LIEDER. (HYMNS.) (continued 2)
Frances Elizabeth Cox translation
Then bid, Thou Good Supreme, depart Whate’er from Thee withdraws my heart; In Thee, my God, and only Thee Henceforth my every joy shall be.
Anrufung des Heiligen Geistes.
Siehe, Ich stehe vor der Thür und klopfe an: So jemand meine Stimme hören wird, und die Thür aufthun, zu dem werde Ich eingehen.
Zeuch ein zu deinen Thoren, Sei meines Herzens Gast, Der du, da ich geboren, Mich neu geboren hast: O hochgeliebter Geist Des Vaters und des Sohnes, Mit Beiden gleichen Thrones, Mit Beiden gleich gepreist!
Zeuch ein, lass mich empfinden Und schmecken deine Kraft, Die Kraft, die uns von Sünden Hülf und Errettung schafft; Entsündge meinen Sinn, Dass ich mit reinem Geiste Dir Ehr und Dienste leiste, Die ich dir schuldig bin.
Ich war ein wilder Reben, Du hast mich gut gemacht; Der Tod durchdrang mein Leben, Du hast ihn umgebracht Und in der Tauf erstickt, Als wie in einer Fluthe Mit dessen Tod und Blute, Der uns im Tod erquickt.
Du bist das heilge Oele, Dadurch gesalbet ist Mein Leib und meine Seele Dem Herren Jesu Christ Zum wahren Eigenthum, Zum Priester und Propheten, Zum König, den in Nöthen Gott schützt im Heiligthum.
Du bist ein Geist, der lehret Wie man recht beten soll; Dein Beten wird erhöret, Dein Singen klinget wohl; Es steigt zum Himmel an, Es steigt und lässt nicht abe, Bis der geholfen habe, Der Allen helfen kann.
Du bist ein Geist der Freuden, Vom Trauren hältst Du nicht, Erleuchtest uns im Leiden Mit deines Trostes Licht: Ach ja wie manchesmal Hast Du mit süssen Worten Mir aufgethan die Pforten Zum goldnen Freudensaal.
Du bist ein Geist der Liebe, Ein Freund der Freundlichkeit, Willst nicht, dass uns betrübe Zorn, Zank, Hass, Neid und Streit: Der Feindschaft bist Du feind, Willst, dass durch Liebesflammen Sich wieder thun zusammen Die voller Zwietracht sind.
Du, Herr, hast selbst in Händen Die ganze weite Welt, Kannst Menschenherzen wenden, Wie Dir es wohlgefällt: So gieb doch deine Gnad Zum Fried und Liebesbanden, Verknüpf in allen Landen Was sich getrennet hat.
Erhebe Dich und steure Dem Herzleid auf der Erd, Bring wieder und erneure Die Wohlfarth deiner Herd: Lass blühen wie zuvor Die Länder, so verheeret, Die Kirchen, so zerstöret Durch Krieg und Feuers Zorn.
Beschirm die Obrigkeiten, Bau unsers Fürsten Thron, Lass Segen uns begleiten, Schmück als mit einer Kron Die Alten mit Verstand, Mit Frömmigkeit die Jugend, Mit Gottesfurcht und Tugend Das Volk im ganzen Land.
Erfülle die Gemüther Mit reiner Glaubenszier, Die Häuser und die Güter Mit Segen für und für: Vertreib den bösen Geist, Der Dir sich widersetzet, Und, was dein Herz ergötzet, Aus unserm Herzen reisst.
Gieb Freudigkeit und Stärke, Zu stehen in dem Streit, Den Satans Reich und Werke Uns täglich anerbeut: Hilf kämpfen ritterlich, Damit wir überwinden, Und ja zum Dienst der Sünden Kein Christ ergebe sich.
Richt unser ganzes Leben Allzeit nach deinem Sinn, Und wenn wirs sollen geben Ins Todes Rachen hin; Wenns mit uns hier wird aus, So hilf uns fröhlich sterben Und nach dem Tod ererben Des ewgen Lebens Haus.
Paul Gerhard.
1606-1676.
Invocation of the Holy Spirit.
Behold, I stand at the door and knock; if any man hear My Voice, and open the door, I will come in to him.
Rev. iii. 20.
Come, enter Thine own portal, My heart is Thy domain; Through Thee, though first born mortal, I since was born again; Thou Holy Spirit blest, The Father’s honour bearing, The Son’s great glory sharing, Of equal power possest.
Come, my new life to cherish, My constant Guest abide; Lest after all I perish, Daily new strength provide: My heart make clean and sound, That I due praise may render, And worthy service tender, To Thine allegiance bound.
An olive wild by nature Thou grafftest me anew; Death claimed me, though Thy creature, As his own rightful due; But Christ’s atoning Blood, To me new life there granting, Drowned Death, with all his vaunting, In His baptismal flood.
With virtue unabated, Thou art the Holy Oil, Through which are consecrated Soul, body, ease and toil, To Christ, Whose guardian wings, Where’er their lot appointed, Protect His own anointed, His prophets, priests, and kings.
Thy Grace our frail tongue teacheth, Spirit of Holy Prayer, Prayer that God’s Temple reacheth, Song that mounts heaven’s stair; Thy suit hath never failed, For, skillful weapons using, Thou wilt take no refusing, Until Thou hast prevailed.
Thy bliss no sorrow knoweth, Spirit of Holy Joy! Thy Peace true calm bestoweth, With none of earth’s alloy: E’en in this mortal state, Of pleasure’s golden mansion, Oft-times with wide expansion, Thou openest me the gate.
All discord wouldst Thou smother, Spirit of Holy Love! Wouldst have men love each other, As angels do above: The Friend of all below Who act with love’s intention; Of envy, strife, dissension, Thou art the constant Foe.
Thou rulest every nation, Each widely distant land; Where’er men’s occupation, Their hearts are in Thy Hand: Let Thy controlling grace In holy concord bind them, Although dispersed it find them Through every time and place.
Hear us, Thy help imploring, And make heart-sorrow cease, Thy scattered flock restoring To union, joy, and peace: Bid flourish once again The lands by man forsaken, The churches spoiled and shaken By war’s unhallowed train.
Our rulers’ peace securing, O shower Thy blessings down, And make their thrones enduring; Adorn, as with a crown, With piety our youth, Old men with wisdom fitting, Fathers to sons transmitting, From age to age, Thy Truth.
The true Faith’s influence nourish Within each heart and mind, While house and garner flourish Beneath Thy favour kind: Keep far, O far apart The foe who makes his pleasure To take away good treasure Once sown within our heart.
With steadfast heart and joyous Confirm our Christian band, While ready to destroy us The powers of darkness stand; That so no Christian may, With well-proved weapons furnished, And armour brightly burnished, To Satan fall a prey.
According to Thy pleasure Our term of days dispose; And when they reach their measure, And earthly scenes must close, Spirit of Holy Faith! In that dread hour be near us, With gladsome thoughts to cheer us, Of life that knows no death!
Gottvertrauen.
Es ist ein grosser Gewinn, Wer gottselig ist und lässet ihm genügen.
Was Gott thut, das ist wohl gethan; So denken Gottes Kinder. Wer auch nicht reichlich erndten kann, Den liebet Gott nicht minder. Er zieht das Herz Nur himmelwärts, Wenn Er sie lässt auf Erden Beim Mangel traurig werden.
Was Gott thut, das ist wohl gethan Im Nehmen und im Geben; Was wir aus seiner Hand empfahn, Genüget uns zum Leben. Er nimmt und giebt, Weil Er uns liebt; Lasst uns in Demuth schweigen Und vor dem Herrn uns beugen.
Was Gott thut, das ist wohl gethan; Wer darf sein Walten richten, Wenn Er, eh man noch erndten kann, Den Segen will vernichten? Weil Er allein Der Schatz will sein, Nimmt Er uns andre Güter, Zum Heile der Gemüther.
Was Gott thut, das ist wohl gethan; Es geh nach seinem Willen. Lässt Er uns auch den Mangel nahn, Er weiss das Herz zu stillen: Wer wie ein Christ Genügsam ist, Kann auch an wenig Gaben Mit Dankbarkeit sich laben.
Was Gott thut, das ist wohl gethan; Lasst in Geduld uns fassen! Er nimmt sich unser gnädig an, Und wird uns nicht verlassen: Er, unser Gott, Weiss was uns noth, Und wird es gern uns geben. Kommt, lasst uns Ihn erheben!
Ungenannt.
Trust in God.
Godliness with contentment is great gain.
1 Timothy, vi. 6.
What God hath done is done aright, So think all true believers; They feel His love, they own His might, Though fond hopes prove deceivers: Mid seeming ill God loves them still, And, e’en by sorrow’s leaven, Would raise their hearts to heaven.
What God hath done is done aright, In gifts withheld or sent us; And what sufficeth in His sight, Should always well content us: ’Tis for our sakes He gives or takes; Then, humbly bowed before Him, In silence we adore Him.
What God hath done is done aright; Cease, faithless tears, to trickle; What though our harvest He doth blight, Ere we put in the sickle! Who dares reprove, When, all in love, He thwarts our will and pleasure, To be Himself our Treasure?
What God hath done is done aright, Because ’tis His ordaining; Though want may press, and cares affright, He soothes the heart’s complaining: The Christian will, Contented still, While fewest gifts possessing, Rejoice with praise and blessing.
What God hath done is done aright, May He submissive make us! His gracious promise He doth plight, That He will ne’er forsake us: Our Saviour knows Our wants and woes, And all we need provideth: Praise God, whate’er betideth!
Selbstgespräch eines Christen.
Herr Gott, du bist unsere Zuflucht für und für.
Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Gott ist gut, der aus Erbarmen Alle Hülf auf Erden thut, Der mit Macht und starken Armen Machet alles wohl und gut: Gott kann besser als wir denken, Alle Noth zum Besten lenken: Seele, so bedenke doch, Lebt doch unser Herr Gott noch.
Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Soll Der schlummern oder schlafen, Der das Aug hat zugericht? Der die Ohren hat erschaffen, Sollte Dieser hören nicht? Gott ist Gott, der hört und siehet, Wo dem Frommen weh geschiehet: Seele, so bedenke doch, Lebt doch unser Herr Gott noch.
Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Der den Erdenkreis verhüllet Mit den Wolken weit und breit, Der die ganze Welt erfüllet, Ist von uns nicht fern und weit; Wer Gott liebt, dem will Er senden Hülf und Trost an allen Enden: Seele, so bedenke doch, Lebt doch unser Herr Gott noch.
Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen, Nimm zu Gott nur deinen Lauf, Gott ist gross und reich von Gnaden, Hilft den Schwachen gnädig auf: Gottes Gnade währet immer, Seine Treu vergehet nimmer: Seele, so bedenke doch, Lebt doch unser Herr Gott noch.
Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Sünden kränken, Dein Verbrechen quält dich sehr, Komm zu Gott, Er wird versenken Deine Sünden in das Meer; Mitten in der Angst der Höllen Kann Er dich zufrieden stellen: Seele, so bedenke doch, Lebt doch unser Herr Gott noch.
Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlassen, Und weisst weder aus noch ein; Gott wird dennoch dich umfassen, Und im Leiden bei dir sein: Gott ist, der es herzlich meinet, Wo die Noth am grössten scheinet: Seele, so bedenke doch, Lebt doch unser Herr Gott noch.
Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Lass den Himmel sammt der Erden Immerhin zu Trümmern gehn; Lass die Höll entzündet werden, Lass den Feind erbittert stehn, Lass den Tod und Teufel blitzen, Wer Gott traut, den will Er schützen: Seele, so bedenke doch, Lebt doch unser Herr Gott noch.
Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Musst du schon geängstet wallen Auf der harten Dornenbahn; Es ist Gottes Wohlgefallen, Dich zu führen himmelan: Gott will, nach dem Jammerleben, Friede, Freud, und Wonne geben: Seele, so bedenke doch, Lebt doch unser Herr Gott noch.
Johann Friedrich Zihn.
1650-1719.
The Christian to his Soul.
Lord, Thou hast been our refuge from one generation to another.
