Inhalt.
Reading edition
Erster Theil.
Erstes Kapitel.
Kentnis der Arseniksorten, ihrer Natur und ihres Verhaltens gegen chemische Körper, so fern sie auf Heilung und Beurtheilung der Arsenikvergiftung einfliest.
§. 1. Einschränkung des Zweks
§. 2. auf die Erkentnis des Arseniks, aus der seine Gegenmittel und seine gerichtliche Erforschung fliesen.
§. 3. Den mit Arsenik beschäftigten Handwerkern kan die Systemkentnis dieses Gifts gleichgültig seyn,
§. 4. wegen der eigentlich Vergifteten mus man sie inne haben.
§. 5., 6. Käufliche Sorten, weisser Arsenik, Fliegenstein, Operment.
§. 7. Fliegenstein, sein Geburtsort, seine Abarten.
§. 8. äusserliche Beschaffenheit, Schwere; ist nicht Kobald,
§. 9., 10. ist ein Metall;
§. 11., 12. von dem Verhältnisse seines Brenbaren, seine Feuerbeständigkeit,
§. 13. läst sein Brennbares leicht fahren,
§. 14. lang aufbewahrter Fliegenstein tödlicher als frischer.
§. 15. Uebergang zur Auflöslichkeit der Arseniksorten.
§. 16. Arseniksäure am leichtauflöslichsten.
§. 17. Weisser Arsenik, sein Ansehn, Gewicht, Brenbares, Auflöslichkeit.
§. 18. Auflöslichkeit (bei der Wärme des menschlichen Körpers) im Wasser,
§. 19. bis 24. fernere Bestimmungen derselben.
§. 25. Der graue Arsenikkalk, Entstehung, Schwere, Auflöslichkeit im Wasser. Arsenikmulm.
§. 26. bis 30. Auflöslichkeit des Fliegensteins im Wasser.
§. 31. Operment, Geburtsort, Gestalt, Schwere, Schwefelantheil.
§. 32., 33. Auflöslichkeit im Wasser;
§. 34. Vergleichung des natürlichen mit dem auf nassem Wege bereiteten.
§. 35. Andre geschwefelte Arseniksorten, Ansehn, Schwere, Schwefelantheil — muthmasliche Entstehung des rothen Arseniks.
§. 36. Uebergang zur Auflöslichkeit der Arsenikarten in andern Flüßigkeiten,
§. 37. in Oelen,
§. 38. in Milch,
§. 39. in Säuern,
§. 40. in Eßig,
§. 41. bis 43. in Laugensalzen.
§. 44. bis 48. Hinderungen der Auflösung des Arseniks darin.
§. 49. bis 53. Hinwegräumung der Hindernisse,
§. 54., 55. vorzüglich durch Auflösung im Seifwasser.
§. 56., 57. Auflösung des Arseniks im Magensafte,
§. 58., 59. im Feuer, sein Verdampfungs- und Sublimazionsgrad.
§. 60., 61. Schwerauflösliche Verbindungen des Arseniks,
§. 62., 63. Präzipitation mit Metallen,
§. 64., 65. mit luftsaurem Eisen,
§. 66. mit Kalkerde, zum Kalkarsenik,
§. 67. mit Schwefelleberluft zum Operment,
§. 68., 69. mit Schwefel in Substanz, eine Schimäre; Auflöslichkeit des Schwefels im Wasser.
Zweiter Theil. Geschichte und Hülfe der Arsenikvergiftungskrankheiten.
Zweites Kapitel.
Gelegenheiten und Gestalten, unter denen Arsenik in unsern Körper kömt.
§. 70. Oekonomischer und technischer Gebrauch des Arseniks.
§. 71., 72. Unwillkührliche Vergiftungen durch Fehlgriffe und Unvorsichtigkeit.
§. 73. Selbstmorde.
§. 74. An andern volzogne Arsenikvergiftung, schleichende, arzneiliche.
§. 75. Aqua tosfana besteht nicht aus Canthariden und Opium,
§. 76. ist ein Arsenikgift,
§. 77. mit einem narkotischen Ingredienz. (oder ein Arsenikmittelsatz)
§. 78. Arsenikalische Fieberarzneien,
§. 79. bis 84. ihre Schädlichkeit.
§. 85. Krebswasser des Lefebüre.
§. 86. bis 91. Aeusserliche Anwendung des Arseniks, ihre Schädlichkeit.
§. 92. bis 95. Nöthige Einschränkung seines Verkaufs.
Drittes Kapitel.
