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Endres Tuchers Baumeisterbuch der Stadt Nürnberg

1461. (continued 2)

Reading edition

Auch was geltz die herren auß der lossungstuben also der stat paumeister geben, das ist alleweg muntz als pfenning oder haller und kein golte, das schreiben sie in der stuben in ir register. des gleichen hat der stat paumeister ein gegenzettel oder registerlein auch von bergamen, dorein schreiben die lossungschreiber auch alspald was der paumeister einnimpt, und was er also einnimpt, das wirt alles nach pfund novi angeschriben und auß der losungsstuben also gerechent. in der gleichen gestalt muß es der stat paumeister auch wider verrechen am außgeben als nach pfund novi.

Wenn dann der stat paumeister das gelt also zelet und das in die puchslein ie vier pfunt alt gefast hat, so soll der paumeister dann fur sich nemen die wochen zettel, und nach derselben zettel dann rechen, und in sundere andere puchslein, die ich darzu hab machen und zeichen lassen, zelen den meisteren, gesellen, taglonern und andern, einem ieden sovil und im gepuret.

[29b] Item am ersten haben die zimmergesellen und steinmetzen einerlai puchslein und sein auch gleich am lon, und auf iren puchslein steet ein peihel und ein steinext.

So haben die tagloner alle gleich puchslein, dorein man einen gleichen lonne durchauß zelt, und auf denselben puchslein steet ein D.

Des gleichen haben die meister auf iren puchslein, der zimmermeister zwai peihel und ein moßstabe, des gleichen der maurrer meister zwai steinext und ein moßstab, und also die andern decker tuncher pflastermeister und ir gesellen, ir ieder sein besunder zeichen auf der puchsen.

Nun wenn man also einzelt auf das letzt in die lönpüchslein, so rechet man und zelet einem ieden ein gantz wochen lonne ein, sovil dann werckentag dieselben wochen gewest ist, durchauß etc. und wenn man dann lonet so freget der stat paumeister die gesellen und arbeitter in ein gemeine, welicher minder dann ein gantz wochenlone habe, das sich derselb melde und das sage. welicher dann hat außgesetzt oder zu thun gehabt, dardurch er aussen blieben oder von der arbeit gewest ist seiner nottorft oder gescheft halben, der sagt dann es: einer ein tag, ein halben tag, ein stund, etzlicher zwu oder drei stund etc. sovil nach anzall nach dem tag lon nimpt der stat paumeister dann wider auß desselben puchslein fur dieselben halb oder gantz tag, und ist es ein steinmetz, tuncherer, pflasterer, decker oder zimmergesell, der einlutz stund aussen gewest ist, das ist alleweg zwen pfenning fur ein stunde; ist es aber ein tagloner so ist es alle wege ein pfenning fur ein stund, die im ein paumeister minder geben [30a] sol. des sein sie alle willig und haben des kein wider rede. so bedarf ein paumeister nit sorgen, das ir keiner gantzen lon ein neme und stillschweig, dann ob er gern schwig, so schweigen sein gesellen nit, die rugen ie einer den andern.

Und wann es dann zu zeitten ist, das ein arbeit als nöttig ist, also das sie die stunt oder etzlich stunt steen im tag und pei der arbeit pleiben, do sie sunst abgeen mochten; so gibt inen ein paumeister desgleichen ie fur ein stund zwen pfenning wie oben steet, alles nach altem herkomen.

Nun wenn die taglon also eingezelt sein in die lon puchsen, so gibt der stat paumeister als pald dem schaffer oder Gürtler sein wochen solde und darzu des schutmeisters und der pferd lonne, die derselb Gürtler oder ander dieselb wochen an der stat arbeit gehabt haben; dieselben zalt dann furpaß der Gürtler etc. sovil und ir iedem gepurt. welicher dann minder verdient het mit dem pferd, das gibt der Gürtler einem paumeister wider.

So hat man vor zeitten gehabt ein peutel, aber ietzunt, als die ding und von herren Hannsen Coler an mich komen sein, hat man ein swartze hultzen püchsen, die mit allerlai gesamentem gelt ist, dorein man legt soliche halbe oder gantze taglon auch stundgelt, die die arbeitter außgesetzt oder versaumpt haben, die das gelt darfur geben wie da vorn steet etc. darzu legt ein paumeister ein dieselben puchsen alle wochen vier, sechs oder acht pfunt alt, darnach und ine bedunck, das er uberichs gelts bedarf etc. darauß und darvon bezalt der stat paumeister den steinmetzen, wo sie Kornperk stein gehawen haben, iedem alle tag dreier pfenning mer dann den gewonlichen lon, den man inen sunst hat eingezelt und gibt. mer bezalt man auß [30b] derselben püchsen allen taglonern, die nit allein mit der schauffel arbeitten, einem ieden alle tag, die er die wochen gearbeit hat, ein pfenning, das heist man dann uberich pfenning nach altem herkomen. wann man rechent und zelt denselben taglonern alleweg in ir buchslein den minsten lon zu ieder zeit gleich durchauß, als ob sie alle allein mit der schauffel am schuß arbeitten, und wenn man inen dan gelont, so gibt inen ein paumeister dann die uberichen pfenning wie oben steet. und bezalt man von solichem gelt, wo man die winden von stat rückt oder scheubt, dem, der do schreit, ein pfenning, oder do man das winden seil einzeucht zwen pfenning, oder welicher kalck ablescht oder am hoyer singt, oder do ein tagloner fur einen andern auf der maur, wo man mauret, kan verpinden, oder im morter arbeit und den gut kan machen, und der oder desgleichen do ein paumeister sicht, das es einer verdient, oder der stat werckmeister, heist der stat paumeister ir einem ein pfenning den tag oder zu zeitten ein pare pfenning zu badgelt mer geben. das alles man von solichem gelt bezalt alles nach altem herkomen.

Auch wo dann der stat paumeister also geware wirt, das der arbeitter einer oder mer von der arbeit getragen het on laube, es weren klupfel, pretter, spenn oder anders, das inen verpotten ist, so soll inen ein paumeister an irem lon zwir als vill darfur abschlagen, domit man inen solchs abtragen weren mug etc. dann wo man das von einem liede und von dem andern nit leiden will, so macht es unwillen zwischen inen.

Mer nachdem soliche taglon in die puchslein eingezelt werden, so ist ein laden oder gehelterlein darzu vorhanden, dorein man die alle mitsampt der swartzen büchsen setzt und sperret dieselben zu mit einem schlüssel, den der stat paumeister hat. das ein zellen geschicht alle weg also am freitag nach mittage oder den nechsten tag vor dem lon tag alle wochen.

[31a] Dornach am sambstag oder aber am nechsten feierabent darvor, wo man den sambstag feiert etc. wenn der stat paumeister lonnen will, so soll der Gürtler früe komen zu dem garauß oder im sumer umb eins auf den tag zu dem paumeister und mit im geen zu der stat arbeit allenthalben, aldo des paumeisters knecht die laden mit den lönpuchslein unter einem mantel mit tragen soll. und wo die arbeitter dann sein, do soll der stat paumeister aufsperren und den arbeittern lonen wie vor geschriben steet. daran hat ein paumeister zu geen auf das minst pei zwaien stunden alles nach altem herkomen.

So isset der schaffer, als ietzunt ist Conrat Gürtler, alle freitag und sambstag das mittag moll mit der stat paumeister, auf das, das er am freitag nach mittag dem paumeister helf das gelt ein zellen und des gleichen am sambstag früe mit ime gee zu dem lonen, alles nach altem herkomen.

Item so hab ich es piß her gehalten mit der zunemung des lones der arbeitter also: wenn sant Peters tag stül feier [22 Febr.] oder sant Johanns tag vor der lateinischen pforten [6 Mai] gefallen ist auf ein montag, erittag oder mitwoch, so hab ich inen dieselben wochen gantzen follen lon [gelassen] oder zu genummen und den meisten lon geben; gefellet aber der tag einer auf ein pfintztag, freitag oder sambstag, so hab ich ine nit mer [geben] sunder das pei dem kleinen lon beleiben lassen die selben wochen.

Und desgleichen von sant Gallen tag [16 Oct.], wenn der gefellet auf ein montag, erittag oder mitwoch, so prich ich ine den lon ab dieselben wochen; gefellt er aber auf ein pfintztag, freitag oder sambstag, so prich ich ine an dem summerlon nichtz ab dieselben wochen.

[31b] Von dem walthawer.

Mer soll der stat paumeister gedencken und zu der stat nottorft bestellen einen redlichen walthawer, der getrew, warhaft und frum sei, doran er sich gelassen und dem getrawen mug, als vor zeitten der Heintz Höchell ob zweintzig jaren und ietzunt Peter Funck zu Fischpach gesessen pei acht jaren walthawer ist. ein solicher walthawer, den ein paumeister bestellt mitsampt sein knechten, die ime helfen hawen, soll der stat paumeister einem obersten amptman des waldes in sant Laurentzen pfar im anfang zu prengen und stellen. derselb walthawer und sein knecht sullen dem amptmann gehorsam thun nach altem herkomen, und darnach alle jar zu sant Walpurgen [1 Mai] tag des gleichen thun, die weil ein walthawer der stat paumeister fugsam und eben ist.

Es soll der stat walthawer der stat paumeister zu der stat nottorft zimmerholtz hawen, des gleichen sein knecht, die im helfen hawen zu der stat nottorft, die thun alle jar zu sant Walpurgen tag gehorsam und schweren einem obersten amptman des walds in sant Laurentzen pfar, das sie des walthawer ampts getrewlich warten und pflegen wollen, auch alles holtz zu rechtem wedel am monat hawen und fellen, es sei was holtz das sei, außgenomen streuholtz auf die prucken mugen sie woll im unhaw hawen. und was des holtz im wedel gefellt und zu zimmer tauge, sullen sie auf hawen hinters und forders und sunderlichen eichens holtz, was man des geniessen mag, dormit das kein holtz auf dem walde pleib ligent. aber in der meil sullen sie kein holtz hawen, inen derlaub es dann ein erber ratte oder ein oberamptman des waldes. auch so soll der stat walthawer niemant kein holtz hawen oder furen auch nit holtzen, dann im selber mag er ungeverlich ein prennholtz furen zu seiner nottorft, es wer dann, das er zu der stat nöttorft nit zu hawen noch zu furen hett, so mocht er im selber zu nutz woll holtzen auf seine pfant, doch mit gunst und willen eines obersten amptmanns und anders nit, alles ungeverlich. was zimmers dann der stat walthawer also hawet, das soll er alles zaichen mit zweien †† creutzen, als im das der amptman bevolhen hat.

[32a] Darzu ist sunst ein gemeiner stat walthawer, der so hawet auf dem walde in sant Laurentzen pfarr, der einem erbern ratt alle jar ein sum geltz gibt, das im ein rat und ein amptman vergunt zimmer zu hawen zu gemeinen pewen in der stat. derselb walthawer und sein knecht thun auch alle jare gehorsam dem obersten amptman des waldes auf meinung als oben steet. was also der gemein walthawer zimmers hawet, zeichent er mit † creutz. mit demselben walthawer hat der stat paumeister nichtz zu thun etc. derselb walthawer getare kein zimmer noch holtz fur die stat noch ausserhalb der rinckmaur on laub des ratz nit geben.

So wirt das meiste holtz zu der stat nottorft alles gehawen auf der seitten in sant Lorentzen pfarre waldes, das dann vill geschlechter ist dann auf der seitten in sant Sebolts pfarre. wiewoll auf derselben seitten des walds in sant Sebolts pfarre auch vier gesworen walthawer sein, hawen sie doch nichtz zu der stat nottorft dann allein, wenn ein paumeister latten, eichener zeungerten oder gezenckter schrancken bedarf, die vindt man paß do dann auf der andern seitten in sant Laurentzen pfarr etc. das hawet der vier walthawer einer, genant der Klugel. auch lest man zu zeitten segpaum do hawen, gibt man von einem zu hawen sechs pfenning nach altem herkomen, oder zu füren herein hat man ettwann geben von einem segpaum dreiundviertzig pfenning; do muß man ietzunt geben von einem siben und acht groschen.

Auch so soll der stat paumeister alle goltfasten mit der stat walthawer abrechen. und wenn er also rechen will, so soll der stat werckmeister, der zimmermann, auch der schaffer und anschicker mitsampt der stat walthawer das holtz, das seint der nechsten rechnung herein zu der stat nöttorft komen ist, vor abzelen und das aigentlichen einem paumeister beschriben geben, von leng und groß und wie vill des sei etc. doch soll ein paumeister kein holtz zallen, es sei dann herein in die stat geantwort worden von dem walthawer etc. alles on geverlichen.