Ps. xc. 1.
God liveth still! Trust, my soul, and fear no ill: God is good; from His compassion Earthly help and comfort flow; Strong is His Right Hand to fashion All things well for men below: Trial, oft the most distressing, In the end has proved a blessing: Wherefore then, my soul, despair? God still lives, Who heareth prayer.
God liveth still! Trust, my soul, and fear no ill: He who gave the ear its mission, Shall He slumber once or sleep? He who gave the eye its vision, Sees He not when mortals weep? God is God; His ear attendeth, When the sigh our bosom rendeth; Wherefore then, my soul, despair? God still lives, Who heareth prayer.
God liveth still! Trust, my soul, and fear no ill: He who gives the clouds their measure, Stretching out the heavens alone; He who stores the earth with treasure, Is not far from every one: God in hour of need defendeth Him whose heart in love ascendeth: Wherefore then, my soul, despair? God still lives, Who heareth prayer.
God liveth still! Trust, my soul, and fear no ill: Is thy cross too great and pond’rous, Cast on Him thy grievous load; God is great; His love is wondrous, He will speed thee on thy road: Truth and Mercy, sundered never, Are His attributes for ever: Wherefore then, my soul, despair? God still lives, Who heareth prayer.
God liveth still! Trust, my soul, and fear no ill: Is thy yoke of sin too galling, Christ Himself has set you free, Borne for you their weight appalling, Cast them in oblivion’s sea: Now in hell no longer living, All is peace through God forgiving: Wherefore then, my soul, despair? God still lives, Who heareth prayer.
God liveth still! Trust, my soul, and fear no ill: When the world would let thee perish, Pathless all thy tangled way, God the nearer draws, to cherish Him who makes the Lord his stay: Children oft that most He loveth Thus with strictest rod He proveth: Wherefore then, my foul, despair? God still lives, Who heareth prayer.
God liveth still! Trust, my soul, and fear no ill: Heaven’s huge vault may cleave asunder, Earth’s round globe in ruins burst; Devils’ fellest rage may thunder, Death and hell may spend their worst Then will God keep safe and surely Those who trust in Him securely: Wherefore then, my soul, despair? God still lives, Who heareth prayer.
God liveth still! Trust, my soul, and fear no ill: Be thy life, until its ending, One long course of grief or need, God, in love the trial sending, Thus to heaven thy soul would lead: There will dawn, when cares are ended, Joy and peace for ever blended: Wherefore then, my soul, despair? God still lives, Who heareth prayer.
Die Vergänglichkeit des Lebens.
Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen: Auf dass wir klug werden.
Ach, was ist doch unsre Zeit? Flüchtigkeit! Nebel, Rauch und Wind und Schatten: Menschen können nicht bestehn; Sie vergehn Wie die Blumen auf den Matten: Unser Leben fleucht behende; Mensch, bedenke doch das Ende!
Menschen sind zerbrechlich Glas, Nichtig Gras, Blumen, die nicht lange stehen; Ach, wie bald wird ihre Kraft Hingerafft, Wenn die Todeslüfte wehen: Unser Leben fleucht behende; Mensch, bedenke doch das Ende!
Jugend, die den Rosen gleicht, Die verbleicht, Ihre Schöne muss verschwinden; Es vergeht durch Todesnacht Alle Pracht, Die wir an den Menschen finden: Unser Leben fleucht behende; Mensch, bedenke doch das Ende!
Menschen sind der Zeiten Spiel, Und ein Ziel, Drauf die Todespfeile fliegen: Die wie schlanke Zedern stehn, Gross und schön, Müssen durch den Tod erliegen. Unser Leben fleucht behende; Mensch, bedenke doch das Ende!
Ach, der Tod ist dir gewiss, Drum vergiss Alles Eitle dieser Erden; Lenke dich zur Ewigkeit Jederzeit, Willst du dort unsterblich werden: Unser Leben fleucht behende; Mensch, bedenke doch das Ende!
Schwinge dein Gemüth und Herz Himmelwärts, Wo nicht Tod, nicht Noth, nicht Leiden; Denk an das, was ewig ist, Lieber Christ, Soll dich einst der Himmel weiden: Unser Leben fleucht behende; Mensch, bedenke doch dein Ende!
Ungenannt.
The shortness of Life.
So teach us to number our days, that we may apply our hearts unto wisdom.
Ps. xc. 12.
What is human life below? Passing show! Vapour, smoke, and fleeting shade: Man, when few short years have flown Is cut down, As by scythe the springing blade: Years roll on, and make no stay; Ponder, Man, thy latter day.
Man is like to fragile glass, Fading grass, Flower whose petals soon are strewn: Ah! how quickly rest of strength, When at length Death’s cold wind has o’er him blown! Years roll on, and make no stay; Ponder, Man, thy latter day.
Youth, to which we may compare Roses fair, Pales, and must its charms forego: All that men of pomp or state, Highest rate, Soon shall be by death laid low: Years roll on, and make no stay; Ponder, Man, thy latter day.
Man’s the mark at which take aim, Like some game, Darts which death unerring plies; Though like cedar fair outspread, Soars his head, Felled by death, he lifeless lies: Years roll on, and make no stay; Ponder, Man, thy latter day.
Death is that which must befall Great and small; Banish trivial cares of earth: Far beyond the things of time Thou must climb, Wouldst thou win immortal birth: Years roll on, and make no stay; Ponder, Man, thy latter day.
Let thine heart oft contemplate That high state, Where no grief shall come, or pain: Let this theme thy soul employ, Heavenly joy, Wouldst thou once that joy obtain: Years roll on, and make no stay; Ponder, Man, thy latter day.
Ewigkeit.
Ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag.
O Ewigkeit! O Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Doch eilt zu dir der Menschen Zeit Gleichwie das kühne Pferd zum Streit, Nach Haus der Bot, das Schiff zum Port, Der schnelle Pfeil vom Bogen fort: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!
O Ewigkeit! O Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Gleichwie en einer Kugel rund Kein Anfang und kein End ist kund, So auch, o Ewigkeit, an dir Bleibt weder Ein- noch Ausgang für: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!
O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Du bist ein Ring, unendlich weit, Dein Mittelpunkt heisst Allezeit, Dein runder Umkreis Niemals heisst, Dieweil er nie kein Ende weist: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!
O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Es trüge wohl ein Vögelein Weg aller Berge Sand und Stein, Wenns nur käm alle tausend Jahr, Du Ewigkeit bleibst immerdar: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!
O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! So lange als Gott Gott wird sein, So lang wird sein der Höllen Pein, So lang wird sein des Himmels Freud: O lange Freud! o langes Leid! Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!
O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! O Mensch, oft deine Sinnen stell Zu denken an die Qual und Höll Und an der Frommen Herrlichkeit, Es währet beides ohne Zeit: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!
O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Wie schrecklich bist du in der Pein, Wie lieblich in der Freuden Schein! Hier Gottes Güte noch erfreut, Dort schrecket sein Gerechtigkeit: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!
O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Der hier gelebet arm und bloss, Ruht ewig reich in Gottes Schooss; Er liebt und lobt das höchste Gut In vollem Trost und Freudenmuth: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!
O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Ein Augenblick ist alle Freud, Dadurch man kommt in stetes Leid; Ein Augenblick ist alles Leid, Dadurch man kommt in stete Freud: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!
O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Verständig ist, der dich betracht, Des Fleisches Lust er leicht veracht; Bei ihm die Welt nicht Platz mehr findt, Die Lieb zum Eitlen bald verschwindt: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!
O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Wer dich besinnt, zu Gott so spricht: Hier brenn! hier schneid! hier straf und richt! Hier handle nach Gerechtigkeit! Verschon nur nach der Gnaden Zeit! Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!
O Ewigkeit! o Ewigkeit! Wie lang bist du, o Ewigkeit! Ich, Ewigkeit, ermahne dich, O Mensch, gedenk nur oft an mich; Denn ich der Sünder Straf und Pein, Der Gotteslieb ein Lohn soll sein: Betracht, o Mensch, die Ewigkeit!
Daniel Wülffer.
1617-1685.
Eternity.[1]
One day is with the Lord as a thousand years, and a thousand years as one day.
2 St. Peter, iii. 8.
Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! Yet onward still to thee we speed, As to the fight th’ impatient steed, As ship to port, or shaft from bow, Or swift as couriers homeward go: Mark well, O Man, Eternity!
Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! As in a ball’s concentric round Nor starting-point nor end is found, So thou, Eternity, so vast, No entrance and no exit hast: Mark well, O Man, Eternity!
Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! A ring whose orbit still extends, And, ne’er beginning, never ends; ‘Always’ thy centre, Ring immense! And ‘Never’ thy circumference: Mark well, O Man, Eternity!
Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! Came there a bird each thousandth year, One sand-grain from the hills to bear, When all had vanished, grain by grain, Eternity would still remain: Mark well, O Man, Eternity!
Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! As long as God shall God remain, So long shall last hell’s endless pain, So long the joys of heaven shall be; O long delight! long misery! Mark well, O Man, Eternity!
Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! O man! let oft thy musings dwell Upon the dreadful woes of hell, Oft on the saints’ all glorious lot, For both shall last when Time is not: Mark well, O Man, Eternity!
Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! The thought of thee in pain, how dread! In joy how bright thy prospects spread! For here God’s Goodness glads our eyes, And there His Justice terrifies: Mark well, O Man, Eternity!
Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! Who here lived poor and sore distressed, Now truly rich, with God doth rest; With joys consoled for all his ill, He lives to praise God’s Goodness still: Mark well, O Man, Eternity!
Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! A moment’s pleasure sinners know, Through which they pass to endless woe: A moment’s woe the righteous taste, Through which to endless joy they haste: Mark well, O Man, Eternity!
Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! Who looks to thee alone is wise, Sin’s pleasures all he can despise; The world attracts him now no more, His love for vain delights is o’er: Mark well, O Man, Eternity!
Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! Who thinks on thee speaks thus with God, “Here prove me with Thy chastening rod, Oh! let me here Thy judgments bear, Hereafter, Lord, in mercy spare!” Mark well, O Man, Eternity!
Eternity! Eternity! How long art thou, Eternity! “O man! I warn thee, think on me, Think oft on me, Eternity; For I the sinner’s woe shall prove, And recompense of pious love:” Mark well, O Man, Eternity!
Sommerlied. I.
Herr, du bist würdig zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen haben sie das Wesen, und sind geschaffen.
Keine Schönheit hat die Welt, Die mir nicht vor Augen stellt Meinen schönsten Jesum Christ, Der der Schönheit Ursprung ist.
Wenn die Morgenröth entsteht, Und die goldne Sonn aufgeht, So erinnre ich mich bald Seiner himmlischen Gestalt.
Ja, oft denk ich an sein Licht, Wenn der frühe Tag anbricht: Ach was ist für Herrlichkeit In dem Licht der Ewigkeit!
Seh ich dann den Mondenschein, Und des Himmels Aeugelein, So gedenk ich: Der diess macht, Hat viel tausend grössre Pracht.
Schau ich, in dem Frühling an, Unsern bunten Wiesenplan, So bewegt es mich zu schrein: Ach, wie muss der Schöpfer sein!
Wenn ich zu dem Quellbrunn geh Oder bei dem Bächlein steh; So versenkt sich stracks in Ihn, Als den reinsten Quell, mein Sinn.
Lieblich singt die Nachtigall, Süsse klingt der Flötenschall; Aber über allen Ton Ist das Wort: Marien Sohn!
Anmuth giebt es in der Luft, Wenn die Echo wieder ruft; Aber nichts ist überall, Wie des Liebsten Wiederhall.
Ei nun, Schönster, komm herfür, Komm und zeige selbst Dich mir; Lass mich sehn dein eigen Licht, Und dein blosses Angesicht.
O dass deiner Gottheit Glanz Meinen Geist umgäbe ganz, Und der Stral der Herrlichkeit Mich entrückt aus Ort und Zeit!
Ach, mein Jesu, nimm doch hin, Was mir decket Geist und Sinn, Dass ich Dich zu jeder Frist Sehe, wie Du selber bist.
