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Der alte Trapper

Siebentes Kapitel Im Dorfe der Sioux

Friedrich Meister translation

Mehrere Tage sind seit der Gefangennahme unserer Freunde verstrichen. Der Schauplatz der Erzählung hat sich verändert. Wir befinden uns auf einer erhöhten Ebene, die, vielfach mit Baumgruppen bestanden und gegen Norden von einer ausgedehnten Waldung begrenzt, an einen jener Flußläufe stößt, die ihr Wasser dem Missouri zuführen.

Teils an dem hohen Ufer entlang, teils hier und dort auf der Ebene zerstreut, stets aber in größerer oder geringerer Wassernähe, standen etwa hundert Wigwams der wandernden Sioux. Diese Wigwams waren kegelförmige, aus Stangen und Tierfellen errichtete Zelte, denen man ansah, daß sie ihren Insassen nur vorübergehend Schutz bieten sollten. Vor dem Eingang eines jeden Wigwams war ein Pfosten errichtet, an welchem die Waffen des Besitzers, Schild und Speer, Bogen und Pfeilköcher, im Winde schaukelten. Unachtsam hingeworfen lagen neben diesen Pfosten auch die Hausgeräte, deren sich die Weiber bei ihren wirtschaftlichen Arbeiten bedienten, und hier und da hing überdies ein Säugling, in Rindenstücke geschnürt, zugleich mit den Waffen des Vaters vom Pfosten herab.

Während die Weiber und die Jugend dieses Indianerdorfes an den verschiedensten Plätzen zerstreut sich beschäftigten oder vergnügten, hatten sich die Krieger zu einem Kreise versammelt, dessen Mittelpunkt der Häuptling Mahtoree bildete. Ein wenig abseits von dieser Schar gewahrte man einen Haufen von Männern, deren Äußeres von dem der roten Krieger gänzlich verschieden war. Bedeutend höher von Wuchs, breiter in den Schultern und muskulöser an den Gliedern, verrieten sie sich auch durch ihre Gesichtsbildung und Hautfarbe als Angehörige der teutonischen Rasse. Es war dies die Familie des Squatters Ismael Busch. Träge und untätig, wie immer, wenn keine dringende Beschäftigung vorlag, lungerten die gigantischen Gesellen vor einigen Wigwams herum, die ihnen ihre Gastfreunde, die Sioux, zum Aufenthalt angewiesen hatten. In einiger Entfernung weidete das Vieh, das ihnen von ihren neuen Verbündeten als Freundschaftsgabe wieder zugestellt worden war.

Noch eine andere Gruppe war an dem einen Ende des Dorfes bemerkbar. Hier lagen auf einer kleinen Erderhöhung zwei gefesselte Männer, der Hauptmann Middleton und Paul Hover, der Bienenjäger. Die Gliedmaßen derselben waren mit Riemen von Büffelhaut so fest verschnürt, daß sie nur mit Stöhnen die Schmerzen dieser barbarischen Fesselung zu ertragen vermochten. Etwa zwölf Schritte von ihnen entfernt war ein starker Pfahl aufgepflanzt, und an diesen festgebunden stand Hartherz, der Pawneehäuptling. Zwischen ihm und den beiden weißen Gefangenen hatte der alte Trapper seinen Platz gewählt; die Wilden hatten ihm seine Büchse und die übrige Ausrüstung genommen, ihm jedoch sonst die völlige Freiheit gelassen. An eine Flucht durfte er freilich nicht denken, denn unweit dieser Stätte stand ein halbes Dutzend junger Krieger, ernst und unbeweglich, aber mit funkelnden Blicken jede Bewegung der Gefangenen beobachtend.

„Ich wollte, daß der Himmel meine Artilleristen hierher führte,“ stöhnte der Hauptmann in seiner Pein. „Die würden mit den roten Halunken kurzen Prozeß machen.“

„Und ich wollte, daß diese Wigwams lauter Hornissennester wären,“ knurrte der Bienenjäger, „und daß die lieben Tierchen den halbnackten Schuften aufs Fell kämen; dann wäre uns bald geholfen.“

Der Trapper hatte diese Reden gehört und trat näher. Sein Kopfschütteln ließ erkennen, daß selbst seine Erfahrung keinen Ausweg aus dieser verzweifelten Lage finden konnte.

