1461. (continued 4)
Reading edition
Summa dreissig sloß.
[105b] Von ketten und slossen in sant Elspetten vierteil.
Item Heintz Hoffman, schneider, hat ein schloß vor der langen prucken.
Item Heintz, kornrichter im Werd, hat ein schloß im Werd unter dem schopfprunnen.
Item der almusen mullner hat ein sloß hinden an der almusen müll am graben.
Item Contz Rüssel, peck, hat ein schloß in der Newengassen neben der almussen müll.
Item Contz Pramler hat ein schloß von seinem haus an des Theurels hinterhaus.
Item Heintz Haner am Kornnmarckt hat dreu sloß von des Teurels haus an der frawen pruder closter.
Item Contz Ulrich, lederer, hat ein schloß in der gassen von dem Kornmarckt gegen der almusen müll.
Item Jacob Puck, lederer, hat zwai schloß vorn an der obern Ledergassen pei dem Kotzler.
Item Sebolt Stocker ein fleischhacker hat zwai schloß an der under Ledergassen vor seinem haus.
Item Fritz Muffelein am Kornmarckt hat zwai schloß von seinem haus gegen Praun, pirprew, der hat die andern.
Item Niclas Marck pei dem weissen thuren hat ein schloß von seinem haus an die alten statmaur.
Item im werckhaus, darinnen der Hoffer sitzt, hat zwai schloß under dem weissen thuren und der pruck darvor.
Vorstat.
Item Peter Slemel, peck pei sant Jacob, hat zwai sloß gegen dem Santman, haffner, der hat die andern schloß.
Item Hanns Mörser der schneider hat vier schloß von dem negwersmit an das teutsch haus.
Item Sebolt Marck hinter dem teutschen haus hat zwai sloß do der krum stock steet.
Item Heintz Veitlein, verber hinter dem teutschen hoff, hat zwai sloß auf dem graben oben und unden an dem teutschen hoff.
Item Kraft Lochner, ein verber ob der smeltzhütten auf dem Newenpawe, hat ein sloß pei des Mittelwachters thuren.
[106a] Item der paumeister hat dreu sloß unter dem hultzen pollwerck auf dem newen pawe.
Summa schloß 32.
Summa in sant Laurentzen pfarr: hudert sibenundfunftzig ketten und sloß.
Item so sein im thurn und vorwerck auf dem Newenpawe sechtzehen ketten, die man unden vor der stat über die Begnitz anlegen mag an die viertzehen stock, darzu ein paumeister die zweintzig sloß hat.
Summa summarum aller ketten und sloß facit: vierhundert und zweintzig ketten und vierhundert und vierundzweintzig sloß etc.
[106b] Von dem schön prunnen am Marckt pei der Wechsel.
Nach Crists gepurt viertzehenhundert in dem neun und funftzigisten jare am montag vor sant Urbans tag [25 Mai] ließ ich Endres Tucher von bevelhnus herren Erhart Schürstabs seligen vorzeihen die fliessenden prunnen und rören ausserhalben und inwendig der stat Nuremberg durch anweisung meister Heinrich Scharpfen zu dem Gostenhoff, der die zeit der stat Nuremberg oberster prunmeister was und genant der Rorenheintz, der dann achtundzweintzig jare pei dem prunnen gewest was etc. als hernach geschriben steet.
Der ursprunge des schön prunnen am Marckt ist vor der stat in der Faltznerin hamer im garten hinter dem stadel, als man hinein in den garten geet auf die lincken hant gegen dem perg, der do leit gegen der stat hinein, und das wasser quillet an demselben ent also von im selber auf.
So ist hinden von demselben stadel piß auf den obgeschriben ursprung des wassers pei neunundzweintzig stat schuch. derselb kast ist runt als ein prunn gemauret und gedeckt mit zweien grossen grabstein; der kast ist unter der erden zwelf schuch tief und oben am tag steet ein marckstein vom Kornperk auf demselben kasten.
Item von dem obgeschriben samenkasten des wassers ist pei zwelf schuchen herab piß auf den ersten marckstein darnach.
Item mer sein von dem obgeschriben nechsten stein darnach herab piß auf den andern stein sechsundviertzig schuch; der stein ligt auch am tag.
Item von demselben piß zu dem anderen stein aber darnach herab ist funfundviertzig schuch; der stein auch am tag leit.
Item darnach von dem obgeschriben stein sein sechsundsechtzig schuch piß [107a] zu dem nechsten stein aber darnach.
Item von dem obgeschriben nechsten stein ist darnach herab funfundfunftzig schuch piß auf den rechten abloßkasten des wassers.
Item das wasser fleust also von den obgeschriben marckstein ie von einem zu dem andern in gemaurten rinnen unter der erden, die ligen pei siben schuchen tief; und das wasser in derselben rinnen stembt und ist woll zweier schuch tief mit wasser und am understen noch tieffer.
Item es sein unter den obgeschriben marckstein allenthalben löcher in die rinnen, darinnen das wasser stembt oder fleust, also das ein man in derselben rinnen oder gang unter der erden von einem stein zu dem anderen woll gekrichen mag, wenn man das wasser ablest im abloßkasten.
Item so ist zuletzt ein abloßkast gemaurt, der pei zweien schuchen weit und sechs schuch lanck und tief ist, und der abloß zu demselben abloßkasten ist an der seitten gegen dem weier pei funf schuchen hinter sich herauf von dem samenkasten; do ist ein schlegel, der kaum eins schuchs tief unter der erden leit neben dem stein, darmit der ablaßkast gedeckt ist. wenn man den schlegel zeucht so geet der prunn unden durch ein eichen rinnen gantz ab, die rinnen leit bei sechs schuchen unter der erden im abloßkasten. es ist auch ein gute kupferen seichen im abloßkasten, dardurch das wasser in den samenkasten sich seicht.
Item so ist ein ander kasten gemauret unden herab hart an dem ablaßkasten, der ist auch gedeckt mit zweien grossen stein, die am tag ligen, und geet die seichen von dem abloßkasten in denselben underen samenkasten; und derselb samenkast ist pei sechs schuhen weit und preit in ein vierung. in demselben samenkasten ist ein grosser kupferer gelocherter kessel vor den hultzen rören, die auß demselben kasten geen.
Item von demselben underen samenkasten geen nun zwo hültzen rören neben einander gerichtz hinab an den pach, do hinab sein vierunddreissig schritt. und ligen die rören am tag im pach und also durch die wisen doselbst piß zu dem marckstein, der do steet sechsundfunftzig schritt in derselben wisen, und mer ein stein darnach hundert zwenundfunftzig schrit piß zu ent [107b] der wisen an dem weier ob dem hemmerlein doselbst. und die zwue rören ligen in der wisen hinab pei funf schuhen unter der erden.
Item die öber rörn auf die lincken hant als man herein geet gegen dem perg oder Siechgraben zu, die dienet zu dem obern geheus an dem schönen prunnen in der stat; und dieselb röre ligt nun fürpaß ein und einher allweg auf der lincken hant etc.
Item die zwue rören geen oder ligen nun also von dem obgeschriben marckstein, der do steet zu ent der wisen am weier ob dem hemmerlein, in demselben weier pei eines halben mans tief in dem weier unter der erden, und also durch den weier gegen der stat neben den eichen pfellen. do ligen die rören auf der lincken hant gegen dem gericht, als man herein geet piß zu dem weiertham zu pei dem hemerlein.
Item so steet ein marckstein auf dem weiertham neben dem wer auf die lincken hant gegen dem Vischgraben wertz, do komen die zwue rören pei anderhalb mans tief durch das weiertham under der erden herauß gegen der stat zu etc. do steet aber ein stein auf dem weiertham gegen der stat.
Item die zwo rören gen also verrer piß zu dem newgefasten fliessenden prunnen, der do ist am perg gegen dem Vischgraben; und von demselben prunnen pei zweintzig schuhen zu messen gegen dem hemerlein, do ligen die zwu roren eins schuchs tief unter der erden in dem gerin oder abfluß desselben prunnes.
Item von dem obgeschriben prunlein gegen der stat zu messen sechsundsechtzig schuch und von einem wisslein dopei gelegen vierzehen schuch über zwerch zu messen, do leit ein spunt in die roren; die do dienet in das unter gehaüs an dem schön prunnen etc. und die roren ligen an demselben ent pei funf schuhen tief unter der erden. doselbst herab am wisslein steet ein marckstein pei zweintzig schritten underhalb des spuntz gegen der stat zu.
Item darnach gen die zwo rören also gerichtz gegen der Snödin weierhaus zu durch ein wisen, die gen dem Thurnhoff gehort, do stet ein marckstein vorn an der wisen. mer steet noch ein marckstein auf dem hohen rangen, der uberzwerch [geet], und an ieder seitten des rangen ein graben; der rang an dem ent zwo wisen scheidt. auf demselben rangen steet auch ein [108a] marckstein gerichtz ob den rören, die do ligent an demselben ent pei funf schuchen unter der erden.
Item von dem obgeschriben marckstein ist ein wisen gegen der Snödin weierhaus wartz, dordurch ein graben auch uberzwerch geet. in demselben graben ligen die rören am tag pei vier schuchen in der erden. mer steet ein marckstein aussen am zaun an der straß gegen Werd wertz, darunter ligen die zwo rören.
Item von demselben marckstein, der aussen am zaun steet gegen Werd wartz, do geen die rören durch denselben zaun piß zu dem andern marckstein aber darnach, der do steet pei zwelf schuchen disset der prück, und also snurslechtz zwischen dem eck an der Snödin weierhaus und dem prücklein doselbst durch die Begnitz, die auf die Hadermüll fleust, und jenset der Pegnitz in des Langen von Wertz wisen zu dem marckstein.
Item jenset der Begnitz, die auf die Hadermüll fleust pei zweintzig schuchen am eck in des Langen von Wertz wisen, do der marckstein steet, do zwerchen sich die roren über einander gerichtz under dem marckstein. do kumpt under den zweien obgeschriben prunnrören die röre, die do dienet zu dem newen spital, auch in dieselben wisen; und die drei rören geen also gegen der stat zu dem sünbeln newen thuren, der do steet aussen am zwinger pei dem swipogen gegen sant Katherein, und geen also durch des Langen von Wertz auch des spitals und etzlicher ander wisen, alle drei pei sechs schuhen unter der erden neben einander gegen dem thuren zu.
Item mer steet ein marckstein als sich die spitalwisen anhebt und des Langen wisen ein ent hat.
Item so ligt die rören zu des newen spitals prunnen am eussersten an der rechten seitten als man herein geet gegen Werd wartz.
Item so dienet die mitler röre zu dem undern gehaüs zu dem schön prunnen.
Item so dienet die drit röre, die do leit gegen der Snödin weierhaus wartz auf die lincken seitten als sie herein geen, zu dem oberen gehäus zu dem schön prunnen am marckt.
[108b] Item die drei rören geen also zunechst gegen dem sünbellen thuren, der do aussen an dem zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet, durch ein arm oder wasserfluß, der überzwerch vor dem zwinger hinfleust von einem wasserfluß der Begnitz oder swipogen zu dem anderen. und die roren ligen eins schuchs tief in demselben fluß der Begnitz, also das man die rören oben sicht in dem wasser alle drei.
Item die roren alle drei geen verrer also von dem obgeschriben wasser fluß durch ein gemaurten swipogen in den sünbeln thuren, der aussen am zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet, und also gerichtz durch den thuren und zwinger auß biß an die stat maur, und also durch die stat maur hart am anfang des swipogen in die stat in der ecken hinter dem thuren. und die rören ligen pei neun schuen unter der erden im thuren und zwinger.
Item so geet in denselben thuren überzwerch pei zweien schuen under den vorgeschriben dreien rören ein röre, die do kumpt auß dem wilt oder thiergraben etc. und dienet auf die Pleich.
Item so ligen die vorgeschriben drei rören also verrer von der ecken der stat maur hinter dem Wiltpat hart an dem anfang des swipogen und neben dem steinen gang, der auf die stat maur und thurn an demselben end geet, und also herfur piß fur das heimlich gemach, das hinter den Wildpat steet, an der Begnitz; do ligen sie pei sechs schuhen unter der erden.