[32b] Wenn dann solche rechnung ie gescheen ist in pei wesen der stat werckmeister des zimmermanns und des schaffers, so hat ein paumeister ie gegeben des walthawers knechten vier pfund alt, und dem schaffer und anschicker sechtzig pfenning, und der stat werckmeister dem zimmerman dreissig pfenning fur ein trinckgelt nach altem herkomen. aber die zeit und der Hanns Coler paumeister gewesen ist, hat er dem walthawer alleweg geben siben pfunt alt rechen geltz fur alles ding, und hat furpaß ine domit lassen umbgeen. der hat dann darvon geben der stat werckmeister dem zimmerman sechtzig pfenning und dem schaffer sechtzig pfenning und des paumeisters ehalten sechtzig pfenning; also ist es biß her gehalten worden. aber nachdem und meister Hanns Dubinger abgangen ist, hat der stat walthawer dem statmeister dem zimmerman nichtz geben, denn ein moll so ist er mit ime auf den tag, als man rechent.

Nach endung solicher rechnung soll der stat paumeister fragen den walthawer, was er noch gehawens zimmers auf dem walde ligent habe, und aldo mit der stat werckmeister und schaffer rettig werden, was der walthawer biß auf die nechsten goltvasten mer hawen und fellen sulle, auf das, das man mit allerlai holtz versehen und verhanden sei auf der Peunt und im walde, doch das man das eltzt umber mer verarbeit, auf das, das es nit erspöre oder erfaul; do muß sich ein stat paumeister selber einrichten nach dem pesten. in dem walde leit aber das zimmer gar vill lenger auf den spennen, wenn es beschlagen und gewalthawet ist wider auf der Peunt oder im zwinger, es were dann gedeckt, das man doch auch nit alles gedecken kan.

Es soll der stat paumeister des gefliessen sein, das er mit dem walthawer bestell, das er ein viertzig dürrer segpaum auf den winter habe, nachdem und ein paumeister gemeinlich ein sege hat, die im pretter schneidt. ein soliche sege must feiern im winter pei den grün segepaumen, wo man nit durrer hett, dann die grün segpaum gefriesen [33a] und lassen sich nit schneiden im winter.

So mag der stat paumeister dem walthawer woll gelt leihen auf das gefellt holtz im wald oder sunst auf fur von holtz, das er herein antwort, von einer goltfasten zu der andern, und das ie mit ime abrechen, dann ein walthawer des von einer rechnung zu der andern sunst nit zu verlegen hat. darumb thut nott, das der walthawer getrew und frum sei, als am ersten steet.

Es hat auch der stat paumeister gewalt, das er mit der stat walthawer mag hawen lassen, was holtz er zu der stat notturft bedarf, on allein vorhen prunroren holtz, das dann nirgen dann in der meil steet, das soll der paumeister an einen erbern ratte pringen und do eines urlaubs begern, dann der oberst amptman des nit zu erlauben hat on ein ratte, alles nach altem herkomen.

Item so ist darnach am mitwochen nach sant Katherein tag [28 Nov.] im vierundsechtzigisten jar in einem erbern rat verlassen, das der stat paumeister gewalt hat, und solich vorhen rorenholtz mag hawen lassen doch mit wissen und nach rate eines obersten amptmans, also das er furpaß nit alleweg an ein rat komen darf, ist gescheen in Rupprecht Hallers und Anthoni Paumgartners frag als burgermeister zu den zeitten.

Nun auch so hat alles reisholtz, als vorhens, thenes, fiechtes wedel zu hawen im zu nemen des monscheins und alles laub [33b] holtz, als eichen, büchen, bircken im abnemen des monscheines.

Mer so ist alles holtz im jare nimmer pesser zu hawen und das leichter wird dann im meien, auch im mertzen und in sant Giligen mon schein am ab und zu nemen eines iedes wedels am holtz.

Der walthawer hat auf der Peunt ein stall, dorein er seine pfert, wenn er hinnen ist, stellt, und hat darpei sein eigen habern und heu; das hat im der stat paumeister alle weg begünt und günt im des noch, also das er das von keinem rechten hat.

Auch so gibt der stat paumeister des amptmans knechten auf sant Laurentzen wald zu weihennachten fur ein trinckgelt und opfergelt, wenn sie das holen, funf oder sechs groschen; aber es ist in kurtz her verpotten worden, und gib ine nichtz mer.

Bißher so hab ich auch ein jare dem anderen zu hilf mussen haben, die weil ich paumeister gewesen bin, an allerlai zimmerholtz und latten, on die zeungerten, astellen und thangraß oder reisech pei vier tausent stemmen oder paumen.

[34a] Es soll auch der stat paumeister des gefliessen sein, das er keinerlai holtzwerck und sunderlichen prunroren fur die stat auß der piet nit furen noch geben soll on wissen und willen eines erbern ratz und amptmans.

Und was der stat walthawer also zimmers zu der stat nöttorft hawet, das muß er selber herein auf die Peunt oder in zwinger oder in andern enden, do man sein in der stat bedarf, antworten. darfur gibt ime der stat paumeister nach altem herkomen fur hawen und zu fueren fur ein iedes holtz, als hernach steet geschriben.

[34b] Item fur ein lengwit vier pfenning.

von einem eichen afterschlag oder wipfel, der zehen oder 11 schuch lank ist, zehen pfenning.

von einem eichen afterschlag und pfell stangen 18 schuech lank 15 pfenning.

von einem eichen schirm pfoll, der 14 schuch lang ist, 21 pf.

von einem eichen pfalholtz, das 20 schuch lanck ist, 38 pf.

von einer eichen, [die] zweintzig oder 21 schuch lanck ist, 26 pfenning.

von einem pruckpfall, der 30 schuch lanck ist, dreu pfunt alt.

von einem eichen seulholtz, das 10 schuch lang ist, 28 pfenning.

von einem eichen seulholtz, das groß und 14 schuch lang ist, 4 pfunt alt.

von einem eichen geswell, das 14 schuch lang ist, 24 pf.

von einer eichen nabstangen, die 24 schuch lang ist, 18 pf.

von einem gelenter holtz 24 schuch lang 28 pf.

von einem eichen gelenter holtz, das 30 schuch lang ist, 35 pf.

von einem eichen thanpaum, der 30 schuch lang ist, 56 pf.

von einem eichen goch 36 und 40 schuch lang 6 pfunt.

von einer rauhen aichen 30 schuch lang 60 pf.

von einer eichen maurlatten zum kornhaus 36 schuch lang 3 pfunt.

von einer grossen rauhen eichen, die 28 oder 30 schuch lang ist, funf pfunt oder sechs pfunt alt.

von einer eichen, die 40 schuch lang ist, zu der leittern auf dem sünbeln thurren dreu pfunt alt.

von einem eichen rinnholtz 35 schuch lang zum fleischhaus 4 pfunt alt.

von einem eichen goch, das zwenundzweintzig und vierundzweintzig schuch lang ist, 75 pfenning.

[35a] Item fur ein geschock latten 3 pfunt alt oder ie fur ein 3 heller.

fur ein tennen latten von sant Lorentzen walde ein pfenning zu hawen, drei heller zu fueren, facit 5 haller.

fur ein pruckholtz, das 16 oder 18 schuch lang ist, 4 pf.

fur ein pruckholtz, das klein und doch 22 oder 24 schuch lang ist, vier pfenning.

fur ein gemeins pruckholtz, das 21 oder 22 schuch lang ist, 5 pf.

fur ein pruckholtz, das 24 schuch lang ist, 6 pf.

fur ein pruckholtz, das 26, 28 und 30 schuch lang ist, 7 pf.

fur ein pruckholtz, das 24 und 30 schuch lang ist und spunt größ hat, 11 pf.

fur ein pruckholtz, das dreissig und 34 schuch hat und 2 dinst thut zu der pruck hinter dem wildpat, sein grosser dann spunt 20 pf.

fur ein klein spuntholtz, das doch 24 schuch lang ist, 7 pf.

fur ein gemein spunt, der 24 schuch lang ist, 10 pf.

fur ein gemein rechen, der 30 oder 40 schuch lang ist, 20 pf.

fur ein rechen, der 30 schuch lang ist und pesser dann die ersten, 24 pf.

fur ein rechen, der 47 und 50 schuch lang ist, zum kornhaus zu langen panten 40 pf.

fur rechen zu dem kornhaus, [die] 17, 26 und 37 schuch lang weren, durch einander zu 26 pf.

fur ein prettlein, das 27 schuch lang ist, zu der dachung der stat meurn 15 pf.

fur ein gemein sparren, der 30 oder 40 schuch lang ist, 20 pf.

fur ein sparn, der 46 schuch lang ist, 30 pf.

fur ein sparren, der 60 schuch lang ist, 75 pf.

fur ein viechtein seulholtz, [das] 24 schuch lang ist, 24 pf.

fur ein staffelholtz, das 28 schuch lang ist, 45 pf.

fur ein holtz 30 schuch lang, das kleiner dann staffelholtzel ist, 35 pf.

fur ein segpaum, der 24 schuch lang, der forhen, viechtein oder tennen ist 50 pf.

fur ein segpaum, der 24 schuch lang ist, viechtein und groß darnach ist, die man verren von hin holen muß, 60 pf.

fur ein afterschlag von den segpaumen auf die pruck zu dillen 5 groß.

fur ein vorhein zu spunten und tillen 26 schuch lang zu der losung stuben 50 pf.

fur ein forhen afterschlag zu spunten in die newen cantzley 24 schuch lang 18 pf.

[35b] fur ein afterschlag, der forhen, tennen oder viechtein und astig ist, auf die pruck zu tillen geschnitten wirt und ist 22 und 24 schuch lang, 24 oder 30 pf.

fur gemein pretten, der einer 40 schuch lang ist, 40 pf.

fur ein pretten, der 50 schuch lang ist, 50 pf.

fur ein pretten, ein spangen, ein lemholtz, ein durchzuk, der eins 60 schuch lang ist, als im kornhaus, 75 pf.

fur ein spangen, die 68 schuch lang ist, als im Schiesgraben, 4 pfunt alt.

fur ein durchzuck, der 50 schuch lang ist, als in der wag, 10 pfunt alt.

fur ein tennen, viechtein oder forhen rorren paum 20 und 22 schuch lang 20 pf.

fur ein viechten krumling 10 schuch lang zu einem winden rat 40 pf.

fur ein gezenckten schrancken, der gut ist, 42 pf. und 52 pf.

fur ein paum, der 22 schuch lang ist, den ein legern für die keller 7 pf.

fur ein tennen, holtz das 30 schuch lang ist, zu der trenck am Schweinmarckt 10 pf.

fur ein tennen rauchholtz, das 30 schuch lang ist, fur ein ladung 45 pf.

fur ein poltzholtz, das 50 schuch lang ist, zu dem Thiergartner thurren gibt man 75 pf.

fur ein viechten gut holtz, das 30 schuch lang ist, zu schneiden und untergelegt im zwinger unter ein hütten 3 pfunt.

fur ein viechten rinn holtz 35 schuch lang oben durch das schlachhaus 4 pfunt alt.

fur der linten eine auf der Schütt 3 pf., zu graben und zu furen 3 pf.

fur ein püttenpaum oder schintelpaum, der 24 schuch lang ist, 70 pf.

fur ein linten, die 20 schuch lank ist und klefterich ist, 60 pf.

fur ein winden paum, der 30 schuch lang ist, 60 pf.

fur ein rauche viechten aufs Hallers wisen und vor Werde ins wasser 38 und 32 pf.

fur ein rauchen tennen tanpaum zu der spital pruck 30 pf.

fur ein fuder vörher, viechter oder tenner pfelholtzer und afterschleg, 3 zu einem fuder, auch fur ein fuder vörhen wipfel und ein fuder reisechs den tiern in stattgraben und sunst raucher eeste hinter die ladung, iedes mit 3 pferden gefurt, 45 pf.

fur ein fuder leitter paum, fewerhacken paum und ein fuder bucher hebrigel, auch fur ein fuder lenckwit, der iedes mit 3 pferdengefurt, 60 pf.

[36a] fur ein fuder viechter eeste mit einem pferde 30 pf.

fur hundert wachalter puschel zu hawen drei groschen und zu furen herein 3 groschen.

fur ein hundert eicher oder pucher rade schauffel 5 pfunt alt und 2 und 5 heller.

fur ein eichen schauffel pant zu dem segrat oder einem malrat, ie fur eins 1 pf.

item fur hundert hagenpucher kamen zu dem segrat 32 pf.

Item was holtz aber keinen namen hat oder hie vor nit bestimpt ist und doch gehawen und zu der stat notturft herein gepracht wirt, darein muß sich ein paumeister selber richten nach ratte des werckmeister des zimmermans, wie er dem walthawer das bezall.

