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Adelina

Abend

Reading edition

Bauplätze, allerhand Graswuchs, um Tümpel im Lehmboden.

Eine Allee, ein Geländer lief mit, flog es in die Ferne wie telegraphiert, auf, ab, auf, ab, längs abschüssiger Wiesengründe.

Ein kleiner Hügel, der aus dem Tal herauf will, klammert sich an die Straße. Aber das kostet ihm den Kopf, auf seinem Rumpf stellt Stadtrat Sch.s Antrag Bänke auf: und alte Alleebäume müssen die Eindringlinge respektieren, und sie tun es mit einer in langem Leben erworbenen Gelassenheit, vollführen hinter den Bänken einen Halbkreis und gehen weiter, schweigend, einen schnurgeraden Trott.

Und hinter Hügel und Geländer der Brand von Rom!

Die Uhr ist sieben.

Zwei Männer stehen da, dem einen hängt die Pfeife aus tabakschwarzen Zähnen, der andere hält die Hände hinter dem Kopf verschränkt und gähnt, auf der Straße wird es finster.

Nach einer Weile sind die Bäume schwarz, das Geländer schwarz und die Grasspitzen Silhouetten, die in den Himmel stechen.

Ein Paar lustwandelt.

Er hat seinen Arm um ihre Taille geschlungen, so gehen sie und haben keine Eile.

Vielleicht lese ich in einigen Tagen in der N. F. P.: „Die Anna H. kam täglich in den Laden, wo Kropetz bedienstet war, um das Fleisch für den Mittagstisch ihrer Dienstherrschaft zu holen. Die jungen Leute fanden Gefallen aneinander und bald entwickelte sich zwischen ihnen ein Liebesverhältnis. Dies sollte aber bald getrübt werden.

Eines Tages mietete sich Johann W., der aus Mähren zugereist kam, im Nachbarhause der H. ein. Das Dienstmädchen erkannte in ihm einen Bekannten aus ihrem Heimatdorfe und sprach nun öfter mit diesem. Auch ließ sie sich von ihm zu einer Sonntagsunterhaltung führen, da sie ja Schulkameraden seien, wie er sagte. Kropetz stellte die H. tags darauf zur Rede. Sie erklärte ihm den Sachverhalt und sagte noch: „Dir bleib ich ja doch treu, wenn ich auch einmal mit ihm geh ...“ Kropetz glaubte seiner Geliebten.

Doch es war nur Schein. Als ...“

Heut Nacht regnet es, sagt sie. Ihre Stimme ist seltsam bewegt ...

Er blickt sie an mit seinen Rehaugen.

„Georg ...“ sagt sie ...

Der Polizist steht plötzlich wieder da, er hat den Helm in der Hand und wischt ihn mit dem Taschentuch trocken; es war tagsüber sehr heiß.

Es ist der, der vor Gericht dann aussagt: Die zwei wären ihm gleich nicht ganz richtig vorgekommen ...

Dann gerate ich auf einen Pfad. Der hat auch sein Geländer, das sich in die Baugründe hineinekelt, es aber bald aufgibt, wie es einsieht, daß es hier nichts mehr zu schützen gibt ...

*

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