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Die Jungfrau von Orleans

FÜNFTER AUFZUG

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Ein wilder Wald, in der Ferne Köhlerhütten. Es ist ganz dunkel, heftiges Donnern und Blitzen, dazwischen Schießen

Erster Auftritt

Köhler und Köhlerweib

KÖHLER. Das ist ein grausam, mördrisch Ungewitter, Der Himmel droht in Feuerbächen sich Herabzugießen, und am hellen Tag Ists Nacht, daß man die Sterne könnte sehn. Wie eine losgelaßne Hölle tobt Der Sturm, die Erde bebt und krachend beugen Die alt verjährten Eschen ihre Krone. Und dieser fürchterliche Krieg dort oben, Der auch die wilden Tiere Sanftmut lehrt, Daß sie sich zahm in ihre Gruben bergen, Kann unter Menschen keinen Frieden stiften— Aus dem Geheul der Winde und des Sturms Heraus hört ihr das Knallen des Geschützes; Die beiden Heere stehen sich so nah, Daß nur der Wald sie trennt, und jede Stunde Kann es sich blutig fürchterlich entladen.

KÖHLERWEIB. Gott steh uns bei! Die Feinde waren ja Schon ganz aufs Haupt geschlagen und zerstreut, Wie kommts, daß sie aufs neu uns ängstigen?

KÖHLER. Das macht, weil sie den König nicht mehr fürchten. Seitdem das Mädchen eine Hexe ward Zu Reims, der böse Feind uns nicht mehr hilft, Geht alles rückwärts.

KÖHLERWEIB. Horch! Wer naht sich da?

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