Auch soll der stat paumeister des geflissen sein, das er alleweg gegen dem winter 5 oder 6 schock latten auf der Peunt hab, dann man kan der im winter nit gehawen und sunderlich vörher latten, dann die springen ab am fallen. so ist mancherlai, das furfellt, ee der winter vergeet, darzu man latten bedarf.

So soll der stat paumeister auch bestellen im summer mit der stat walthawer dreu oder vier fuder mies, der lanck sei und trucken ein kum, des man zu dem Vischpach und sust im jare zu mancherlai bedarf. des hat bißher kost ein wagen fuder mit einem pferd zu reiffen und furen 45, 50 und 48 pf. den sol man dann an der sunnen woll derren und dann irgen legen, das er trucken lieg uber jare.

[36b] Es hat auch ein erber rat in kurtzen jaren furgenomen und mir bevolhen, kein prucken mer mit pruckholtzern zu belegen, sunder die mit astigen tillen und swarten zu belegen, das man dann ettliche jar her also gethan hat. wo das ee gescheen wer, so het man vill junges holtz erspart, dan man auf ein prucken pei zwaihundert pruckholtzer hat mussen haben, die sein bei zwaien jaren gelegen. so muß man ietzunt pei zwelf afterslegen haben, der einer pei sechs tillen und zwue swarten gibt zu einer prucken, die auch bei zwaien jaren ligen; aber die swarten ligen darauf pei einem jar, so muß mans anders leisten.

So soll der stat paumeister sam teglichs gedencken, wo er rechtz kaufs hinter eichen pretter und eichen ramrigel und eichen rinholtzer und pretter zu dem Fischpach uber den statgraben, auch püchen mangpretter, das alles zu wedel gehawen wer, bekomen mocht; dan dieselben ding vernutzt man teglichs zu schoßgattern und andern dingen, die abgeen, so kan man dann als jehling nit darhinter komen, wenn man solicher ding bedarf. auch ist hinter solich lang eichen rigel, als ir noch ettlich vorhanden sein, nit mer zu bekomen in gleichem gelt als man dann die gezeugt hat.

Item es ist einer, genant Ulrich Volck, von dem Entenberg, dem hab ich vill eichens und püchens holtz abkauft, alles geschnitten, das er mir dann herein geantwort hat, als er vor jaren dem Graser seligen und andern paumeistern auch vill gegeben hat.

Item fur ein eichen pret, das 16, 18 und 20 schuch lang ist, 18, 20 und 21 pfenning, darnach die pretter sein.

Item fur ein halbs eichens Vischpach einholtz, das außgee und 26 schuch lang ist, als die aussen uber den statgraben ligen, 14 pfunt alt, und fur die seitten oder poden pretter eins darzu, auch 26 schuch lanck, 4½ pfunt alt.

[37a] Item fur ein püchen mangprett einer spann dick und 32 schuch lank, zweier schuch vorderlich preitte, 18 pfunt alte. dünne püchen pretter, einer zwern hent dick, zwen und dreissig schuch lang, 10 pfunt alt.

Item fur püchen vierkluftige holtzer, eins 20 schuch lang zu spindeln zu den schoßgattern und waltzen in die mang, 48 pf.

Item so hab ich geben von einer waltzen in die mang zu machen von der stat holtz 4 groß. ich hab ir von Weissenpurck ein fart lassen herpringen, 9 waltzen kosten 2 guldein reinisch und sechs groß. so hab ich ir von Augspurk lossen her furen, waren hagen püchen waltzen 12, kosten eine 60 pf., und 15 pf. eine her zu füren.

Item fur ein püchen stangen den schrottern zu iren leittern 7 pf.

Item fur ein eichen geschnitten ramrigel, 30 schuch lang, 6 groß; fur ein solichen rigel, der 20 schuch lang ist, 28 pf.

[37b] Von wintfellen auf dem walde und holtz stossen.

Item nachdem und im dreu und sechtzigisten jare am mitwoch und pfingtztag auch freitag nach sant Valentins tag [16–18 Febr.] der groß wint ettwo vill thenner, viechten und forher paumen auf sant Seboltz walde nider wurf umb Kalckreut, im Keiersperg, im Kalck, im Mistelperg etc. also ward mir von einem erbern ratte befolhen, mit den vier gesworen walthawern und iren helfern auf demselben walde furderlichen zu bestellen, das dieselben wintfellen gepletzt und von inen gezeichent wurden, nachdem und solich wintfell nach waldes ordnung frei und nit pfantpar wern, auf das, das solich wintfell niemant hinfurt; den ein ratte die zeit in meinung was, solich holtz zu der stat nottorft selber zu geprauchen. darauf bestellet ich, das in den nechsten vier wochen darnach durch die vier gesworren walthawer zuhawen [werde] das hernach geschriben zimmer, darvon ich ir einem selber 24 pf. und irer gesellen einem 16 pf. den tag geben must etc. und nach außgang der vier wochen, und solich hernach geschriben zimmerholtz von in gewalthawet und gezimmert wurde, do gelanget an ein rat, wie solichs der wurm angriffen het und in dem eingang des mertzen, do es nit wedel hette, gefallen wer, wiewol die gesworen walthawer im anfang darwider waren etc. auf das ward mir wider bevolhen, solch zimmerholtz an kein gepewede der stat zu prauchen, sunder dasselb holtz schneiden und die prucken in der stat damit zu belegen lassen, und furpaß stöß auf dem wald von dem uberichen gefallen holtz, das nit gezimmert oder gewalthawen were, setzen lassen, und solich stöß herein den burgern in die stat in ein gemein zu verkauffen ie ein stoß umb 5 pfunt alt, und doch keinem uber 5 stoß nit geben, also das sie die vor liechtmess schirst im vierundsechtzigisten jar auß dem wald fürten. das ich also thet, als dann auch hernach geschriben steet, wiewoll sich die pauren darpei nit saumpten und solich wintfell auf hieben und die schrötweis hinfurten zu irer nottorft, nachdem und das kein pfandpar holtz was.

Item am ersten hieben die walthawer auf 32 pretten von 50 und 60 schuhen lang, mer zwaihundert 20 pretten von 40 und 45 schuhen lanck, hundert und 7 pretten von 30 schuen lanck, mer hundert zweintzig rechen sparren und spuntholtzer von 24 und 30 schuhen, hundert 40 seulholtzer 30 schuch lanck, mer dreuhundert [38a] vierundzweintzig segpaum und pei hundert vörher rorenpaum.

Item des obgeschriben holtz kame mit frun herein 90 segpaum und pei 40 grosser und kleiner holtzer, mer pei hundert förher rorenpaum.

Item so ließ ich zwaihundert 14 stöß holtz auf dem wald hawen und setzen, und gab von einem stoß dreu pfunt alt zu hawen, verkauft ein auf der walstat umb 5 pfunt alt. was also darauf gieng und ich außgab und ein nam, des alles hab ich ein rechnung in die losungstuben geben, und der auch noch ein abschrift behalten, die das lenger dann do innen helt.

[38b] Von dem Reuhelperg stein zu prechen.

Die steinprecher auf dem Rauhelperg thun alle jare zu dem newen ratte ob der stat amptbuch gehorsam, was der ist, die do stein an dem perck brechen, also das sie alle stein an rechter leng, das ist drei stat schuch, auch legers dick und preit, das ist ander halb schuch in dem stab, den ein erber rat darzu geordent und geben hat, prechen wollen, auch soliche stein nirgen anders dann zu und in die stat auf ein eiche geben, und wo der stat paumeister zu der stat nottorft stein bedarf, das sie ime dann die vor meniglich geben und zu geen lassen, auch das sie den abraum nit schedlich schutten und damit die fels verlegen, auch das ir keiner uber drei wochen auß seiner gruben on laub der stat paumeister nit arbeit; welicher also uber die zeit auß seiner gruben were und nit leut darinnen hett, die stein prechen, der solt furpaß seine recht oder gerechtigkeit verloren haben, alles nach altem herkomen und das also des pergs recht ist etc. alsdann ir ettlicher sich mit mir umb solich ubertrettung hat mussen vertragen und wandeln.

Wenn dann die steinprecher also gehorsam getan haben, wie oben steet, so soll ine der stat paumeister geben zusamen allen sechtzig pfenning zu verdrincken, ir sei vill oder wenig. auch so sol der stat paumeister alle wegen gegenwertig sein, wenn die berckleut also gehorsam thun.

So nun die steinprecher also ein fels zu grunde auß brechen und ein newen abraum thun wollen, so sullen sie vor zu der stat paumeister komen und inen pitten umb ein abraum, und do pei fur halten, wo und an welichem end am perg das sie das fur nemen wolten. alsdann soll der stat paumeister der stat werckmeister den maurrer hin auß senden und das schawen lassen und von dem meister vernemen ob das schedlich sei oder nit, do sie es meinen fur zu nemen, [39a] nachdem man ettlich fels und went am perg lange zeit geheit und behalten hat zu der stat nottorft, die auch den steinprechern gemeinglich allen woll wissent sein: das ein in der alten burger gruben, das ander an der langen want, die unter augen steet, als man kumpt gegen aufgang der sunnen in die newen burgers gruben; das drit der fels, der do steet zwischen sant Laurentzen und Hanns Mans und seiner gesellen gruben. an den dreien enden hat man klein abraum und guten stein und hat die fels vor des Grassers seligen zeitten untz her gemeiner stat geheiet und vor behalten, ob etwas fur viell, das man zu not stein bedorft. das soll ein paumeister kunftiglich in acht haben, niemant darein zu erlauben on laub eins erbergen ratz.

Auch wo aber die steinprecher sunst am perg ine furnemen ein abraum zu thun, do es unschedlichen wer, so das der stat meister gesehen het, so soll ine der stat paumeister des vergönnen mit der unterscheide, das sie mit der schut den perg oder ander fels do pei nit verschutten, und darzu soll ein paumeister der stat meister ie uber viertzehen tag ein fart hinauß senden, das er zusehe das sie nit schedlicher schutten. auch das sie die stein niemant versprechen, sunder wo der stat paumeister des fels oder stein bedarf, das sie im den vor meniglich geben; wo aber ein paumeister der stein nit bedorft, so mugen sie die woll geben wem sie wollen, doch neur in die stat auf ein sich und auß der piet sunst niemant geben etc. auch sullen sie solichen stollen und fels, so sie geraumt haben, zu grunt herauß prechen und hinab komen, als ferre sie können und mugen vor wasser.

Dem nach wo der stat paumeister den steinprechern also erlaubt ein fels, und der zu grunt herauß kumpt und sie dann wider komen und an demselben ende aber peten umb ein abraum, das steet dann zu einem paumeister, ob er ine an dasselbe oder ander ent erlauben will, dann kein steinprecher am Reuhelperg kein erb gerechtigkeit nit hat. so soll im der stat paumeister nit mer [39b] versprechen noch erlauben dann so vill ir einer ein abraum fur sich nimpt, wenn das zu grunt herauß kompt, so hat das sein ende und der steinprecher nichtz mer do [zu thun].

Es soll auch kein steinprecher dem andern kein fels oder gruben noch erb gerechtigkeit am perg nit verkauffen, wie wol sie das vor jaren vill getan haben, das dann vil zurüdung am perg gemacht hat, das einer dem andern so nahent pei im nit wolt lassen arbeitten. und wolten sich do sunder gerechtigkeit understeen, des doch nit ist, dann der perck ist gemeiner stat Nuremberg und nit ir mer dann ein gunst, so vill sie des erlaubung von der stat paumeister haben.

Nachdem also alleweg ir zwen oder drei zusamen setzen und mit einander abraumen, arbeitten und steinprechen, und dann zu zeitten geschicht, das ir einer am perg nit mer arbeitten will, oder zu zeitten ein ander arbeit mit laub eines stat paumeisters auf dem land hat oder einer von todes wegen abgeet, ein solicher oder sein erben, den dann ein abraum ettwaß gekost hat, ee sie zu stein komen sein, der mag solichen sein kost, so er darauf gelegt hat, sein gesellen oder einem andern am perg woll verkauffen und umb ein zimlichs anschlagen. das soll doch nit gescheen dann mit der stat paumeisters wissen und willen.

Wenn dann die steinprecher also stein zu der stat pewen und nottorft der stat paumeister geben und zu furen lassen, dieselben stein soll denn der stat werckmeister, der maurrer, allewegen uber viertzehen tag eigentlichen abzellen und eichen in den stab, der darzu gehort, pei seinen trewen, so er der stat paumeister gegeben hat, und dann das furpaß einem paumeister zu sagen und zu wissen thun, wieviel [40a] guter quader das sein, und wievil derselben quader dieser oder gener geantwort hab, und wohin man soliche quader gefurt hab an was ent zu der stat nottorft. was dann also ein stat meister dem paumeister ansagt, das soll der stat paumeister den steinprechern bezallen.