Item von demselben heimlichen gemach hinter dem Wildpat geen die roren in der Schütt neben der Pegnitz gerichtz herab piß an das güspett pei der Mang. do zwischen auf halben weg ist ein spunt in die ein roren gegen sant Katherein, die do dienet in das öber geheus des schön prunnens. und die roren ligen do pei siben schuhen unter der erden.
Item die drei rorren geen also neben einander unter dem güßpett pei der Mang in die Pegnitz achtzehen schuch her dann von dem eck des verbhaus an der Mang. und die nechst roren am manghaus dienet zu dem spital prunnen, und die andern zwue roren aussen zu dem schön prunnen. und die roren geen also in der Pegnitz pei zweien schuchen unter der erden hinab an des spitals kirchoff piß zu dem stadel hinter der schull; do geet des spitals röre durch denselben stadel und also überzwerch durch den Werd gegen dem spital zu.
[109a] Item die andern zwu rören geen also verrer von demselben des spitals stadel hinab und umb den Wert hinumb und also ablengs zu der rosstrenck an der Eich pei der parfussen prucken am eck durch der Heideckerin haus. do hat dieselb Heideckerin ein pleihene rör mit einem hanen in irer küchen aufgeent; dasselb wasser kumpt auß der roren, die do dienet zu dem undern geheus an dem schön prunnen. und die roren ligen in der Begnitz an dem ent pei dreien schuen unter der erden.
Item als die roren durch der Heideckerin haus unter dem pflaster kumen zu der Eich, do ist mitten in der rinnen des pflasters ein schiedung des wassers, die kumpt auß der rören, die do dienet zu dem öbern gehäus des schön prunnens. dieselb schiedung oder wasser geet doselbst pei der Eich in der meur in einem gehalter auf den heringern und pfragnern zu iren gesaltzten vischen, und daran haben sie ein hanen; das hat vormals alleweg der paumeister gemacht, dann ietzunt am nechsten habens die heringer mussen machen und pessern lassen auf irer kost.
Item ein kasten ist doselbst an der Eich, verdeckt mit einer hültzen thüre, der am tag leit; do ligen die zwue rören innen, und die öberst gegen der parfusser prucken gehort zu dem obern geheus und die andern gegen dem spital gehort zu dem undern geheus des schön prunnens. in demselben kasten ist ein abloß der peder rören und ist ein rinnen gelegt von dem kasten unter der erden in die Begnitz, dardurch das wasser lauft, wenn man die rören an dem ent ablossen will.
Item vor dem vorgeschriben kasten an der Eich do kumpt unter den zweien der stat rören, die zu dem schön prunnen dienen, pei zweien schuchen unter den vorgeschriben rören uberzwerch hindurch die röre, die auß dem spital in des Meißners haus geet.
Item so gen die zwu rören von der Eich und also von dem obgeschriben kasten hinauf fur der von Ploben haus gegen dem schön prunnen piß fur das schuchhaus. do ist aber ein kasten jenset der rinnen gegen dem Marckt und ist verdeckt mit einer hültzen thüre, die ligt am tag. in demselben kasten ist ein spunt in iede rören, und die rören ligen pei sechs schuen unter der erden an dem ende.
[109b] Item die zwo rören gen also von dem obgeschriben kasten zu dem schön prunnnen gerichtz zu und ligen pei acht schuen unter der erden, und herdiesset des schön prunnen pei dreissig schuen hinter sich gegen dem ob[geschriben] kasten zu zu messen. do sein vier spunt in die zwo rören, darauf man die stock zu zeitten setzt oder setzen mag, das sie wasser geben, wenn man den prunnen pesseren will.
Item mer ein kasten gegen unser frawen capellen, der ist nit verr von dem schön prunnen und ist gedeckt mit einem stein und hat oben zwen eisnen ring. derselb kast dienet an die Ledergassen und hinter unser frawen capellen zu demselben prunnen und sust zu nichte.
Item so steet der schön prunnen unten auf einem gevierten pfeiler und gewelbe unter der erden, das ist als weit als der prunnkast oben ist und hat ein loch hinab gegen dem Saltzmarckt, das verdeckt ist mit einer hultzen thüre, und hat oben ein gitter darinn, das am tag leit.
Item so komen die zwo hultzen rören piß an das rinnlein, das umb den schön prun im pflaster geet; und das wasser ist gefast von dann hin fur in pleihen rören, der eine geet von dem rindlein aussen im pflaster also auf dem gewelb piß zu der anderen staffeln an dem schön prunnen, und unter derselben steinen staffeln geet das wasser aussen umb den schön prunnen kasten gerings hinumb, alles in pleien rören. und von derselben pleien rören ist das wasser in acht teil geteilt, also das es in dem gemeur des prunnenkasten in pleien roren auf geet in die acht pfeillerlein, die aussen am kasten steen und wasser geben auß dem undern gehäus. und dieselb rören ligt auf die seitten gegen dem Saltzmarckt, darauß das wasser in das under geheus kompt.
Item so geet die andern hultzen rören, die do leit gegen des Schoppers haus auch biß an das gewelb unter dem pflaster, darauf der schön prunnen steet, und von dannen geet dasselb wasser zwischen dem untern gewelbe und dem öbern wasserkasten piß mitten in den schön prunnen, do geet es in einer pleien rören durch die mittler seul im wasserkasten auf in das öberer geheus; do ist es geteilt in acht teil, von dannen geet es in den wasserkasten in acht rören.
[110a] Von außflüßen des uberichen wassers, das in den kasten des schön prunnen fellt.
Der erst außfluß des uberichen wassers ist oben im wasserkasten gegen unser lieben frawen capellen und geet durch ein seichen und durch das gemeur in pleien rören herab auf das unter gewelbe, darauf der schön prunnen steet, und von dannen herfur piß fur die rinnen im pflaster, die umb den schön prunnen geet, alles in pleien rören. und do geen dann die hultzen rören an und geen durch ein kasten, der pei dem schön prunnen am tag leit verdeckt mit einem grossen stein, gegen unser lieben frawen capellen wartz. in demselben kasten ist ein spunt, und derselb kast und rör dienet zu dem prunnen hinter unser lieben frawen cappeln und an die Ledergassen. damit hat die stat nicht zu thun, dann die gemain an der Ledergassen und hinter unser frawen cappellen sullen das auf ir kost hin hinder furen.
Item von dem obgeschriben kasten ligen hultzen rören unter der erden pei vier schuhen und geen also gegen unser lieben frawen cappelln zu, do die wurtzerin sitzen. do ist aber ein kasten, der am tag leit, und verdeckt ist mit einer hultzen thur jenset der rinnen, do die würtzerin teglichs feil haben.
Item von demselben kasten, do die wurtzerin sitzen, geet die rör gegen unser lieben frawen cappelln hin hinter gegen den wildnerin, und es leit ein spunt in die rören als man von unser lieben frawen capelln herauß geen will zwischen den zweien kettenstocken ein schritte von der rinnen gegen der Stromerin haus zu zu messen.
Item mer ein spunt in dieselben rören ist hart an der rinnen im pflaster gegen des Weinmans haus oder der Richtlin hausthüre über.
[110b] Von dem prunnen und rören hinter unser lieben frawen cappelln.
Item von demselben spunt ist pei zwelf schuhen hin fur zu einem kasten, der am tag leit und verdeckt ist mit einem grossen stein mit eisnen ringen. in demselben kasten ist ein schiedung oder teillung des wassers, also das der dritteil des wassers kumpt in den prunnen hinter unser lieben frawen cappellen, und die andern zwai dritteil des wassers an die Ledergassen.
Item waß gepruchs an dem wasser oder rören von dem anfang als es auß dem schön prunnen kompt biß zu dem obgeschriben kasten, do sich das wasser also teilt, geschicht oder schadens nimpt, das soll alleweg der paumeister zu der rören hinter unser lieben frawen cappellen das dritteil zallen und die prunnmeister zu den zweien rören an der Ledergassen die zwai dritteil an dem gelt bezalen.
Item von dem obgeschriben kasten, darinnen die teillung des wassers ist, do ist ein spunt hin für pei vier schuen von dem kasten in der rinnen in die selben rören.
Item dieselb rör geet von dem kasten, darinnen ein dritteil des wassers [ist], also gerichtz hin hinder durch der wiltnerin krem zu dem prunnen zu, und hat mer ein kasten hart am prunnen, do er aufgeet unter der ein wiltnerin laden, der ist mit prettern verdeckt. und die rören ligen pei vier schuen unter der erden an dem ent, und das wasser geet also auf in zweien außgeenden rören (und solt doch neur ein rören sein, nachdem und an dem wasser er neur ein dritteil hat und die Ledergassen zwei dritteil) und fellet in den trock doselbst hinter unser lieben frawen cappellen.
Item das uberich oder verlorn wasser in dem kasten oder prunnen hinter unser lieben frawen cappellen geet halbs herauß auf die gemain in ein hültzen trock der dopei steet, darauß man pfert trenckt, und der gemein zu nutz kumpt etc.
[111a] Von des Kressen prunnen.
Das ander halbteil des uberichen oder verloren wassers kumpt durch ein seichen in ein hültzen rören, die aussen am prunnenkasten steet, und lauft also unter der erden in des Kressen garten durch sein haus. auf sein selbs kost soll ers von dem prunnen heim füren; doch hat der Kreß des neur ein gunst von der gemein, und solt von rechtzwegen des obgeschriben verloren wassers neur ein dritteil haben und nit ein halbteil, darfür ist es angesehen.
[111b] Von der rören an der Ledergassen vor Mertein Paumgartz haus.
Item in dem vorgeschriben kasten, der im pflaster am tag leit pei des Weinmans haus am eck, darinnen die schiedung oder teilung des wassers ist, als da vorn steet, geen nun die zwai teil des wassers in hultzen rören, die do ligen unter der erden pei vier schuchen etc. von demselben kasten hinauf gegen dem obßmarckt und hart an dem stöcklein hinumb, das do steet am eck oben pei der grempler kremlein gegen des Snitzers haus über, und geen also fur des Ebners haus pei zwelf schuen herdan von dem haus und also hin hinder fur des Kressen haus, zwischen des Kressen haus und dem kettenstock, hart an dem kettenstock hin hinder fur das pat am Zottenperg.
Item doselbst neben dem pat vor des Fursten haus über den weck jenset der rinnen do ist ein kast mit einer hültzen thür, der am tag leit, darinnen ist ein spunt in die röre.
Item die rör ligt auch hin hinder von dem kasten pei funf schuhen unter der erden neben der rinnen an der seitten. fur des Bemers und vor des Schlüsselfelders haus geet die röre hin über gegen dem Fütterer und also hin hinder zu dem kasten, do es aufgeet vor Mertein Paumgartz haus.
Item zwischen dem eck desselben wasserkasten und der rinnen im pflaster zwen schuch gegen Mertein Paumgartz haus zu zu messen do ist ein schiedung oder teilung des wassers unter der erden, also das das wasser halbs geet vor des Paumgartz haus auf und fellt do in den kasten, und das ander halbteil des wassers geet unter die erden in ein rörn für auß underhalb in derselben gassen vor des Singers haus auf und fellt auch do in ein kasten.
[112a] Von der rören in des Fütterers haus.
Das verloren oder überich wasser, das do ist in dem kasten vor Mertein Paumgartz haus, lauft durch ein seichen in ein hultzen rören, die do steet aussen am grossen kasten an des Mertein Paumgartz haus, und geet also wider hinter sich unter der erden pei vier schuhen herdan von den heusern piß fur des Fütterers nechste hausthür; do geet es in sein haus und ferrer in sein hoff, do geet es in ein trog. und dasselb uberich wasser in des Fütterers haus geet unter der erden hinter sich durch sein haus auß piß mitten in die gassen in die rinnen pei des Michel Amlungs des becken haus.
Item das vorgeschriben verloren oder überich wasser, das der Fütterer also heim füret auß dem kasten vor Mertein Paumgartz haus, das hat ime ein gemain von bette wegen vergunt also durch sein haus zu leitten, und das furpaß der gemein hinter sein haus piß in die rinnen als do voren steet pei Michel [des] pecken haus wider der gemein zu antworten, alles auf sein selbs kost; das alles der Fütterer noch piß her getan hat.
[112b] Von des Ortolfs rören, die jenset der Begnitz außwendig seins garten stet.
