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Gedichte

Im Abenddämmern zwischen den Jahren —

Reading edition

Nun muß ich nächtelang Vergeblich am Scheideweg der Milchstraße auf dich warten, Im Abenddämmern zwischen den Jahren Säumte ich drüben als der Mann im Mond. Früher konnte ich dich in den verzweigten Tälern Der Erde noch suchen gehn. Im bläulichen Frostlicht des Monds Schliefen die Hütten, im Schatten zerstreut. Doch irgendwo, drinnen, dein kristallener Atem Zeichnete Orchideen auf silberne Scheiben. Eisblumen — die schönsten auf gläsernen Beeten der Nacht — Zeigten den Weg zum wärmenden Licht deines Kusses. Nun weiß ich dich nirgends zu finden. Ich suche die Träume der Jünglinge auf. Ich weiß es, in Nächten des klirrenden Siebengestirns Träumen sie immer nur dich, Träumen dich mit all deinem Lächeln, farbig im stillen Gedenken an mich. Nur in den Träumen Verliebter finde ich nochmals zu dir zurück.

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