Auch wenn der stat meister, der maurrer, denn also geeicht hat und der stat paumeister das ansagt, so gibt ime ein paumeister ie von hundert guter quadern vier und zweintzig pfenning eichgeltz, als vill hundert der ist. dovon gibt der stat meister zu trinckgelt des paumeisters eehalten acht pfenning von iedem hundert, alles nach altem herkomen.

Mer gibt ein paumeister den furknechten ie von hundert guten quadern sechs pfenning trinckgelts, als vill hundert der ist, die sie an der stat arbeit gefurt haben.

So hab ich bißher ein jare dem andern zu hilf, die weil ich paumeister gewesen bin, mussen haben bei funf tausent quaderstein Reuhelpergs.

Wenn also ein eich ist, so sullen die steinprecher auf denselben tag der stat paumeister ein püschel eichens laubs in sein haus schicken, ob man das anders im jare gehaben mag, pei der steinwegen einem, die die stein also herein füren, alles nach altem herkomen.

[40b] Nachdem und ein erberger ratte hat furgenomen und verpotten, kein eichens laub mer zu hawen noch herein zu tragen, und mir aber die steinprecher im zweiundsechtzigisten jare an dem heiligen pfingst obent [5 Juni] ein püschel eichens laubs santen auf ein eich nach altem herkomen, also komen des Lienhart Grolantz, die zeit amptmans des walds Sebaldi, forstknecht an die steinwegen und pfendten ein von des eichen laubs wegen, das er fürt, und der amptman wolt nit minder denn zweintzig pfunt alt haben, und wolt auch solichs alts herkomens und gerechtigkeit eins paumeisters und die ungeverlichkeit der ding fur kein entschuldigung haben, wie woll ich im sagt, das ichs von meinem gelt nit geben wolt, sunder wo er des ie nit geratten wolt, so nem ich das gelt auß der losungstuben, und gebe ims und ließ ins wider hinauftragen, und half alles nit. also sant ich im am suntag vor sant Margrethen tag [11 Juli] zweintzig pfunt alt, des behielt er dreissig pfenning und sendet mir das ander wider. also schicken mir die steinprecher noch eichens laub, und zu zeitten pirckens, linthes und anders, also das sie doch die alten gewonheit noch halten.

Die steinprecher mussen alle stein selber herein antworten zu der stat nottorft, also das der stat paumeister mit der fure nichtz zu thun hat, und zalt ine fur pruch und fur fure als hernach steet.

Item fur ein quader, das drei schuch lanck, anderhalb schuch dick und hoch ist, vier pfenning fur den pruch und siben pfenning zu zeitten acht pfenning fur die fure; facit ein quader ailf pfenning und zu zeitten zwelf pfenning.

Fur ein pfeiler stuck vier und zweintzig und achtundzweintzig pfenning, dornach es preit und dick ist, fur pruch und fur fure.

[41a] Fur ein sturtzen, die sechs schuch lanck, ein schuch dick, zwen schuch preit ist, dreissig pfenning und zwenunddreissig pfenning fur den pruch und für die fure.

Was man sunst grosser stuck bedarf, die eicht man nach quadern alleweg darnach sie sein, zwai stuck für drei quader oder dreu stuck für vier quader oder vier stuck für funf quader, und ie fur ein quader ailf und zu zeitten zwelf pfenning für pruch und fure herein.

Der stat paumeister mag auch selber woll stein nach dem taglon prechen lassen, alsdann auch vor zeitten woll gewesen ist; aber es ist nit vorteils doran, man kompt der stein sunst gleich als nohent und vill neher, darumb ist es darvon komen.

Auch so machen sie am Reuhelperg fulstein, die furen sie auch her zu der stat und setzen heuflein dorauß vor Frawenthore, und geben ie ein heuflein umb sechtzig pfenning, dreu oder vier pfunt, darnach sie groß sein, oder ein karren fuder mit einem pferde umb oder auf dem perg in der gruben fur funf pfenning, oder als vil pfert einer an einen wagen spant und fulstein von dem perg füret, alle wegen funf pfenning auf ein pfert.

So steet außen an dem rathaus neben des Sebolt Grolantz des goltschmits schmitten ein eissen in die maurren gemacht, [41b] das hat die leng von einem quader, und das selb eissen halbs ist die dicken und preitten eines quaders am Reuhelperg, darnach man dan die quader prechen und eichen soll. desselben eissens leng der stat meister an einem stab haben soll, wenn er die stein eichen will der stat.

[42a] Von dem Kornperg stein zu prechen.

Wenn dann ist, das der stat paumeister Kornperck stein bedarf quaders größ zu grunten in das wasser oder sunst zu pawen. und nachdem dieselben perckleut am Kornperck gemeinlich alle nach mullwerg arbeitten und solich stein quaders größ theur schatzen und geben, hat man in vergangen jaren auf des reichs poden im walde bei Kornperger stroß, am Höhelstein genant, ein gefaren und do stein zu der stat nöttorft prechen lassen. und [het] aber vill zwitrecht von den Seckendorfern, darumb kam ein erber rate daran und kauft den Seckendorfern ir gerechtigkeit ab am Kornperg, also das der perck nun gemeiner stat zu Nuremberg ist, und des herr Hanns Coler von eines erbern ratz wegen ein oberster perckrichter ist. gleichwoll geben dieselben pergleut sollich stein teur, und darumb hat man am Höhelstein vill stein prechen lassen, des dann die perckleut auch nit haben können weren. und nachdem aber derselb stein schallig und gelessig worden ist, und aber ein erber rat in mittler zeit auch auf des reichs poden im walde zwischen Wendelstein und Röttenpach vorgunt hat den gotzhaus pflegern zu der newen kirchen zu allen heiligen stein zu prechen, darmit sie dann die kirchen doselbst gemacht und volpracht haben und kein steins mer darzu bedorfen, hab ich mich von gemeiner stat wegen derselben heilling gruben und steinpruchs unterfangen, und darinnen raumen und ein heuslein darzu pawen und setzen lassen, darinnen die steinprecher iren zeug behalten, auch darinnen spitzen und ligen mugen, wo man stein do prechen wolt lassen, als ich ir dann in dem jare ietzunt pei dritthalb hundert stuck prechen ließ und die hinder das Wilpat und auf den Newenpaw furen ließ, wo man der bedorft, das man die do funde.

Nun so gab ich denselben steinprechern einem ein tag sechsundzweintzig pfenning und ettlichem zwenundzweintig pfenning, einem knecht oder pößler achtzehen pfenning, und iedem zwen pfenning badgeltz. man hat inen ettwan minder geben, aber nachdem die arbeitter aufschlagen, hab ich die auch nit neher mugen gehaben. darzu muß man inen leihen allen zeug domit sie arbeitten von [42b] zwispitzen, keillen, hemern.

Mer gab ich von den stein auß der heiligen gruben herein in die stat zu furen ie auf ein pfert funftzehen pfenning, das ein fart thet, oder auf ein fuder mit vier pferden sechtzig pfenning, und befalch den steinprechern, das sie die wegen redlich und mit guten fudern lueden.

Ich kan aber nit woll wissen, was man der Kornperg stein ein jare bedarf, dann man der mer ein jare dann das ander bedarf, darnach man am wasser vill zu maurren hat. auch verkauft man die fulstein daussen in der gruben, ettliche furen sie selber herein fur die stat im winter, so sie sunst nit anders zu furen haben.

So hab ich sider her ettliche jar vill stein in derselben gruben prechen lassen zu dem Fischpach, nachdem mir denn von einem erbergen ratte befolhen ist von jaren zu jaren den Fischpach zu besetzen mit Kornperg stein durchauß. und hab den steinprechern geben den vorbestimbten lon und der fure zu zeitten zwelf pfenning auf ein pfert von einer fart, aber nit alle wegen, darnach die furleut weil haben. und mich kost ein stuck groß oder kleins, dicks und düns, das dann ungeverliche stuck sein, also rauch bei achtundzweintzig und dreissig pfenning, mit abraumen in der grub und allen dingen herein.

Der Kornperk stein hab ich ettliche jar her, und mir der Fischpach befolhen ist worden zu besetzen mit den stein, ein jare [43a] bei vierhundert stucken prechen lassen auß der heiligen gruben.

Es soll auch der stat paumeister alle weg haben hundert oder mer Kornperg schalen, die do ligen ob man der bedorft. solich schalen brechen sie am Kornperg und geben die zu 15, 16 und 18 pfenning, darnach sie groß sein. so kompt woll ein zeit, das man ir am Kornperg nit gehaben mag, also das es am fels darnach nit geschick ist, darumb ist gut, das man ir do ligent hab 100 oder anderhalbhundert auf ein fursorg.

Item im funfundsechtzigsten jar zu sant Maria Magdalena tag [22 Juli] kauft ich zwen Kornperger grosser steiner trog, wiewoll man der die zeit nit bedorft. aber nachdem die perckleut im fordern Wernloch vil jar her und noch lang kunftiglichen zu solichem vels nit mer komen mochten, hab ich die bestellt. die kosten mit allen dingen, geöltrenckt, piß an die stat, als sie dann ietzunt steen auf der Peunt, einer funfundsechtzig pfunt novi.

[43b] Von den pflaster stein.

Auch soll der stat paumeister sich versehen mit pflaster stein, also das man der ein nottorft hab, dann der alten stein im pflaster vill abgeen, also das man vill newer stein in einem jare ein pussen muß. wo man dann newe pflaster macht oder machen wurd, must man ir vorauß haben.

Pflasterstein pringt man von dem rechten Kornperck und legt die vor der stat bei dem gericht nider. darnach so sullen sie die pauren und perckleut von Kornperck oder von Wendelstein, wes dann solich stein sein, aufsetzen hauffen weis, also das ein ieder hauf stein sol lanck sein zehen stat schuch, und hoch siben stat schuch, und dick 5 stat schuch; und sullen also ongeverlich gesetzt sein, das sie nit löcher darinnen inwendig geferlich setzen: auch hat der zollner unter dem Frawenthor ein stangen, die geprent und zehen schuch lanck ist, darnach sie dieselben hauffen stein setzen mugen.

Wenn sie dann solich hauffen stein auf gesetzt haben und verkauffen wollen, so soll die der stat paumeister besehen und die stangen an lassen schlagen; welcher hauf dann nit die rechten leng, groß oder dicken hett, oder sunst geverlich gesetzt were, denselben hauffen solt ein paumeister darnach bezallen.

Die paurn oder perckleut wollen es aber abnemen mit den stein hauffen zu setzen, sunder sie wollen sie neur ribsweis verkauffen und clagen, sie konnen ir nit gesetzen, und haben die leut auch der muß nit. dorein mag sich dann der stat paumeister selber richten, also das er die stein dester neher kauft von inen umb des [44a] willen, das sie des setzens vertragen sein.

Nun ist der kauf gemeinglich zehen und ailf pfunt alt fur ein gesetzten hauffen, wenn das gut hert stein sein, und ie herter stein das sein, ie lieber sie ein paumeister kauffen soll. was solich stein kosten, sein sie paß feiler dann weich stein, dann die weichen am stossen und faren alle zuprechen und zumülmen sich; wo man dann soliche pflaster wider auf prechen soll und pessern, so geet vill ab, das die herten stein nit thun und sich hinwider setzen lassen.

Wenn der stat paumeister also der stein kauffen will und schawen, soll er den Löffler oder Gürtler zu im nemen auf das, das die wissen, weliche stein der stat zu steen. die soll ein paumeister dann zeichen und pflocken darumb schlagen drei oder vier, so sehen die ander steinprecher und karrenleut woll, das die der stat sein, und ledt niemandt davon wo die pflocken steen.

Man pringt auch fur das thore vill weicher stein, die zu pflastern in der stat nit tuglich sein, es wolt sie dann einer in ein hoffe oder dennen, daruber man nil vill fert. solich stein gibt man auch darnach an gelt zu acht und zu neun pfunden ein hauffen.

So pringen sie auch vill gewelb stein, die auch nit von dem hertzten sunder war prait als schalig sein. dieselben stein sein tuglich zu gewelben, keller und heimlich gemach und anders [44b] unter der erden. solich stein setzen sie nit oder gar selten auf, sunder sie geben sie hin ribsweis, als sie die schlechtz von dem wagen werfen uber einander.

Auch was man stein also vor dem thore kauft, die muß der kauffer selber lassen herein furen, wo er die hin haben will, und im ist die der verkauffer nit schuldig zu antworten weitter, es werd denn mit sunderen worten bedingt etc. man hat ettwan geben fur fure, was man umb dreissig pfenning kauft hat, do hat man vier pfenning von geben; aber man muß ietzunt 6, 7 pfenning geben, darnach man sie auch einem weit furen muß.