Item dasselb obgeschriben verloren wasser in der rinnen hinter des Fütterers haus, das hat der alt Ortolf wol pei achtzehen jaren her auf sein selbs kost gelait mit willen der gemein doselbst die gassen hinfur und umb des Holtzschuers heuser also auf die rechten hant die nechsten gassen, die do ist hinab gegen der Begnitz zwischen des Holtzschuers und Ortolfs garten hinauß piß an die anderen seitten des Ortolfs garten. in derselben anderen gassen an der Pegnitz steet ein stock aussen an dem zaun an des Ortolfs garten auf der gemein, do geet dasselb wasser auf in ein trog und furpaß in die Pegnitz.
[113a] Von der andern rören an der Ledergassen vor des Singers haus über.
Als da vorn steet, das ein schiedung oder teillung des wassers sei vorn am eck pei der roren oder prunnen vor Mertein Paumgartz haus, also das der halbteil des wassers von dannen hinab [geet] zu dem kasten vor des Singers haus über in derselben gassen; und die rören ligen zwischen den zweien wasserkasten im pflaster pei vier schuchen unter der erden.
Item so ist ein kasten im pflaster hart bei dem stock, do das wasser auf geet vor des Singers haus über; derselb kast leit am tag und ist verdeckt mit einem stein, dorinnen oben zwen eisnen ring sein. in demselben kasten ist ein zapf und ein spunt in die rör, und dopei steet der stock, darauß das wasser felt in den kasten, das die gemein neust.
[113b] Von des Ortolfs rören, die inwendig in seinem und zwischen des Holtzschuers garten auf ein gemein geet an der Begnitz.
Item das verloren oder uberich wasser, das do ist in dem trog oder kasten an der Ledergassen am understen prunnen, das get durch ein seichen in einen hultzen stock, der aussen am kasten steet, und also unter der erden vor den heusern herauf zu ruck gegen dem ersten prunnen an der Ledergassen pei dreien schuhen herdann von den heusern piß zu des goltschlahers haus doselbst am eck, und also unb dasselb eck in der reihen hinab und unden in der Newengassen überzwerch hinder des Michel pecken haus hinüber und also in derselben gassen zwischen des Holtzschuers und Ortolfs gerten hinab gegen der Begnitz, und also in des Ortolfs garten. inwendigs des zauns steet ein stock, do das wasser auf geet durch den zaun in einem hultzen trog, der auf der gemein steet, und auß demselben trog das wasser in die Begnitz geet. das obgeschriben wasser furt der Ortolf auf sein selbs kost von der Ledergassen von dem undern prunnen also in sein garten; das hat im ein gemein also vergünnt von bett wegen des Ortolfs und seiner heuser wegen, die er an dem ent hat. doch hat der Ortolf ein hannen von dem stock in seinen garten, darauß er ongeverlich sein würtzgerten giessen mag, wenn er im garten ist; das ander wasser soll stetz auf die gemein geen etc. den stock haben die nachtparen heroben an der ecke pei des Wilden kandelgiessers haus aufgericht, nachdem und der Ortolf abgangen ist.
[114a] Von den vier trögen pei den fleischpencken.
Der ander außfluß des uberichen oder verloren wassers am schön prunnen am Marckt ist durch ein seichen gegen des Schurstabs haus und geet also in dem gemeur in einer pleien rören herab auf das gewelb, das do ist unter dem schön prunnen, und die pleien röre geet verrer piß fur die rinnen, die außen im pflaster umb den schön prunnen geet. do geen die hultzen rören an und ligen jenset der rinnen gegen unser lieben frawen cappellen wartz hinab gegen des Rietters haus zu, und doselbst vor des Rietters haus also seitlengs hinüber gegen den vier trögen, und pei eins schritz weit vor den trögen hinab gegen der Begnitz zu. do ist underhalb der trög pei funftzehen schuen ein kast gegen der Begnitz, der leit am tag und ist verdeckt mit einer hultzen thür; in demselben kasten ist ein abloß der rören.
Item als die rören von den vier trögen hinab geet, do ist von derselben rören zu den zweien pfeillern zwischen den trögen, darinnen das wasser auf geet, in ieden pfeiller ein schiedung und ein pleien roren gelegt, darinnen das wasser auf geet und in die trög felt und von dannen in die Begnitz etc. das wasser laidet die stat oder der paumeister von der stat wegen in die vier trög.
Item der dritt außfluß des uberichen oder verloren wassers am schön prunnen am Marckt ist durch ein seichen gegen des Birckamers haus, und geet also in dem gemeur durch ein pleien rören herab auf das gewelb, das unter dem schön prunnen ist und verrer fur den prunnen herdann fur die rinnen die umb den prunnen im pflaster geet. do heben sich die hültzen rören an und geen verrer die Waggassen hinumb zwischen des gewichtmachers haus und der rinnen in der Waggassen hin hinter piß mitten in die gassen pei der rinnen vor des Holtzels haus, do geet dann ein rör hinab zwischen des Birckamers hinterhaus und der rinnen doselbst in der gassen piß fur der Augustiner hinter groß thore.
[114b] Von der rören zu den Augustinern.
Item vor des Birckamers hinterhaus gegen der Augustiner hinter grossem thore uber do ist ein kasten im pflaster hart an der rinnen, der am tag leit, und ist verdeckt mit einer thür. in demselben kasten ist ein schiedung des wassers, also das das dritteil des wassers geet von demselben kasten durch der Augustiner thore in ir closter und do in iren hoff vor ir kirchen auf, das die Augustiner also furen von dem obgeschriben kasten auf ir kost in ir closter hinein.
Item das verloren oder uberich wasser in dem closter zu den Augustinern geet durch ein seichen auß irem trog fur ir kuchen wider under die erden und also gerichtz wider zu dem grossen thor herauß wider auf die gemein, do es hinein gangen ist, und in den kasten, darauß es komen ist. das sullen die münch also auf ir kost auch wider herauß furen auf die gemein on der gemein schaden und sullen auch das wasser ongeverlichen niessen in irem closter, dann sie des kein recht haben sunder neur ein gunst, und von bette wegen hat man in ein dritteil do hin ein vergunt zu füren auf ir kost.
Item auch sullen die herren von den Augustinern geben ein drittel des geltz und die gemein die zwei teil des geltz, das dann die rören kosten; oder wenn pruch geschicht von dem schön prunnen piß hinder für der Augustiner groß thore, was da zwischen gepruchs wurd an den rören sullen sie das ein dritteil zallen und die gemein die andern zwai dritteil, alles ongeverlich etc.
[115a] Von des Erhart Schurstabs rören.
Von dem vorgeschriben kasten im pflaster, darinnen die schiedung des wassers ist, dorvon der dritteil gen den Augustinern geet etc. do geen nun die zwei teil des wassers also verrer in die rören und kasten hinter des Schurstabs haus auf und fellt do in ein trog.
Item dasselb verloren und uberich wasser in demselben trog gett auch durch ein seichen herab unter der erden und hinden kumpt es vor des Schurstabs hausthür in ein rören, darinnen das verloren wasser ist, das von den Augustinern herauß komen ist. do komen die zwei verloren wasser wider zu samen in ein rören.
Item mer ist ietzunt ein kast hinter des Schurstabs haus, darinnen ein abloß ist zu demselben prunnen.
Item von demselben kasten hinter des Schurstabs haus geen die zwei verloren wasser in einer rören zwischen der rinnen im pflaster und des Freyen und Schurstabs hinterheuser hinab piß fur des Hanns Grassers groß thor am hoff; do ist ein kasten im pflaster verdeckt mit einer hultzen thür und leit am tag, und die roren ligen pei funf schuchen unter der erden.
[115b] Von des Hannsen Grassers prunnen rören.
Item in demselben obgeschriben kasten ist ein schiedung oder teillung des wassers, also das ongeverlichen des wassers ein dritteil soll geen in des Grassers haus von dem kasten; doch hat der Grasser neur ein gunst und des kein recht, das wasser also heim zu furen. auch sol er das wasser von dem obgeschriben kasten auf sein kost heim furen on der gemein schaden, das er also getan hat, und furt das in sein garten, von dann geet es in die Begnitz. mer von der Augustiner kasten sol der Graser piß fur sein thür zallen den dritten pfenning und die gemain die zwen dritteil des geltz, wenn do zwischen gepruch geschicht an den rören.
[116a] Von der rören hinter den fleischpencken.
Von dem obgeschriben kasten im pflaster vor des Grasers haus geen die zwai teil des wassers verrer hinab jenset der rinnen vor dem tuchhaus und also hinab in den trog hinter den fleischpencken auf. do ist unten an dem steinen trog gegen der Begnitz neben den fleischpencken ein kast, der ist verdeckt mit einer hultzen deck und hat ein abloß darinnen etc.
[116b] Von der rören in der patstuben hinter den fleischpencken.
Das verloren und überich wasser in dem trog hinter den fleischpencken geet durch ein seichen in ein rören, die aussen am trog steet, gegen der Begnitz und under der erden durch das pflaster gegen der hausthür am pat, und also in das pat hinter den fleischpencken in die patstuben. und der pader fürt das wasser auf sein selbs kost on der gemein schaden also heim.
[117a] Von der rören oder prunnen im newen spital.
Item der ursprunge und ein fluß des prunnen oder rören im newen spital ist im Siechgraben vor der stat an dem perck pei sechtzig schuen von der grossen linten herab zu messen gegen Werd, und von dem Siechgraben pach hinauf zu messen pei funftzig schuen. do der marckstein ietzunt steet, do ist der erst sammenkasten von lebendigem wasser, der ursprung unter der erden pei drei schuhen.
Item so ist von dem obgeschriben samenkasten, dopei der marckstein steet ein hundert schuch herab zwerch über die stroß, die durch den Siechgraben geet, aber ein ander kasten, der am tag leit und verdeckt ist mit einem grossen stein. derselb kast fleust stetz mit wasser, wenn anders die röre sunst nirgen außgeet, und das wasser fleust unter der erden von den obgeschriben zweien kasten von einem zu dem andern in hultzen rinnen, die unter der erden liegen pei vier schuhen.
Item von dem nechsten obgeschriben kasten ist der prunn nun hinfür in hültzen rören gefast, die geen also von dem kasten zwischen dem Siechgraben pach und dem perck oder rangen, der do ist auf die lincken seitten, in dem grunt also herab als die marckstein sten, der do zehen ist. und der erst marckstein steet von dem obgeschriben kasten funfundfunftzig schrit, der ander stein herab vierundsibentzig schrit, der dritt stein neuntzig schrit, der viert stein hundert und funftzig schrit, der funft stein herab sechsundneuntzig schrit. und die rören ligen an dem einen ent tieffer dann an dem andern unter der erden, ettlichen enden gantz am tag, piß zu dem güßpetlein, das in der Snödin weierhaus dienet. do ligt die röre neben demselben güßpettlein pei zwelf schuen herdan gegen dem frawen thore wartz. von dem funften marckstein sein piß auf den sechsten stein darnach hundert und zweintzig schrit, der sibent stein vierundachtzig schrit, der acht stein darnach zwenundsibentzig schrit, der neunt stein darnach achtundsibentzig schrit. die rören ligen alle an der seitten gegen der stat und die marckstein steent alle gen felt wertz und geen also gerichtz über piß in die Begnitz, die do fleust auf die Hadermüll.
[117b] Item zwischen der Snödin weierhaus und dem prucklein darob pei zwelf schuen von der ecken der meur an der Snödin weierhaus herauf neben der Pegnitz, die do fleust auf die Hadermüll, do geet die spitalrören durch die Begnitz und an der andern seitten in des Langen von Wertz wisen.
Item jenset der Pegnitz, die auf die Hadermüll fleust peu zweintzig schuen in des Langen von Wertz wisen, do der marckstein steet, do zwerchen sich die rören über ein ander. gerichtz unter dem marckstein do kumpt des spitals rören unter zweien rören, die zu dem schön prunnen dienen, hindurch auch in dieselben wisen; und die drei rören gen also gegen der stat zu dem sünbellen newen thuren, der do steet aussen am zwinger pei dem schwipogen gegen sant Katherein, und geen also durch des Langen von Wertz auch des spitals und ettlicher ander wisen alle drei pei sechs schuen unter der erden neben einander gegen dem thuren zu.
Item mer ein marckstein als sich die spitalwisen anhebt und des Langen wisen ein ent hat.
Item so ligt des newen spitals roren am eussersten an der rechten seitten als man herein geet gegen Werde wartz.