„Es wird nicht mehr lange dauern, dann beginnen die Teufel ihr erbarmungsloses Höllenwerk an unserem Freunde, dem Pawnee,“ sagte er. „Ich sehe es den Augen Mahtorees an, daß er seine Krieger zur äußersten Verschärfung der Tortur aufstachelt.“

„Hört, alter Trapper,“ rief Paul, mühsam seinen Kopf herumwendend, „Ihr versteht Euch auf die Sprache und die Niederträchtigkeiten des Gewürms. Geht hin und sagt den Häuptlingen im Namen eines gewissen Paul Hover aus Kentucky, daß sie ermächtigt sein sollen, besagten Paul nach Herzenslust zu skalpieren und zu martern, soviel und solange sie nur immer mögen, wenn sie dagegen versprechen, das junge Mädchen mit Namen Ellen Wade frei und unverletzt nach den Vereinigten Staaten zurückkehren zu lassen. Wollt Ihr mir den Gefallen tun?“

„Mein guter Freund, das wäre vergebens,“ versetzte der alte Mann, „Ihr liegt wie ein Bär in der Falle, könnt weder fliehen noch Euch wehren, und daher den roten Teufeln auch keine Bedingungen vorschreiben. Aber laßt den Mut deswegen nicht sinken. Die weiße Hautfarbe gereicht ihren Trägern in solcher Lage ebensooft zum Schutz, wie zum Schaden. Unser Geschick ist noch nicht entschieden, warten wir's geduldig ab. Für den Pawnee hege ich allerdings nur wenig Hoffnung.“

Er schritt auf den gefesselten Häuptling zu, dessen freies, leuchtendes Auge unverwandt in die Ferne blickte.

„Die Sioux halten Rat über meinen Bruder,“ begann er nach längerem, achtungsvollem Schweigen.

„Sie zählen die Skalpe am Wigwam des Harten Herzens,“ antwortete der junge Mann lächelnd.

„Ja, sie zählen sie und finden ihre Anzahl zu groß; ihr Eigentümer wird wenig Schonung von ihnen zu erwarten haben. Aber mein Sohn ist kein Weib, er schaut mit festem Blick auf den Pfad, den er wandeln muß. Hat er seinem Volke nichts ins Ohr zu flüstern, ehe er von hinnen geht? Meine Füße sind alt, aber vielleicht tragen sie mich noch einmal an die Gestade des Loupflusses. Ein Elchhirsch soll die Prärie nicht schneller durchmessen als diese alten Füße, wenn der große Pawnee mir eine Botschaft anvertrauen will.“

„Möge das Bleichgesicht seine Ohren auftun,“ antwortete der Häuptling nach einigem Besinnen. „Es wird hierbleiben, bis die Tetons versucht haben, die skalplosen Köpfe von achtzehn Dakotakriegern mit dem Skalpe eines einzigen Pawnees zu bedecken. Es wird seine Augen weit öffnen, damit es sieht, wo man die Gebeine eines Kriegers beerdigt.“

„Das soll geschehen, mein edler Sohn.“

„Alsdann wird mein Vater zu meinem Volke gehen. Sein Haupt ist weiß, seine Worte werden nicht verwehen wie Rauch im Winde. Er wird meinen Wigwam finden und laut den Namen Hartherz rufen. Die Pawnees sind nicht taub. Darauf möge mein Vater nach dem Füllen fragen, das noch nie geritten wurde, das glatter ist als ein Hirsch, und schneller als ein Elch.“

„Ich verstehe, Knabe, ich verstehe,“ unterbrach der aufmerksam lauschende Greis den Sprecher. „Es soll alles ausgeführt werden nach deinem Verlangen, oder aber ich verstehe mich schlecht auf die Wünsche eines sterbenden Indianers.“

„Und will mein Vater dann das Füllen zum Grabe des Harten Herzens bringen?“

„Das will ich, mein braver Knabe. Zu den Häupten der heiligen Stätte will ich es hinstellen, seine Augen gegen die sinkende Sonne gerichtet.“

„Und mein Vater wird zu ihm reden und ihm sagen, daß sein Herr, der es seit seinem ersten Lebenstage gehegt und gepflegt hat, nun seiner bedarf.“

„Meines Sohnes Wille soll geschehen; mit diesen alten Händen werde ich das Tier auf dem Grabe des großen Pawnee schlachten.“

„Es ist gut,“ nickte der junge Krieger, mit dem Ausdruck innerer Genugtuung auf dem ernsten Antlitz. „Hartherz wird auf seinem Rosse in die glücklichen Jagdgründe einreiten und vor dem Großen Geist erscheinen, wie es einem Häuptlinge ziemt.“

In diesem Augenblick löste sich der Kreis der beratenden Krieger, und Mahtoree schritt mit zwei Begleitern dem Orte zu, wo der Marterpfahl aufgerichtet war.

Zwanzig Schritte vor demselben blieb er stehen und winkte den Trapper zu sich heran. Als derselbe ihm gegenüberstand, legte er ihm die Hand auf die Schulter und blickte ihm forschend in die Augen.

„Hat ein Bleichgesicht zwei Zungen?“ fragte er.

„Trägt man das Herz auf der Haut?“ entgegnete der Greis ruhig.