Der stat paumeister mag auch zu zeitten woll ettlichen gelt auf solich pflaster stein leihen, wo er gewiss leut hett, auf das, das eim paumeister solich stein als pald wurden zu sein handen als andern leuten, dann sie sunst die stein verkauffen und geben mugen wem sie wöllen.

Ich hab pißher mussen haben ein jare allein zu flicken, an newe pflaster zu machen pei 30 und 36 hauffen pflaster stein. und wenn ich ir einem hab abkauft fur funftzig oder sechtzig pfunt alt stein, minder oder mer etc. hab ich iren knechten und knaben, die solich stein herein furen, zu trinckgelt geben 6, 8, zehen und viertzehen pfenning auf das meist ongeverlich.

[45a] Item so gibt man ein karren fuder alter pflaster stein fur 15 und sechtzehen pfenning; darfur sein sie zu kauffen und zu verkauffen einem paumeister.

[45b] Von dem kalk.

Es hat auch gemeine stat Nuremberg zu der Leynburg zwen kalcköfen, die do steen auf des reichs podem vorn am walde und unten am perg zu der Leynburck, der ein zu den Stegen, der ander zu dem Hopfgarten genant. dieselben kalcköfen dann noch vorhanden [sein]. wiewoll sie ietzunt scheinen vere von dem walde ligent, so kumpt das also zu, das man so sere darumb geholtzt hat, die gemein von der Leynburg und ander umbsteende dorfer, das es also weit umb die öfen worden ist. auch steen die öfen weit einer von dem andern darumb: nachdem man das holtz zu dem kalck mit laub eines obersten amptmanns hawen muß, wo er dann das erlaubt und es derselben öfen am nechsten ist, do furt man das holtz zue.

Nun wenn denn der stat paumeister kalcks bedarf zu der stat nottorft, den muß er allewege ein jar vor bestellen, also das er zu dem öbersten amptman des waldes in sant Laurentzen pfarr geen, oder schick zu ime den schaffer in gegenwurtigkeit des amptmans knecht, und ime do zu erkennen geben und laubs begeren zu funf, sechs oder acht öfen kalcks zu holtzen, darnach ir ein paumeister bedarf und vill oder wenig kalcks in den hütten ist, oder groß gepew vor augen hat. do muß sich ein paumeister selber einrichten, das dopei ein gemein mit kalck auch vorsehen werde.

Wenn dann solichs dem amptman furpracht wirt, so fragt der amptman, wer das holtz hawen werde. so soll im ein paumeister das zu erkennen geben und den oder die nennen, mit den er das verlassen oder bestellt hab zu hawen. so weist innen dann der amptman in ein huet und bescheit ine der erbforster oder seiner knecht ein zue, der inen weis, wo er das hawen soll. do soll jener oder die dann hawen und sunst nirgen, und darzu hinders und vorders holtz nemen und auch nit hawen kein junge loo fiechten.

[46a] Also was man holtz zu kalcköfen hawen und fellen will, das muß gescheen in dem meien oder auf das lengst im andern meien des monscheins, die weil das holtz im saft ist, auf das, das es durr werde und die rinten lös auf das nechst jare hinumb auf liechtmess, so man dann anhebt kalck zu prennen. und nachdem die paumeister vor zeitten mit zweien oder dreien ie zu thun gehabt, und das gelt vor hinauß auf solichs holtz zu hawen und fur die kalcköfen bestellt zu füren und gehen haben, das dann zu zeitten durch derselben armut und laßheit versaumpt und mit gehawen noch gefurt wart, auch durch dieselben zu zeitten geschalckt wart, also das sie nach loe hieben und darzu dasselb holtz zu und fur ir eigen kalcköfen furten, dardurch der stat paumeister gesaumpt wart.

Darumb hat ein erberger rat furgenomen im pesten, wenn der stat paumeister einem verdingt das holtz zu der stat kalcköfen zu hawen oder furen, der dann im selber sunst auch kalck prent, als ir dann vill ist zu der Leynburg, derselb soll der stat paumeister sein trew geben und darauf sweren zu got und den heiligen, das er kein holtz woll hawen zu den kelcken, die dann einem paumeister zu gehoren, dann wo ine der erbforster und des amptmans knecht, der dann die zeit in die huet gehort, hinweissen. do mag er woll hawen doch also, das er noch sein gewalt seinen nutz mit dem holtz noch loe nicht suchen, und das sunst nirgen furen dann für der stat kalcköfen in keinerlai weisse on alles geverde. einen solichen ait hat mir Linhart Greussel gesworren, dem ich dann ettwann vill holtz zu hawen angedingt hab.

Ist es aber, das im einer selber nit kalck prennt, dem dann der stat paumeister also verdingt holtz zu der stat kelcken zu hawen oder furen, der darf des vorgeschriben aides nit sweren, dann ein solicher minder schalcken mag vor den erbforstern oder amptmans knechten, dann ob er im selber auch holtzet.

[46b] So muß man der stat zu einem offen kalckes haben zweintzig grosser tenner paum, die thun pei zwelf fuder holtz, eines fuders minder oder mer ungeverlichen. das holtz hawet man dann zu schrötten pei funf oder siben scheit lank. wenn sie dann das fur die öfen pringen, so schrotten sie das holtz und macken klupfel dreier oder dritthalber scheit lang darauß, und was dann so groß und dick von holtz ist das kleubet man, und prennen dann das also. fur ein solichen offen oder fur sovil fuder holtz hat man nach altem herkomen geben ailf pfunt alt fur hawen und furlon, gantz fur den offen geantwort. aber nachdem und die welde ser verhawen sein und man solich holtz von weitter hin zue furen muß, als der amptman dann des zu hawen kein laub in der nehe da umb mer geben will, so muß ich ietzund fur ein offen holtz geben dreitzehen halbs pfunt alt und vierzehen halbs pfunt alt.

Man pricht den kalckstein oben auf dem perg zu der Leynburck auß eckeren, die die pauren doselbst umb und auch zu der Leynbruck oben auf dem perg haben, und man gibt ie fur den pruch allein zu einem ofen kalck dreu pfunt alt nach altem herkomen; das besteet noch also darpei.

Zu einem offen kalcks muß man auch haben pei viertzehen fuder derselben stein, eines fuders minder oder mer ungeverlichen. fur ein solichen offen oder fur sovil stein fuder gibt man nach altem herkomen ailf pfunt alt, also das man solich stein gantz zu dem kalck offen antwort. solich stein muß man auch im summer auf dem perg prechen und herab füren, dann man der im winter nit prechen noch herab pringen mag.

[47a] Ein stat paumeister hat vor zeitten mit einem, genant der Leyrer, zu der Leynburg gesessen, vill zu thun gehabt und dem gemeinlichen vor andern verdingt, kalckstein zu der stat öffen zu antworten, nachdem derselb Leyrer mer dann ander leut auf und am perg der Leynburck hat gehabt. und nachdem er aber der stat paumeister dringen und hochern wolt, bestellt ein paumeister auf ein zeit von anderen auch stein, das dann den Leyrer verdröß und wolt nit gestatten, das man solich stein uber sein ecker und felt, das er am perg het, furen solt. dardurch der stat paumeister, die zeit Lucz Steinlinger seliger, bewegt ward, und im zweiundfunftzigsten jare mit gunst eines erbergen ratz hie zu Nuremberg, auch mit hilf und anzaigen alter paursleut zu der Leynburg und da umb, ein alten gemeinen erbweg, der dann vor vill jaren von dem perg herab gieng, suchten und funden. denselben weg der Steinlinger seliger ließ wider vermarcken, verstein und verrein, auch außwerfen und machen, das er wider zu faren docht, und nam des ein kuntschaftbrief unter des gerichtz insigel hie zu Nuremberg. derselb brief dann in der losung stuben sein soll, ist mir gesagt worden von dem Gurtler. ich hab darnach suchen lassen, aber die losunger haben noch bißher [des] nit vinden kunnen und sagen, nachdem sie noch vill brief haben, die nit registriret sein, darunter derselb brief sein mocht, wissen sie des ietz und nit zu vinden etc. denselben gemeinen erbweg soll der stat paumeister kunftiglichen in acht haben und den zu zeitten pessern lassen, damit er nit abgee.

So hab ich bißher ettliche jare mit dem Lienhart Greussel hinter Niclas Grolant zu der Leynburck gesessen, allein zu thun gehabt und dem angedingt holtz und stein, auch fur pruch am perg geben müssen, nachdem und alle ding aufschlagen und inen der amptman verweist, 26½ und 28 pfunt alt zu einem offen kalcks etc. der mir dann gehalten und damit nit also ser gesaumpt hat, als vor geschehen ist.

[47b] Wenn man nun also holtz und stein pei und vor den kalcköffen hat, so muß man haben einen redlichen gesellen, den muß der stat paumeister in sunderheit darzu bestellen, der den kalckoffen setzen kan von den kalckstein und dann under schür und den kalck recht kün prennen. dem hat man vormals geben ie von einem offen vier pfunt alt, aber iezund muß ich einem geben fünf pfund alt umb des willen, das er die schrött kleiben muß vor den öfen, das vor nit gewest ist, dann man ietzund nimmer nach loe sunder das grobst ungeschlachtz holtz zu den öffen furen und hawen muß. derselb kalckprenner bestellt auch daussen die fur und wegen, die den kalck herein furen; darvon gibt man im sechs pfenning auch nach altem herkomen etc. umb des willen, das er in die dorfer do umb leuft und wegen außpringt. des gelobt er also einem paumeister.

Man gibt von einem summer kalcks herein zu furen in die stat ietzunt zwelf pfenning und zu zeitten dreizehen, darnach und die pauren nottig arbeit auf dem felde haben. man hat aber vor jaren minder zu furen geben, die weil das kalck summer auch kleiner was dann es ietzund ist.

Also wenn dann ein offen kalcks der stat herein kumpt, gibt man den kalckmessern, der dann zwen sein darzu, von dem offen kalcks ab zu messen sechtzig pfenning, sein sei vill oder wenig im offen gewest. aber sunst auf dem marckt gibt der kauffer und verkauffer ieder ein pfenning von einem sümmer zu messen.

Gemeiniglichen so prennt man in der stat kalck öfen einem auf einmall achtunddreissig summer ungeverlichen. sünst sein woll ettlich kalcköfen eines teils daussen, die der pauren [48a] sein, darin man pei sechtzig sümmer und mer auf ein moll prennt oder prennen mag.

Nun wenn das ist, das der kalck als tewer ist, und nachdem die pauren mit dem kalck, den sie zu der stat furen, sere auf ein ander halten und einer des andern schont, darmit sie denselben iren kalck auf das höchst mochten an werden etc. so mag der stat paumeister ein ofen, zween oder drei mer und minder auf den marckt prennen und hingehen lassen, darmit man den kalck in gleichem gelt behalten müg von der gemein wegen.

Und was man dann also kalcks auf dem marckt verkauft, so sol der stat paumeister dem erbforschter von geben ie von einem ofen drei groß, in des huet man dasselb holtz gehawet hat, darmit derselb kalck geprennt worden ist. was kalcks aber ein paumeister in die hütten schüt oder sunst zu der stat nottorft herein füren lest, darvon bedarf man den erbforstern nichtz geben. das ist nemlich aufkomen und vor zeitten nit gewest, das hat inen aber ein erber rat auf ir anpringen und klagen zugeben pei Lienhart Grolantz amptmans zeitten.

Auch soll der stat paumeister des geflissen sein, das er die kalckhütten im Marstall, der dann drei ist, mit kalck nach nottorft vorsehe, dormit gemeine stat versorgt und versehen sei. wo dann also zu zeitten einem ein sümmer oder zwei auf das maist also zurint, oder zu zeitten einem an eim heimlichen gemach, an einem ofen oder schloett pruch geschicht und kein kalck herein geet, so mag ein paumeister einem woll damit helfen umb ein zimlichs gelt auß der stat [48b] hütten, alles nach altem herkomen. doch so soll der stat paumeister des geflissen sein, das er kein kalck fur die stat geb und sunderlichen, der auß der gepiet gefuret werd, on laub eines erbern rats oder eines burgermeisters, dann die amptmansknecht des waldes pfenden doran und ist wagen und pferd verloren. wenn man den kalck prennt mit holtz, das des reichs ist, das sol man nit auß der piet furen, doch ist genad in allen dingen. sie wollen auch doran pfenden, wenn einer kalck auf dem marckt kauft, der erst herein kumpt, wo der auß der gepiet gefurt wirt, so sagen sie fur des reichs als ire recht lauten etc. aber wenig werden gepfendt. was kalcks man also auß der hutten verkauft, den soll ein paumeister alleweg vor ab lassen leschen, und den melbsweis verkauffen nach dem meß das darzu gehoret; davon soll der kauffer das meß gelt allein zallen, von einem sümer zwen pfenning, und der paumeister gibt nichtz.