Item so dienet die mittler rore zu dem undern geheus zu dem schön prunnen.
Item so dienet die dritte rör, die do leit gegen der Snödin weierhaus wartz auf die lincken seitten, als sie herein geen, zu dem obern geheus zu dem schön prunnen am marckt.
Item die spitalröre hat ein spunt aussen in der wisen pei den eisenen pfelhen pei dreissig schritten von der stat meur jenhalb des thurns so sie herein geen.
Item die drei rören geen also zunechst gegen dem sünbellen thuren, der do aussen an dem zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet, durch ein arm oder wasserfluß, der überzwerch vor dem zwinger hinfleust von einem wasserfluß der Begnitz oder swipogen zu dem andern, und die rören ligen eins schuchs tieff in denselben fluß der Begnitz, also das man die rören sicht in dem wasser alle drei.
[118a] Item die drei rören geen also verrer von dem obgeschriben wasserfluß durch ein gemaurten swipogen in den sünbellen thuren, der aussen am zwinger pei dem swipogen hinter sant Katherein steet, und also gerichtz durch den thuren und zwinger auß piß an die statmaur, und also durch die statmaur hart am anfang des swipogen in die stat in der ecken hinter dem thuren; und die rören ligen pei neun schuen unter der erden im thuren und zwinger.
Item in demselben thuren überzwerch pei zweien schuen under den vorgeschriben dreien rören so geet ein röre herdurch, die do kumpt auß dem wild oder thiergraben, und dienet auf die Pleich.
Item so ligen die vorschriben drei rören also verrer von der ecken der statmeur hinter dem Wildpat hart an dem anfang des swipogen und neben dem steinen gang, der auf die statmaur und thuren an demselben ent geet, und also herfur piß fur das heimlich gemach, das hinter dem Wildpat steet an der Begnitz; do ligen sie pei sechs schuhen unter der erden.
Item so hat die spitalroren ein spunt zwischen dem ecke am Wildpat und der stiegen, die auf den steinen ganck geet auf den thuren, darauf die pauren gefangen lagen im krieg.
Item von demselben heimlichen gemach hinter dem Wiltpat geen die rören in der Schüt wider gerichtz herab neben der Begnitz piß zu dem güßpet pei der Mang.
Item die drei rören geen also neben einander unter dem güßpet pei der Mang in die Begnitz achtzehen schuch herdan von dem ecke des verbhaus an der Mang, und die nechst röre am manghaus dienet zu dem spital prunnen, und die eusseren zwu rören dienen zu dem schön prunnen. und die rören geen also in der Begnitz pei zweien schuen unter der erden hinab an des spitals kirchoff piß zu dem stadel hinter der schull des spitals, do gen die zwo rören zu dem schön prunnen in der Begnitz fur auß.
Item so hat die spital rören doselbst in der Begnitz neben dem stadel hinter der schull ein kasten, darinnen ist ein ablaß zu derselben des spitals rören.
[118b] Item so geet die röre doselbst von dem abloßkasten unden durch den stadeldennen und also überzwerch durch den Wert pei acht schuen unter der erden in den andern fluß der Begnitz gegen dem spital und also durch ein hultzen rören stock, der do aussen am spital in der Begnitz auf geet durch das gewelb unter dem alten sagerer, darinnen ettlich siechen ligen, piß in des messners hofflein vor der hultzen stigen, die in die kirchen geet pei vier schuen von der thure pei sant Elspeten altare gegen der stigen. doselbst do geet die röre gerichtz durch die thure gegen dem weichkessel und zu der sutten zu, und doselbst pei dem weichkessel do ist ein schiedung des wassers und geet ein röre überzwerch unter der erden gegen die siechen heimlich gemach an die Begnitz, do geet ein stock auf mit einem hannen, darauß die siechen mügen wasser nemen, wenn sie wollen etc.
[119a] Von der rören in dem eussern spitalhoffe.
Die röre ligt also verrer vor dem weichkessel gerichtz durch die sutten auß durch die stubthüre gegen dem prunnen in den hoff und pei dem loch, das do in dem pflaster ist vor dem prunnen, dorein das unrein wasser fleust in dem hoffe, do ist unter der erden ein schiedung oder teillung des wassers auf die rechten hant, und geet in hultzen rören fur das spital thore hinauß und also zwerchs über die gassen und durch das thore in dem eussern newen spitalhoff. und also gerichtz neben dem trog im spitalhoffe do ist aber ein schiedung oder teillung des wassers, also das doselbst ein stock aufgeet, darauß das wasser stetz fellet in den trog doselbst in dem eussersten spitalhoff. das selb überich wasser geet verrer in die Begnitz auß dem trog und thut kein dinst mer. und die rören ligen pei vier schuhen unter der erden.
[119b] Von der rören im müntzhoffe.
Pei dem obgeschriben stocke, darauß das wasser kumpt im eussern spitalhoff, do ist ein schiedung des wassers pei, als oben steet. von derselben schiedung geet ein röre hin hinder umb den stock und trog durch das thore in den müntzhoff und auf die rechten hant am ecke durch das gepaut new gemechlein, das man auß der müntz an demselben ent gemacht hat, und geet also hinter demselben gemechlein durch ein hohen hultzen rorenstock auf in das prewhaus des spitals, wenn man will etc.
[120a] Von der rören in des spitals küchen.
Als davorn geschriben steet, das die rör ligt durch die sutten in dem spitalhoff zu dem loch, dorein das unrein wasser im hoff fleust, darvon ein schiedung auf die rechten hant geet in den eussern spitalhoff etc. also ist hinfür pei funf schuen gegen dem prunnen aber ein schiedung oder teillung des wassers auf die lincken hant unter der erden, und geet ein röre doselbst in die spital kuchen und hat ein stock neben dem hert mit einem hannen, darauß man wasser mag lassen wenn man will.
Item vor der kuchen in dem spital geet nun hinfur die hültzen rören unter der erden pei vier schuen in den mitlern stock, darauf das messen pild steet oder sitzt, in einer pleien rören etc. und auß demselben pild nun drei fliessent roren geent, und das wasser fellet in einen grossen steinen sünbellen trog doselbst im spitalhoff.
Item das verloren oder uberich wasser in demselben vorgeschriben sünbelln trog geet durch ein seichen in einer pleien rören herab unter der erden in ein hültzen rören, die do leit drei schuch unter der erden, und geet auch also durch das spitalthore hinauß piß auf drei stat schuch in die gassen auf die gemein. die röre ligt ob der rören, die vorn durch das selb thore in eussern spitalhoff geet etc. das obgeschriben verloren wasser soll der Karl Holtzschuer, der von Ploben, auch der Meißner auf ir kost und on des spitals schaden herauß auß dem trog piß drei schuch fur das thore füeren auf ir kostung etc.
[120b] Von des Holtzschuers rören.
Item heraussen vor dem spital thore als do oben steet, geet der dritteil des verloren oder uberichen wassers, das do kompt auß dem rechten spital prunnenkasten oder trog, also zwischen der rinnen im pflaster und dem spital auf die rechten hant gerichtz gegen des Holtzschuers haus zu, und die rören ligen unter der erden pei vier schuen, und das wasser geet in des Holtzschuers hoff auf in ein trog und auß dem trog in die Begnitz. auch soll der Holtzschuer dasselb wasser von dem spitalthore auf sein selbs kost heim furen on der gemein und des spitals schaden.
Item so soll der von Plaben und der Meißner die zwei teil des wassers von dem spitalthore, als oben steet, darvon der Holtzschuer ein dritteil genomen hat, füren von demselben thore auf ir peder kost on der gemein schaden piß fur das klein spitalgeßlein etc.
[121a] Von des von Ploben rören.
Vor dem spitalgeßlein im pflaster in der rinnen ist aber ein schiedung oder teilung des wassers, also das dasselb wasser halb geet dasselb spitalgeßlein hin auf piß zu der von Ploben hinder newgepaweten heusern und doselbst durch ein thure und ganck, der hinden in derselben von Ploben hoff geet, und doselbst vor ir padstuben und kuchen im hoff aufgeet in ein trog. und dasselb uberich wasser im trog geet verrer in der von Ploben haus in iren garten auf und von dannen in die Begnitz. auch ligen die roren pei dreien schuen unter der erden. und die von Ploben sullen das wasser auf ir kost von demselben spitalgeßlein heim füren oder leitten on der gemein schaden etc.
[121b] Von des Meißners rören.
Item als do oben steet, das ein schiedung des wassers sei am spitalgeßlein etc. also geet nun der dritt dritteil des uberichen oder verloren wassers, das auß dem spital kompt, als verrer in derselben gassen hinab fur des Stumpfs haus und die Eich und doselbst zwen schuch unter des schön prunnen rören hindurch und also durch das thore hin hinder in des Heinrich Meißners haus und geet do in seinem garten stetz in sein weier ein rören, und das uberich wasser get auß dem weier in die Begnitz. und die rören ligen pei vier schuen under der erden, dann allein pei des schön prunnen rören an der Eich ligen sie sechs schuch unter der erden. auch soll der Meißner das wasser auf sein kost von dem spitalgeßlein heim laitten oder füren on der gemein schaden.
[122a] Von der rören auf der Pleich.
Der ursprung und einfluß der rören auf der Pleich ist vor dem Frawenthore auß dem gemaurten prunnen im selben statgraben auf die lincken hant als man fur das thor geet gegen der thierhütten über, und underhalb des selben prunnen ist ein sammenkasten verdeckt oberhalb des weiers, der in demselben graben unten an der Begnitz ist.
Item von dem obgeschriben sammenkasten geet das wasser in hültzen rören in dem graben neben der meur gen felt wartz durch den graben und weier herab und also in der ecken desselben graben überzwerch seitlangs in der Pegnitz gegen dem sünbellen thuren zu, der aussen am vorwerck an der Begnitz steet pei dem swipogen hinter sant Katherein. do geet dieselb röre durch ein loch unter dem ersten schießvenster auf die rechten hant als man in thuren geet unden in denselben thuren, und pei zwei schuen unter des schön prunnen und des spitals rören überzwerch durch den thuren und in das vorwerck und also in dem vorwerck herab piß fur den thuren in demselben vorwerck an der statmaur mit dem ploben A. pei zweintzig schuen underhalb des thurens und pei ailf schuen von der statmaur im vorwerck zu messen do hat die röre ein abloß und geet an demselben ent durch die statmaur. und inwendig der statmaur neben des pleichmeisters haus in der abseitten do steet ein stock mit einem hannen, darauß man wasser lossen mag wenn man will, und get verrer also in der Pleich auf durch ein stock mit zweien rören in ein trog, der darvor steet; und auß dem trog geet dasselb wasser in die Pleich in rinnen zu des pleichmeisters nottorft etc.
[122b] Von der schiltrören vor dem Sigwein.
Item der ursprunck und einfluß des wassers in der schiltrören ist unter der vesten in des alten Elwangers öberen haus in dem schöpfprunnen. auf dem wasser desselben prunnen do ist ein loch und ein ganck in den perck, darinnen ein man aufgericht geet herab piß fur des Niclas drottziehers haus. in der rinnen gegen seinem haus über oben am ecke pei neun schuen herdan do ist ein kasten, der ist pei dreien mannen tieff unter der erden. und das wasser lauft von dem obgeschriben schöpfprunnen in steinen rinnen piß in den kasten als oben steet.
Item von dem obgeschriben kasten vor des Niclas drottziehers haus hinab do gen hultzen rören after des also gerichtz herab piß zu dem prunnen kasten do das wasser aufgeet vor des Lengenfelders oder Sigweins haus. und die rören ligen also in dem pflaster hinab pei anderhalb mannes tieff unter der erden etc. auch ist ein spunt zunechst oberhalb des trogs, darinnen das wasser aufgeet; mer ist ein spunt oberhalb des ersten spunts in der rören pei zehen schuen hinauf; mer ein spunt hinauf pei funfundzweintzig schuen etc.
[123a] Von der rören am Milchmarckt vor dem Thyrolt doselbst.
Der prunn oder röre am Milchmarckt hat drei zufluß, die alle drei sich versamen und zu samen komen vor dem Tiergartner thore im graben. an dem ecke des vorwercks gegen der vesten do steet ein gewelb unter der erden ist verdeckt mit einem stein; an demselben eck des vorwercks leit der stein pei ... schuen unter der erden ob dem loch, das in dasselb gewelb geet, darinnen die drei fluß zusamen komen.