Johann Angelus.
1624-1677.
Hymn for Summer. I.
Thou art worthy, O Lord, to receive glory and honour and power: for Thou hast created all things, and for Thy pleasure they are, and were created.
Rev. iv. 11.
Earth has nothing sweet or fair, Lovely forms or beauties rare, But before my eyes they bring Christ, of beauty Source and Spring.
When the morning paints the skies, When the golden sunbeams rise, Then my Saviour’s Form I find Brightly imaged on my mind.
When the day-beams pierce the night, Oft I think on Jesus’ Light, Think how bright that Light will be, Shining through eternity.
When, as moonlight softly steals, Heaven its thousand eyes reveals, Then I think: Who made their light Is a thousand times more bright.
When I see, in spring-tide gay, Fields their varied tints display, Wakes the awful thought in me, What must their Creator be!
If I trace the fountain’s source, Or the brooklet’s devious course, Straight my thoughts to Jesus mount, As the best and purest fount.
Sweet the song the night-bird sings, Sweet the lute, with quivering strings; Far more sweet than every tone Are the words “Maria’s Son.”
Sweetness fills the air around, At the echo’s answering sound; Far more sweet than echo’s fall, Is to me the Bridegroom’s Call.
Lord of all that’s fair to see! Come, reveal Thyself to me; Let me, ’mid Thy radiant Light, See Thine unveiled glories bright.
Let Thy Deity profound Me in heart and soul surround, From my mind its idols chase, Weaned from joys of time and place.
Come, Lord Jesus! and dispel This dark cloud in which I dwell; Thus to me the power impart, To behold Thee as Thou art.
Sommerlied. II.
Es sollen Dir danken, Herr, alle deine Werke; und deine Heiligen Dich loben.
Geh aus, mein Herz, und suche Freud, In dieser lieben Sommerzeit, An deines Gottes Gaben: Sieh an der schönen Fluren Zier, Wie lieblich sie sich dir und mir Nun ausgeschmücket haben.
Die Bäume stehen voller Laub, Das Erdreich decket seinen Staub Mit einem grünen Kleide: Narzissen und die Tulipan, Die ziehen sich viel schöner an Als Salomonis Seide.
Die Lerche schwingt sich in die Luft, Das Täublein fleugt aus seiner Gruft, Und macht sich in die Wälder: Die hochbegabte Nachtigall Ergötzt und füllt mit ihrem Schall Schon Hügel, Thal und Felder.
Die Glucke führt ihr Völklein aus, Der Storch baut und bewahrt sein Haus, Das Schwälblein speist die Jungen: Der schnelle Hirsch, das leichte Reh Ist froh, und kommt aus seiner Höh Ins tiefe Gras gesprungen.
Die Bächlein rauschen in den Sand, Und zieren lieblich ihren Rand Mit Bäumen reich an Schatten: Der Schaf und Hirten Lustgeschrei Erschallet fröhlich hart dabei, Von grüner Wiesen Matten.
Die unverdrossne Bienenschaar Fleucht hin und her, sucht hier und dar Ihr edle Honigspeise: Des süssen Weinstocks starker Saft Bringt täglich neue Stärk und Kraft In seinem schwachen Reife.
Der Weizen wächset mit Gewalt; Darüber freut sich Jung und Alt, Und rühmt die grosse Güte Des, Der so überflüssig labt, Und mit so manchem Gut begabt Das menschliche Gemüthe.
Ich selbst, ich kann und mag nicht ruhn, Des grossen Gottes grosses Thun Erweckt mir alle Sinnen: Ich singe mit, wenn Alles singt, Und lasse, was dem Höchsten klingt, Aus meinem Herzen rinnen.
Ach, denk ich, bist du hier so schön, Und lässt Dus uns so lieblich gehn Auf dieser armen Erden, Was will doch wohl, nach dieser Welt, Dort in dem reichen Himmelszelt Und goldnen Schlosse werden!
Welch hohe Lust, welch heller Schein Wird wohl in Christi Garten sein! Wie muss es da wohl klingen, Da so viel tausend Seraphim Mit unverdrossnem Mund und Stimm Ihr Alleluia singen!
O wär ich da, o stünd ich schon, Ach süsser Gott, vor deinem Thron, Und trüge meine Palmen; So wollt ich, nach der Engel Weis, Erhöhen deines Namens Preis Mit tausend schönen Psalmen.
Doch gleichwohl will ich, weil ich noch Hier trage dieses Leibes Joch, Auch nicht gar stille schweigen: Mein Herze soll sich fort und fort, An diesem und an allem Ort, Zu deinem Lobe neigen.
Hilf nur, und segne meinen Geist Mit Segen, der vom Himmel fleusst, Dass ich Dir stetig blühe: Gieb dass der Sommer deiner Gnad In meinem Herzen früh und spat Viel Glaubensfrücht erziehe.
Mach in mir deinem Geiste Raum, Dass ich Dir werd ein guter Baum, Und lass mich wohl bekleiben: Verleihe, dass zu deinem Ruhm Ich deines Gartens schöne Blum Und Pflanze möge bleiben.
Erwähle mich zum Paradeis, Und lass mich bis zur letzten Reis An Leib und Seele grünen: So will ich Dir und deiner Ehr Allein und keinem Andern mehr Hier und dort ewig dienen.
Paul Gerhard.
1606-1676.
Hymn for Summer. II.
All Thy works praise Thee, O Lord, and Thy saints give thanks unto Thee.
Ps. cxlv. 10.
Come forth, my heart, and seek delight In each delicious sound and sight, This joyful summer morning: See, how God’s goodly gifts abound, And mark how all the plains around His hand hath been adorning.
Rich foliage decks each waving tree, And what a rich green mantle, see, The earth is now arraying: Bright lilies and narcissus fair, Than robes of Israel’s king more rare, Their beauties are displaying.
The thrilling lark ascends the sky, The dove forsakes her tower on high, Swift to the woods retiring; The richly-gifted nightingale Pours forth her notes o’er hill and vale, Delight her song inspiring.
The hen walks forth her brood among, The swallow feeds her clamorous young, The stork protects her dwelling: The stag and roe, with footstep light, Come bounding from the neighbouring height, Joy in each movement telling.
The little brooks run babbling by, Their margin bordered beauteously With trees, in shade abounding: The sheep’s low bleat, and shout of joy Sent forth by idle shepherd-boy, From meadows green come sounding.
Th’ unwearied bees, on busy wing, From flower to flower flit murmuring, And seek their honied treasure; While on the vine, from day to day, New strength the tender shoots display, Each day increase in measure.
Green ears the wheat-blades now unfold, And all rejoice, both young and old, The God of harvest praising; From Whom this rich abundance flows, Who every precious gift bestows, Men’s hearts with gladness raising.
I too my part will gladly take; God’s glorious works my heart awake, And soul and spirit capture: Since all are singing, I will sing, Will bring my grateful offering, And join the hymn of rapture.
If in this earthly scene below Thyself so glorious Thou dost shew, To us poor sinful mortals, Then what, when earth is past and gone, Will be the joy before Thy Throne, Within the golden portals?
What matchless rays, what light divine In Christ’s own Paradise will shine, What sounds be ever ringing, Where thousand seraph hosts rejoice, With ceaseless and unwearied voice Their Alleluias singing!
Oh! that with God’s exulting band I even now might take my stand, With them might now adore Him, And, bearing high victorious palms, Sing praise in thousand joyful psalms, As angels do, before Him!
Yet silence here I will not keep, The while on earth I still must creep, This body’s burden bearing: My heart shall evermore be bent Its thankful homage to present, Jehovah’s praise declaring.
Lord! let my spirit but be filled With softening dews from heaven distilled, That it through Thee may flourish: Grant that the summer of Thy Grace, Within my heart’s unfertile place, The fruits of Faith may nourish.
For Thee within my soul make room, Let me a thriving tree become, Thy bounteous blessing sharing; Make me a goodly plant to grow, Within thy garden here below, Abundant blossoms bearing.
Let every branch and tender shoot Be laden here with precious fruit, That, when from earth transplanted, To Paradise my soul may soar, To praise Thee better, love Thee more: Oh! may this prayer be granted!
Gottes Vorsehung.
Der Herr ist allen gütig, und erbarmet sich aller seine Werke.
Ich singe Dir mit Herz und Mund, Herr, meines Herzens Lust; Ich sing und mach auf Erden kund Was mir von Dir bewusst. Ich weiss, dass Du, der Brunn der Gnad Und ewge Quelle seist, Daraus uns Allen früh und spat Viel Heil und Gutes fleusst.
Was sind wir doch? was haben wir Auf dieser ganzen Erd, Das uns, o Vater, nicht von Dir Allein gegeben werd? Wer hat das schöne Himmelszelt Hoch über uns gesetzt? Wer ist es, der uns unser Feld Mit Thau und Regen netzt?
Wer wärmet uns in Kält und Frost? Wer schützt uns vor dem Wind? Wer macht es, dass man Oel und Most Zu seinen Zeiten findt? Wer giebt uns Leben und Geblüt? Wer hält mit seiner Hand Den goldnen, werthen, edlen Fried In unserm Vaterland?
Ach, Herr mein Gott, das kommt von Dir, Du, Du musst Alles thun: Du hältst die Wach an unsrer Thür, Und lässt uns sicher ruhn. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, Bleibst immer fromm und treu, Und stehst uns, wenn wir in Gefahr Gerathen, herzlich bei.
Du strafst uns Sünder mit Geduld, Und schlägst nicht allzusehr, Ja endlich nimmst du unsre Schuld, Und wirfst sie in das Meer. Wenn unser Herze seufzt und schreit, Wirst du gar leicht erweicht, Und giebst uns, was uns hoch erfreut, Und Dir zur Ehr gereicht.
Du zählst, wie oft ein Christe wein, Und was sein Kummer sei; Kein stilles Thränlein ist so klein, Du hebst und legst es bei. Du füllst des Lebens Mangel aus Mit dem was ewig steht, Und führst uns in des Himmels Haus, Wenn uns die Erd entgeht.
Wohl auf, mein Herze, sing und spring, Und habe guten Muth; Dein Gott, der Ursprung aller Ding, Ist selbst und bleibt dein Gut. Er ist dein Schatz, dein Erb und Theil, Dein Glanz und Freudenlicht, Dein Schirm und Schild, dein Hülf und Heil, Schafft Rath und lässt dich nicht.
Was kränkst du dich in deinem Sinn Und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin Auf Den, Der dich gemacht. Hat Er dich nicht von Jugend auf Versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf Hat Er zurückgekehrt?
Er hat noch niemals was versehn In seinem Regiment: Nein, was Er thut und lässt geschehn, Das nimmt ein selig End. Ei nun, so lass Ihn ferner thun, Und red Ihm nicht darein; So wirst du hier in Frieden ruhn, Und ewig fröhlich sein.
Paul Gerhard.
1606-1676.
God’s Providence.
The Lord is loving unto every man, and His mercy is over all His works.
Ps. cxlv. 9.
I sing to Thee with mouth and heart, Of all my joys the Well; I sing, that what I know Thou art My songs to all may tell: That Thou a Fountain art of grace, With blessings richly stored For all, in every time and place, This, this I know, good Lord.
For what have all that live, and move Through this wide world below, That does not from Thy bounteous love, O Heavenly Father, flow? Who o’er our heads the curtain drew Of heaven’s ethereal tent? By whom are precious rain and dew Upon our pastures sent?
In frost and cold, whose hand but Thine Protects from tempest drear? Who gives in season oil and wine Men’s hearts to brace and cheer? Whose impulse sends the life-blood warm Swift circling through our veins? Who guards our land from war’s alarm, While peace around us reigns?
O Lord, of this and all our store Thou art the Author blest; Thou keepest watch before our door, While we securely rest: Thy truth and love from year to year For all our wants provide; With ready help, in times of fear, Thou standest at our side.
Thou with us sinners bearest long, With measured stripes dost prove, And drownest all our grievous wrong In ocean-depths of love. When silent woe our bosom rends, Thy pity sees our grief, And gives what to Thy glory tends No less than our relief.