„Mein Vater hat recht, er möge mich anhören. Das weiße Haupt hat übel getan. Es ist der Freund eines Pawnee und der Feind meines Volkes.“

„Teton, ich bin dein Gefangener. Tue mit mir nach deinem Gutdünken.“

„Nein, Mahtoree wird das weiße Haupt nicht rot färben. Mein Vater ist frei. Ehe er aber den Sioux den Rücken kehrt, soll er Mahtoree seine Zunge leihen. Ein junges Bleichgesicht wird seine Ohren nicht verschließen, wenn ein alter Mann seines Volkes zu ihm redet. Mein Vater folge mir.“

Und voranschreitend führte er den Trapper zu einem Wigwam, der, größer als alle anderen, als die Wohnung eines Häuptlings erkennbar war. Die Waffenstücke am Pfosten waren reicher gearbeitet als die übrigen, und als besondere Auszeichnung befand sich auch eine Büchse darunter.

Sie traten ein. Die Ausstattung des Raumes war die einfachste. Seine einzige Zierde bildete der heilige Medizinbeutel, der, mit Wampum umflochten und mit Stachelschweinstacheln und Glasperlen geschmückt, umgeben von Schilden, Speeren und Pfeilen, unter dem Lieblingsbogen des Häuptlings an der Wand hing.

Auf einem aus duftigen Kräutern und darüber gelegten Fellen hergerichteten Sitz saßen Inez und Ellen, bleich und angegriffen, aber ergeben in ihr Geschick. Eine dritte weibliche Gestalt kauerte ein wenig abseits, eine junge Indianerin, Tachechana, bisher das Lieblingsweib Mahtorees.

Ohne die letztere zu beachten, trat der Häuptling vor Inez hin und betrachtete die schöne Spanierin mit bewundernden Blicken. Dann wendete er sich an den neben ihm stehenden Trapper.

„Singe in das Ohr Dunkelauges,“ begann er. „Sage ihr, Mahtorees Wigwam ist groß, aber er ist nicht voll. Sie soll einen Platz darin haben und die Größte sein. Der anderen, dem Lichthaar, sage, daß auch sie in dem Wigwam des Häuptlings bleiben soll und von seinem Wildbret essen. Mahtoree ist ein großer Häuptling, seine Hand ist stets offen.“

Der Greis zögerte; er fürchtete sich, den armen Geschöpfen eine solche Botschaft zu bringen. Ellen aber hatte aus des Wilden Blicken und Gebärden dessen Absicht halb erraten.

„Spart Euren Atem,“ sagte sie schnell, als der Trapper sich eben zu reden anschickte. „Die Worte dieses Heiden sind nicht geeignet für das Ohr einer christlichen Dame.“

„Meine Töchter bedürfen der Ohren nicht, um den großen Dakota zu verstehen,“ sagte der Trapper zu dem Häuptling. „Sie blickten ihn an, und sie verstanden ihn. Sie wünschen über seine Rede nachzudenken; möge Mahtoree sie eine Zeit allein lassen.“

Überzeugt, daß der Bescheid nur zu seinen Gunsten lauten würde, nickte der Häuptling gnädig seine Zustimmung und wendete sich, die Hütte zu verlassen. Da trat ihm mit schmerzbewegtem Antlitz Tachechana entgegen, ihren kleinen Knaben auf dem Arm haltend. Sie blickte ihn flehend an und wollte eben den Mund öffnen; er aber schob sie rauh zur Seite.

„Geh!“ sagte er. „Die Krieger rufen nach Mahtoree; er hat kein Ohr für ein Weib!“

Und dem Trapper winkend, schritt er mit stolzem Anstande hinaus.

Kaum im Freien angelangt, sah er sich der Hünengestalt Ismaels gegenüber, der mit Esther und Abiram vor dem Wigwam gewartet hatte.

„Hört nun auch einmal auf mich, alter Graubart,“ rief der Squatter, den Greis mit Bärenkraft am Arm packend und zu sich heranziehend. „Ich hab's jetzt endlich satt, bloß in der Finger- und Zeichensprache zu den Rothäuten zu reden; jetzt sollt Ihr mein Dolmetscher sein und dem Kerl hier meine Meinung auf gut Indianisch klarmachen, mag ihm die nun gefallen oder nicht.“

„Sprecht, Freund,“ antwortete der alte Mann ruhig.

„Freund?“ wiederholte der Squatter, den anderen mit einem nichts weniger als freundschaftlichen Blicke messend. „Doch gleichviel. Sagt diesem spitzbübischen Sioux, daß ich die Bedingungen unseres Vertrages nunmehr erfüllt haben will.“

Als der Trapper dem Häuptling diese Worte verdolmetscht hatte, erwiderte dieser mit sehr deutlichem Erstaunen:

„Ist meinem Bruder kalt? Büffelfelle sind in Menge vorhanden. Ist er hungrig? Meine jungen Männer sollen Wildbret in seinen Wigwam bringen.“

Der Squatter schlug mit der geballten Rechten in seine flache Linke.