Item der erst zufluße des wassers ist im stat graben vor dem Thiergartner thore oberhalb der prucken. im graben geet ein ganck, der vermaurt ist, gerichtz hinein in den vels gehawen; pei sibentzig schuen hinein do ist gleich ein creutzweg, also das ein weg ist ettwen gangen auf die rechten hant, der noch pei zwelf schuen hinein geet, do ist derselb weg oder ganck verworfen mit erden etc. so geet ein weg gerichtz durchauß noch hin hinder pei hundert und sechtzig schuen, do ist derselb ganck ein gevallen, also das man nit weitter komen mag. von und auß demselben gang geet der erst wassefluß her piß zu dem obgeschriben creutzwege, und geet verrer von dem creutzweg anf die lincken hant als man in den perck geet pei sechtzig schuen, do fellt das wasser unter sich ein in dem perg in ein andern ganck eines mannes hoch als hernach geschriben steet. das wasser geet in dem perg in steinen guten rinnen, die verdeckt sein mit andern steinen. und die geng sein in den percke gehawen und nit gewelbt etc. sunder in gantzen fels also gehawen.
Item als davoren steet wie der fluß des wassers also fall in ein loch eins mans tieff oder ein ander ganck, und auch mer davoren steet, das ein gewelbe im statgraben sei unter der erden am eck des vorwercks etc. in demselben gewelb geet ein ganck oder weg auch in fels gehawen in perck gen feld wartz gegen dem kollstadel zu, der auf dem Thiergarten steet, und geet also unter dem graben hinein pei hundert und zweintzig schuen. do kompt man wider zu dem vorgeschriben gang, do das loch ist, dorein das wasser fellt. der ganck geet also verrer gegen dem kollstadel, aber man kan nit wol ferrer komen von der nidern wegen des gangs, der kaum anderhalb oder zweier schuch hoch ist. in dem gang geet das vorgeschriben wasser also herauß zuruck, alles in gutten steinen verdeckten rinnen piß in das gewelbe unter dem vorwerck im statgraben. und das ist der erst fluß des prunnen oder rören am Milchmarckt.
[123b] Item der ander zufluß des prunnen am Milchmarckt ist im statgraben oben pei dem grossen sünbellen thuren, der im zwinger am eck der vesten steet, und pei vierundzweintzig schuen unden von demselben thurn im graben zu messen gegen der ecken dorgegen über do ist unter der erden ein ursprung und ein kast, derselb kast ist unter der erden pei acht schuen. von demselben kasten herab pei achtzig schuen in die ecken zu zu messen gegen dem newgepauten zwingerlein, das an die vesten geet, doselbst im graben ist ein sammenkasten des wassers, und von dannen ligen nun hültzen rören herab im graben pei dreien schuen unter der erden piß zu dem eck an dem vorwerck im graben, und also doselbst in einer hultzen rören in das gewelbe hinab, das doselbst ist unter dem vorwerck etc. und das wasser lauft oben von einem kasten zu dem andern in einer rinnen, die schlechtz in den vels also gehawen ist; und das wasser ist vor zeitten gangen in des Förchtels hoff pei dem Newenthore. und [das] ist der ander zufluß, den die röre am Milchmarckt hat.
Item der dritt zufluß der rören am Milchmarckt der ist und kumpt auß dem perg gegen der vesten zu, do ist ein ganck unden in dem gewelbe im graben als do oben stett, darein die drei zuflüß komen etc. do geet ein ganck, der in den fels gehawen ist, und geet also hinein unter des Schmidts haus oben pei dem Tiergartner thore, als man hinauß geet auf die rechten hant, ettwan des Suchennagels haus genant. in denselben ganck hin hinter pei vierundachtzig schuer do ist ettwan ein heimlich gemach auß Suchennagels haus in denselben ganck hinabprochen worden, als man das noch sicht durchnassen; und derselb ganck geet also verrer hin hinter in den perck gegen der vesten pei dritthalb hundert schuen, und derselb ganck geet nicht verrer. in demselben gang ligen steinen rinnen verdeckt, darinnen das dritt wasser kumpt geloffen auch unter das gewelbe zu den vorgeschriben zweien wassern.
Item so ist gerichtz unter dem loch hinab, das do ist oben in das gewelb zu nechst an der hultzen rören, die des Förchtels prunnwasser hinab tregt, do ist mit erden eins halben schuchs dick verdeckt ein zigelstein, wenn man do auf thut so sicht man die obgeschriben dreu wasser in einer spannen weit alle dreu zusamen komen ein iedes auß seinem ursprung; ob pruch were, so fünd man es an dem ent.
[124a] Item als nun an demselben ent im gewelbe die dreu wasser zusamen komen, gen sie nun in einer steinen rinnen, die auch verdeckt ist, in einem gang, der in fels gehawen ist, hinab gen tal durch oder under dem Thiergartner thore oder thurn hinab piß fur die kettenstock, die oben an der Schmidtgassen steen oberthalb Mertein Löffelholtz haus; verrer mag man nit wol komen, wann der ganck zu nider ist. und die steinen rinnen ligen also verrer herab piß zu dem prunnen vor des alten Eschenloers haus, do ist ein N in das geweng an der ein seitten seiner hausthür gehawen. do ist ein kasten zu rören jenset der rinnen im pflaster zwischen dem prunnen und der rinnen doselbst, und der kast ist pei achtzehen schuen tieff unter der erden.
Item von demselben obgeschriben kasten geet das wasser nun in hultzen rören herab piß fur die kettenstock, die vor des Hanns Volckamers haus sten, im Saltzvaß genant, und die rören ligen herab in einem gehawen gang, der in der vels gehawen ist an demselben ent, doch mag man darinnen nit geen, da es nider ist.
Item von den obgeschriben kettenstocken vor dem Saltzvaß ligen hültzen rören hinab in geschuttem ertrich pei zehen schuen unter dem pflaster und also hinab piß zu dem trog vor dem Tyrolt, do das wasser aufgeet und in denselben trog felt.
Item so ist her diesset des trogs oder des stocks, darinnen das wasser aufgeet, pei zwelf schuen von stock hinter sich vor der Weyssin hausthür ein spunt in dieselben rören, und das uberich oder verloren wasser in dem trog geet auf das pflaster und thut kein dinst mer etc.
[124b] Von der rören des Hyserleins.
Mer ein fluß und ursprunck des Hyserleins ist in dem alten statgraben als man von sant Jacob herab geet doselbst pei der alten statmaur, die do eins teils eingefallen ist, pei sechtzig schuen underhalb des ersten thurens an derselben alten statmeur im graben hinauf zu messen, under dem rangen von der statmeur herab pei sechtzig schuen auch zu messen, do ist der erst kast und ursprunck unter der erden und desselben prunnen etc. auch sein noch ettlich alter kasten zwen darob, die nun nit mer dienen zu demselben prunnen.
Item mer ist aber ein kasten in dem graben doselbst von dem obgeschriben ersten thuren an der alten statmeur von demselben obersten ecke des thurens, das gegen sant Jacobs kirchen hinauf steet, herab zu messen an dem rangen in den graben pei viertzig schuen. und zwischen den zweien kasten do ist ein gemaurter ganck, in demselben gang das wasser von einem kasten zu dem anderen geet.
Item von dem obgeschriben anderen kasten gen nun hültzen rören herab unter der erden pei dreien schuen und also durch die newgeschutten prucken, die hinter der almusen müll herauß auf den Newenpaw geet etc. und doselbst überzwerch durch die new gemaurten rinnen, die durch die prucken geet, und von dannen gerichtz zu dem trog zu, dorein das wasser fellt. under demselben trog geet es in der alten statmeur auf und gibt ein rore mit wasser herauß auf den Newenpawe in ein trog und in die stat zwu rören auch in ein trog.
Item die röre hat ein abloß aussen gegen dem Newenpaw. underhalb des steinen trogs pei sechs schuen gegen der Begnitz hinab do ist ein abloß unter dem hultzen trog, darauß man die pfert trenckt. und das verloren oder uberich wasser geet in die Begnitz von dem prunnen an paiden enden innen und aussen an der meur und thut kein dinst mer etc.
[125a] Von der rören vor dem müntzhoff pei sant Katherein.
Der ursprunck und einfluß des prunnen vor dem marstall oder müntzhoff pei sant Katherein hebt sich an am ersten auß dem schöpfprunnen oben im marstall pei der pfisterei oder graben doselbst. von dannen gen holtzen rören herab piß zu dem kasten, der do ist oben pei dem kollstadel, und die rören ligen woll eins mans tieff unter der erden herab.
Item mer ist ein zufluß im marstall neben dem narrenheuslein in dem pulferkemerlein, do ist ein kasten und gen hultzen rören von demselben kasten in den obgeschriben kasten gerichtz hinüber, gegen dem pulferkemmerlein über do ist der erst kast an der kollhütten.
Item mer ist ein zufluß, der do kumpt unten auß der alten statmaur gegen sant Lorentzen wartz, und geet also in den kasten vor der kolhütten und ist das meinst wasser von dreien.
Item von dem vorgeschriben ersten kasten pei der kolhütten komen die dreu wasser zusamen und geen also in hültzen rören hinab piß zu ent des marstals do das wasser aufgeet, ein rören inwendig, die ander außwendig des marstals oder müntzhoffs etc. von dannen geet dasselb wasser in die Begnitz und thut kein dinst mer.
Item ausserhalb des marstals oder müntzhofs do ist pei ackt schuen herdann von dem prunnen unter dem prücklein doselbst ein abloß zu dem obgeschriben prunnen etc.
[125b] Von sant Wilboltz prünlein vor der statt.
Sant Wilboltz prünnlein vor der stat hat sein ursprunck und zufluß pei sechtzig schuen hinter sich gerichtz hinauf zu messen gegen dem perg, und zwischen den zweien linten doselbst gerichtz hinter dem stock hinauf, do das wasser auf geet, do ist ein sammenkasten unter der erden; pei funf schuen von dannen ligen hültzen rören herab piß zu dem stock, darinnen dasselb wasser aufgeet und auß zweien rören fleust furpaß in die Begnitz.
[126a] Von prunrören und schöpfprunnen, die auf der gemein in sant Seboltz pfarr sein.
Am ersten der schön prunn und kasten am Marckt pei der Wechsel mit zwelf rören.
Item die rören und kasten hinden an Erhart Schurstabs seligen haus gegen der herren von Augustinern closter über.
Item die rör und trög hinten am alten fleischhaus.
Item die zwen rörenstock und trog voren pei den candelgiessern am alten fleischhaus.
Item die rören und kasten hinter unser lieben frawen capellen.
Item die zwen rörenstock und zwen kesten an der Ledergassen noch einander.
Item ein roren und trog an der Newengassen an des Wilden kandelgiessers eckhaus.
Item ein rorenstock unden an der Begnitz in der Newengassen an des Ortolfs garten.
Item ein rorenstock an der Eich pei der parfusen pruck, dorpei die herringerin wessern.
Item ein rorenstock und kasten mit dreien rören im newen spital.
Item ein rören und kasten im eussern spitalhoff.
Item ein rören ond kasten am Milchmarckt vor des Tyroltz haus.
Item ein rören und kasten, die schiltrören genant, unter der vesten herab.
Item ein schöpfprunn mit vier eimern pei der wage vor des Hubners haus.
Item ein prunn mit vier eimern pei den Augustinern vor der Sebolt Gralantin haus.
Item ein prunn mit vier eimern pei dem siechhaus auf dem Newenpawe.
Item ein prunn mit zwaien eimern auf dem Newenpawe vor des Fröleins haus.
Item ein prunn mit vier eimern an der Irhergassen.
[126b] Item ein prunn mit zwaien eimern, der mitten steet am Geyers perg.
Item ein prunn mit vier eimern von dem Rotgeben, als man zu dem Newenthore geen will.
Item ein prunnen mit zweien eimern pei dem Newenthore, genant der ratprunnen.
Item ein prunn mit vier eimern mitten auf dem Weinmarckt.
Item ein prunn mit zweien eimern hinten unter des Volantz haus, darinnen der Püchler sitzet.
Item ein prunnen mit zweien eimern oben an der Zistelgassen.
Item ein prunn mit vier eimern pei dem Thiergartner thore.