So hat man ettwan vill jar her gegeben: für ein sumer kalcks auß der hütten zwenundviertzig pfenning, aber ietzund hab ich darmit auf geslagen und gib den umb funftzig pfenning, nachdem und er auch mer kost zu bestellen, dann er vor oder ettwan gethan hat etc. und hab des aber domit auf geslagen und gib inen ietzunt umb sechtzig pfenning ein sümer auß der stat hutten.

Es hat auch Lutz Steinlinger seliger vor zeitten von befelhnus eines erberen rats hie erfaren, wo die pauren zu der Leynburg so sere auf slagen wolten und den kalck als teur achten, so vindt man zu Erenhoffen woll kalckstein zu prechen, auch vindet man holtz und fure doselbst umb in den dörfern, als zu Wellentzleitten und zu Weisenprunn. das soll ein paumeister in acht haben kunftiglichen.

Ich hab auch pieß her ein jar dem andern zu hilf mussen [49a] haben zu der stat nottorft zu vermauren an den kalk, den ich von pette wegen sunst eintzlichen verkauft, pei hundert zweintzig ine 30 sümer kalcks alle jare.

Zu zeitten wenn ein paumeister den Löffler schicket gen der Leynburg von kalcks wegen oder sunst zu der stat öfen zu sehen, gibt man im alleweg funftzehen pfenning nach altem herkomen.

So prennt man auch kalck zu Deinswanck, des mir einer, genant Fritz Müllner, vill herein pracht hat, dem ich dann sechsundfunftzig pfenning und zu zeitten sechtzig pfenning fur ein hieigs sümer geben hab. derselb kalck wirt am leschen vill weisser dann der von der Leynburg oder Dieppelsdorf etc. dazu wirt er melreicher. und ich hab versucht und eigentlich gemessen, das alle weg acht meß oder sümer des von Deinswanck als vill thun, als neun meß oder sümer des andern kalcks thun. wenn man den lescht, so vindet mans am melbe. und ist zu mauren gar gut und zu tünchen, und zu weissen noch vill pesser etc.

[49b] Von dem parstein.

Auch so soll ein paumeister alleweg do ligent haben ettliche metzen parsteins zu der stat nottorft, als ich dann des pei anderthalb hundert metzen von Contzen Schilher von Virnsperg und Fritzen Snürer zu acht und neun pfenning ein metzen gekauft und do ligent hab.

[50a] Von zigel, maurrer und dachstein.

Do pei so soll sich ein paumeister versehen mit allerlai zigel und der ein zimlich nottorft pei im ligent haben, ob ichtzit fur viell, das er mit zigelen geschickt sei und sunderlich mit tach zigeln. und wie der kauf nach altem herkomen und ietzunt ist, steet hernach geschriben.

Item fur ein tausent maurrer stein, gewelbstein, hacken, zigel und preis neun und zehen pfunt nach altem herkomen. aber ietzunt nachdem das holtz teurer ist kost ein tausent zwelf, dreizehen pfunt alt und viertzehen pfunt, auch sibentzehen pfunt alt, wenn man sie einem herein fürt.

Fur ein tausent dach zigel, geschlossens werck, hocken und preis viertzehen pfunt alter; ietzunt muß man fur ein tausent achtzehen pfunt alt geben.

Fur ein tausent flacher dach zigel achtzehen und zweintzig pfunt, die sein aber sere abgangen.

Fur einen kellzigel siben pfenning und fur einen treufzigel zwen pfenning, das ist lang zeit also gewest und steen noch in dem gelt.

Item fur ein tausent gewelbstein mit segspenn geprennt in der größ als die messingslaher stein sein. zu der losung stuben siben und zweintzig pfunt alt.

Item fur ein karren fuder scherm und estrich stein acht pfenning, aber ietzunt zehen und zwelf pfenning.

Und das alles ist der kauf auf den zigel hutten on die fure. will sie aber einer gefuret haben, so muß er 45 pfenning oder mer fur ein tausent geben, darnach und ers weit gefurt will haben in der stat etc.

[50b] Nun steet aussen an dem vorwerck des innern Frawentors oben in die stein gehawen die groß, so die maurrer und die gewelb stein, zigel stein, auch die preis und dach zigelstein haben sullen. der model und form geleichen hat man auf der Peunt von eisen und holtz gemacht, dornach die zigler vor der stat die zigel machen sullen. wo dann die zigelschawer sehen, das sie, die zigler, dem zigelwerck ab prechen und kleiner machen, so vinden sie auf der Peunt die rechten muster, darnach sie der zigler model und zigelwerck recht fertigen mugen.

[51a] Von dem eisenwerck in dem innern schloß der festen.

Nachdem und Hanns Rumel seliger am Marckt hat gehabt ein zehenten zwischen Röttenpach und oberhalb Wendelstein, der dann vor dem heiligen reich gewident und zu lehen geet, und also herkomen ist, das ein ieder der inen innen hat, alle schloß und eisenwerck in der innern purk der vesten hie zu Nuremberg darvon pessern und in wesen halten soll, wenn und wie oft das nott geschicht. wann man aber lange zeit von dem zehenten nit gewist hat anders, dann soliche pesserung vor des Rumels haus am Marckt gescheen solt, also hat einer, genant der Steffan Feuchter, ietzunt denselben zehenten innen, als des brief in der losung stuben ligen, und auch in der stat buch am vierden plat nach dem plat, doran steet hundert neun und neuntzig geschriben. nachdem nun aber Steffan Feuchter auch abgangen ist, hab ich besant sein hauß frawen Margreth Steffan Feuchterin hinter Sebolt Rietter zu Rottenpach gesessen, die nit in abrede ist das auß zu richten und sich gutlich mit mir darumb zu vertragen, was ich umb solich pesserung des eisenwercks im schloß außgeben hab.

Derselb zehent gibt Margrethen der Steffan Feuchterin alle jar fur alle ding, als des ein brief vorhanden ist, den die Feuchterin innen hat, funf sümer korns Nuremberger maß, darumb in der Steffan Feuchter ettlichen pauren vererbt hat.

[51b] Und ein zinsmeister soll die ding in seinem zinspuch auch beschriben haben und ein paumeister zu zeitten manen an solich gelt einzupringen, das man außgibt von dem eisenwerck im schloß und vesten.

[52a] Von dem eisenwerck der schlosser und smide.

Es soll der stat paumeister geflissen sein, das er aufs minst ein pfunt oder zwai schinn allerlai eisens, von werckeisens, rat, deuchel, groß und klein, auch stürcz und schloß plech, auch allerlai negel groß und klein, ein sechtzig oder sibentzig tausent nagel, alles zu der stat nottorft pei im ligent hab, und das alles also einkauf und bestell so er nechst mug, nachdem man der stat schlosser und schmid alles eisen zu der stat arbeit geben muß darzu. so bedarf man des jars auch vill und mancherlai nagel zu der stat nottorft. so ist ein gewelb hinten unter dem rathaus mit dem N bezeichent, dorzu der stat paumeister und schaffer den schlüssel haben, darinnen man solichs news eisen und nagel hat zu der stat nottorft; was aber von altem eisen ist das hat man auf der Peunt in einer sundern kamer.

Bestellen soll auch der stat paumeister einen guten schlossermeister, der wol arbeitten kun, auch geschickt sei mit guten und getrewen knechten und einen bescheiden redlichen lön neme, und der sich auch sunst nit vil ander arbeit under fahe, dormit er der stat arbeit dester paß gewarten müg, alsdann ietzunt meister Ulrich Hufnagel, schlosser, pei zweiunddreissig jaren getan hat und noch thut.

Darpei soll der stat paumeister bestellen einen guten schmit, der zu allerlai grober arbeit geschickt sei, als wegen, kerrn und ander der stat nottorft wiß zu machen, und auch getrewlich mit der stat eisen, das man einem unter die hent gibt, umbgee, und ein bescheiden lon neme, alsdann Contz und Michel die Zincken gepruder pei sant Claren pei vierunddreissig jaren gethan haben und noch thun.

So gibt ein paumeister der stat slosser und schmit alles eisen- [52b] werck selber, also das sie allein ir arbeit dorauf legen, was zu der stat nottorft gehort etc. doch soll der schlosser noch schmit nichtz machen, abprechen noch anschlagen on laub und wissen eines paumeisters und schaffers, alles ongeverlichen.

Auch soll ein paumeister alle goltvasten oder so oft des not thut mit der stat schlosser rechen. alsdann soll der schlosser geschriben geben einem paumeister, was er gemacht hab sider der nechsten rechnung und wohin das komen oder angeschlagen worden sei, auch was oder wie vill eisens zu ieder arbeit komen sei ongeverlichen. was dann der schlosser also arbeit und macht, das soll er alles zeichen mit einem stampf, do Nuremberg auf steet, den im ein paumeister machen soll lassen auf das, das man wiß, das soliche arbeit der stat zu gehöre. nun hat soliche arbeit alle kein gesetzten noch bestimpten lon anders dann, das sich ein paumeister mit sampt dem schaffer selber muß dorein richten nach dem pesten, dann der arbeit ist vill und mancherlai etc. als das in meinen büchern geschriben stet, was ich im fur sein arbeit gerechent und geben hab.

Nun des gleichen soll ein paumeister mit der stat schmit auch halten, und der schmit hinwider mit einem paumeister alle rechnung, und mit dem zeichen auf alle ding etc. die dann zeichens werd sein.

Mer so ist allen schlossern und iren gesellen hie auf dem hantwerck verpotten, das ir keiner an der stat thoren, thurnen, kremen, gewelben und an alle dem, das der stat zinst oder zugehoret, nichts machen sullen, groß noch klein, und sunderlichen an schlossen und schlusseln etc. dann allein der stat schlosser, der dann von einem paumeister darzu bestelt ist, soll das machen. doch soll derselbe stat schlosser dennoch [53a] nichtz machen, weder er noch sein knecht, zu oder an der stat arbeit, on laub auch wissen und willen eines paumeisters, alles ongeverlichen.

Wo aber ein paumeister als vill oder nöttige arbeit zu machen hett, so mocht er woll einem anderen schlosser oder schmit auch etwas zu machen geben oder machen lossen, also das man an einen mann oder zwen nit gepunden ist.

So hab ich das werckeisen kauft das groß ie ein pfunt umb sechsundzweintzig guldein reinisch, und das rateisen ein pfunt umb sibentzehen guldein reinisch, und ein pfunt groß deuchel eisens umb neununddreissig und viertzig guldein reinisch, und ein pfunt deuchel des klein eisens umb sechsundzweintzig guldein reinisch und ein zentner stabeisens und löbnisch eisens umb ailif und zwelf pfunt alt etc. stürcz plech zu schlossen ein zentner umb sechtzehen pfunt, und dopei ein pfunt stahels .... pf., groß eisen stangen sibentzehen schuch lang dreier finger preit eines fingers dick zu viertzehenhalb pfunt alt ein zentner zu der losungstuben.

Die pünnagel hab ich ie kauft zu viertzehen, funftzehen und 15½ pfenning ein hundert, und die halb oder spangen negel zu 10½ und zwelfthalben pfenning. nachdem aber eisen aufschlecht, hab ich die pünnegel woll kauft zu sechtzehen, sibentzehenhalb und achtzehen pfenning und die halb nagel zu zwelf pfenning ein hundert etc. was man dann sunst grosser oder kleiner negel bedarf, die loß ich selber schmiden von der stat eisen hie ein schmit.

[53b] Es hat des schlossers arbeit kein bestimpten noch gesetzten lon als voren steet, also das sich ein paumeister selber dorein richten muß. ich hab im bezalt fur rören, püchsen zu dem schön prunnen, die er macht von seinem eisen, ie 35 pfenning fur eine, und fur ein setzpüchsen 20 pfenning; hat man vor jaren fur eine 24 und achtundzweintzig pfenning und fur ein setzpuchsen achtzehen pfenning geben. so gib ich im von einer seg zu feillen funf pfenning und von einem schlechten schlussel zu machen sechs pfenning. so lest ime der schlosser uber sechtzig pfenning oder dreu pfunt alt nit ab prechen an seiner rechnung.