Thou knowest when each Christian weeps, And why the tear-drops fall; And in the Book Thy mercy keeps These things are noted all: Thy lasting joys will compensate For lack of worldly store, And heavenly homes the just await, When earth shall be no more.
Cheer up! my heart, rejoice and sing, All anxious care resign; For God, Creation’s Lord and King, Is thy God, even thine: He is thy Portion, he thy Joy, Thy Life, and Light, and Lord, Thy Counsellor when doubts annoy, Thy Shield and great Reward.
In restless thought, or blank despair, Why spend each day and night? On Him Who made thee cast thy care; He makes our burdens light: Did not His love, and truth, and power Watch o’er thy childhood’s day? Has he not oft, in threatening hour, Turned dreaded ills away?
His wisdom never plans in vain, Ne’er falters or mistakes; All that His counsels wife ordain A happy ending makes; Upon thy mouth then lay thy hand, And trust His guiding love; Then firm as rock thy peace shall stand, In earth and heaven above.
Das Vertrauende Herz.
Befiehl dem Herrn deine Wege: Und hoffe auf Ihn, Er wirds wohl machen.
Befiehl du deine Wege, Und was dein Herze kränkt, Der allertreusten Pflege Des, Der den Himmel lenkt; Der Wolken, Luft und Winden Giebt Wege, Lauft und Bahn, Der wird auch Wege finden, Da dein Fuss gehen kann.
Dem Herren musst du trauen, Wenn dirs soll wohl ergehn; Auf sein Werk musst du schauen, Wenn dein Werk soll bestehn: Mit Sorgen und mit Grämen Und mit selbsteigner Pein Lässt Gott Ihm gar nichts nehmen; Es muss erbeten sein.
Dein ewge Treu und Gnade, O Vater, weiss und sieht, Was gut sei oder schade Dem sterblichen Geblüt; Und was Du dann erlesen, Das treibst Du, starker Held, Und bringst zum Stand und Wesen, Was deinem Rath gefällt.
Weg hast Du allerwegen, An Mitteln fehlts Dir nicht, Dein Thun ist lauter Segen, Dein Gang ist lauter Licht: Dein Werk kann Niemand hindern, Dein Arbeit darf nicht ruhn, Wenn Du, was deinen Kindern Erspriesslich ist, willst thun.
Und obgleich alle Teufel Hie wollten widerstehn, So wird doch, ohne Zweifel, Gott nicht zurücke gehn: Was Er Ihm vorgenommen, Und was Er haben will, Das muss doch endlich kommen Zu seinem Zweck und Ziel.
Hoff, o du arme Seele, Hoff, und sei unverzagt; Gott wird dich aus der Höhle, Da dich der Kummer jagt, Mit grossen Gnaden rücken; Erwarte nur der Zeit, So wirst du schon erblicken Die Sonn der schönsten Freud.
Auf, auf, gieb deinem Schmerze Und Sorgen gute Nacht; Lass fahren, was das Herze Betrübt und traurig macht: Bist du doch nicht Regente; Der Alles führen soll, Gott sitzt im Regimente, Und führet Alles wohl.
Ihn, Ihn lass thun und walten, Er ist ein weiser Fürst, Und wird sich so verhalten, Dass du dich wundern wirst, Wenn Er, wie Ihm gebühret, Mit wunderbarem Rath Die Sach hinausgeführet, Die dich bekümmert hat.
Er wird zwar eine Weile Mit seinem Trost verziehn, Und thun an seinem Theile, Als hätt in seinem Sinn Er deiner sich begeben; Und sollst du für und für In Angst und Nöthen schweben, So frag Er nichts nach dir.
Wirds aber sich befinden, Dass du Ihm treu verbleibst, So wird Er dich entbinden, Da du’s am mindsten gläubst: Er wird dein Herze lösen Von der so schweren Last, Die du zu keinem Bösen Bisher getragen hast.
Wohl dir, du Kind der Treue, Du hast und trägst davon Mit Ruhm und Dankgeschreie Den Sieg und Ehrenkron. Gott giebt dir selbst die Palmen In deine rechte Hand, Und du singst Freudenpsalmen Dem, Der dein Leid gewandt.
* * *
Mach End, o Herr, mach Ende An aller unsrer Noth; Stärk unsre Füss und Hände, Und lass bis in den Tod Uns allzeit deiner Pflege Und Treu empfohlen sein, So gehen unsre Wege Gewiss zum Himmel ein.
Paul Gerhard.
1606-1676.
The Trusting Heart.
Commit thy way unto the Lord, and put thy trust in Him, and He shall bring it to pass.
Ps. xxxvii. 5.
To God thy way commending, Trust Him Whose Arm of might, The heavenly circles bending, Guides every star aright: The winds, and clouds, and lightning By His sure Hand are led; And He will, dark shades brightening, Shew thee what path to tread.
Trust God, His time awaiting, If thou wilt have success; Work, His Work contemplating, That He thy work may bless: Whate’er is worth thy getting By prayer thou shalt obtain, And not by anxious fretting, Or self-inflicted pain.
Thy love, O Father, gloweth With zeal for mortals’ good, And what is hurtful knoweth To human flesh and blood: Our future Thou foreseèst, And, through Thy strong Right Hand, The counsel Thou decreèst Shall ever firmly stand.
Resources rich possessing, That love still finds a way, Thy every act a blessing, Thy pathway cloudless day; In one unbroken tissue, Which no let e’er withstood, It brings to happy issue Plans for Thy children’s good.
Although to make God falter The powers of hell combine, One jot they cannot alter Of His all-wise design: All projects and volition Of His eternal Mind, Despite all opposition, Their due fulfilment find.
No more then droop and languish, Thou sorrow-stricken soul; E’en from the depths of anguish, Whose billows o’er thee roll, Thy Father’s Hand shall draw thee: In hope and patience stay, And joy will soon shed o’er thee An ever brightening ray.
All faithless murmurs leaving, Bid them a last good-night, No more thy vexed soul grieving, Because things seem not right: Wisely His Sceptre wielding, God sits in regal state, No power to mortals yielding, Events to regulate.
Trust with a faith untiring In thine Omniscient King, And thou shalt see admiring What He to light will bring: Of all thy griefs the reason Shall at the last appear; Why now denied a season, Will shine in letters clear.
Awhile, perchance to try thee, He seems to hear thee not, All comfort to deny thee, As if thou wert forgot; As though He disregarded Thy bitter cry and moan, His care for thee discarded, And left thee quite alone.
But if all ills thou brookest, With constant faith and love, When least for help thou lookest, Thy cross He will remove: At last, compassion taking On thine estate forlorn, Will ease the woe heart-breaking Which thou hast meekly borne.
Then raise thine eyes to heaven, Thou who canst trust His frown; Thence shall thy meed be given, The chaplet and the crown: Then God the palm victorious In thy right hand shall plant, Whilst thou, in accents glorious, Melodious hymns shalt chant.
* * *
End, if Thou wilt, our sorrow, And our probation close; Till then, we fain would borrow Strength to support life’s woes: To Thee our way commending, Whose Wisdom orders best, We tread the pathway tending To heaven’s eternal rest.
Lied an dem Treuen Hirte.
Ich bin ein verirrt und verloren Schaf: Suche, Herr, deinen Knecht,
Guter hirte, willst du nicht deines schäfleins dich erbarmen, und mich nach der hirtenpflicht tragen heim auf deinen armen? willst du mich nicht aus der qual holen in den freudensaal?
schau wie ich verirret bin auf der wüste dieser erden: komm und bringe mich doch hin zu den schafen deiner heerden: führ mich zu den lämmern ein, welche labt dein gottesschein.
mich verlangt, dich mit der schaar die dich loben anzuschauen, die da weiden ohn gefahr auf den selgen himmelsauen; die nicht in der furcht mehr stehn, und nicht können irre gehn.
denn ich bin hier sehr bedrängt, muss in steten sorgen leben, weil die feinde mich umschränkt, und mit list und macht umgeben, dass ich armes schäfelein keinen blick kann sicher sein.
O Herr Jesu, lass mich nicht In der Wölfe Rachen kommen; Hilf mir nach der Hirten Pflicht, Dass ich ihnen werd entnommen: Hole mich, dein Schäfelein, Zu den ewgen Hütten ein.
Johann Angelus.
1624-1677.
Hymn to the Good Shepherd.
I have gone astray like a sheep that is lost; Lord, seek Thy servant
Ps. cxix. 176.
Wilt Thou not, my Shepherd true, Spare Thy sheep, in mercy spare me? Wilt Thou not, as shepherds do, In Thine arms rejoicing bear me; Bear me where all troubles cease, Home to folds of joy and peace?
See, on earth’s wide desert way How my truant steps mislead me; Bring me back, no more to stray, In Thine own green pastures feed me. Gather me within the fold, Where Thy lambs Thy light behold.
With Thy flock I long to be, With the flock to whom ’tis given Safe to feed, and, praising Thee, Roam the happy plains of heaven: Free from fear of sinful stain, They can never stray again.
Lord! I here am fore beset, Fears at every step confound me; Lo! my foes have spread their net, And with craft and might surround me: Such their snares on every side, Safe Thy sheep can ne’er abide.
Jesus, Lord! my Shepherd true, Oh from wolves Thy sheep deliver; Help, as shepherds wont to do, From their jaws preserve me ever: Bid Thy trembling wanderer come To his everlasting home.
Christus unser Licht.
Alsdann werden der Blinden Augen aufgethan werden.
Was Du vor tausend Jahren, Mein Heiland, hast gethan, Lässt Du noch jetzt erfahren Die so Dir gläubig nahn. So wie den armen Blinden, Nach deines Worts Bericht, Liess’st Du mich Gnade finden, Und gabst mir Freud und Licht.
Betrübt sass ich am Wege, Tiefblind in meinem Geist, Sehnsucht im Herzen rege, Doch Wehmuth allermeist: Die Psalmen hört ich singen, Die Palmen fühlt ich wehn, Die Dir die Gläubgen bringen, Und konnte Dich nicht sehn.
Zu gross wards mit dem Schmerze, Zu drückend ward die Pein, Da fasst ich mir ein Herze, Hub an nach dir zu schrein; Sohn Davids, rette, heile, Wie Du’s verheissen hast; O liebster Jesu, eile, Nimm von mir Nacht und Last.
Und immer heisser weinend, Mit immer lauterm Wort, Stets mehr mein Herz entsteinend, Fuhr ich zu rufen fort. Da ward mein Aengsten minder, Da sagte was zu mir: Getrost, du armer Blinder, Getrost, Er rufet dir!
Du standst, ich fühlt es, stille, Ich wankte zu Dir hin; Abfiel mein eigner Wille, Verändert war der Sinn. Du sprachst: Was willst du haben? O Herr, ich möchte sehn, An deinem Blick mich laben. Du sprachst: Es soll geschehn!
Und was Du hast gesprochen, Das fehlt ja nimmer nicht; Mein Zagen ward gebrochen: Und meiner Seele Licht. Du giebst mir deinen Segen; Frei von der alten Schmach, Folg ich auf deinen Wegen, Dir, Herr, in Freuden nach.
Friedrich Freiherr de la Motte Fouqué.
1777-1843.
Christ our Light.
Then shall the eyes of the blind be opened.
Isa. xxxv. 5.
A thousand years have fleeted, And, Saviour, still we see Thy deed of love repeated, On all who come to Thee. As he who sat benighted, Afflicted, poor, and blind, So now, Thy word is plighted, Joy, light, and peace I find.
Dark gloom my spirit filling, Beside the way I sat; Desire my heart was thrilling, But anguish more than that: To me no ray was granted, Although I heard the psalms The faithful sweetly chanted, And felt the waving palms.
With grief my heart was aching, O’erwhelming were my woes, Till, heavenborn courage taking, To Thee my cry arose: “O David’s Son! relieve me, My bitter anguish quell; Thy promised succour give me, And this dark night dispel.”