Item ein prunn mit vier eimern an der Smitgassen vor des Zöllners plechsmits haus.
Item ein prunn mit zweien eimern am Milchmarckt vor Endres Tuchers haus.
Item ein prunn mit zweien eimern am Platenmarckt vor des Gruntherrn haus.
Item ein prunn mit vier eimern vor des Halbwachsen haus.
Item ein prunn mit vier eimern an der obern Smitgassen vor des Rugers haus.
Item ein prunn mit zweien eimern vor des Pecherers haus unter der vesten.
Item ein prunn mit zweien eimern oberhalb des Schampachs haus gegen der vesten.
Item ein prunn mit zweien eimern unter dem thuren alt Nuremberg.
Item ein prunn unter des Lempergers satlers haus pei dem Luginslant, den schöpft man nit mer.
Item ein prunn mit zweien eimern hinten am Rosenpat.
Item ein prunn mit zweien eimern vorn an dem Rosenpat.
Item ein prunn mit zweien eimern hinten an den predigern.
[127a] Item ein prunn mit zweien eimern hinden an des alten Hannsen Tetzels haus.
Item ein prunn mit zweien eimern vor des alten Cuntzen Hallers seligen haus.
Item ein prunn mit zweien eimern an des alten Jacob Hallers haus, darinnen ietzunt Münch messingslaher sitzet.
Item ein prunn mit zweien eimern auf sant Gilgen hoff vor Linhart Grolants haus.
Item ein prunn mit vier eimern unden an sant Gilgen hoff pei des parbirers haus.
Item ein prunn mit vier eimern auf dem Heumarckt vor des Niclassen Grossen haus.
Item ein prunn mit vier eimern an der Lauffergassen vor des Seherleins haus.
Item ein prunn mit vier eimern pei dem innern Lauffer thore.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter sant Gilgen an ir clostermaur.
Item ein prunn mit zweien eimern oberhalb der Hirsselgassen hinter des Ammans garten hinauf.
Item ein prunn pei dem fröschthuren am Treyperg, der ist versigen und man schöpft in nit mer.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Hirsselgassen an des Hanns Tuchers garten.
Item ein newer prunn mit vier eimern vor des Planckensteiners heuser pei dem eussern Lauffer thore.
Item ein prunn mit zweien eimern pei dem eussern Lauffer thore.
Item ein prunn mit vier eimern an der Lauffergassen vor des Kaltenhausers haus.
Item ein newer prunnen mit vier eimern auf dem platz pei der juden kirchoff.
Item ein prunn mit vier eimern pei dem Werder thurlein.
Item ein prunn mit vier eimern vor des Ramen haus, als man von dem Werder thurlein an den Sant will geen.
[127b] Item ein prunn mit vier eimern an der Elendengassen pei des Paumgartners stadel.
Item ein prunn mit vier eimern pei dem Sunnenpat.
Item ein prunn mit zwei eimern an der Judengassen.
Item ein prunn mit vier eimern pei dem Tallner hinter des müntzmeisters haus am Obsmarckt.
Item ein prunn mit vier eimern am Obsmarckt vor des Rochlitz haus.
Item ein prunn mit zweien eimern in der Newengassen pei Michel, pecken.
Item zwen prunnen ieder mit zweien eimern in des Ortolfs hoff pei dem newen spital, genant im Kappenzipfel etc.
Summa funftzig schöpfprunnen und funftzehen rörn mit dem schön prunnen.
[128a] Von prunrören und schöpfprunnen, die auf der gemein in sant Laurentzen pfarr sein.
Item ein rören am marstall gegen der Begnitz.
Item ein rören und trog unten im Wert, der Hyserlein genant.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter sant Katherein in der gassen.
Item ein prunn mit zweien eimern oben am marstall auf dem graben vor des Derrers gassen.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter der Peunt unter den heusern doselbst.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter der Prüch, heist der ketten prunnen.
Item ein prunn mit zweien eimern vor sant Martha kirchen.
Item ein prunn mit zweien eimern pei dem eussern Frawenthore vor des Wydersteins haus.
Item ein prunn auf sant Claren kirchoff, der ist zugedeckt, den gepraucht man ietzunt nit.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Fleischgassen pei des Planckensteiners heusern am Vischpach.
Item ein prunn mit vier eimern vor dem innern Frawenthore auf dem platz.
Item ein prunn mit vier eimern pei dem innern Frawenthore vor des Fügels haus.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter sant Laurentzen chore an der werck oder steinhutten.
Item ein prunn mit zweien eimern am eck zwischen der herren von Halßprun und der herren von den parfusen gartenmeur.
Item ein prunn mit vier eimern pei den protlauben, genant der Lanckamer.
Item ein prunn mit zweien eimern am Köpfenperck hinten an des Slegels haus.
Item ein prunn mit vier eimern vor Cristan Weysen haus über.
Item ein newen fliessenden prunnen hat man dapei gemacht und gefast, des man nit schöpft, genant der Kropfel prunn.
[128b] Item ein prunn mit zweien eimern an der undern Ledergassen an den heusern doselbst.
Item ein prunn mit zweien eimern neben der almusen müll im hofflein.
Item ein prunn mit zweien eimern auf dem Kornmarckt neben dem peckenhaus an der obern Ledergassen.
Item ein prunn mit zweien eimern vor unser lieben frawen prüder clostere.
Item ein prunn mit zweien eimern hinten an Heintzen Rumels seligen hinterhaus.
Item ein prunn mit vier eimern vor sant Laurentzen pei Jorg Hallers seligen haus.
Item ein prunn mit zweien eimern vor Endres Geuders haus am Vischpach.
Item ein prunn mit zweien eimern neben des Salman, pirprewen, haus pei dem heffner.
Item ein prunn mit zweien eimern pei dem weissen thuren am Vischpach.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Preittengassen vor des alten Heynvogels verbhaus.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Preittengassen vor des Schonnpeter fleischhacker, haus.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Kottgassen, der do stet unter den heusern.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Kotgassen, ettwan auf dem mittel teil der gassen.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Kottgassen hinten am pathaus, im Prullen genant.
Item ein prunn mit zweien eimern an der Pfannschmitgassen als sich der Vischpach scheidt pei dem Gumbler.
Item ein prunn mit vier eimern zwischen dem pat im Sündergew und dem Vischpach doselbst.
Item ein prunn mit zweien eimern im Graser geßlein hinter der kartheuser gartenmeur.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter den kartheusern in der gassen pei des Peßlers garten.
Item ein prunn mit zweien eimern pei des Müffleins garten hinter dem haus, darauf die zwen störch steen, pei den zwelf prudern.
[129a] Item ein prunn mit zweien eimern in des appothekers gassen.
Item ein prunn mit zweien eimern auf der creutzstroß gegen der Walg, genant sant Jacobs prunn.
Item ein prunn mit zweien eimern auf dem innern statgraben an der Nadlergassen.
Item ein prunn mit zweien eimern auf einem gevierten pletzlein hinter sant Jacob.
Item ein prunn mit zweien eimern pei der hüll an sant Jacobs kirchoff.
Item ein prunn mit zweien eimern an der undern Ledergassen pei dem Holfelder, pecken.
Item ein prunn mit zweien eimern an der obern Ledergassen underhalb des Krels stadel doselbst.
Item ein prunn mit zweien eimern vor der teutschen herren hoff pei irem grossen thore.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter dem teutschen haus vor des Elwangers ferbhaus.
Item ein prunn mit zweien eimern hinter dem teutschen haus bei des Putendorffers gemach.
Item ein prunn mit zweien eimern auf dem Newenpawe vor dem thore, das in den zwinger geet doselbst.
Item ein prunn mit zweien eimern auf dem Newenpaw vor des Perings heusern doselbst.
Item ein newer prunnen mit zweien eimern pei dem grossen kollstadel auf dem Newenpawe etc.
Item ein prunn mit zweien eimern pei dem eussern Spitalerthore vor dem thuren doselbst.
Summa neunundviertzig schöpfprunnen und zwue rören.
Item mer ein schöpfprunnen pei dem Wildpat mit einem eimer, der zu dem Wildpat dienet.
[129b] Von prunnen die ein paumeister zu versehen hat.
Hanns Graser seliger auf die zeit der stat paumeister hat alwegen geben von dem prunnen auf der vesten zu fegen mit leuten und pferden, wenn sein not ist gewesen, zehen pfunt alt. ich hab sein aber die zeit, die ich pißher paumeister gewesen pin, zwai male fegen lassen, als hernach geschriben stet.
Zu sant Urbans tag [25 Mai] in dem sibenundsechtzigisten jare ließ ich den Hübner, maurrer, den prunnen auf der vesten fegen. der feget doran acht stunt mit dreien pferden und dreien gesellen zu im und der ritt get in das schloß piß fur den kellerhals, darzu lehe ich im ein reitleinne von sechunddreissig klofter lanck und ein leittern von sechtzehen sprusseln. und der prunn hett funftzehen schuhe wasser, und schöpft in trucken; davon gab ich im und sein gesellen sechtzehen pfunt alt.
Item in dem neunundsechtzigisten jare am freitag nach Dionisy [13 Oct.] feget man aber den prunnen, davon gab ich aber sechtzehen pfunt alt dem Hübner, wann ein katz hinein gefallen was.
Auch hat der stat paumeister allewegen den prunnen unter altem Nuremberg, dem thuren, beseilt und fegen lassen. nachdem aber die nachpauren doselbst ein prunnen zunechst underhalb des Luginslants unter einem haus nit prauchen, hat man dieselben nachtpaurn geschriben und geordent, zu dem prunnen unter alt Nuremberg zu geben, und darzu prunnmeister gesetzt, die also kunftiglich denselben prunnen unter alt Nuremberg in wesen halten sullen, des sich dann dieselben nachtpaurn also unterwunden und angenomen haben.
[130a] Es hat auch der stat paumeister zu beseillen den prunnen pei dem eusern Frawentore an des Widersteins haus, der halber auf der gemein steet. und wenn demselben prunnen nott ist zu fegen, so soll es der stat paumeister halbs und der Widerstein das ander halbteil zallen, das ist iedem teil umb dreissig pfenning.
Mer hat der stat paumeister den prunnen auf der Peunt zu versorgen, und wenn dem not ist zu fegen, soll es der stat paumeister halbs zallen und der Rothan das ander halbteil, oder wer denselben garten innen hat etc. darvon gibt man alleweg dreu pfunt alt zu fegen, zalt der paumeister halbs und der Rothan halbs.
Nun auch den prunnen hinten im rathaus den helt der hausknecht in wesen mit fegen und seillen, und nimpt das gelt doselbst auß der losungstuben.
So hab ich den prunnen zu dem Scheffhoff auf ein zeit lassen auswechseln von eins ratz befelhnus wegen, und ließ darzu ein newes prunnrat und eimer machen.
Und den prunnen im wald auf der hochen heide auf der straße gegen dem Heroltzperg hab ich zu zweien mollen lassen pessern und rechtfertigen von eines gemein nutz wegen, nachdem und ein grosse lantstroß do fur geet, und der prunn darauf des reichs poden ist und sich sein sust niemant annimpt. das ist alleweg mit zweien oder dreien taglon zu pessern gewest.
[130b] Ich hab auch lassen flicken und pessern den prunnen zu der Puchenklingen am Reuhelperg an den stein und staffeln die hinab geen, die erfault und zu erfroren waren etc.
Den prunnen pei dem Wiltpat soll ein paumeister in wesen halten und den fegen lassen wenn sein not ist. den hab ich in zehen jaren ein moll fegen lassen und dreu pfunt alt davon geben im sibenzigsten jare am sambstag nach Walpurgis.
[131a] Von gelt zu schöpfbrunnen in der stat.
Desgleichen sein ettliche heuser hie, die do zinsen zu ettlichen schöpfprunnen hie in der stat; dieselben zins dann die öbristen prunnmeister, als ietzunt ist Bertholt Pfintzing, Gotlieb Volckamer und Erasem Schurstab, in verzeichnus haben. solich zins nemen ein die prunmeister, die dann durch die obersten prunnmeister zu denselben prunnen, darzu das gelt geschickt ist, gesetzt sein.
[131b] Von dem rören porzeuge.
