HERBST VERWANDLUNG
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HERBST
Die Nebelnacht beginnt. Und Fenster glosen. Ein Zug durchwindet diesen Raum mit Schrei. Und Menschen-Mächte durch die Straßen stoßen. Der Himmel Finsternis stürzt grell entzwei. Da treibt der Dampf empor aus brüchiger Erde. Mit Schimmel füllt die Luft sich, Fäulnis voll. Auf Brückenmonden stehn die Traum-Verklärten, Gespenster-Fratzen. Blökend. Hundetoll. Wo unten ziehend falbere Mädchen-Sippen. Verfluchter Kerl im stinkichten Pissoir. Doch ungeheuer zackt ihr Häuser-Klippen Phantastisch auf, im bunteren Talar Gigantischer Plakate: Apotheosen Des viehischen Instinkts. Gelobt der Christ! Revolver-Mann in weiten Schlotter-Hosen. Und Fäulnis-Schaum durch die Gelenke frißt. ... Herbst uns verhaßt. Wir wünschten hellere Stürme. Verfall hat ausgetrumpft. Man zielt nach Lust. Nach Wetter-Zorn. Nach Blitz und Blau. Nach Türmen. Nach Muskel-Hügel. Nach Athleten Brust. Nach blankem Satz. Geschliffenstem Wort. Perioden, Die magisch platzten. Aufruf. Endlichst —: Tat! Du Herbst lösch aus in unseren Frühlings-Oden. Die Sonne wirbelt groß ob unserem Pfad.
VERWANDLUNG
Straße im Grund beschwankt von den Früchten der Sterne. Lila-Regen durchstreifend Milch-Antlitze quer. Mit dem Monde vertauschtest dein Aug du ach gerne. Aus den Pausen der Buchten du stießest ins brüllende Meer. Heros! Und Geifer klatscht rings dir zu Hüften jetzt wild. Charybdis und Scylla. Zerstampfer heiligen Gefilds. Saaten faulen. Schon brennt der ätherische Raum. Flammen-Schnee durchrast eueren Traum. Ha —: ockernes Geläut! da Köpfe stoßen In der Asphalte tiefsten Höllen-Brei. Ha —: Wirbel-Beine. Schwirrend ... Blätter-Hosen. Die Häuser platzen lautlos oft entzwei. Die Pyramide zeigt sich wieder. Und plötzlich stürzt zinnoberer Himmel Nil In alle ein. Neu formt sich jeder wieder Im Schoß der Sphinx —: ein heiliges Krokodil.