With tears that fast were flowing, I sought Thee through the crowd, My heart more tender growing, Until I wept aloud: Oh! then my grief diminished, For then they cried to me, “Blind man, thy woe is finished, Arise, He calleth thee.”
I came with steps that faltered, Thy course I felt Thee check; Then straight my mind was altered, And bowed my stubborn neck: Thou saidst, “What art thou seeking?” “O Lord! that I might see.” Oh! then I heard Thee speaking; “Believe, and it shall be.”
Our hope, Lord, faileth never, When Thou Thy word dost plight; My fears then ceased for ever, And all my soul was light. Thou gavest me Thy blessing; From former guilt set free, Now heavenly joy possessing, O Lord! I follow Thee.
Des Sieges Krone.
Sei getreu bis in den Tod: So will Ich dir die Krone des Lebens geben.
Steil und dornig ist der Pfad Welcher zur Vollendung leitet; Selig ist, wer ihn betrat, Und als Streiter Jesu streitet: Selig, wer den Lauf vollbringt, Siegend sich zu Jesu schwingt.
Ueberschwenglich ist der Lohn Der bis in den Tod Getreuen, Die der Lust der Welt entflohn, Ihrem Heiland ganz sich weihen, Deren Hoffnung unverrückt Nach der Siegeskrone blickt.
Den am Kreuz wir bluten sehn, Er hat uns den Lohn errungen, Und zu seines Himmels Höhn Sich vom Staub emporgeschwungen: Sieger in des Todes Nacht, Sprach Er selbst: Es ist vollbracht!
Zeuch, o Herr, uns hin zu Dir, Zeuch uns nach, die Schaar der Streiter: Sturm und Nacht umfängt uns hier, Droben ist es still und heiter; Jenseits, hinter Grab und Tod, Stralt des Lebens Morgenroth.
Auf dann, Mitgenossen, geht Muthig durch die kurze Wüste: Seht auf Jesum, wacht und fleht, Dass Gott selbst zum Kampf euch rüste: * * * Der in Schwachen mächtig ist, Gieb uns Sieg durch Jesum Christ.
Samuel Gottlieb Bürde.
1753-1794.
The Crown of Victory.
Be thou faithful unto death, and I will give thee a crown of life.
Rev. ii. 10.
Steep and thorny is the way, Straight to heaven our home ascending; Happy he who every day Walks therein, for Christ contending; Happy when, his journey o’er, Conqueror he to Christ shall soar.
Great shall be his recompense, True to death on God who waited, Who renounced the joys of sense, To his Saviour consecrated; Who has gazed with steadfast eye On the crown of victory.
On the Cross our dying Lord Bled for man who had offended, Purchased us the great reward, Then from earth to heaven ascended: Victor e’en in death, He said, “Father! it is finishèd.”
May we soon approach Thee near, We who long on earth have striven! Storms and night surround us here, Bright and peaceful ’tis in heaven: Death may strike, and graves may yawn, Yonder beams life’s endless dawn.
On then, comrades, wend your way, Let not life’s drear waste alarm you; Look to Jesus, watch and pray ’Gainst the fight that God would arm you. * * * God, Who strong the weak canst make, Victory give for Jesus’ sake.
Des Christen Gebet. I.
Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
Ein reines Herz, Herr, schaff in mir, Schleuss zu der Sünden Thor und Thür, Vertreibe sie, und lass nicht zu, Dass sie in meinem Herzen ruh.
Dir öffn ich, Jesu, meine Thür, Ach komm und wohne Du bei mir, Treib all Unreinigkeit hinaus Aus deinem Tempel und Wohnhaus.
Lass deines guten Geistes Licht Und dein hellglänzend Angesicht Erleuchten mein Herz und Gemüth, O Brunnquell unerschöpfter Güt.
Und mache denn mein Herz zugleich An Himmelsgut und Segen reich; Gieb Weisheit, Stärke, Rath, Verstand, Aus deiner milden Gnadenhand.
So will ich deines Namens Ruhm Ausbreiten als dein Eigenthum, Und dieses achten für Gewinn, Wenn ich nur Dir ergeben bin.
Heinrich Georg Neuss.
1664-1716.
The Christian’s Prayer. I.
Blessed are the pure in heart: for they shall see God.
St. Mat. v. 8.
A new and contrite heart create In me, Thou God compassionate: Shut close the gate, and keep the door, That sin may enter in no more.
To Thee my soul I open wide, Come, Jesu! and therein abide, And from Thy temple, Lord, my heart, Bid all unrighteousness depart.
Oh! let Thy Holy Spirit’s light, And Thine own heavenly radiance bright, O’erflow my spirit like a flood, Eternal Source of every good!
Thus to my cleansed and contrite heart Thy heavenly riches, Lord, impart; And let Thy Wisdom, Truth, and Grace Take root within the barren place.
Then shall I tell in grateful song The praises that to Thee belong; And while I live, my joy shall be To consecrate myself to Thee.
Des Christen Gebet. II.
Alle gute Gabe, und alle vollkommene Gabe, Kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts.
O Gott, Du frommer Gott, Du Brunnquell guter Gaben, Ohn Den nichts ist was ist, Von Dem wir alles haben: Gesunden Leib gieb mir, Und dass in solchem Leib Ein unverletzte Seel Und rein Gewissen bleib.
Gieb, dass ich thu mit Fleiss Was mir zu thun gebühret, Wozu mich dein Befehl In meinem Stande führet; Gieb, das ichs thue bald, Zu der Zeit da ich soll; Und wann ichs thu, so gieb Dass es gerathe wohl.
Hilf, dass ich rede stets Womit ich kann bestehen; Lass kein unnützlich Wort Aus meinem Munde gehen; Und wenn in meinem Amt Ich reden soll und muss, So gieb den Worten Kraft Und Nachdruck ohn Verdruss.
Findt sich Gefährlichkeit, So lass mich nicht verzagen; Gieb einen Heldenmuth, Das Kreuz hilf selber tragen: Gieb dass ich meinen Feind Mit Sanftmuth überwind, Und wenn ich Rath bedarf, Auch guten Rath erfind.
Lass mich mit Jedermann In Fried und Freundschaft leben, So weit es christlich ist: Willst Du mir etwas geben An Reichthum, Gut und Geld, So gieb auch diess dabei, Dass von unrechtem Gut Nichts untermenget sei.
Soll ich auf dieser Welt Mein Leben höher bringen, Durch manchen sauren Tritt Hindurch ins Alter dringen; So gieb Geduld, vor Sünd Und Schanden mich bewahr, Auf dass ich tragen mag Mit Ehren graues Haar.
Las mich an meinem End Auf Christi Tod abscheiden; Die Seele nimm zu Dir Hinauf zu deinen Freuden; Dem Leib ein Räumlein gönn Bei seiner Aeltern Grab, Auf dass er seine Ruh An ihrer Seiten hab.
Wenn Du die Todten wirst An jenem Tag erwecken, So thu auch deine Hand Zu meinem Grab ausstrecken: Lass hören deine Stimm, Und meinen Leib weck auf; Und führ ihn schön verklärt Zum auserwählten Hauf.
Johann Heermann.
1585-1647.
The Christian’s Prayer. II.
Every good gift and every perfect gift is from above, and cometh down from the Father of Lights.
St. James, i. 17.
Thou good and gracious God, Whose care to all extendeth, On Whose Almighty Will Creation all dependeth; These my petitions grant, Within a body found A conscience uncorrupt, A soul without a wound.
Make me with zeal pursue My rightful occupation, Do all as unto Thee, And as becomes my station; With promptness make me act, And at the time most fit, And when the act is done, Then bless and prosper it.
O let me never speak What bounds of truth exceedeth, But watch that no vain word From out my mouth proceedeth; And when, if need must be, I speak at duty’s call, Grant that without offence My words with force may fall.
In danger’s threatening hour, Let me not flee despairing, But, fighting faith’s good fight, My Saviour’s standard bearing, Let me with deeds of love Turn fiercest foe to friend, And when in doubt I stand, Do Thou Thy counsel lend.
Make me, as Thou hast taught, Love Christians all as brothers, And, far as Christian ought, Live peaceably with others. Should worldly ease or wealth E’er be my prosperous lot, Let not therein be found Riches unjustly got.
If Thou my term of days In feeble old age lengthen, And, with increasing years, If griefs and troubles strengthen, Give patience, faith, and love, Unmurmuring all to bear, And let no spot of sin Disgrace my hoary hair.
Let me in my last hour Find joy and peace in dying, My only hope and trust On Jesus’ Death relying; Then let my soul ascend To Thee in regions blest, And by my parents’ side My wearied body rest.
And when the last Great Day Each secret thing revealeth, Lord, let it be Thy Hand Which then my grave unsealeth; And let me hear Thy Voice Bid me awake, arise! And join Thy chosen saints, All glorious in the skies.
Des Kranken Morgenlied.
Ich bin der Herr dein Gott, der deine rechte Hand stärket, und zu dir spricht: Fürchte dich nicht, Ich helfe dir.
Nun tret ich wieder aus der Ruh, Und geh dem sauern Tage zu, Wie mir ist auferleget: Nicht weiss ich, was für neue Plag Mir heute noch begegnen mag; Doch weiss ich, dass mich träget Mein frommer Gott in seiner Hut, Dass mir die Last nicht Schaden thut.
Zwar meine Bürd ist täglich neu, Doch ist mein Gott auch täglich treu, Der träget meine Sorgen; Vor Abends Keiner recht vernimmt, Was ihm den Tag all ist bestimmt: Es bahnt ein jeder Morgen Mir einen frischen Weg zur Pein, Der kann mit Gott erstiegen sein.
Weil ich denn das versichert bin, Was trauerst du, verzagter Sinn, Die Bürd auf dich zu legen? Trag was du kannst, Gott träget mit, Der Herr der Welt, Der strauchelt nicht, Bei Ihm ist lauter Segen; Mit Ihm geh ich stets frisch daran, Und scheue nicht die Leidensbahn.
So ist getrost mein frischer Muth, Wenn ich mich in des Höchsten Gut Kann eingeschlossen sehen; Doch das ich des versichert sei, Muss ich von Sünden leben frei, Und Gottes Wege gehen: Mein Gott geht nimmer meinen Steg, Wo ich nicht wandle seinen Weg.
Drum, liebster Gott, leit meinen Fuss, Dass ich Dir folg in wahrer Buss, Und läutre mich von Sünden; So kann ich, als ein kühner Held, Bestreiten diese böse Welt, Mit Dir sie überwinden: So tret ich muthig an den Tag, Und scheue nicht, was kommen mag.
Ich leg auf Dich, mein Gott und Herr, Was mir zu tragen wird zu schwer, Die Last, die mich gebogen: Ich lege meine Würd und Stand In deine grosse Allmachtshand, Die Du mir nie entzogen: Mit der hast Du von Jugend auf Geleitet meinen Lebenslauf.
Ich leg in deinen Schooss hinein Die meine Blutsverwandten sein, Da sind sie wohl beschlossen: Ich lege meine arme Seel In Jesu sichre Wundenhöhl, Du wirst sie nicht verstossen, Wenn sie vom Leibe scheidt der Tod: Ich leg mich ganz in Dich, mein Gott.
Anton Ulrich
, Duke of Brunswick. 1633-1714.
The Invalid’s Morning Hymn.
I, the Lord thy God, will hold thy right hand, saying unto thee, Fear not, I will help thee.
Isaiah, xli. 13.
From blest, unconscious sleep I wake again, To sense of cheerless days and wearing pain, My sad, appointed lot; I know not if to-day my righteous God Will add fresh strokes of His chastising rod, Yet be it so or not, His love will guard me with its watchful care, And keep me safe beneath the cross I bear.
Though every morning bring some burden new, My heavenly Father every day is true, Who all my sorrow feels; No man before the evening’s close can say What unforeseen event shall mark the day, Which time alone reveals: Each day may open some new path of pain, Yet God will in that path my feet sustain.
Then why, faint heart, dost thou still hesitate, Appalled and frightened at the burden’s weight Upon thy shoulder laid? Grasp it more firmly, and the Lord of all, Who ne’er was known to stumble or to fall, Thy staggering steps will aid: Cheered by this thought, thou shalt no longer dread The dreary way of that rough road to tread.