Ein hütten ist im zwinger auf dem Newenpawe, darunder ein schragen zu gericht ist, darauf man die prunnrören port, die man dann lange jar her unter der hent also geport hat und den leutten sawer worden ist. also hab ich im zweiundsechtzigsten jar zu sant Laurentzen tag mit einem, der von Hertzogaurach herkam, genant Hanns Tölzer ein mülner, bestelt, der mir einen schragen und gerust auf sein kost macht und herpracht, als das dann ietzunt noch steet under derselben hutten, doran man sider gesehen auch das etwaß gepessert hat; darfür ich im gab mit sechtzig rören, thenner und fiechter, die er mir selbander erstlich hie auf sein kost doran port, die rören ließ ich im furen darzu und gab im dorfur dreizehen halben guldein reinisch.
So kam ein jude her im zweiundsechtzigisten jar, genant Josep von Ulm, der dann auch ein porzeug zu rören furgab zu machen auf der stat kost, das einer als vill rören ein tag port als sust zwen gesellen zwen oder drei tag poren solten, und begert an einen erbergen ratte, das zu gestatten und befelhen zu machen, wo das nit recht teet, so wolt er denselben kost leiden und selber bezallen, tet das recht, so gert er, das ein erberger rate im das burgerrecht schencket. demnach und von befelhnus eines erberen rats ließ ich zu den dingen greuffen und im zwinger zwischen dem Spitaler und Frawenthore der thüren einen, so in stat graben geen, tieffer pei zwelf schuen graben und mit stein unterfuren, auch das geruste von holtz machen, das alles pei funftzig guldein kost. in des starb der Jude zu Stockarten und steet das werck noch also in demselben thuren und thut alles recht, dann der negwer wil an der schneiden nit recht thun, nachdem man den nit ausziehen solt, das er die spen woll fallen lassen, dann der negwer gerichtz übersich zu gericht ist.
Auch soll ein paumeister allewegen auf das minst der prunnrören ein hundert oder anderhalbhundert haben geport und im weier oder statgraben auf dem Newenpawe ligen, dann wo sie nit im [132a] wasser ligen, so verdürben sie, dann man der alle tag bedarf ein zu püssen zu den prunnen der stat. darzu bedarf man ir süst in der gemein zu prunnrören und in die bade; die mag ein paumeister woll einem vergünnen und geben umb sein gelt, eine umb acht groschen oder sechtzig pfenning ungeverlichen, dann man hat sust keine hie dann was ir der paumeister hat. aber vorauß so soll der stat paumeister des geflissen sein, das er keine gebe oder verkauff auß der stat zu füren on laub eines erbern rats, und sunderlichen wo man sie auß der stat und gepiette füren wolt.
So sollen die heringerin die rören an der Eiche, die in zu irem wessern vergunt ist, selber machen lassen und in wesen halten mit den kesten und der prucken do vor; damit hat ein paumeister nichtz zu thun, wie woll ich es ine zu lieb das alles vernewen hab lassen im neunundsechtzigsten jare. dorfur haben sie mir und nemlich die Hanns Schelhamerin von ir aller wegen das gelt wider geben, was das alles gekost hat etc.
[132b] Von prucken, stegen und weren oder güßpetten in der stat.
Item die zwen stege, die an peden seitten vor den schoßgattern oben am wasser als es in die stat fleust von dicken dilln gemacht sein, darauf man zu den gattern komen mag, die soll ein paumeister auch machen und in wesen halten wenn sie schaden nemen.
Die dillen, darmit man die Begnitz versetzt oder swelt, wenn sein not geschicht, vor den vorgeschriben zweien stegen, die ligen oben auf denselben gengen ob den schoßgattern, do haben sie ire beheltnus.
Pei Wilhelm Derrers haus und garten doselbst geet über die Begnitz ein pruck obenthalb der müll am Sant. dieselben prucken mitsampt dem werr zwischen des newen spitals heussern und dem klein werrlein hinter der Plaich doran stossent soll derselb müllner machen und in wesen behalten, damit hat ein paumeister nit zu thun, anders dann das klein werlein hinten an der Pleich soll ein paumeister machen, als vor steet.
Zwen stege, die vor ein ander von dem Schießgraben am Sante auf die Schütte zu geen, die soll der stat paumeister machen und pessern lassen.
Und desgleichen soll der statt paumeister pessern lassen und in wesen halten das werr, als vill und des der statt zusteet, das [133a] do ist hinter der Pleich zwischen des müllners werr am Sant und der Pleich, darüber das wasser fellet, wenn do güß sein. das ist zu bewaren mit rauhen wedellen und esten, die man einlegt und die beswert mit erden und alten quadern und wacken, die sust zu nichte tügen.
Des gleichen soll ein paumeister die verdeckten pruck hinter dem Wildpat auch machen lassen und in wesen behalten.
Auch den stege und das were ob der müll hinter sant Katherein zwischen dem klein werlein, das ob den prunnrören hinten an dem manghaus leit, das soll dann ein paumeister bewaren als vorgeschriben steet. denselben stege und were soll der müllner auf sant Katherein müll machen lassen und geet der stat paumeister nit an mer, dann das klein werlein ob den prunnrören, das soll ein paumeister machen lassen.
So soll der stat paumeister den stege machen lassen pei dem winckler an der Ledergassen über die rinnen doselbst. den ließ ich vernewen in dem einundsechtzigsten jare in sant Gallen tag [16 Oct.]; darzu komen zwen pretten, einer viertzig schuch lanck.
Item sant Katherein und die spitalprucken soll der statt paumeister machen lassen.
Item die zween stege die hinten aus dem newen spital über die Begnitz gen, die soll der new spital machen lassen und gen der stat paumeister nit an.
Item der parfusen prucken sol der stat paumeister machen lassen.
[133b] Item desgleichen die fleischpruck soll der stat paumeister machen lassen mit sampt dem klein prucklein ob der trenck, das gegen dem pathaus hinab geet. darzu soll der paumeister machen die pruck zwischen der fleischhacker schlachhaus und der gepflasterten pruck doselbst.
Das slachhaus auf der Begnitz vor dem alten flaischhaus, das mit schinteln gedeckt ist, das gehort dem gemein hantwerck der fleischhacker zu zu machen und in wesen zu halten, also das der stat paumeister gantz nichtz doran machen bedarf weder in dem grunt mit pfellen noch sust ob der erden etc. aber die prucken, die do ist zwischen dem slachhaus und dem alten fleischhaus, auch die pruck vor dem slachhaus und der kandelgiesser ganck, die ist der stat paumeister schuldig zu machen und in wesen zu behalten.
Auch was sie pöser rimen, doran sie das fleisch hencken, unter dem alten und newen fleischhaus haben, soll in der stat paumeister machen und pessern lassen; aber mit iren pencken und stocken darvor damit hat ein paumeister auch nichtz zu thun, noch auch mit dem prucklein, dorauf sie ir wampen und fleck waschen, das macht auch das hantwerck der fleishhacker und nit ein paumeister.
In dem funfundsechtzigsten jare in der vasten do ließ ich von befelhnus eines erbern rats und von pete wegen der hernach geschriben person ein dollen von dem kasten und dem heimlichen gemach, das hinter des Gartners, Techelmeyers, Weinmans und des Appothekers heusern was, machen von stein und mit Kornperg schallen gedeckt von iren heusern zwerch uber die gassen und also durch das fleischhaus in dem mitteln gang durchauß piß an die Begnitz alles auf derselben nachtpauren kost. die zeit ließ ich in dem slachhaus ir heimlich gemach verkeren und ein kemerlein, auch den steg und prucklein, darauf sie die wampen und flecke waschen, das alles die nachtpauren zalten und mir pei sibentzig guldein gaben fur alle ding. das alles geschach mit eines erbergen rats erlaubung und mit gunst eines gemeinen hantwercks der fleischhacker.
Item den stege hinder den fleischpencken gegen den schleiffredern sol der stat paumeister halben und die mullnerin dapei halben machen, als da voren auch steet.
Ein pruck, die hinten auß der mul hinter den fleischpencken zwischen dem heimlichen gemach und den schleuffheusern doselbst hinauß auf den Sweinmarckt geet, das ist ein gunst und kein recht; wann die Pfennin, mülnerin, auf ein zeit die verpandt und gedeckt wolt haben, das ward ir in einem erberen ratt abgeslagen nemlich im sechsundsechtzigsten jare umb sant Jörgentag.
Darzu soll die mulnerin noch ir erben das new heuslein, das voren zwischen irem mülhaus und dem steg am wasser steet, künftiglich nit hoher pauen, dann doselbst ettwen newer ein vischstuben gewest ist, und ein kleins gemechlein darauf, das auf ein zeit in das wasser viel, also wolt ir ein erber ratt nit hoher das vergunnen zu pauen, darumb müst sie das flach tach darauf setzen, damit sie pei der hoch pleib. dieselben alten hoch ir ein erber ratt durch Heinrich Meyßner und mich furgeben hiessen.
Auch die waschpanck doselbst zwischen denselben vorgeschriben newen heuslein und dem steg, die solt do pleiben. wiewol sie die mülnerin do nit geren hat, so wil sie ein erberger ratt haben, das die leut do waschen, doch das niemant do leugen oder fewer schüre, das ist dem pfenter und leben bevolhen zu weren. das soll der stat paumeister auch in acht haben und die waschpanck halbe und die mülnerin das ander halbteil machen.
Und dieselb mülnerin ist auch schuldig denselben steg, der pei irer müll gegen den sleiffern hinüber geet, und die füll oder ladung, die zwischen irer müll und dem newgepautten heuslein doselbst steet und ist etc. das alles sol sie halbs bezallen, was pruchs doran ist oder der stat paumeister doran machen lest, das sie dann mer dann ein moll mit mir hat helfen machen und iren halben teil doran bezalt.
Item das were zwischen den zweien müllnern hinter den fleischpencken sullen dieselben zwen müllner kunftiglichen pessern und in wesen halten und die stat nit.
Item das güspette und spunt an dem seutümpfel sol der stat paumeister pessern lassen und in wesen halten als dann vorn im buche steet.
Mer soll der stat paumeister machen lassen und in wesen halten das güspett, das do ist unterhalb des wers zwischen dem newen fleischhaus und der müll, die im wasser steet doselbst, also wenn güß sein und das wasser uberfelt, das es dann nit als sere spüll, als es sust theet etc. darumb hab ich im dreuundsechtzigsten jare ein spunt über und über slachen lassen mit dennen pfellen und ein eichen holtz darauf zogen und dorhinter mit thaugrass und rauchen wedelen ein gelegt und die mit alten quadern und wacken beswert, darauf das wasser von dem were scheust und nimmer als ser spult, als es vormals gethan hat. doch soll man das güspett nit uber den spunt erhohen mit den esten oder quadern, das wasser stieß sust die quader uber den spunt auß und were alles vergebens, kost, mühe und arbeit. aber an demselben werr bedarf der stat paumeister nichtz machen lassen, sunder die mulner auf peden seitten sullen dasselb werre in wesen halten, wiewol dasselb werre von der stat arbeittern im anfang auf der mulner begeren von Hannsen Coler, die zeit paumeister, gemacht worden ist, so haben doch die mulner auf peden seitten ir ieder sein anzall doran geben und bezalt.
Item die langen verdeckten prucken und die pruck pei dem Derrer soll auch der stat paumeister machen lassen, aber das prucklein über die trenck gegen dem Derrer über gegen denselben heusern, das geet der stat paumeister nit an sunder die, die auf derselben seitten sitzen und heuser do haben, die sullen dasselb prucklein machen lassen.
Item den stege pei dem leben sol der stat paumeister auch machen lassen und in wesen halten.
Item die steinen pruck auf dem Newenpaw soll der stat paumeister mit pflaster und sust bewaren lassen. darauf hat ein erber ratt dem Endres Zeringer vergunt ein marter zu setzen, doch das er kein schilt doran mach, das dann Heinrich Meißner und ich im von ratz wegen gesagt haben. darüber er schilte an die marter macht, und nachdem das an einen rate langt, ward dem Meißner und mir aber befolhen, dem Zeringer zu sagen, die schilt von der marter ab zu thun, das mir im dann gesagt haben. und aber die schilt darnach lang stunden und sie der Zeringer nit ab teet, also ist man über die schilt mit einer praun farb gefaren; ob das der Zeringer bevolhen oder wer das gethan hab das weiß got woll.