Symptomen der drei Grade der innern Arsenikvergiftung, und die der äussern.
§. 96. Innere Vergiftung, Uebergang zur Symptomenlehre derselben.
§. 97. verschlimmernde Nebenumstände bei der Verschluckung.
§. 98. Dauer der schnelltödlichsten Arsenikvergiftung.
§. 99. bis 107. Gang dieses ersten Grades.
§. 108. bis 110. Zusäzze.
§. 111. Der zweite Grad, Dauer von einem oder mehrern Tagen.
§. 112. bis 114. Bedingungen seiner Entstehung,
§. 115. bis 120. Abweichungen desselben vom ersten Grade,
§. 121. Erhöhung durch Leidenschaften,
§. 122. Natur des bei diesem Grade gewöhnlichen Todes.
§. 123. bis 127. Dritter Grad, Nachwehen des zweiten, vom Uebergange des Gifts in die zweiten Wege — Crisen (Kontraktur, Lähmung, Arsenikfriesel, Ausfallen der Haare, Abschuppung der Oberhaut.)
§. 128., 129. Schleichendes Fieber wegen innerer Verlezzungen.
§. 130. Vorhersagung.
§. 131. Vergiftung durch italienische Gifte,
§. 132. durch Operment und andre geschwefelte Arsenike,
§. 133. durch äusserliche Anwendung des Arseniks,
§. 134., 135. durch Einsaugung des arsenikalischen Staubs und Rauchs.
Viertes Kapitel.
Wirkungsart des Arseniks.
§. 136. Im Magen und überhaupt auf der freien Faser,
§. 137. hergeleitet von seiner Schwere und Auflöslichkeit.
§. 138. Wirkt nicht durch scharfe schneidende Spizzen.
§. 139. Seine reizende und einschrumpfende Kraft,
§. 140. sein spezifischer Eindruck auf das Empfindungssystem des Lebensprinzipiums,
§. 141., 142. spezifischer Eindruck auf die Muskelfaser; tödet die Irritabilität,
§. 143. doch nicht ohne erregte Entzündung; Ausnahmen hievon.
§. 144. Erklärung des chronischen Zitterns, und der brennenden Schmerzen der Arsenikgicht in den leidenden Gliedmasen.
§. 145. Empfänglichkeit des Körpers, als Ursache der verschiednen Wirkung.
§. 146. Fernere Erläuterung der reizenden und einschrumpfenden Kraft.
§. 147. Entstehung der Anfressungen und Schorfe.
§. 148. Der einschrumpfende Reiz bringt die Kontraktur in den zweiten, so wie das fruchtlose Würgen und die peinliche Kolik in den ersten Wegen hervor.
§. 149. Einschrumpfende Wirkung des Arseniks auf die Schliesmuskeln des Körpers.
§. 150. Entstehung und Gefahr des zurückbleibenden Erbrechens und des konvulsivischen unergiebigen Würgens.
§. 151. Schwierige Ausleerung, besonders des Operments und Fliegensteins.
§. 153. Aufgelöstes Blut in den Aderstämmen.
§. 154. bis 157. Vergleichung der innern mit seiner Wirkungsart auf die freie Faser der äusserlichen Theile des Körpers, und die Epidermis.
Fünftes Kapitel.
Heilart der schnellen innern Arsenikvergiftung.
§. 158., 159. Eintheilung der Heilmittel in Klassen.
§. 160. Erste Klasse, die schädlichen, zwekwidrigen, erdige, hizzige, narkotische,
§. 161. Brechmittel.
§. 162. Zweite Klasse, die durch Schein der Gleichgültigkeit schädlichen, Wasser, Eßig.
§. 163. Säuren überhaupt.
§. 164. Dritte Klasse, dienliche, oft unzulängliche, Milch, Oele, Rahm.
§. 165., 166. Vierte Klasse, Mittel die Navier für spezifisch ausgiebt.
§. 167. Anführung, Beurtheilung derselben;
§. 168. wie er sie zu brauchen empfiehlt,
§. 169. Anmerkungen darüber.
§. 170. Fünfte Klasse, der dienlichsten.
§. 171. bis 174. Einleitung in die
§. 175. Heilanzeigen der drei Grade der Arsenikvergiftung, mit ihrer Genugthuung; zur Uebersicht.
§. 176. Die beim ersten Grade vorgeschlagnen Mittel sind leicht, überall zu haben, wohlfeil.