„Sagt dem verlogenen Gesellen,“ rief er zornig, „daß ich nicht als Bettler zu ihm gekommen bin, sondern als ein freier Mann, der sein Eigentum verlangt; und darauf bestehe ich, sagt ihm das ja! Und auch Euch alten, elenden Sünder will ich ausgeliefert haben, damit ich mit Euch abrechnen kann! Also wohlverstanden — ich verlange meine Gefangene, meine Nichte und Euch, zusammen drei! Die soll er mir herausgeben, wie im Vertrage ausgemacht und beschworen worden ist.“

Der Trapper lachte erst in seiner stillen Weise vor sich hin, ehe er sich an den Häuptling wendete.

„Der Dakota möge seine Ohren sehr weit öffnen,“ sagte er zu diesem, „damit große Worte hineingehen können. Sein Freund von den Langmessern kommt mit leeren Händen und verlangt, daß der Teton sie fülle.“

„Hugh! Mahtoree ist ein reicher Häuptling; er ist der Herr der Prärie.“

„Er soll das Dunkelauge zurückgeben.“

Die Brauen des Häuptlings zogen sich finster und drohend zusammen; er beherrschte sich aber und entgegnete mit verräterischem Lächeln:

„Ein Mädchen ist zu leicht für die Hand eines solchen Tapfern; Mahtoree wird sie mit Büffeln füllen.“

„Auch das Lichthaar verlangt er; er behauptet, es sei von seinem Blute.“

„Das Lichthaar soll Mahtorees Weib werden; das Langmesser wird dann der Vater eines Häuptlings sein.“

„Und auch mich will er haben,“ fuhr der Trapper fort, dabei auf sich deutend und den Squatter anschauend, damit der erkenne, daß er nicht hintergangen würde, „mich, den alten abgelebten, unnützen Mann.“

„Mein Vater wird bei den Tetons wohnen, damit sie von seiner Weisheit lernen. Nein, Mahtoree will dem Langmesser Felle und Büffel geben, auch die beiden jungen Bleichgesichtkrieger will er ausliefern, aber die Blumen der Prärie, die in seinem Wigwam sind, die bleiben sein eigen.“

Damit wendete er sich würdevoll ab und schickte sich an, zu seinen Kriegern zu gehen; da kam ihm noch ein Gedanke.

„Sage dem Großen Büffel,“ — diese Bezeichnung hatten die Tetons dem Squatter beigelegt — „daß die Hand Mahtorees stets offen ist. Sieh,“ — er deutete auf Esthers runzliges Gesicht — „sein Weib ist zu alt für einen so großen Häuptling. Mahtoree liebt ihn wie einen Bruder. Er will ihm sein eigenes jüngstes Weib geben, Tachechana, das ‘hüpfende Reh’, den Stolz der Siouxmädchen. Geh; ein Dakota ist großmütig.“

Langsam schritt er davon.

Der Trapper übersetzte die Reden des Tetons Wort für Wort. Ismael lauschte mit steigendem Grimm, desgleichen sein Weib. Der Vorschlag, Esther wegzujagen, lockte dem Squatter aber doch ein kurzes Lachen ab. Dadurch aber stieg der Zorn dieser wackeren Dame auf die höchste Spitze. Sie machte ihren beleidigten Gefühlen durch einen Strom von Scheltworten und Schimpfreden Luft, der hier unmöglich wiedergegeben werden kann. Zuletzt rief sie ihre Söhne und befahl ihnen, ungesäumt die Zugtiere vor die Wagen zu spannen. Gehorsam legten auch Ismael und Abiram Hand an, und bald darauf sah man die Karawane der Emigranten das Dorf ihrer bisherigen Verbündeten verlassen.

Die Sioux zeigten weder Erstaunen noch Bedauern über die unerwartete Trennung. Mahtoree warf den Abziehenden einen Blick nach, der an den des Tigers erinnerte, wenn dieser König der Wälder ein Wild beobachtet und nicht recht weiß, ob er zuspringen soll oder nicht. Langsam knarrten die Fuhrwerke am Flusse entlang, bis, etwa eine Meile weiter abwärts, halt gemacht und ein neues Lager hergerichtet wurde.

Inzwischen hatte Mahtoree seine Krieger zu einer letzten, entscheidenden Beratung über das Schicksal seiner Gefangenen versammelt. Es war eine echt indianische Steigerung der beabsichtigten Grausamkeiten, daß diese Beratung in nächster Nähe des an den Marterpfahl gefesselten Pawnees abgehalten wurde, zu dessen Füßen man jetzt auch die beiden Weißen niedergelegt hatte.