Item das were zwischen den undern zweien müllnern nemlich des Thoman, müllners, und des Trubachers müll sullen dieselben [134a] zwen müllner machen lassen und in wesen behalten, auch desgleichen den steg, der vor iren müllen her get von einer zu der andern, sullen sie auch machen lassen und die stat nit.
Item so machen die irher ir prucken, steg und hütten selber. darmit hat der stat paumeister nit zu thun.
Item desgleichen fassen die irher den rinch und rinnen, die von irer gassen und gegen iren stegen in die Pegnitz geet; darzu hab ich in zu zeitten alte pruckholtzer geben, damit sie die rinnen außgefuttert haben etc.
[134b] Von den waschpencken in und vor der stat, die ein paumeister soll machen lassen.
Item die waschpenck oberhalb Wilhelm Derrers garten am Sante zu ende des grossen steinen flugels an der Begnitz doselbst.
Item die waschpenck underhalb der müll am Sante an der Begnitz.
Item die waschpanck am steige am Sante vor dem Schießgraben an der Begnitz.
Item die waschpanck pei dem newen spital vor des Karl Holtzschuers haus an der Begnitz.
Item die waschpanck hinter dem Wiltpat an der Begnitz.
Item die waschpanck pei sant Katherein underhalb der müll an der Begnitz.
Item die waschpanck hinter den fleischpencken machen die müllner halbe mit der stat paumeister.
Item die waschpanck auf dem Sweinmarckt an der Begnitz.
Item die waschpanck pei dem siechhaus an der Begnitz.
Item die waschpanck underhalb der segmüll auf dem Newenpawe an der Begnitz.
Item die waschpanck vor der stat an der Haller wisen an der Begnitz.
[135a] Von dem wege und prucken umb die stat.
Wenn der weg durch den Than pös wirdet, so hat man den ie von stege und wege gelt wider machen lassen, als dann der Holtzel seliger, do ich erst paumeister ward, thet, und fieng es an also: er patte ein erbergen ratte umb holtz darzu zu erlauben, das ließ er mit wissen des amptmans sant Sebolts walt hawen, do in derselb amptman hin weist. darnach lech im der amptman ein seiner reittenden knecht, der der paurschaft do umb vor dem wald und sunderlichen den, die den weg ser und sam teglichs prauchen, auf ein tag auf gepietten, den hinter der stat sitzen, die patte er von eines rats wegen auch zu faren und zu frun. wenn dann solich holtz gefürt ward, so bestellet der Holtzel leut, die das einlegten, den lont man darumb. was er dann darzu bedorft von hawen, schaufelen, schutkarren, das lech ich im von gemeiner stat wegen darzu auf silberene pfant als andern leutten.
Das steinen prucklein, das do ist aussen am dorf zu dem Than, das soll machen der Elßner und der Rodner von den güttern, darauf sie sitzen und die do ligen hinter dem Gruntherrn zu dem Thanne.
Zu dem Meilmanshoff das prucklein soll machen die gemeine doselbst.
Item die pruck zu Buch soll machen die gemein doselbst.
Nachdem und oft ein hüll und pöser wege ist in den zeun und gerten vor der stat herdiesset des Thans pei Fritzen [135b] Herlles garten, den hat der Höltzel seliger auch lassen prucken und vernewen als ein pfleger steg und weg. und in sunderheit so ist ein erbgrab durch desselben Fritz Herls zeun und garten durch auß und also ferrer hinter des Herels garten durch ein rangen als auf der seitten gegen Fürt hinab, denselben graben soll der Herl alle jar raumen und der ander hinter im desgleichen, dardurch das wasser von der stroß an dem ent lauft, so wirt der weck nit als tieff. dan des Herels vater hat auf ein zeit ein erbprieff gehabt, darinnen gestanden ist, als mir der Gürtler sagt, das er denselben graben pflichtig ist zu raumen und das wasser do durch soll leitten von der stroß; aber derselb briefe hat mir nie mügen zu sehen werden, wie woll ich des vil müe gehabt hab pei seinem sun, der sagt, er wiß von keinem briefe; doch ist er nit in abrede und bekennt, das er den graben nit verschutten und auch raumen soll, wenn sein not tut. das soll ein paumeister in acht haben.
Fürder herein pei des Schinheintzen garten ist zu zeitten pöser wege, den hab ich durch die kerner, die in der stat auf dem pflaster faren, erschütten und erhohen lassen mit allerlai erden, die sie sust fur das thore furen müssen. so hat auf ein zeit Philip Pirckamer als ein pfleger steg und weg geltz mit frun der paurschaft zu dem Than, klein und grossen Reut, Meilmanshofe, Loe etc. den erbgraben lossen außwerfen, der umb des Fritzen Ernsts garten am zaun hinab geet gegen Poppenreutter wege, darinnen das wasser auch von der stroß kumpt und sich in demselben graben verleuft, der in vill jaren nie gefegt ist worden. das tetten pei viertzig menner in einem tag; der iedem ließ der Birckamer geben zwai röcklein; darzu leg ich von gemeiner stat wegen ettlich hawen und schauffeln.
Auch die prucken zu Fürt soll ein zöllner doselbst zu Fürt machen und in wesen halten.
[136a] Ein stat paumeister soll in gutter acht haben und pesseren lassen die steinnen pruck zu dem Doß pei Snigling, wo sein not were, als ich dann in dem fünfundsechtzigsten jare ettlich pesserung unden auf und in dem waser an den anfengen mit Kornperck stein auß gewechselt und mit eissen klamern vergossen und gepunden, wo sein not was und das wasser außgespult hett.
Auch den weg und steige, der do von dem heiligen creutz gein sant Johanns geet und gepflastert ist, den hat alleweg ein paumeister ie zu zeitten, so er schadpar ist gewest, pessern und flicken lassen am pflaster und stocken, das man nit darauf fare.
Das pflaster, das zwischen dem Newenthore vor der stat und dem heiligen creutz ist, das soll der stat paumeister pessern lassen und in wesen behalten.
Zu dem Megeldorf die pruck süllen die gemein doselbst machen und pessern lassen, darzu haben sie alle jare von dem rathaus zwen guldein reinisch ewigs geltz, die Philipp Birckamer ein nimpt mit anderem gelt, das zu weg und steg gehoret. es hat auch der Höltzel zu zeitten doran von stege und weggelt pessert, des gleichen hat Philipp Birckamer auch gethan, das im aber von eins erbergen ratz wegen undersagt worden ist, also das er den pauren die zwen guldein alle jar darzu geb und loß sie die prucken selber machen und furpasser pessern, als in dann vor jaren durch Peter Mendel auch von ratz wegen gesagt ist, das man dann kürtzlich geschriben funden hat auf dem rathaus.
[136b] Item die pruck zu Wert und die stege piß zu der Schnödin weierhaus die machen die von Wert und geen der stat paumeister nit an.
Pei des Schnöden weierhaus das prücklein über das klein Begnitzlein das soll machen den halben teil, wer die Hadermüll innen hat, und der mullner pei sant Katherein hinden in der stat den anderen halbteil, als dann hernach pei der Hadermüll geschriben steet.
Und den weg durch Sweinaw und zwischen Schweinaw und sant Lienhart den hat Philipp Birckamer als ein pfleger mit dem stege und weg gelt pesseren und machen lassen und darzu kauft ettlich peusch wachalter und mit frun der paurschaft do umb feltstein in die löcher furen lassen, darzu ich auch mit reten zu zeitten geholfen hab von eines gemeinen nutz wegen.
Item den steig zwischen sant Lienhart und dem Gostenhoff den soll man von sant Lienhartz gotzhaus wegen in wesen halten und machen lassen.
Item das steinen prucklein zwischen sant Lienhard und dem Gostenhoff soll man auch von sant Lienhartz gotzhaus wegen machen lassen und ein paumeister hat damit nit zu thun.
Item das prucklein zu dem Sinterspühel sullen die pauren doselbst machen lassen, das hat ine Peter Mendel von ratz wegen gesagt. ich hab ine zu zeitten alles holtz darzu zu stewer gehen.
[137a] So hat Philipp Birckamer innen als ein pfleger steg und wege gelt zwei eigne gütter zu Hausen pei Zenn gelegen, gibt das eine vier sümmer korns, zwei sümmer habern, ein halb pfunt haller Michaelis, ein halb pfunt eier zu ostern, acht pfingstkess, acht weinachtkess, vier herbsthüner und zwu vasnachthennen; das ander gibt zwai summer korns, vier pfingstkess, zwei herbsthüner und ein vassnachthennen. davon soll man pessern und in wesen halten allein die drei prucken; die pruck zu Reichelstorff, die pruck zum Stein, die pruck zum Altenperg, darzu der Birckamer dann an iedem ende sein sunder pruckmeister hat, die darauf sehen, und wenn etwas nott ist, so thun sie im das zu wissen etc.
[137b] Von stege und wege gelt.
Der stat paumeister hat auch ettwen vill jare her eingenomen ettlich zins und gult aus heusern hie in der stat und auch güttern auf dem lande, die do gehören zu wege und stege, dieselben damit zu pessern. wann aber der stat paumeister sunst vill und mancherlai zu thun hat, auch wenn ein paumeister also ettwas machen oder pessern ließ an stege oder wege, das dann abnam und wider schadpar wart, als soliche dinck mit prucken und anderem nit ewiglich geweren mag, wolten ettlich leut das darfur haben, der stat paumeister und gemeine stat wer das schuldig wider zu machen. auf das so hat ein erber ratte in vergangen jaren das befolhen gehabt Conrat Paumgartner dem eltern und Hannsen Höltzeln seligen und nach der peder abganck das befolhen dem Philip Birckamer, der solich zins und gult ein nimpt und davon ausgibt, also das der stat paumeister nichtz mer darmit zu thun hat etc.
[138a] Von greben an der Fürreut.
Nachdem man vor jaren die greben an der Fürreit von eines erbergen rats wegen dem Fritzen Peyern einem alten soldner und diener befolhen hat zu besehen, also das die alle jar gefegt und ausgeraumpt werden, dadurch das wasser von der stroß gee und die wege im winter nit als tieff weren etc. und nachdem derselb Peyer abgangen ist und die greben ettliche jar darnach lang ungeraumpt pliben und verwachsen waren, dardurch vill clage von der lantschaft und frembden furleutten und die zu der stat wanderten gewesen ist etc. also hab ich ettliche jare her von gemeiner stat wegen einen bestellt, genant Hanns Hetzel von dem Steinpühel und dem gegeben alle jar zehen pfunt alt, das er ob denselben greben gewest ist an der Fürreit, die sich anheben, und das wasser kumpt von der Santreut, Gigitzenhoff, Galgenhoff, Steinpühel, Gostenhoff, Sinterspühel zu den Höfen zum Ley zu, also das er die pauren und ander die ir wissen und felt doran ligent haben, darzu gemüssigt hat, wenn sie das grummat hinein pracht haben alle jare, das sie dann dieselben greben haben mussen außwerfen und raumen siben schuch weit. was dann an der gemein stroß gewest ist oder die greben doran gestossen haben, des nit vill ist, das hab ich von gemeiner stat wegen raumen und außwerfen lassen. welcher dann nit fegen wolt dem gepot er pei vier pfunten und setzt im des ein zeit, als siben oder acht tage, fegt er dann nit, so must er mir den pfenden und mit denselben pfanden faren und die nach meinem rate wider geben, darinnen ich im dann den ruck gehalten habe. doch redt ich selber sovil mit den leutten, wo sein not thet, also das wenig leut gepfendt wurden, das nichtz heist.
Demnach da man merckt, das die dinck also recht tetten, warde mir von einem erbergen rat befolhen, das ich dergleichen im Knoblachs lande auch iemant bestellen solt zu den greben zu sehen, die von dem Ketzers hoff hinab zu der grossen und klein Reut und auch fur und durch den Than und also hinab gegen Poppenreut zu etc. demnach hab ich bestellt Heinczen Rodner von Sweinaw, dem gib ich alle jare sechtzehen pfunt alt, und des zill und jare [138b] oder bestellung ist alleweg zu sant Walpurgen tag, also das er mir der greben an der Fürreit und im Knoblachs land warten soll, die alle jare zu raumen und darinnen niemantz schonen, und was er von leutten pfendt, darmit soll ers halten und nemen, was ich sprich, das er dann also thut; dann der Hetzel und ander seiner gescheft halben der ding nit lenger warten wolt.