Fain would I take this comfort to my heart. Could I but feel secure that I have part In His almighty love; Which blessed hope no flattering view can give, Unless a life of holiness I live, A saving faith to prove; For if I walk not closely with my God, I cannot lean on His supporting rod.
Now truly contrite, in Thy way direct Make me henceforth to walk more circumspect, And cleanse me from my sin; Then, strengthened by Thy saving Arm of might, I ’gainst this evil world shall bravely fight, And shall the battle win: With this conviction I my road pursue, Regardless what each turn may bring to view.
I lay on Thee, my God and Saviour blest, The weight which has my failing strength opprest, Too ponderous to endure; My worldly state with trusting faith I place In Thine o’er-ruling Hand, throughout my race My tried support and sure, Which, from my youth, has never failed to guide The changeful course of life’s eventful tide.
Allies and kindred now, and cherished friends, To kind, protecting love my prayer commends Of Thy paternal Heart; To that safe refuge of Christ’s wounded Side I trust my soul, its frailties there to hide, When soul and body part, And from this suffering frame at length set free, I lay myself, O God, at rest on Thee.
Trost des Traurenden.
Unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige und über alle Maasse wichtige Herrlichkeit.
Wem in Leidenstagen Aller Trost steht fern, Der vertrau sein Klagen Seinem Gott und Herrn.
Er blickt in die Kammer, Wo der Dulder weint, Wenn in seinem Jammer Er verlassen scheint.
Gott bleibt nicht verborgen Was dich trübt und quält; Er kennt deine Sorgen Und weiss was dir fehlt.
Richte deine Blicke Nach Ihm himmelwärts, Wenn im Missgeschicke Zagend ist dein Herz.
Auch dir wird Er lindern Dein verborgnes Leid, Der stets seinen Kindern Helfen ist bereit.
Alle deine Leiden Sind des Trosts nicht werth, Nicht der süssen Freuden, Die dein Herz erfährt,
Wenn Er mit Erbarmen An sein Herz dich drückt, Und in seinen Armen Für dein Leid erquickt.
Heinrich Siegmund Oswald.
1793.
The Mourner’s Consolation.
Our light affliction, which is but for a moment, worketh for us a far more exceeding and eternal weight of glory.
2 Cor. iv. 17.
Oh! let him whose sorrow No relief can find, Trust in God, and borrow Ease for heart and mind.
Where the mourner weeping Sheds the secret tear, God His watch is keeping, Though none else be near.
God will never leave thee, All thy wants He knows, Feels the pains that grieve thee, Sees thy cares and woes.
Raise thine eyes to heaven When thy spirits quail, When, by tempests driven, Heart and courage fail.
When in grief you languish, He will dry the tear, Who His children’s anguish Soothes with succour near.
All thy woe and sadness In this world below, Balance not the gladness Thou in heaven shalt know,
When thy gracious Saviour, In the realms above, Crowns thee with His favour, Fills thee with His love.
Der Leidensweg.
Welchen der Herr lieb hat, den züchtiget Er; Er stäupet aber einen jeglichen Sohn den Er aufnimmt.
Gott, Den ich als Liebe kenne, Der Du Krankheit auf mich legst, Und des Leidens Gluth erregst, Dass ich davon stöhn und brenne: Brenne doch das Böse ab, Das den Geist bisher gehindert, Das der Liebe Regung mindert, Die ich öfters von Dir hab.
In der Schwachheit sei Du kräftig, In den Schmerzen sei mir süss; Schaffe, dass ich Dich geniess, Wenn die Krankheit streng und heftig: Denn was jetzt den Leib bewegt, Was mein Fleisch und Mark verzehret, Was den Körper jetzt beschweret, Hat die Liebe selbst erregt.
Leiden ist jetzt mein Geschäfte; Anders kann ich jetzt nicht thun, Als nur in dem Leiden ruhn: Leiden müssen meine Kräfte, Leiden ist jetzt mein Gewinnst; Das ist jetzt des Vaters Wille, Den verehr ich sanft und stille, Leiden ist mein Gottesdienst.
Gott, ich nehms aus deinen Händen Als ein Liebeszeichen an, Denn in solcher Leidensbahn Willst Du meinen Geist vollenden: Auch die Labung, die man mir Zu des Leibes Nothdurft giebt, Kommt von Dir, Der mich geliebet, Alles kommt, mein Gott, von Dir.
Lass nur nicht den Geist ermüden Bei des Leibes Mattigkeit, Dass er sich zu aller Zeit In Dich senk in Lieb und Frieden: Lass des Leibes Angst und Schmerz Nicht der Seelen Auffahrt hindern Und die Ruhe in mir mindern; Unterstütze Du das Herz.
Hilf mir, dass ich ganz bescheiden Und mit aller Freudigkeit, Ruhe und Gelassenheit, Mög auf meinem Bette leiden: Denn wer so am Fleische leidt, Wird gereinigt von den Sünden, Und durch schmerzliches Empfinden Nur an seinem Geist erneut.
Dir empfehl ich nun mein Leben, Und dem Kreuze meinen Leib; Gieb, dass ich mit Freuden bleib An Dich völlig übergeben: Denn so weiss ich festiglich, Ich mag leben oder sterben, Dass ich nicht mehr kann verderben; Denn die Liebe reinigt mich.
Christian Friedrich Richter.
1676-1711.
The Path of Grief.
Whom the Lord loveth He chasteneth, and scourgeth every son whom He receiveth.
Hebrews, xii. 6.
O God, Whose attributes shine forth in turn, To me conspicuous as a God of Love, Since with weak health Thou dost my patience prove, And kindlest fires of grief that fiercely burn; Burn in the furnace of affliction’s fire All that has been a hindrance and a let, When, through Thy grace, my heart was fully set To serve Thee as Thy righteous laws require.
In hours of weakness, O be Thou my Strength! My Source of comfort, when by anguish tried; And let thy joy within my breast abide, Through agonizing days of tedious length: What though incessant pain through weary hours My flesh and bones in constant torture keep, Though ceaseless throbbings bar my eyes from sleep, ’Tis love that on my head its blessing showers.
My sole employment now the whole day long, The only talk my time to occupy, Is still in meek submission here to lie; To suffer weakness makes me grow more strong, To suffer loss of health is greatest gain; Reposing in my heavenly Father’s Will, In silent adoration I lie still; My only service is to suffer pain.
As token, Lord, of thy great love I take The pains I suffer, calm in this belief, That thou dost purpose through my path of grief My soul more perfect in thy sight to make: The tender watchful care of nursing friends, With kind attempts my suffering to relieve, As from thy gracious Hand I will receive, Since ’tis thy love the welcome succour sends.
Let not my soul halt in its heavenward race, By weakness of this woe-worn frame opprest; But let it evermore find peace and rest In Thee, O Lord, and thy refreshing grace: Then shall no constant ache, or sudden smart Impede my spirit in its upward flight, Or my repose and inward comfort blight; O be Thou still the Stay of my poor heart!
So long as Thou seest fit my faith to try, Let me with firm, serene, and tranquil mind, Entirely to thy Holy Will resigned, Unmurmuring on my bed of sickness lie; Since it is through the offending body’s pains, The groaning spirit is made white and tried, And from that human frailty purified, Which with each tenant of the earth remains.
My span of days to Thee I dedicate, Content to bear with Thee the blessed Cross; Let me, through joy and grief, in gain or loss, With trusting heart commit to Thee my fate: I fear no ill, of this conviction sure, That whether my sad journey’s end be near, Or long in weakness I must linger here, Love works my good by all that I endure.
Kindliches Gemüthe.
Es sey denn, dass ihr euch umkehret, und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen.
O liebe Seele, könntst du werden Ein kleines Kindchen noch auf Erden, Ich weiss gewiss, es käm noch hier Gott und sein Paradies zu dir.
Ein Kind kann nicht an Gold noch Schätzen, Noch Pracht der Reden sich ergötzen: Man mach es arm, man mach es reich, Es gilt ihm Alles eben gleich.
Der Menschen Ansehn gilt ihm wenig, Es fürchtet weder Fürst noch König: O Wunder, und ein Kind ist doch So arm, so schwach, so kleine noch!
Es kennet kein verstelltes Wesen, Man kanns aus seinen Augen lesen: Es thut einfältig was es thut, Und denkt von Andern nichts als gut.
Mit Forschen und mit vielem Denken Kann sich ein Kind das Haupt nicht kränken: Es lebt in süsser Einfalt so Im Gegenwärtigen ganz froh.
Ein Kindchen kann allein nicht stehen, Geschweige, dass es weit sollt gehen; Es hält die liebe Mutter fest, Und so sich führn und tragen lässt.
Ein Kindchen kann nicht überlegen, Es lässt sich heben, tragen, legen, Denkt nicht an Schaden und Gefahr, Es bleibt nur überlassen gar.
Ein Kind weiss nichts von fremden Sachen; Was Andre thun, was Andre machen, Was ihm vor Augen wird gethan, Schaut es in stiller Unschuld an.
Sein liebstes Werk und höchst Vergnügen Ist in der Mutter Armen liegen, Sie anzusehen spät und früh, Und zärtlich zu umarmen sie.
O süsse Unschuld, Kinderwesen! Die Weisheit hab ich mir erlesen, Wer dich besitzt ist hoch gelehrt Und in des Höchsten Augen werth.
O Kindheit, die Gott selber liebet, Die Jesu Geist alleine giebet, Wie sehnet sich mein Herz nach Dir! O Jesu, bilde Dich in mir!
O Jesu, lass mich doch auf Erden Ein solch unschuldges Kindlein werden; Ich weiss gewiss, so kommt schon hier Gott und sein Paradies zu mir.
Gerhard Tersteegen.
1697-1769.
Childlike Temper.
Except ye be converted, and become as little children, ye shall not enter into the kingdom of heaven.
St. Matt. xviii. 3.
Soul, while on earth thou still remainest, If thou a childlike frame retainest, With thee, e’en here, I know full well, God and His Paradise will dwell.
A child does not in gold or treasure, Or dazzling pomp of words take pleasure; For whether he be poor or rich Is one to him, he cares not which.
He holds not men in admiration; Nor prince, nor king, nor lofty station Can e’er a little child appal, Yet is he poor, and weak, and small.
Still in his eyes his soul revealing, He dreams not, knows not of concealing; Does all he does with single mind, And thinks of others what is kind.
No anxious thoughts his bosom vexing, No fond conceits his head perplexing, In sweet simplicity he lives, Happy in what the present gives.
A child can not go any distance, Nay, can not stand without assistance; He holds his mother closely pressed, And lets her lead where she sees best.
No projects in his mind combining, To others’ arms his fate resigning, He fears not mischief may befall, But passively submits to all.
No care on others’ things bestowing, Of others’ actions nothing knowing, Whate’er before his eyes is done, In innocence he still looks on.
All day ’tis his beloved employment, From morn till eve his chief enjoyment, To gaze upon his mother’s face, Or cling to her with fond embrace.
O Innocence! sweet child’s existence! This have I learnt through God’s assistance— He who possesses thee is wise, And valued in th’ Almighty’s eyes.
O childhood! well-beloved of heaven! Whose mind by Christ alone is given, How longs my heart to feel like thee! O Jesu! form Thyself in me.
Lord, let me, while on earth remaining, Thus live, a childlike frame retaining; Then with me here, I know full well, God and His Paradise will dwell.
Lied an dem Gott der Liebe.
Darinnen stehet die Liebe: nicht das wir Gott geliebet haben, sondern dass Er uns geliebet hat.
Liebe, die Du mich zum Bilde Deiner Gottheit hast gemacht, Liebe, die Du mich so milde Nach dem Fall hast wiederbracht, Liebe, Dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich.
Liebe, die Du mich erkoren, Eh als ich geschaffen war, Liebe, die Du Mensch geboren Und mir gleich wardst ganz und gar, Liebe, Dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich.
Liebe, die für mich gelitten Und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten Ewge Lust und Seligkeit, Liebe, Dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich.