Ein alter Krieger zündete die große Pfeife seines Stammes an und blies den Rauch feierlich nach den vier Himmelsrichtungen. Dann reichte er die Pfeife Mahtoree; dieser tat einige Züge und gab sie dem nächsten. Nachdem alle in würdevollem Schweigen diesem uralten Brauch Genüge getan, begann der Austausch der Meinungen. Ein hochbetagter Indianer erhob sich.

„Noch lag der Adler an den oberen Fällen des großen Flusses in seinem Ei, da hatte meine Hand schon einen Pawnee erschlagen,“ begann er. „Was meine Zunge spricht, das haben meine Augen gesehen. Bohreechena ist sehr alt. Was er redet, das hören die Tetons. Fällt eins seiner Worte zur Erde, so heben sie es auf und halten es an ihr Ohr. Wird eins vom Winde verweht, so holen meine jungen Männer, die sehr schnell sind, es wieder. Höret mir zu. Seit das Wasser fließt und die Bäume wachsen, findet der Sioux den Pawnee auf seinem Kriegspfad. Wie der Kuguar die Antilope, so liebt der Dakota seinen Feind. Wenn der Wolf das Reh findet, legt er sich dann nieder zu schlafen? Schließt der Panther seine Augen, wenn er das Hirschkalb am Quell sieht? Ihr wißt es sehr wohl, er tut es nicht. Auch er trinkt dann, aber er trinkt Blut! Ein Sioux ist ein springender Panther, ein Pawnee aber ein zitterndes Wild. Mögen meine Kinder mich hören. Sie werden finden, daß meine Worte gut sind. Ich habe gesprochen.“

Ein dumpfes Beifallsgemurmel folgte den Ausführungen dieses Redners, der ganz die Ansichten Mahtorees vertreten hatte. Nach längerer, von der Sitte gebotener Pause erhob sich ein zweiter Krieger, ein Mann in mittleren Jahren. Er begann mit der Erzählung seiner Taten; er zeigte der Versammlung seine Narben.

„Was bin ich?“ fuhr er fort. „Ein Dakota! Ihr kennt mich, darum hört auch mich. Das Blut jeder Kreatur auf der Prärie ist rot. Wer kann sagen, hier hat ein Pawnee geblutet, und hier ein Bison? Die Farbe ist die gleiche. So wollte es der Große Geist. Wächst aber das Gras grün an der Stelle, wo ein Bleichgesicht getötet wurde? So zahlreich ist die Nation der Weißen nicht, daß sie nicht merken sollte, wenn einer ihrer Krieger fehlt. Sie ruft dieselben oft mit Namen und fragt: Wo sind meine Söhne? Vermissen sie einen davon, dann senden sie andere hinaus in die Prärie, ihn zu suchen. Und finden sie ihn nicht, dann kommen ihre Läufer zu den Sioux und forschen nach ihm. Meine Brüder, die Langmesser, sind keine Narren. Ein mächtiger Medizinmann ihrer Nation ist unter uns. Wer kann wissen, wie laut seine Stimme ist, oder wie lang sein Arm?“

Hier erhob sich Mahtoree in sichtbarer Ungeduld.

„Man bringe den bösen Geist der Bleichgesichter herbei!“ befahl er mit unverhohlenem Spott und Hohn. „Mein Bruder soll den Medizinmann genau betrachten.“

Nach einer erwartungsvollen Pause teilte sich die Menge, und der Doktor Battius wurde, auf seinem Esel sitzend, von Weucha feierlich in den Kreis geleitet.

Um den gefürchteten Zauberer in den Augen seiner Krieger lächerlich und verächtlich zu machen, hatte der Häuptling ihn zur Karikatur eines Indianers umgestalten lassen. Obeds Kopf war kahl rasiert bis auf eine Skalplocke auf dem Wirbel. Schädel und Gesicht waren mit schwarzen, roten und weißen Farben dick bemalt. Um den nackten Oberkörper war ein ebenfalls bemaltes Hirschfell gehängt; der seltsamste Zierat aber baumelte von des Naturforschers Skalplocke und Ohren hernieder, nämlich alle die präparierten Kröten, Eidechsen, Frösche und Schmetterlinge, die man in seinem ledernen Schnappsack gefunden hatte. So hielt er, wie eine Vogelscheuche, in der Mitte des Kreises, melancholisch um sich blickend und jeden Augenblick das Todesurteil erwartend. Einen kleinen Trost gewährte ihm die Gegenwart des alten Trappers, der mit in der Reihe der Krieger stand, wie sonst auf seine treue Büchse gelehnt, die Mahtoree ihm als Zeichen der Freundschaft wieder eingehändigt hatte.