Nun wenn ein paumeister also rechent mit dem schlosser, so gibt ein paumeister des schlossers knechten fur ein trinckgelt ie von einem pfund alt ein haller oder von einem pfund novi zwen pfenning ongeverlich, dann des schlossers knecht sere lauffen mussen mit klein dingen oft zu pesseren und an zu schlahen an manchen enden. darnach die rechnung ist, darvon gibt der schlosser des paumeisters eehalten zwen oder drei groschen trinckgeltz, darnach auch die rechnung ist.

Auch wenn ein paumeister dann mit dem schmid rechent, gibt man sein knechten von zweien pfund alten ein haller oder von einem pfunt novi ein pfenning oder drei haller trinckgeltz, dorein muß sich ein paumeister richten; aber an seiner rechnung lest er im nit ein pfenning abprechen der ietzig schmit.

Mer so hat des smits arbeit, als Contz und Michel die Zincken ettwen vill jar her an der stat arbeit gemacht haben, in etzlichen stucken ein gesetzten lon gehabt, als hernach steet:

[54a] Vom ersten einen newen nideren wagen mit aller seiner zugehorung zu beschlahen vierdhalbs oder vier pfunt alt; ist ein newer wagen aber mit altem eisen beschlagen, hat man geben zwai pfunt alt.

Von einem newen druhen karren zu beschlagen 35 und viertzig pfenning.

Von einem newen schüt karren zu plechen und die rat zu pinden 32 pf.

Von einem newen stein karrn zu beschlahen viertzig und funfundviertzig pf.

Von einem newen rade zu beschlahen zwelf und funftzehen pf.

Von einem newen pflaster hamer zu machen viertzehen pf.

Von einem pflaster schlegel zu stecheln zwelf und viertzehen pfenning.

Von einem perck eisen und steinext öer zu stecheln acht und 10 pfenning.

Von einem pflasterhamer und störchsschnabel desgleichen zu stecheln acht und zehen pfenning.

Von einer püchsen zu einem pflaster stössel new zu machen 20 pf.

Von einer radwer an das rat zu beschlagen acht pfenning.

Von einer sleipfenketten und ortscheit zu beschlahen siben pfenning.

Von einer newen kellen sechs pf.

Von einem schellhamer zu stechelen sechs pf.

Von einem schuch an einem eichen pfoll vier pf.

Von einem steinkeil zu schweissen drei haller und 2 pf.

Fur ein lumer ein haller und ettlich zu dreien hallern.

Von hundert spitzen den steinmetzen zwelf pfenning und auch 13 pf.

[54b] So soll der schmit einem paumeister auch alleweg geschriben geben was er gemacht hab sider der nechsten rechnung als der schlosser thut etc. und soll auch nichtz machen on wissen eines paumeisters und schaffers.

So hab ich ein jar her mussen haben pei zweintzig tausent spitzen den steinmetzen.

Item nachdem und meister Ulrich Huffnagel, der stat schlosser, in dem sechsundsechtzigisten jar abgangen ist, hat er mir vor in seinem leben und kranckheit gesagt und angezaigt auf mein begeren Jorgen Beireutter zu der stat schlosser zu nemen, darmit sei die stat versehen vor allen anderen. demnach hab ich den genomen. aber des lons halben ist er nit als gleich als der Huffnagel seliger. das alles in mein bücheren und sein rechnung gesehen wirt, dann des so mancherlai ist, das man des jars machen und pesseren muß, das es alles zu lank were do her zu schreiben.

Auch hab ich geben dem smit von Alttorf fur ein segplat von der stat eisen acht pfunt alt.

Item ich hab auch geben hie dem schersmit auf dem Newenpaw, meister Hannsen von Hohenstat, ie fur drei segpletter dreissig und auch viertzig pfunt alt von seinem eisen, und von einem segplat zu richten uber ruck sechsthalbs pfunt alt.

Item ein pogenschloß zu den gassenketten funf gross, oder siben schloß fur ein guldein reinisch von der stat eisen.

[55a] Auch nachdem und Kuntz und Michel die Zincken geprüder und schmit bei sant Claren gesessen abgangen sein, hab ich sider allerlai machen lossen den Peter Schmidt, auch doselbst bei sant Claren gesessen, der aber auch des lons wie vor steet von allen stucken nit nemen will, nachdem die kollen tewer sein, also das ich mit im uberkomen muß wie ich mag, als man das dann vindet in meinen bücheren und registeren an seinen rechnungen.

So hab ich im geben ie von einer klafter der newen gassenketten von der stat eisen zu machen sibenunddreissig pfenning, und von einer ketten an zu schlahen und zu hencken in stein und holtzwerck mitsampt den kloben und hocken, die zu einer ketten gehoren, von der stat eisen darzu zu machen, sie sei lanck oder kurtz, ie von einer ketten zu hencken funfundviertzig pfenning. so hat er ie auß einem zentner stabeisens, den ich umb ailf und zwelfthalb pfunt alt von dem Kressen an der Lauffergassen kauft, gemacht bei vier klafter ketten; und derselben gassenketten hat er gemacht in kürtz, die man angeschlagen hat, hundert und einundachtzig klafter.

[55b] Von dem wagner.

Mer soll ein paumeister bestellen und sein abrede haben mit einem wagner, der zu der stat nottorft mach, wes dann nott sei, als dann ietzunt einer, genant meister Jorg, in das 27 jar getan hat und noch thut, und sitzet bei sant Claren neben der stat Peunt. und nach altem herkomen so haben seine dink vast ein gestimpt gelt was er macht; wiewol er ietzunt claget nachdem, das eichen holtz ser theur ist, so hat er mich doch nit gehöcht und ist das der alt lon.

Item von nideren wagen, steinkaren, truhen und schütkeren reder, ie von einem rat funfunddreissig und viertzig pfenning.

Von einem newen truhen karen on die reder, darzu man im die pretter gibt 60 pf.

von einem newen truhen karrn mit reder und allen dingen 5 pfunt alt.

von einem hinter grossen waltpflug gestelle dreu pfunt alt 2 pf.

von einem stein karen gestelle funfunddreissig und viertzig pf.

von einem vorder wagen gestell 35 pf.

von einem gestell zu einem nidern einrussen wagen 42 pf.

von einer leitter auf ein nider wagen drei grosch.

von einem newen nideren wagen mit aller zugehorung acht pfunt alt.

von einem wetter zu einem wagen 15 pf.

von einer ext ein zulegen 12 und 13 pf.

von einer deichsel einzulegen 12 pf.

von einem newen paumen in schüt und truhen kerren 12 pf.

von einer felg in ein alt rate einzulegen 6 pf.

[56a] von einem kipfstock 6, 7 und 8 pf.

von einer schall 6 und 7 pf.

von einer lenckwit 7 pf.

fur einen kammer wagen leitterlein 14 und 16 pf.

von einem stössel den pflasterern 15 pf.

von einem karren zu pessern 7 pf.

von einem rate zu verzwicken 4 pf.

von einer speichen ein zulegen 2 pf.

von einer kipf oder helb etc. 3 haller.

fur ein wagen wag mit zweien ortscheitten 9 pf.

fur ein einlutz ortscheit 2 pf.

von funf hundert speichen auß zu hawen von der stat holtz, von hunderten sibenundzweintzig pfenning.

Warzu dann ein paumeister der stat wagner das holtz gibt, so soll der wagner so vil dester minder lons nemen, dann der vorgeschriben lon ist fur holtz und arbeit.

Dorpei soll ein paumeister bestellen und do ligent haben zu der stat nottorft allerlai wagenholtz als felg, außgehawen speich, nabholtz, lenckwit und dergleichen ein nottorft, und das ie alles zu wedel gehawen sei.

So soll der wagner einem paumeister beschriben geben, wenn er rechen will, was er gemacht hab sider der nechsten [56b] rechnung, das soll der schaffer alleweg auch mercken, was er im zu machen geben hab etc. und der wagner soll auch nichtz machen niemant, er werd es dann geheissen von einem paumeister oder schaffer ongeverlichen.

Nun wenn also die rechnung geschicht, so gibt im ein paumeister zu trinckgelt sein knechten ie von sechtzig pfenning ein haller, oder von einem pfunt novi ein pfenning oder drei haller, dorein sich ein paumeister selber richten muß. so lest im der wagner an seinem vorbestimpten lon nichts ab prechen etc.

[57a] Von dem haffner.

Desgleichen soll der stat paumeister bestellen ein haffner, der zu der stat öfen besech und mach allenthalben, sunderlichen auf dem rathaus, auf den beden vesten allenthalben, desgleichen auf allen versperten thürnen darauf turner sein, darzu derselben thurner ir weibern herniden, und auf der Wessel, Mang, Pleich, [den] thorwarten vor allen thor, in der wag, auf der Peunt, im loch, tuchhaus, Schießgraben, Marstall; auch des reichs amptleutten, als lebenzuchtiger, stathirten und huntschlaher etc. aber was sunst der thürn umb die stat sein, darauß man zins gibt, darzu soll der haffner nirgen kein öffen machen noch flicken; es sei dann [das] im einer ein vorzeichen pring von der stat paumeister oder schaffer, oder das der haffner das von dem paumeister oder schaffer geheissen werde ongeferlichen etc. als ietzunt Heinrich Linthner in das vier unddreissigst jar getan hat und noch thut.

Nun haben sollich offen kein bestimpten noch gesetzten lon, dann das machen doran ist ungleich, sunderlichen der grün offen macht man selten gantz new von kachelen, allein das man sie von newen setzt mit newen und alten kachelen. gibt man von einem dreu, vier un funf pfunt alt, darnach er ist, und von einem gantz newen grün offen pei zweintzig pfunt alt; aber die weissen offen, der am meisten sein, macht man zu vier, funf und sechs groschen ein ofen, und von einem [zu] flicken gibt man siben pfenning durcheinander, wie das ist, wo er neur einem ein kachel einsetzt, oder einen offen ein wenig verstreicht, so muß man im geben siben pfenning; machen die weitten geng die hochen stigen auf die thuren. so soll der haffner keinem mer dann in dem jar ein flicken oder machen thun on laub eines paumeisters.

Wenn der stat paumeister also mit der stat haffner rechen will als umb weihennachten nach alter gewonheit, so soll der haffner [57b] beschriben einem paumeister geben, was er newer offen und wo oder wenn er sie gesetzt hab, desgleichen von flicken, wie vill oder wem er geflickt hab, und ein iedes in seinem gelt verzeichent geben.

So soll der stat paumeister geflissen sein, wem er vergünt ein ofen zu machen, das derselb den offen selber nit ab prech, sunder der stat haffner den offen abprechen loß ob es not ist, auf das, das der haffner sech, wie groß der offen vor gewest sei etc.

Auch soll der stat paumeister der stat haffner unterrichten, das er die offen mach als sie vor gewest sein, und kein gantz abprech der lenger steen mocht, und sich an der, die in den thurnen sein, rede nit keren, sunder pleiben loß was pleiben mug, und sich verantwort auf einen paumeister, was der mit im schaff das woll er thun und nit anders; es wolt dann einer einen offen selber zallen, mocht im ein haffner woll machen umb sein und nit der stat gelt.

Es gibt denn ein paumeister des haffners knechten zu trinckgelt wenn man mit dem haffner rechent, wie woll die sum geltz der offen pei dreuzehen und viertzehen pfunt novi ein jar ungeverlich treffen, aber nachdem die thüren hoch und des steigens vill ist, hab ich inen ie geben zu einer rechnung acht gross. so lest im der haffner an seiner rechnung nichtz abprechen, das ichtzit sei etc. den vorgeschriben bestimpten lon.

Ist sach, wo die leut in den thurnen ir alt öffen selber sullen [58a] abprechen, und wissen, das man inen new öffen setzen soll, so schonen sie der alten kachel nit, und prechen der ettliche, die man woll wider ansetzen mocht, das soll man den leuten untersagen, wenn sie die offen abprechen, das sie der kachel schonen am abprechen und am waschen. mer soll der stat haffner keinem kein hellhaffen noch rorren einlegen, es woll in dann einer oder eine selber zallen von irem gelt, oder hieß ine das in sunderheit ein paumeister.

Item der kauf der verglasten knopf auf die thuren und ercker umb die stat ist fur einen thurenknopf funfundviertzig und funftzig pfenning, und fur einen erckerknopf dreissig pfenning und vier grosch, darnach sie sein, also das sie vorauß ser woll geprennt und verglast auch unden an hüten weit sein und woll decken, auch das man gut starck scheft darein prengen mug.

[58b] Von dem glasser.

Darzu soll ein paumeister haben zu der stat nottorft ein glasser, darmit man versorgt sei, und der auch woll arbeitten künde und gute arbeit mach umb ein redlich gelt. derselb glasser soll von einem paumeister im anfang unterricht werden, das er niemantz nichtz mach on wissen und willen eines paumeisters oder des schaffers, es wer dann, das im iemant ettwas zu machen geb, das er selber zallen wolt, das mocht der glasser woll annemen zu machen, oder auf der stat kost nit etc. als dann vill jar der Pregelhan und ietzund meister Hanns N. unter dem ratthaus in das vierde jar gemacht hat.

