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Gedichte der Gefangenen

GEFANGENE MÄDCHEN

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Wie kleine arme Dirnen an belebten Straßenecken Sich schüchtern fast und wieder roh bewegen, Im Schatten der Laternen sich erst dreister regen Und den zerfransten Rock kokett verstecken ... Wie Waisenkinder, die geführt auf Promenaden, Je zwei und zwei in allzu kurzen grauen Verschoßnen Kleidern sehr verschämt zu Boden schauen Und Stiche fühlen in den nackten Waden ... So schlürfen sie umstellt von hagren Wärterinnen, Die warmen Hüften wiegend auf asphaltnen Kreisen, Sie streichen heimlich mit Gebärden, leisen, Das härne Kleid, als strichen sie plissiertes Linnen, Und wie sich in gewölbten Händen Brüste runden, Befällt sie Grauen ob der Last der leeren Stunden ...

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