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Mit Ingrimm gewahrte der Häuptling, daß des Doktors lächerlicher Aufzug die Furcht seiner Krieger vor dem mächtigen Zauberer der Langmesser keineswegs beseitigte. Verächtlich zuckte er die Achseln, finster ließ er die Augen in der Runde schweifen, und dann begann er, den Pawnee mit einem Blick tödlichsten Hasses streifend, von neuem zu reden.

„Was ist ein Sioux?“ rief er. „Der Beherrscher der Prärie und der Herr aller Tiere darauf. Die Fische in dem Flusse der wirbelnden Wasser kennen ihn und kommen auf seinen Ruf. Er sieht scharf wie ein Adler, im Rate ist er ein Fuchs, ein grauer Bär im Kampfe. Ein Dakota ist ein Mann!“

Ein Beifallsgemurmel wurde laut.

„Was ist ein Pawnee?“ fuhr er fort. „Ein Dieb, der nur Weiber bestiehlt; eine Rothaut, die keine Tapferkeit kennt; ein Jäger, der sein Wildbret erbettelt. Er geht nachts in die Prärie wie eine Eule; im Rat ist er ein hüpfendes Eichhörnchen, im Kampfe ein Elch, dessen Beine lang sind. Ein Pawnee ist ein Weib!“

Ein zustimmender Jubelruf folgte diesen Worten, die der Trapper auf einen Wink Mahtorees dem Pawnee verdolmetschen mußte. Hartherz lauschte mit großem Ernst, wendete dann aber seinen Blick schweigend wieder der Ferne zu.

„Wenn die Erde mit Ratten bedeckt wäre,“ so fing der Redner wieder an, „mit Ratten, die zu nichts taugen, dann fände sich kein Raum für die Büffel, die den Indianern Nahrung und Kleidung geben. Wenn auf der Prärie nur Pawnees wimmelten, dann wäre für den Fuß eines Dakota kein Platz darauf. Ein Loup ist eine Ratte, ein Sioux ein schwerer Büffel; laßt die Büffel die Ratten zertreten und Raum für sich schaffen!“

Mahtoree setzte sich nieder, von Beifallsgeschrei umtost. Schon meinte er, seine Krieger in der rechten Stimmung zu haben, da trat aus deren Reihen ein uralter Greis hervor. Eine tiefe, ehrfurchtsvolle Stille verbreitete sich in der Menge. Vor einem halben Jahrhundert hatte er von den Franzosen in Kanada wegen seiner Tapferkeit und seines von Narben durchfurchten Gesichtes den Beinamen „Le Balafré“ erhalten, der ihm dann auch unter seinen Stammesgenossen geblieben war.

„Die Tage des alten ‘Le Balafré’ nahen sich ihrem Ende,“ begann der alte Krieger mit kaum hörbarer Stimme. „Er gleicht einem Büffel, auf dem kein Haar mehr wächst. Bald wird er seine Hütte verlassen, um eine andere aufzusuchen, weit von den Dörfern der Sioux. Darum redet er nicht für sich, sondern für die, welche er zurückläßt. Viele Winter sind vergangen, seit Le Balafré auf dem Kriegspfade ging. Sein Blut war sehr heiß, aber es fand Zeit, kühl zu werden. Der Wakonda läßt ihn nicht mehr von Kämpfen träumen; er weiß, daß es besser ist, in Frieden zu leben ... Meine Brüder, Le Balafré wird bald die Fährte von seines Vaters Mokassin in den glücklichen Jagdgründen suchen und finden. Wer aber soll ihm selber folgen? Le Balafré hat keinen Sohn. Sein Ältester hat zu viele Pawneepferde geritten, die Gebeine des Jüngsten benagen die Konzahunde. Le Balafré sucht einen jungen Arm, auf den er sich stützen kann. Tachechana, das hüpfende Reh der Tetons, schaut vor sich, nicht hinter sich; ihr Sinn weilt im Wigwam ihres Gatten.“

Alles hatte schweigend diesen Worten gelauscht, mancher Krieger aber blickte verstohlen nach Mahtoree, zu erspähen, wie der des Patriarchen Entschluß aufnehmen würde, der allerdings völlig den indianischen Gebräuchen entsprach. Des Häuptlings Auge funkelte in verhaltenem Zorn; drohte ihm doch der Verlust desjenigen Opfers, nach dessen Tode er am meisten dürstete.

Le Balafré war inzwischen langsam auf den Marterpfahl zugeschritten. Lange musterte er die Gestalt und das Antlitz des jungen Pawnee mit Wohlgefallen; dann winkte er gebieterisch, und einige herzuspringende Krieger befreiten gehorsam den Gefangenen von seinen Banden. Noch einmal betrachtete der Greis mit altersschwachem Auge das prächtige Ebenmaß der geschmeidigen, muskelstarken Glieder; endlich sagte er:

„Es ist gut. Redet mein Sohn, der springende Panther, die Sprache der Tetons?“

Der Blick des Pawnee verriet, daß er die Frage wohl verstanden, allein er war zu stolz, sich der Zunge der Feinde zu bedienen. Die Umstehenden belehrten den Alten, daß der Gefangene ein Pawnee-Loup sei.