§. 177. bis 189. Einleitung zur Dienlichkeit der starken Seifenauflösung,
§. 190. Anführung ihrer hier unentbehrlichen, dienlichen Kräfte.
§. 191. Ist überall bei der Hand, und leicht zu bereiten,
§. 192. das beste anfängliche Hülfsmittel,
§. 193. bis 195. wenn auch das Gift unbekanter Natur wäre.
§. 196. Vorschrift ihrer Zubereitung,
§. 197. bis 199. ihrer Anwendung.
§. 200. Erinnerung, wenn ja kein Erbrechen erfolgte.
§. 201. Vorsichtsregeln für kränkliche Körperbeschaffenheit.
§. 202. Aderlas.
§. 203. Gabe jenes Mittels in Rüksicht des Alters.
§. 204. Wie beim Erbrechen mit dem Einflösen zu verfahren,
§. 205. wie weit man nach Verschluckung der vorgeschriebnen Gabe gekommen sei.
§. 206. Das hülfreichste Erbrechen ist geschehen.
§. 207. Die nächste Hülfleistung.
§. 208., 209. Vorteile des dünnern Seifwassers,
§. 210. Seine Bereitung, sein Gebrauch,
§. 211. Wirkung.
§. 212., 213. Bähungen (zweiter Aderlas,)
§. 214. Klystiere,
§. 215. laues ganzes Bad,
§. 216. halbes oder Fusbad.
§. 217. Ruhefrist bis zur Nachhülfe.
§. 218., 219. Unterschied, den die drei Arseniksorten in der Cur machen.
§. 220. Zur Nachhülfe; Seifwasser mit Oel, oder Milch mit Rahm vermischt, auf dem Lande.
§. 221. In Städten Wasser mit Schwefelleberluft gesättigt, und mit Milchrahm oder Schleimen gemischt; Umschläge, Klystiere.
§. 222. bis 225. Bereitung des Leberluftwassers.
§. 226. bis 230. Vortreflichkeit dieses Hülfsmittels.
§. 231., 232. Anwendung.
§. 233. Stellvertretende Mittel auf dem Lande.
§. 234. Beihelfende Mittel; Sahnekaffee.
§. 235., 236. Rizinusöl.
§. 237. bis 244. Der Wilkühr des Arztes anheim gestelte Veränderungen der Vorschrift; Hülfe verschiedner Nebenumstände; Nacherinnerungen.
Sechstes Kapitel.
Heilart der Nachwehen und der italienischen Vergiftung, so wie der Bergsucht.
§. 245. bis 250. Einleitung zur Hülfe der Nachwehen in den ersten Wegen;
§. 251. Grade der Symptomen von Verlezzung des Speisekanals.
§. 252. Bei ihrer Abhülfe ist der Gebrauch der Leberluft nicht zu zeitig hintanzusezzen.
§. 253. Algemein passend mus die Nachkur seyn: Milch nicht wiederkäuender Thiere.
§. 254., 255. Vorzüge der Milch überhaupt zu diesem Zwek,
§. 256. beim ersten Grade der Symptomen,
§. 257. und selbst gegen die schlimste Art der innern Zerstörungen.
§. 258. Abhülfe der Leibesverstopfung bei der Milchdiät,
§. 259., 260. Anwendung, Gabe;
§. 261., 262. Nebenindikazionen.
§. 263. bis 266. Uebergang zur kräftigern Kost und Lebensordnung der Genesenden.
§. 267. Vergleichung der Zufälle der schleichenden Vergiftung mit denen der Bergsucht.
§. 268. Chronische Arsenikvergiftungszufälle, die hier selten vorkommen.
§. 269. Eingang in die Heilung der schleichenden Vergiftung.
§. 270. Verbindung der Milchdiät mit den spezifischen Gegenmitteln,
§. 271. Der Schwefelleberluft
§. 272. bis 274. in Bädern,
§. 275. in damit verbundnen Getränken.
§. 276. Vortreflichkeit dieser Luft zu unsrer Absicht.
§. 277. Uebrige, dazu gehörige Diät,
§. 278. Abführmittel.
§. 279. Kennzeichen der natürlichen schwefelleberlufthaltigen Wässer.
§. 280. bis 283. Nachahmung derselben zu Hause.
§. 284., 285. Die Bereitungsart der natürlichen im Schose der Erde.
§. 286. Bereitung der Schwefelleber zu den künstlichen Bädern.
§. 287. Aehnliches zum Trinken bestimtes Wasser.
§. 288. Wie sind die Vortheile der natürlichen bei den künstlichen zu ersezzen?