So macht oder lest machen ein paumeister alles glasswerck auf dem ratthaus, auf den peden vesten, auch auf allen versperten thürnen und thorn, darauf thurner sein, desgleichen iren frawen herniden, mer auf der Mang, Pleich, [den] thorwarten vor allen thoren, auf dem tuchhaus, schießgraben und in der wage, der Peunt, im Marstall, Wessel, im loch, dem lebenzuchtiger, stathirten und huntschlaher, iedem nach seinem stant.

Auch so hat das glasswerck kein gesetzten lon, darzu macht man nit vill newß glasswerckes. ich hab pißher geben ie von hundert newer scheiben einzusetzen acht pfunt alt zehen pfenning, oder von einer scheiben einzusetzen als einitzlichen zwen pfenning; mer von hundert rautten von newem einzulegen dreu pfunt alt, und von einem schlechten pauren glass vier pfenning. sust ist des flickens vill und an manchen enden, dorein muß sich ein paumeister selber richten. auch soll der glasser einem paumeister eigentlichen beschriben geben, was und wohin er glesser gemacht oder gepessert habe.

[59a] So rechent man gemeinlichen umb weiennachten alle weg ab mit dem glasser alle jar, und trift sein rechnung pei funftzehen und sechtzehen pfunt novi ongeverlich. darzu lest er im uber sechtzig pfenning oder dopei nicht abprechen; so hat er kein knecht dem man trinckgelt geben darf.

Hab ich gekauft scheibenglass zu funfthalben guldein ein tausent und darvon verglassen lassen die zwue newen krigstuben, die cantzley und losung stuben, und dem glasser davon geben zu versetzen fur sein plei und arbeit vier pfunt alt von einem hundert scheiben.

[59b] Von dem püttner.

Ein stat paumeister muß haben einen püttner zu der stat nottorft allerlai zu machen und pinden, als dann ietzunt ist meister Wilhelm, der dann pei zwelf jaren her zu der stat arbeit gearbeit hat. dem püttner ist sein lon meist bestimpt, was man von einem ieden zu machen gibt nach altem herkomen, als hernach steet. was aber da nit bestimpt ist, muß sich ein paumeister selber einrichten.

Item fur ein newe feurkuffen 75 pfenning.

fur ein newe heiltum kuffen 60 pf.

fur ein newe heiltum kuffen von der stat holtz 32 pf.

fur ein new küfflein auf die Pleich 35 pf.

fur ein new küfflein auf die Pleich von der stat holtz 14 pf.

fur ein newen kalck zuber 10 und 12 pf.

fur ein newß eichen wasser vaß 3 pfunt alt.

fur ein newe wasser stutzen 6 pf.

fur ein newe wasser schuffen 4 pf.

fur ein newe wasser gelten zum heiltum 3 haller.

fur ein newen kübel unden in Luchinslant 14 pf.

fur ein morter schaff und gelten new gemacht 2 pf.

fur ein kübel und deck von viechtem holtz in das loch 30 pf.

fur ein hoyer pogen 2, und ie fur 4 pogen 7 pf.

[60a] fur die grossen kuffen auf der Pleich zu pinden 3 und 5 groschen.

für ein wasser vaß zu pinden und einen newen poden ein zusetzen 21 pf.

für ein wasser vaß, heiltum und fewer kuffen zu pinden 14 und 10 pf.

für ein kalckzuber zu pinden 5 pf., und von newen zu setzen einen kalckzuber und zu pinden 8 pf.

fur ein morter, fewerschaff, schuffen und gelten zu pinden von einem 1 pf.

fur alle schaff in den hütten zu dem fewer gehorent zu pinden, von einem schaff 1 pf.

Man gibt auch Sebolten Kressen alle wegen zu sant Walpurgen tag [1 Mai] ein gesetz schaff auf die vesten, das sein sechs schaff in einander steend, das gröst als ein südschaff, das kleinst ein geeltlein, und ein solich gesetz schaff kost pei vier groschen. aber es haben furgenomen die obersten heuptleut herre Nicklas Muffel, herre Hanns Coler und herre Jobst Tetzel und befolhen, dem Kressen zweintzig liderein eimer hinauf zu geben auf die vesten, das ich dann also getan hab und die schaff ab geprochen, dann die nach altem herkomen hinauf geben wurden, ob fewer außkeme, do got vor sei, das ein burkherre dann kleine schaff dobei hett etc. aber der Kreß hat durch die obgeschriben herwider zu weg bracht, das man im die schaff noch geben soll zu Walpurgis.

Es soll auch ein paumeister bestellen mit der stat püttner, das man zu dem heiltum und ettlich tag davor auf der vesten alle kuffen und schaff des Kressen oder eins burggrafen, die anders geprennt sein von der stat wegen, desgleichen dem Haugen sein kuffen pinden, des gleichen auf der Peunt, alle wasser vaß auf den kerren und kuffen zu dem fewer und heiltum, auch in allen fewrhütten alle schaff [60b] nemlich bei dem Tiergartner thore, Luginslant, innern Lauffer thore, im Marstall, auf der Peunt, pei dem innern Frawenthor, innern Spittallerthor und dem Irhertürlein.

Wo dann ein mercklicher tag sust im jare her verrempt oder vill herschaft sust herkomen solt, so soll der stat paumeister ettlich tag vor zu allen kuffen, wasser vassen und fewer schaffen sehen lassen, und die pinden und vertigen lassen, dadurch kein pruch doran sei, der gehindern mocht.

Die wannen in dem Wilpat auf der Schüt, die sein alle halb der stat hie, und halb des wilpaders der dorinnen ist, und was also pruchs daran ist, das soll der wilpader halbs zallen, so zalt das ander halb teil der stat zinsmeister und nit der stat paumeister, als nach altem herkomen.

Nun also wenn ein paumeister mit der statt püttner rechen will, so soll der püttner einem paumeister beschriben geben, was er von newen gemacht oder sunst gepunden hab zu der stat nottorft sider der nechsten rechnung etc. so gibt im ein paumeister zu trinckgelt ie von sechtzig pfenning ein haller oder von vier pfunt alt drei haller.

So ist ein püttner zu der Leynburg, genant Paulus Haß, der hat lange zeit und noch wenn man seiner arbeit bedarf, einem paumeister [61a] geben ie ein gesetz schaff, das sein sechs stuck, fur drei groschen, und ein morter schaff und gelten fur zwen pfenning, auch ein morter zuber fur zwelf pfenning, das alles ist föllig und gut gemacht. was derselb Paulus Haß also einem paumeister herein zu der stat nottorft füret und gibt, das lest der amptman des walds durchgeen; wo er aber solliche arbeit sust herein furet zu verkauffen, so pfenten ine die knecht und amptman doran, wo sie des gewar werden etc.

[61b] Von dem schreinner.

Auch so soll ein paumeister bestellen und sein abrede haben mit einem schreinner, der zu der stat nottorft mach wes dann not sei, als der meister Ulrich Kawr lange zeit und ietzunt Herrman Wagner, schreinner, in das vierd jare auch thut. so hat eines schreinners lon und arbeit kein bestimpt noch gesetzt gelt, dann es ist allerlai kleins und mancherlai arbeit von fenster ramen zu pesseren und etlich new zu machen, und allerlai posselwerk. und wenn ein paumeister im jare dann mit im rechent, so soll er einem paumeister beschriben geben, was und wohin er ein iedes stück gemacht hab. so gibt man sein knechten zu trinckgelt ie von einem pfunt novi zwen pfenning oder drei haller. der schreinner soll auch niemantz nichts machen auf der stat kost on wissen und heissen eines paumeisters oder schaffers.

[62a] Von der stat seiler.

Mer soll ein paumeister bestellen einen seiler, der zu der stat nottorft mach und gebe wes not ist, auch das er gute arbeit mach darmit man bewart sei, und die auch in gleichem gelt geb, als dann ietzunt meister Mertein in der Eisgruben ettwan vill jar her getan hat. und sünderlich so haben des seilers arbeit eines teils gesetzt gelt nach altem herkomen, als hernach steet, und alles von seinem zeug fur hanf und arbeit etc. was aber kein bestimpt gelt het, muß sich ein paumeister selber einrichten.

Item von rangseilen, eselseilen, lein, zugseilen, alles von newen geschwungen seinem zeug, ie von einem zentner schwer gemacht viertzehen pfunt alt, und zu zeitten sechtzehen pfunt alt, zweintzig pfunt ein zentner schwer.

Fur die mangseil, auch von geschwungem newem seinem zeug, dreitzehenthalb pfunt alt einen zentner schwer.

Mer hat man geben von kriegseillen, die von gehecheltem zeug gemacht sein, ie für ein pfunt acht pfenning.

Für ein newes eselseil von seinem zeuge 35 pf.

Von eselseillen, zugseilen auf thürnen den thürnern zu ir speis und holtz etc. die man von alten der stat seillen mit newen des seillers zeug über zeugt, ie von einem zentner schwer acht pfunt alt und 9 und 10 pfunt alt.

Fur sechsklefterige seil zu den schnellern unter die thör, ie drei oder vier pfenning für ein klafter.

Für ein hengseil vier pfenning ein klafter.

Für dreuzehen klefterige seil zu den schlachglocken sant Sebolts und sant Laurentzen, ie für ein klafter vier pfenning.

[62b] Fur einen sillstrank sechs pfenning.

Fur ein afterstrank drei und vierdhalben pfenning.

Haller und pfenning strick auch in irem gelt.

Fur ein klafter glöckelseil den thürnern ein pfenning, und fur zwue klaftern drei haller.

Fur ein klewel rebseil, das ist lank sechtzig klafter, zwelf und vierzehen pf.

Fur drei klafter rötelschnür den zimmerleuten und pleischeit snür den steinmetzen ie fur ein 1 pfenning.

So sol ein paumeister sich alle wege versehen, das er allerlai seil ein nottorft gemacht hab do ligent, wenn man etwaß zu der stat nottorft bedarf, das der zwei oder dreu do sein.

Es soll auch ein paumeister ein fürsorg do ligent haben zehn oder funftzehn zentner hanfs, ob pruch geschee oder theurer wurd, das man dann zu der stat nottorft versorgt were. ein zentner hanfs gilt bei zehen, ailf und zwelf pfunden alt darnach er gut ist.

Hanf und allerlai seil groß und klein seien auf der Peunt in dem mittel langen hauß in einer versperten kamern, darzu der Gürtler die schlüssel hat.

[63a] Auch soll der seiler niemantz nichtz geben auf der stat kost on wissen und willen eines paumeisters oder schaffers.

Wenn ein paumeister mit dem seiller dann also rechent, so soll der seiller einem paumeister eigentlich beschriben geben, was er von seillen und strengen zu der stat nottorft geben hab oder an was ent. und wenn die rechnung also geschicht, so gibt man seinen knechten zu trinckgelt von einem pfund novi drei schlecht haller ongeverlichen.

So hat man der stat seiller alleweg vergündet zu arbeitten in dem zwinger, der do ist zwischen dem Tiergarten und dem Newenthor, dorinnen er noch also arbeit unter der verdachten meurren doselbst, wann es ist kein zeug in demselben zwinger als in den andern etc. so geet er in dem vorwerck vor Tiergartner thore auß und ein in demselben zwinger, und hat auch ein aigen schlüssel darzu zu demselben thore.

[63b] Von pesten seillen zu dem prunnen auf der vesten.

Mer hat man vor zeitten geben für zwai pesten prunnseil zu dem radprunnen auf der vesten und fur ein ein kleines prunnseil zu dem prunnen unter alt Nüremberg pei dreuundzweintzig pfunt alt, aber die grossen seil giengen nit lenger dann pei sechtzehen oder achtzehen wochen. so hab ich, die weil und ich paumeister gewesen pin, ie fur zwei pesten prunn seil zu dem prunnen auf die vesten, der eins pei achtundzweintzig klafter lanck ist, und fur zwai pesten prunnseil zu dem prunnen pei dem eusern Frawenthor, der an des Widersteins haus steet, geben sechsundviertzig pfunt alt zehen pfenning, und rechen der klein seil eins für fünf grosch und der grossen eines für zweiundzweintzig pfunt alt etc. derselben grossen seil am ratprunnen auf der vesten geet ein pare pei anderthalb jaren, aber man muß ie warten und sie umbkeren wenn sein nöt ist etc. soliche seil hab ich machen lassen Eckart Steinpach den seiller, der hat mir der dreu pare gemacht solicher grossen seil.

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