„Mein Sohn öffnete die Augen an den Wassern der Wölfe,“ nahm Le Balafré in der Pawneesprache das Wort, „er wird sie schließen am Flusse der wirbelnden Wasser. Er ist als Pawnee geboren, als Dakota wird er sterben. Ich bin eine entlaubte Sykomore und sehnte mich lange nach einem frischen Schößling; jetzt habe ich ihn gefunden. Le Balafré hat nun einen Sohn. Sein Name wird nicht vergessen sein, wenn er hinwegging; Männer der Tetons, ich nehme diesen Jüngling in meinen Wigwam.“

Er führte den Pawnee in die Mitte des Kreises, um alle Anwesenden mit seiner Wahl bekanntzumachen. Niemand wagte eine Entgegnung, auch Mahtoree schwieg. Da aber erhob Hartherz seine klare, feste Stimme.

„Mein Vater ist sehr alt,“ hub er an, „aber alles hat er doch nicht gesehen. Er hat aus einem Büffel noch keine Fledermaus werden sehen. Er wird auch nie sehen, daß aus einem Pawnee ein Sioux wird!“

Ein Ruf der Bewunderung durchflog die Reihen der Sioux bei dieser Rede, die des berühmten Kriegers mit dem „harten Herzen“ so würdig war. Le Balafré aber ließ sich nicht so leicht von seinem Vorsatze abbringen.

„Es ist gut,“ versetzte er. „So spricht ein Tapferer, auf daß die Krieger sein Herz erkennen. Es gab eine Zeit, wo Le Balafrés Stimme am lautesten bei den Hütten der Konzas gehört wurde. Mein Kind wird die Feinde der Tetons schlagen und dadurch seinen Mut beweisen. Männer der Dakotas, dieser ist mein Sohn!“

Der Pawnee zögerte einen Augenblick, dann trat er vor den Veteranen hin, faßte dessen dürre Hand und legte sich dieselbe voll Ehrfurcht auf das Haupt. Darauf aber wendete er sich gegen die feindliche Menge, die ihn umringte; blitzenden Auges, voll Stolz und Hoheit und zugleich voll schneidendster Verachtung begann er in der Sprache der Sioux:

„Hartherz hat sich von innen und von außen beschaut. Er hat seine Taten im Kriege und auf der Jagd erwogen. Er ist überall derselbe. Er kennt keinen Wechsel. Er ist in allen Dingen ein Pawnee. Er hat so viele Tetons erschlagen, daß er nimmermehr in ihren Wigwams essen darf. Seine Pfeile würden rückwärts fliegen, seine Lanze trüge die Spitze am unrechten Ende. Kennen die Tetons einen Loup? Mögen sie ihn betrachten. Sein Haupt ist bemalt, sein Arm ist Fleisch, aber sein Herz ist Stein. Wenn die Tetons die Sonne im Abend, hinter den Felsengebirgen, aufgehen und im Morgen, über dem Lande der Bleichgesichter, untergehen sehen, dann wird das ‘Harte Herz’ erweichen und ein Sioux werden. Bis dahin aber wird er als Pawnee leben und sterben!“

Entzücken, Bewunderung, Blutgier und Rachsucht vereinigten sich in dem Geschrei, das aus der Menge der Sioux jetzt emporstieg. Der Pawnee wartete, bis man ihn wieder vernehmen konnte, dann schaute er freundlich den alten Krieger an, der so gern sein Wohltäter geworden wäre.

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„Möge mein Vater sich auf das Reh der Dakotas lehnen,“ sagte er mit sanfter Stimme. „Noch ist sie schwach, wenn aber ihr Wigwam sich mit Kindern füllt, wird sie Kraft gewinnen. Sieh,“ fuhr er fort, auf den Trapper zeigend, der ein aufmerksamer Beobachter dieses Vorgangs war, „Hartherz ist nicht ohne ein graues Haupt, das ihm den Pfad zu den glücklichen Prärien weisen kann. Hat er jemals einen anderen Vater, so wird dies jener gute und gerechte Krieger sein.“

Enttäuscht wendete Le Balafré sich ab; wankenden Schrittes näherte er sich dem Trapper, denselben genauer zu beschauen.

