwyzer sind um Schweizer, den Blinden, her, wie Fliegen um eine Honigwabe. Außerdem versammelt sich morgen auf acht Tage der Cantonrath, und fast alle Räthe wohnen im Hause – wir fliehen. So oft wir fein bürgerliche Niederlassungsgedanken fassen, geht's so – wir sollen zur Nachkur reisen. Nun gut, man wird reisen. Wohin? Wenn wir angekommen sind, werd' ich's aufschreiben. Die Schwyzer Gesellschaft sahen wir gestern noch bei der Probe zum Concert – die hiesigen Sänger werden den Blinden unterstützen. Pater Placidus ließ singen oder vielmehr brüllen: »Morgen marschiren wir«, und wettete mit Richard um einen Schoppen, daß er heute nicht predigen werde. Der Tenor nahm die Pfeife aus dem Munde und setzte das Glas Wein weg, um dünn und feierlich zu singen: »Laura betet, Engelharfen hallen«. Richard versprach mir einmal Abends: »'s Herz ist ein spaßig Ding« als eine prächtige Arie hören zu lassen. Das maurische Ständchen, welches der Blinde auf unser Verlangen in wunderbar freier Weise vortrug, wurde stürmisch beklatscht; wahrscheinlich hielt man es für etwas »Apartes«, weil wir's begehrt hatten. Richard fragte: »Haben Sie dieses Lied bereits wirklich bei sich?«
Die Gesellschaft war, wie man sieht, vollkommen was die Engländer quaint nennen, dennoch gefiel sie mir gut – die Schwyzer sind schmucke Leute, wie wir Schlesier sagen. Sie rauchen ein Bischen viel Taback – nun, man muß eben im Sommer herkommen, wenn man die Fenster offen haben kann. Ich scheide also mit guter Gesinnung von Schwyz – es ist uns schon viel schlechter gegangen als hier, und man ist gar freundlich gegen uns gewesen. Den sechs Kindern hinterlasse ich die Krapfen, welche die guten Nonnen in Kloster Fahr den Descendenten der alten Regensberge verehrt haben. Die Gegend ruht im Sonnenglanz, wie da wir sie zum ersten Male sahen.