Liebe, die Du Kunst und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort, Liebe, die sich blos ergeben Mir zum Heil und Seelenhort, Liebe, Dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich.
Liebe, die mich hat gebunden An ihr Joch mit Leib und Sinn, Liebe, die mich überwunden Und mein Herze hat dahin, Liebe, Dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich.
Liebe, die mich ewig liebet, Die für meine Seele litt, Liebe, die das Lösgeld giebet Und mich kräftiglich vertritt, Liebe, Dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich.
Liebe, die mich wird erwecken Aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die mich wird umstecken Mit dem Laub der Herrlichkeit, Liebe, Dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich.
Johann Angelus.
1624-1677.
Hymn to the God of Love.
Herein is Love, not that we loved God, but that He loved us.
1 St. John, iv. 10.
Love, Who in the first beginning Man in thine own likeness made; Love, Who, when we fell by sinning, Raised us up no more afraid; Henceforth I myself resign, Love, to be for ever thine.
Love, Who once, thy grace bestowing, Chose me ere life’s breath I drew; Love, Who once, thy mercy showing, Took my form and nature too; Henceforth I myself resign, Love, to be for ever thine.
Love, Who here on earth endurest Human sorrow, toil, and pain; Love, Who by thy death procuredst Joy to me and endless gain; Henceforth I myself resign, Love, to be for ever thine.
Love, Who by thy Word and Spirit Life and light to me revealed; Love, Who ’gainst the wrath I merit Art my soul’s protecting shield; Henceforth I myself resign, Love, to be for ever thine.
Love, to Whom my will submitted, When I took thine easy yoke; Love, to Whom my heart was knitted, When thy love its love awoke; Henceforth I myself resign, Love, to be for ever thine.
Love, Whose wondrous love eternal Thee my willing Ransom made; Love, Who at the throne supernal Pleadest now that Ransom paid; Henceforth I myself resign, Love, to be for ever thine.
Love, Who wilt to heaven’s bright story Raise me from my sleep profound; Love, Who with the Crown of Glory Wilt at length my head surround; Henceforth I myself resign, Love, to be for ever thine.
Das Zerknirschte Herz.
Bekehre Du mich, so werde ich bekehret.
Ich will von meiner Missethat Zum Herren mich bekehren: Du wollest selbst mir Hülf und Rath Hiezu, o Gott, bescheren, Und deines guten Geistes Kraft, Der neue Herzen in uns schafft, Aus Gnaden mir gewähren.
Der Mensch kann von Natur doch nicht Sein Elend selbst empfinden; Er ist ohn deines Geistes Licht Blind, taub und todt in Sünden: Verkehret ist Sinn, Will und Thun, Des grossen Jammers wollst Du nun, O Vater, mich entbinden.
Herr, klopf in Gnaden bei mir an Und führ mir wohl zu Sinnen Was Böses ich vor Dir gethan; Du kannst mein Herz gewinnen, Dass ich aus Kummer und Beschwer Lass über meine Wangen her Viel heisse Thränen rinnen.
Wie hast Du doch auf mich gewandt Den Reichthum deiner Gnaden! Mein Leben dank ich deiner Hand. Du hast mich überladen Mit manchem Gut, nebst Kleid und Brod; Du machst, dass mir noch keine Noth Bisher hat können schaden.
Du hast in Christo mich erwählt Tief aus der Höllen Fluthen; Es hat mir sonst auch nicht gefehlt An irgend einem Guten; Zuweilen bin ich auch dabei, Dass ich nicht sicher leb und frei, Gestäupt mit Vaterruthen.
Hab ich denn nun auch gegen Dir Gehorsams mich beflissen? Ach nein, ein anders saget mir Mein Herz und mein Gewissen: Darin ist leider nichts gesund, An allen Orten ist es wund Vom Sündenwurm gebissen.
Die Thorheit meiner jungen Jahr Und alle schnöde Sachen Verklagen mich zu offenbar; Was soll ich Armer machen? Sie stellen, Herr, mir vors Gesicht Dein unerträglich Zorngericht, Der Höllen offnen Rachen.
Bisher hab ich in Sicherheit Fast unbesorgt geschlafen, Gedacht, es hat noch lange Zeit, Gott pflegt nicht bald zu strafen, Er fähret nicht mit unsrer Schuld So strenge fort, Er hat Geduld, Der Hirte mit den Schafen.
Diess alles jetzt zugleich erwacht, Mein Herz will mir zerspringen; Ich sehe deines Donners Macht Und Feuer auf mich dringen: Du regest wider mich zugleich Des Todes und der Höllen Reich, Die wollen mich verschlingen.
Herr Jesu Christ, ich flieh allein Zu deinen tiefen Wunden; Lass mich da eingeschlossen sein Und bleiben alle Stunden: Dir ist ja, o Du Gotteslamm, Der Menschen Sünd am Kreuzesstamm Zu tragen aufgebunden.
Diess stelle deinem Vater für, Dass Er sein Herze lenke Und gnädig wiederkehr zu mir, Nicht meiner Schulden denke: Auf dass Er meine Sündenlast, Die Du auf Dich genommen hast, Ins tiefe Meer versenke.
Hierauf will ich nun jederzeit Mit Ernst und Sorgfalt meiden Der schnöden Lüste Eitelkeit, Und lieber alles leiden, Denn dass ich Sünd mit Willen thu: Ach, Herr, gieb Du stets Kraft dazu, Bis ich von hinnen scheide.
Luise Henriette
, Electress of Brandenburg. 1627-1667.
The Contrite Heart.
Turn Thou me, and I shall be turned.
Jer. xxxi. 18.
With sorrow now for past misdeeds, I turn to Thee, O Lord, Assured the help my conscience needs Thy mercy will afford, And, through thy Spirit, grace instil To cleanse my heart, subdue my will, And make me keep thy Word.
We see not till renewed in mind Our lost and sinful state; As willing captives, deaf, and blind To thy good Spirit’s light, We follow sin’s perfidious law: Father, yet more that veil withdraw Which has obscured my sight.
Speak, Lord, in love’s awakening tone, And make me now recall The wilful acts that I have done, And in thy sight done all: Thou canst my wandering heart reclaim, And cause hot burning tears of shame And penitence to fall.
The riches of thy mercy, Lord, On me have largely flowed; Life, and the joys with which ’tis stored Thou freely hast bestowed; Not only sent me daily bread, But blessings showered upon my head, And fenced from ills my road.
Me Thou hast saved from hell’s dark flood, Through Christ, the living God, And strown with every earthly good The paths which I have trod; My only fear, amidst my bliss, Proofs of a Father’s love to miss, The chastenings of his rod.
Yet in return, should one enquire If I have served Thee well, My heart and conscience both conspire Another tale to tell: In every part the serpent, sin, With deadly fang has eaten in; Remorse I cannot quell.
The sins and follies of my youth In fearful muster pass, With undisguised and naked truth, Before stern memory’s glass: The terrors of thy judgment-seat, And hell’s gulf yawning at my feet, How shall I flee, alas!
I thought, as blindly on I went, Like one who walks in sleep,— Some future day I will repent, God will his mercy keep; Not gladly doth the Lord afflict. He suffereth long, He is not strict, The Shepherd with the sheep.
Now all has burst upon my sight, And I am sore afraid, Lest thunder of thy righteous Might Strike my defenceless head; Through fierceness of thy wrathful cup, Both death and hell Thou stirrest up, With threatening aspect dread.
Lord Jesu Christ, to Thee I flee, In thy deep Wounds to hide; O let my soul’s safe refuge be Thy pierced and gaping side; Since in my stead, Thou Lamb of God, Thou hast endured the chastening rod, And on the Cross hast died.
Thy holy Father’s Throne before, This Ransom, Lord, present; Remembering then my sins no more, His justice will relent, And in the depths of ocean vast Thy self-inflicted load will cast, If truly I repent.
From this time forth will I begin With watchful care to shun The world’s vain paths, and paths of sin, And all risk sooner run, Than trespass with deliberate will: Thy grace sufficient grant me still, Lord, till my course is done.
Himmelan!
Wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftig suchen wir.
Himmelan geht unsre Bahn Wir sind Gäste nur auf Erden, Bis wir dort in Canaan Durch die Wüste kommen werden; Hier ist unser Pilgrimsstand, Droben unser Vaterland.
Himmelan schwing dich, mein Geist, Denn du bist ein himmlisch Wesen, Und kannst das, was irdisch heisst, Nicht zu deinem Zweck erlesen: Ein von Gott erleuchter Sinn Kehrt zu seinem Ursprung hin.
Himmelan! ruft Er mir zu, Wenn ich Ihn im Worte höre; Das weist mir den Ort der Ruh, Wo ich einmal hin gehöre: Wenn mich dieses Wort bewahrt, Halt ich eine Himmelfahrt.
Himmelan denk ich allzeit, Wenn Er mir die Tafel decket, Und mein Geist hier allbereit Eine Kraft des Himmels schmecket: Nach der Kost im Jammerthal Folgt des Lammes Hochzeitmahl.
Himmelan! mein Glaube zeigt Mir das schöne Loos von ferne, Dass mein Herz schon aufwärts steigt Ueber Sonne, Mond und Sterne: Denn ihr Licht ist viel zu klein Gegen jenen Glanz und Schein.
Himmelan wird mich der Tod In die rechte Heimath führen, Da ich über alle Noth Ewig werde triumphiren! Jesus geht mir selbst voran, Dass ich freudig folgen kann.
Himmelan, ach himmelan! Das soll meine Losung bleiben. Ich will allen eiteln Wahn Durch die Himmelslust vertreiben: Himmelan steht nur mein Sinn, Bis ich in dem Himmel bin.
Benjamin Schmolck.
1672-1737.
Heavenward still!
Here have we no continuing city, but we seek one to come.
Heb. xiii. 14.
Heavenward still our pathway tends; Here on earth we are but strangers; Till our road in Canaan ends, Safely passed this wild of dangers, Pilgrims we, a scattered band, Seek above our Fatherland.
Heavenward still my soul ascend! Thou art one of heaven’s creations; Earth can ne’er give aim or end Fit to fill thy aspirations: Turns a heaven-illumined mind Evermore its source to find.
Heavenward still! God’s volume blest, Thus, throughout its sacred pages, Calls me on, and speaks of rest, Rest with Him through endless ages; While my heart that call attends, Still to heaven my path ascends.
Heavenward still my thoughts arise, When His festal board invites me; Then my spirit upward flies, Foretaste then of heaven delights me: When on earth this food has ceased Comes the Lamb’s own Marriage-feast.
Heavenward still my spirit wends, That fair land by faith exploring; Heavenward still my heart ascends, Sun and moon and stars out-soaring; Their faint rays in vain would try Once with light of heaven to vie.
Heavenward still, when life shall close, Death to my true home shall guide me; There, triumphant o’er my woes, Lasting bliss shall God provide me; Christ Himself the way has led, Joyful in His steps I tread.
Still then heavenward! heavenward still! That shall be my watchword ever! Joys of heaven my heart shall fill, Chasing joys that filled it never: Heavenward still my thoughts shall run, Till the gate of heaven is won.
Die gute wahl.
Ich habe gesagt, Herr, das soll mein Erbe seyn, dass ich deine Wege halte.
Nun so will ich denn mein Leben Völlig meinem Gott ergeben; Nun wohlan, es ist geschehn! Sünd, ich will von dir nicht hören, Welt, ich will mich von dir kehren, Ohne je zurück zu sehn.
Hab ich sonst mein Herz getheilet, Hab ich hie und da verweilet, Endlich sei der Schluss gemacht, Meinen Willen ganz zu geben, Meinem Gott allein zu leben, Ihm zu dienen Tag und Nacht.
Herr, ich opfre Dir zur Gabe All mein Liebstes, das ich habe; Schau, ich halte nichts zurück: Schau und prüfe meine Nieren; Solltest Du was Falsches spüren, Nimm es diesen Augenblick.