„Das Haupt meines Bruders ist sehr weiß,“ sagte er nach langer Musterung der dunkeln, verwitterten Züge des alten Wald- und Prärieläufers; „das Auge Le Balafrés aber gleicht nicht mehr dem des Adlers. Von welcher Farbe ist die Haut meines Bruders?“

„Der Wakonda schuf mich weiß wie jene dort, die auf den Spruch der Dakotas warten,“ antwortete Nathaniel Bumppo; „das Wetter aller Art aber färbte meine Haut mit der Farbe des Fuchsfells.“

„Mein Bruder ist ein Langmesser! Warum ist er zu den Rothäuten gekommen, sich einen Sohn zu suchen?“

Der Trapper legte einen Finger auf die nackte Brust des alten Kriegers und blickte angelegentlich in das narbenvolle Gesicht desselben.

„Das geschah, um dem Knaben Gutes zu erweisen,“ antwortete er, „nicht, um an ihm eine Stütze meines Alters zu haben. Ich machte ihn zu meinem Sohn, ihm selber zum Troste, damit er jemand zurücklasse, wenn deine Genossen, die Sioux, ihre blutgierigen Absichten gegen ihn ausgeführt haben werden ... Ruhig, Hektor, ruhig, Hundchen! Sind das Manieren, zu winseln, wenn Grauköpfe miteinander reden? Der Hund ist alt, Teton, und wenn auch gut erzogen, so vergißt er doch zuweilen, wie wir selber ja auch, das in der Jugend Erlernte.“

Ein jäh ausbrechendes Wutgeschrei der alten Weiber des Stammes ließ ihn nicht weiterreden. Den Megären hatte das Hinausschieben der so gierig erwarteten Folterung des Pawnee von Anfang an nicht gefallen, und als sie den jungen Helden jetzt so stolz und herausfordernd und aller Fesseln ledig dastehen sahen, da vermochten sie ihre wilde, gehässige Rachsucht und ihre Blutgier nicht länger zu bezähmen. Sie durchbrachen den Kreis der Männer und umringten den Pawnee mit erhobenen Fäusten und einer Sturmflut der beleidigendsten Schimpfreden. Es entstand ein allgemeines Getümmel, während dessen Le Balafré sich niedergeschlagen zurückzog, der Trapper sich jedoch in möglichster Nähe seines jungen Freundes zu halten suchte. Mahtoree, der diesen Moment vorausgesehen hatte, ermutigte die wilde Schar durch Blick und Gebärde.

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Allen voran drängte sich Weucha; er schwang seinen Tomahawk um das Haupt des Pawnee, als sollte jeder Schlag dessen Schädel spalten. Hartherz zuckte jedoch mit keiner Wimper; gleichgültig schaute er jetzt wieder hinaus in die Ferne, obgleich der blinkende Stahl unaufhörlich vor seinen Augen glitzerte.

Dem Trapper, der jede Bewegung des Tomahawks beobachtete, wurde dieses höllische Treiben endlich zuviel.

„Mein Sohn hat seine Klugheit vergessen,“ rief er dem Pawnee zu. „Dieser Sioux ist töricht und leicht zu vorschneller Tat zu verleiten. Möge der Pawnee durch höhnische Worte einen leichten Tod erkaufen und der Folter am Marterpfahl entgehen.“

Weucha hörte diese Rede, und in schäumendem Zorn bedrohte er jetzt auch den alten Jäger mit seiner Waffe.

„Nur zu,“ sagte dieser ruhig. „Ich bin heute so bereit wie morgen. Sieh dir den edeln Pawneehäuptling an; wie viele von den heulenden Sioux hat der in offener Schlacht getötet, während die Pfeile ihn wie Schneeflocken umschwirrten. Geh'! Kann Weucha den Namen eines einzigen Feindes nennen, der von seiner Hand fiel?“

„Hartherz!“ schrie der Sioux, in höchster Wut einen furchtbaren Streich nach dem Haupte des Gefangenen führend. Sein niederfahrender Arm aber wurde von der Hand des letzteren auf- und festgehalten. Einen Moment standen beide regungslos, der Sioux wie versteinert über diesen Widerstand, der Pawnee wie in die Ferne lauschend. Im nächsten Moment aber hatte Hartherz seinem Gegner die Waffe entrissen, und Weucha wälzte sich mit bis auf die Zähne gespaltenem Kopfe am Boden. Dann brach sich der junge Held, hoch das blutige Beil schwingend, Bahn durch die entsetzt aufkreischende Weiberschar und eilte mit der Schnelligkeit des Hirsches zum Dorfe hinaus und dem Abhang am Flusse zu.

Ein Geheul der Rache erscholl aus hundert Kehlen, und schon schickten die Krieger sich zur Verfolgung an, da hielt ein befehlender Ruf Mahtorees sie zurück. Mit ausgestrecktem Arm deutete der Häuptling nach dem Flusse.

Hartherz hatte bereits das Gestade erreicht. Jenseits des Stromes aber brach hinter einem Hügel ein Haufe berittener Pawneekrieger hervor, die ihren Häuptling, der sich in die Flut geworfen hatte und ihnen zuschwamm, mit jubelndem Triumphgeschrei begrüßten.

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