§. 289. Wirkung dieser Verordnung.
§. 290. Uebergang zu dem Gebrauche der eisenhaltigen Wässer,
§. 291. Grund ihrer Dienlichkeit.
§. 292. Rüksicht auf die geschwächten Verdauungswerkzeuge bei der italienischen Vergiftung.
§. 293. Natur der bergsüchtigen Engbrüstigkeit; spezifisches Gegenmittel.
§. 294. Hülfe bei arsenikalischer Kontraktur — Arsenikfriesel.
§. 295. Cur der Lähmung, des chronischen Zitterns und der Konvulsionen.
Siebentes Kapitel.
Heilart der schnellen äussern Arsenikvergiftung.
§. 296. nach äusserlicher Auflegung auf hautlose Stellen,
§. 297. bei jähling in Menge eingeathmeten Arsenikrauche
§. 298. und arsenikalischem Staube.
Achtes Kapitel.
Verwahrungsmittel gegen Rauch und Staub.
§. 299. Uebergang zu den Vorbauungsanstalten,
§. 300. bis 306. deren sich die mit Arsenik beschäftigten Arbeiter selbst, und deren sich die Natur zu ihrem Vortheile bedient.
§. 307. Verwahrung der Hautlöcher,
§. 308. die nassen Pochwerke, statt des troknen Pochens mit Handkraft.
§. 309. Tüchtige Schlotten bei Arsenikrösten,
§. 310. Luftzug beim Farbereiben arsenikalischer Droquen,
§. 311. Verwahrung beim Fegen der Arsenikfänge.
Dritter Theil. Gerichtliche Ausmittelung.
Neuntes Kapitel.
Legalitäten der gerichtlichen Untersuchung der Vergiftungen.
§. 312., 313. Nöthigkeit der Kentnis der Legalität der Obdukzionen überhaupt.
§. 314. bis 321. Gesezlichkeit und Erfordernisse für den Arzt und Wundarzt.
§. 322. bis 338. Sekzionsbericht — erforderlicher Inhalt desselben — Umris der Obliegenheiten des Arztes bei der Obdukzion.
Zehntes Kapitel.
Pathologische Zeichenlehre des Vergiftungsthatbestand (corporis delicti).
§. 339. Unsrer Vorfahren Erkentnisquellen einer geschehenen Vergiftung.
§. 340., 341. Ihre Unzulänglichkeit.
§. 342. Die eigentlichern Quellen der Erkentnis einer Vergiftung,
§. 343. und ihrer Tödlichkeit.
§. 344., 345. Der Aeltern weitläuftiges Verzeichnis der Giftzeichen an Lebenden und Toden.
§. 346. Wohin gehört Arsenik in der Reihe der Gifte?
§. 347. Die kentlichsten Zeichen einer äzzenden Vergiftung an Lebenden;
§. 348. die untergeordneten Zeichen.
§. 349. bis 355. Unzuverläßigkeit aller dieser Zeichen;
§. 356. Sie nüzzen blos dem hülfeleistenden Arzte, und der Polizei.
§. 357. Uebergang zu den am Leichname vorfindlichen Zeichen,
§. 358. das wichtigste derselben,
§. 359. die untergeordneten,
§. 360. bis 367. Unzuverläßigkeit der leztern,
§. 368. bis 370. des erstern.
§. 371. Die fast unübersteiglichen Schwierigkeiten der Vergiftungserkentnis nach dem Urtheile der Schriftsteller.
§. 372., 373. Beweislosigkeit des Geständnisses des Thäters.
§. 374. Das ächteste Thatzeichen, die Ausfindung des Arseniks selbst — Nuzzen obiger Zeichen zu Vermuthungen für die Polizei.
Elftes Kapitel.
Chemische Kennzeichen des Thatbestands (corporis delicti) einer Arsenikvergiftung.
§. 375. bis 378. Bisherige Merkmale des Arseniks,
§. 379. bis 400. Beurtheilung derselben, Einschränkung der Meinung von ihrer Beweiskraft.
§. 401. bis 441. Die überzeugendste Ausmittelung durch drei beweisende die mindeste Gegenwart des Arseniks entdeckende gegenwirkende Mittel — Art ihrer Anwendung.
Zwölftes Kapitel.
Lethalitätsurtheil.
§. 442. bis 499. Vergiftungstödlichkeiten, wie sie mit den Lethalitäten der Wunden in Parallele zu stellen — Masstab für das Urtheil über erstere.
§. 500. bis 502. Schlus.