Ich scheu keine Müh und Schmerzen; Gründlich und von ganzem Herzen Will ich folgen deinem Zug: Kann ich stetig und in Allen Deinen Augen nur gefallen, Ach, so hab ich ewig gnug.
Eines will ich nur betrachten, Und nicht wissen, noch drauf achten, Was sonst draussen mag geschehn: Fremd der Welt und ihren Sorgen Will ich hier, in Dir verborgen, Als ein wahrer Pilger gehn.
Dich allein will ich erwählen; Alle Kräfte meiner Seelen Nimm nur ganz in deine Macht: Ja, ich will mich Dir verschreiben; Lass es ewig feste bleiben, Was ich Dir hab zugesagt.
Gerhard Tersteegen.
1697-1769.
The good choice.
Thou art my portion, O Lord; I have promised to keep Thy law.
Ps. cxix. 57.
Lo! my choice is now decided, Now, with heart no more divided, I devote to God my days; Sin, to thee no more I listen, World, howe’er thy gauds may glisten, I on thee no more will gaze.
Toys my heart away have carried, Here and there I oft have tarried, Now my purpose shall not swerve; All my life to God I tender, To his Will my own surrender, Him both day and night to serve.
Lord, to Thee I yield sincerely All that here I prize most dearly, See, from Thee I nothing keep; Search my reins and heart all over, Shouldest Thou there deceit discover, Root it out, though hidden deep.
No fatigue or pain declining, All my heart to Thee resigning, I will go where Thou dost lead; If my every word and action In Thy sight give satisfaction, Nothing more I then can need.
One thing first and only knowing, Elsewhere not a thought bestowing, Now I quit the paths I trod; Stranger now to worldly pleasure, Here I lay not up my treasure, Hid my life with Christ in God.
This the lot I would inherit; Let my heart, and soul, and spirit In Thy service, Lord, be bowed; Thine henceforth, O blessed Saviour, May I, in my whole behaviour, Practise what my lips have vowed.
Eins ist noth.
Eins ist Noth: Maria hat das gute Theil erwählet.
Eins ist Noth: ach Herr, dies Eine Lehre mich erkennen doch; Alles andre, wies auch scheine, Ist ja nur ein schweres Joch; Darunter das Herze sich naget und plaget, Und dennoch kein wahres Vergnügen erjaget: Erlang ich dies Eine, das alles ersetzt, So werd ich mit Einem in allem ergötzt.
Seele, willst du dieses finden, Suchs bei keiner Creatur; Lass was irdisch ist dahinten, Schwing dich über die Natur; Wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet, Wo alle vollkommene Fülle erscheinet, Da, da ist das beste, nothwendigste Theil, Mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil.
Wie Maria war beflissen Auf des Ewigen Geniess, Da sie sich zu Jesu Füssen Voller Andacht niederliess! Ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören, Was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren; Ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt, Und wurde ihr Alles in Einem geschenkt.
Also ist auch mein Verlangen, Liebster Jesu, nur nach Dir; Lass mich treulich an Dir hangen, Schenke Dich zu eigen mir: Ob viel auch umkehrten zum grössesten Haufen, So will ich Dir dennoch in Liebe nachlaufen: Denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist, Was ist wohl, dass man nicht in Jesu geneusst!
Aller Weisheit höchste Fülle In Dir ja verborgen liegt: Gieb nur, dass sich auch mein Wille Fein in solche Schranken fügt, Worinnen die Demuth und Einfalt regieret, Und mich zu der Weisheit, die himmlisch ist, führet: Ach, wenn ich nur Jesum recht kenne und weiss, So hab ich der Weisheit vollkommenen Preis.
Nichts kann ich vor Gott ja bringen, Als nur Dich, mein höchstes Gut: Jesu, es muss mir gelingen Durch dein rosenfarbnes Blut: Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, Da Du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; Die Kleider des Heils ich da habe erlangt, Worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt.
Nun so gieb, dass meine Seele Auch nach deinem Bild erwacht; Du bist ja, den ich erwähle, Mir zur Heiligung gemacht: Was dienet zum göttlichen Wandel und Leben, Ist in Dir, mein Heiland, mir alles gegeben: Entreisse mich aller vergänglichen Lust, Dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewusst.
Ja, was soll ich mehr verlangen? Mich beschwemmt der Gnaden Fluth: Du bist einmal eingegangen In das Heilge durch dein Blut: Da hast Du die ewge Erlösung erfunden, Dass ich nun der höllischen Herrschaft entbunden: Dein Eingang die völlige Freiheit mir bringt, Im kindlichen Geiste das Abba! nun klingt.
Volles Gnügen, Fried und Freude Jetzo meine Seel ergötzt, Weil auf eine frische Weide Mein Hirt Jesus mich gesetzt: Nichts Süsses kann also mein Herze erlaben, Als wenn ich nur, Jesu, Dich immer soll haben; Nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, Als wenn ich Dich, Jesu, im Glauben erblickt.
Drum auch, Jesu, Du alleine Sollst mein Ein und Alles sein; Prüf, erfahre, wie ichs meine, Tilge allen Heuchelschein: Sieh, ob ich auf bösem, betrüglichen Stege, Und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege; Gieb, dass ich hier alles nur achte für Koth, Und Jesum gewinne: dies Eine ist Noth.
Johann Heinrich Schröder.
1696.
The one thing needful.
But one thing is needful: and Mary hath chosen that good part.
St. Luke, x. 42.
One thing needful! then, Lord Jesus, Keep this one thing in my mind; All beside, though first it please us, Soon a grievous yoke we find: Beneath it the heart is still fretting and striving, No true, lasting happiness ever deriving: The gain of this one thing all loss can requite, And teach me in all things to find some delight.
Soul, wilt thou this one thing find thee? Seek it in no earthly end; Leave all Nature far behind thee, High above the world ascend: For where God and man both in one are united, With God’s perfect fulness the heart is delighted; There, there is the worthiest lot and the best, My one and my all, and my joy, and my rest.
How were Mary’s thoughts devoted Her eternal joy to find, As intent each word she noted, At her Saviour’s feet reclined! How kindled her heart, how devout was its feeling, While hearing the lessons that Christ was revealing; For Jesus all earthly concerns she forgot, And all was repaid in that one happy lot.
Thus my longings, heavenward tending, Jesus, rest alone on Thee; Help me, thus on Thee depending, Saviour! come and dwell in me; Although all the world should forsake and forget Thee, In love I will follow Thee, ne’er will I quit Thee; Lord Jesus, both spirit and life is Thy Word, And is there a joy which Thou dost not afford!
Wisdom’s highest noblest treasure, Jesus, lies concealed in Thee; Grant that this may still the measure Of my will and actions be, Humility there and simplicity reigning, In paths of true wisdom my steps ever training; Oh! if I of Christ have this knowledge divine, The fulness of heavenly wisdom is mine.
Christ, Thou art the sole Oblation I will bring before my God; In His sight is acceptation Only through thy streaming Blood: Immaculate righteousness I have acquired, Since Thou on the tree of the Cross hast expired; The robe of salvation for ever is mine, In this shall my faith through eternity shine.
Let my soul, in full exemption, Wake up in thy likeness now; Thou art made to me redemption, My sanctìfication thou. What though all through life in good works I had striven, For thy sake alone my reward should be given: Oh! let me all perishing pleasures forego, And thy life, O Jesus, alone let me know.
Where should else my hopes be centred? Grace o’erwhelms me with its flood! Thou, my Saviour, once hast entered Holiest heaven through Thy Blood: Eternal redemption for sinners there finding, From hell’s dark dominion my spirit unbinding, To me perfect freedom thy entrance has brought, Who childlike to cry “Abba, Father” am taught.
Christ Himself, my Shepherd, feeds me, Peace and joy my spirit fill; In a pasture green He leads me Forth beside the waters still: Oh! nought to my soul is so sweet and reviving, As thus unto Jesus alone to be living; True happiness this, and this only supplies, Through faith on my Saviour to fasten my eyes.
Then, Lord Jesus, my Salvation, Thou my One, my All shalt be; Prove my fixed determination, Root out all hypocrisy: Look well if on sin’s slippery paths I am hasting, And lead me, O Lord, in the way everlasting; This one thing is needful, all others are vain, I count all but loss that I Christ may obtain.
Bibellied.
Mein Wort soll nicht wieder zu Mir leer kommen; sondern thun, das Mir gefällt, und soll ihm gelingen, dazu Ich es sende.
Walte, walte nah und fern, Allgewaltig Wort des Herrn, Wo nur seiner Allmacht Ruf Menschen für den Himmel schuf.
Wort vom Vater, der die Welt Schuf und in den Armen hält, Und der Sünder Trost und Rath Zu uns hergesendet hat!
Wort von des Erlösers Huld, Der der Erde schwere Schuld Durch des heilgen Todes That Ewig weggenommen hat!
Kräftig Wort von Gottes Geist, Der den Weg zum Himmel weist, Und durch seine heilge Kraft Wollen und Vollbringen schafft!
Wort des Lebens, stark und rein, Alle Völker harren dein: Walte fort, bis aus der Nacht Alle Welt zum Tag erwacht.
Auf zur Erndt in alle Welt! Weithin wogt das reife Feld, Klein ist noch der Schnitter Zahl, Viel der Garben überall.
Herr der Erndte, gross und gut, Weck zum Werke Lust und Muth: Lass die Völker allzumal Schauen deines Lichtes Stral.
Bible Hymn.
My word shall not return unto Me void; but it shall accomplish that which I please, and it shall prosper in the thing whereto I sent it.
Isa. lv. 11.
Far and near, almighty Word, Spread the name of Christ the Lord; Far and near extend your leaven, Where there dwells an heir of heaven.
Word by God the Father sent, Lord of all, Omnipotent! Word for sinners’ need supplied, As their comfort and their guide!
Word of our Redeemer’s grace, Who, to save our sinful race, Of our guilt to pay the price, Gave Himself a Sacrifice!
Word of God the Spirit’s might, Who our heavenward course doth light, Prompteth good, and by his breath What He prompts accomplisheth.
Word of life, both pure and strong! Word for which the heathen long! Spread abroad, till out of night All the world awake to light.
Up! for lo! earth’s surface o’er Waving fields with ripening store! Countless sheaves are spread around, Few, oh! few the reapers found!
Lord of Harvest, great and kind! Rouse to action heart and mind; Let the gathering nations all See thy light, and hear thy call.
Ein Fels ewiglich.
Verlasset euch auf den Herrn ewiglich; denn Gott, der Herr, ist ein Fels ewiglich.
Ein feste Burg ist unser Gott, Ein gute Wehr und Waffen; Er hilft uns frei aus aller Noth, Die uns jetzt hat betroffen: Der alt böse Feind, Mit Ernst ers jetzt meint, Gross Macht und viel List Sein grausam Rüstung ist, Auf Erd’ ist nicht seins Gleichen.
Mit unser Macht ist nichts gethan, Wir sind gar bald verloren; Es streit für uns der rechte Mann, Den Gott hat selbst erkoren; Fragst du, wer der ist? Er heisst Jesus Christ, Der Herr Zebaoth, Und ist kein ander Gott; Das Feld muss Er behalten.
Und wenn die Welt voll Teufel wär Und wollt uns gar verschlingen, So fürchten wir uns nicht so sehr, Es soll uns doch gelingen: Der Fürst dieser Welt, Wie saur er sich stellt, Thut er uns doch nicht; Das macht, er ist gericht, Ein Wörtlein kann ihn fällen.
Das Wort sie sollen lassen stahn, Und kein Dank dazu haben; Er ist bei uns wohl auf dem Plan Mit seinem Geist und Gaben: Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib: Lass fahren dahin, Sie habens kein Gewinn; Das Reich muss uns doch bleiben!
Martin Luther.
1483-1546.
The Rock of Ages.
Trust ye in the Lord for ever: for in the Lord Jehovah is everlasting strength.
Isa. xxiv. 4.
A Fortress firm and stedfast Rock Is God in time of danger, A Shield and Sword in every shock, From foe well known or stranger. The old foe of man, Intent on his plan, With might and with craft Still plies each deadly shaft; His like earth saw not ever.