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Die Reden Gotamo Buddhos. Mittlere Sammlung, dritter Band

Note 178 — VIERZEHNTER THEIL BUCH DER ABZEICHEN

Karl Eugen Neumann translation

Diese knappe, so kühn wie besonnen dargestellte Logik aller Möglichkeit ist zwar oft versucht worden, hat aber in der wichtigsten Frage, aus Mangel deutlicher Begriffe, nur paradoxe Thesen ergeben; so z. B. bei MAKARIOS, nach FLOSS p. 148, »qui se ipsum cogit ad omnia, is est monachus«, bei ECKHART p. 358 u. 447, wo er sagt: »Socrates sprichet, daz tugende machent unmüglîchiu dinc müglich.« Cf. noch Lieder der Mönche v. 536 Anm. Negativ aber doch identisch ist auch der, freilich trivial gewordene, Satz LESSINGS »Kein Mensch muss müssen.« Erst in der Lehre von der Vereinigung der Natur und Freiheit, der größten aller Leistungen des menschlichen Tiefsinns, wie SCHOPENHAUER sie nennt, hat KANT die vollkommene Auflösung und Ausführung des Problems gegeben.

Zur heißen Busse, ātappam etc. S. 376–378, cf. das vedische tapas, bez. die ebenso übermächtigende dīkṣā, von √dakṣ tüchtig sein: entspricht der ασκησις, bez. μελετη in der Anmerkung 101; auch dem αναμιμνησκεσθαι, σοχιαν τε και αρετην ασκειν PLATONS, und nicht minder GOETHES

Allen Gewalten Zum Trutz sich erhalten, Nimmer sich beugen, Kräftig sich zeigen, Rufet die Arme Der Götter herbei.

Die geistige Einigung, der cetosamādhi, ibid., hat ein schönes Analogon in der pythagorischen συναρμογα und im gleichen ἑν γενεσθαι και τον ανθρωπον δει: und ist dann von unserem großen BRUNO, wie mir DE LORENZO mittheilt, sehr innig erkannt worden, da er im Spaccio, ziemlich gegen Ende, jene libertà di spirito preist, »a cui tal volta amministra il monachismo (non dico quello de’ cocchiaroni), l’eremo, la solitudine: che sogliono parturir quel divino sigillo, ch’ è la buona contrazione.« Es ist, im Grunde genommen, ECKHARTS und LAOS Rückkehr zur Einfalt.

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