Tom Sawyer im Luftballon. (continued 3)
Reading edition
Den Zettel las Tom uns vor. Er hatte darauf geschrieben:
»Donnerstag nachmittag. Tom Sawyer, der Erronauter, sendet seiner Tante Polly herzliche Grüße vom Berge Sinai, wo die Arche war;[5] desgleichen Huck Finn; und sie wird den Zettel morgen früh um halb sieben kriegen.
Tom Sawyer, Erronauter.«
»Da wird sie die Augen aufreißen und die Tränen werden ihr ’rausschießen,« sagte Tom. Und dann:
»Achtung! Eins – zwei – drei – los!!«
Und los segelte der Ballon! Wahrhaftig, in einer Sekunde war er aus unserem Gesichtskreis ’rausgewirbelt.
Dann fanden wir eine sehr bequeme Höhle mit ’ner prachtvollen Aussicht über die ganze weite Ebene; und da biwakierten wir und warteten auf die Pfeife.
Der Ballon kam pünktlich und heil zurück und brachte die Pfeife. Aber Tante Polly hatte Jim abgefaßt, als er sie aus der Küche holte, und nun kann sich wohl jeder denken, wie es weiter kam: Tom sollte nach Hause zurück. So sagte denn Jim:
»Massa Tom, Tante Polly stehen vor die Haustür un haben ihr Aug oben an die Himmel, un sie sag’, sie rühren sich nix von den Fleck, bis Massa Tom wieder da sein. Das geben eine nasse Jahr, Massa Tom, warraftig!«
So schoben wir denn ab nach Hause, und nicht gerade mit sehr lustigen Gefühlen.