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Aufzählung und Beschreibung der Acacien-Arten des Nilgebiets

4. Acacia xiphocarpa Hochst., Benth.

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Arbor speciosa ramulis angulatis glabris; spinis parvis conicis saepe obsoletis; foliis pinnis 20-30-, rarius 7-10-jugis, foliolis 20-40-jugis, minimis linearibus glabratis obtusis longitudine latitudinem 5-superantibus, petiolo communi saepius eglanduloso basi interdum glandula minima praedito dilatato rubente; inflorescentia etc. ignota; leguminibus 3-4-pollicaribus oblongo-linearibus compressis crassis coriaceis pulposis parum curvatis longitudinaliter dense venosis glanduloso-scabriusculis basi attenuatis apice acutiusculis 8-9-spermis, seminibus ovalibus olivaceis.

Habitat: In Abyssiniae provincia Schire, districtu Menaber.

Mit reifen Hülsen im November.

Die Blättchen erreichen meist nur eine Länge von 2 mm. Die Hülsen werden 7-10 Ctm. lang, 1½ Ctm. breit und 4 mm. dick, sind etwas gebogen, leicht aufspringend und mit ziemlich viel Pulpa erfüllt.

Diese (nur in Nr. 522. der Schimper’schen Sammlung aus Abyssinien enthaltene Art) kann ich mit meiner A. etbaica nicht identificiren, da die Hülsen der A. xiphocarpa durch Grösse, Breite, ziemlich derbe und pulpöse Beschaffenheit sowohl, als durch dichter und regelmässiger von beiden Seiten und anfangs der Mitte derselben zu, später ihrer Länge nach verlaufende Adern, auch durch die Drüsen auf ihrer Oberfläche von ihr verschieden sind, da ferner die Anzahl der primären Fiederjoche sich überwiegend weit grösser zeigt, als bei der A. etbaica. Die kleinen Blättchen kommen auch bei A. etbaica an blühenden Zweigen vor, dagegen wurde bei letzterer an der Basis des Blattstiels nie eine Drüse beobachtet.

Richard rechnete blühende Exemplare der A. etbaica, von Schimper und Q. Dillon gesammelt, zu dieser Art, während Bentham die A. amythetophylla, weil er von ihr keine fruchttragenden Exemplare gesehen hatte, irrthümlicherweise mit der A. xiphocarpa vereinigte.

Da mir blühende Exemplare, welche die Merkmale der A. xiphocarpa besitzen, nicht vorliegen, auch von dieser Art keine grössere Suite zu Gebote steht, so kann ich nicht mit voller Sicherheit entscheiden, ob die A. etbaica eine von obiger verschiedene Art oder nur eine durch wenigjochige Blätter und schmälere, dünnere und trockenere Hülsen ausgezeichnete Varietät derselben sei. Beide Varietäten könnten sich in letzterem Falle zu einander verhalten wie Var. α. und Var. β. der A. spirocarpa H. u. Rich., obgleich ein so grosses Schwanken in der Zahl der primären Joche bei letzterer nicht annähernd vorkommt.

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