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Der Wanderer zwischen den Welten

Der Wanderer zwischen beiden Welten (continued 2)

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Ich sah auf das bißchen Glanz, das inmitten von so viel Armseligkeit schimmerte, und mühte mich, das Ticken der kleinen Uhr zu hören. Ich hob sie auf und glaubte wieder das unermüdliche Gangwerk zu spüren wie den Pulsschlag von etwas Lebendigem. Ich redete mir so gerne ein, daß es ein Stücklein Leben wäre, das mir gut und treu nahe sei. Denn dieses leise pulsende Treiben war noch von der Hand in Gang gebracht worden, die mir vor andern Menschenhänden lieb war und die nun still über dem kühlen Stahl des Schwertes im Grabe ruhte. Ernst Wurches Uhr, die mit mir durch die Kämpfe der Njemenschlacht und der Schlacht bei Wilna den Weg zu den Eltern in der schlesischen Heimat suchte … Als ich in der Frühe des Unglückstages, der seiner Sterbenacht folgte, an die Seite des Toten eilte, schwiegen Lippen, Puls und Herz des Freundes seit Stunden, aber als mir die kleine Uhr in die Hand hinüberglitt, erspürte ich das leise, behutsame Pulsen des Werkes, das er noch in Gang gesetzt, wie ein Stücklein Leben von seinem Leben, und ich hatte und hegte einen Augenblick lang das törichte Leidgefühl, als hielte ich das liebe Herz meines Freundes in Händen.

Durch Stunden und Tage mühte ich mich, die kleine unermüdliche Stimme, die mich seitdem durch Märsche und Gefechte begleitete, besser zu verstehen. Und sie redete zu mir und sprach auch heute: »Du lebst die Lebensstunden meines toten Herren, deines Freundes, die Gott ihm als ein Opfer abforderte. Denkst du daran? Du lebst seine Zeit, wirke seine Arbeit! Er schläft, du wachst, und ich teile dir die Stunden deiner Lebenswache zu. Ein rechter Kamerad wacht für den andern, wache du für ihn! Sieh, ich hüte treu das Amt, das er mir zugeteilt, sei ihm treu wie ich, du Mensch, der mehr ist als wir toten Dinge, deren Leben von euch stammt!« … Die leise kleine Uhr sprach und sprach, und ihre Stimme sickerte mir tiefer und tiefer ins Herz … Ich wollte gehorchen und mich über den Schmerz emporreißen. Und schrieb im Halbdunkel:

»Im Osten, von wannen die Sonne fährt, Ich weiß ein Grab im Osten, Ein Grab vor tausend Gräbern wert, Drin schläft ein Jüngling mit Fackel und Schwert Unter des Kreuzes Pfosten. Als Fackel trägt er in weißer Hand Eine goldene Sonnenblume, Auch loht von des Heldenhügels Rand Eine Sonnenblume wie Feuersbrand, Eine Fackel zu seinem Ruhme. Das Schwert, so oft beschaut mit Lust, Glüht still in eig'nem Glanze. Es deckt des Sonnenjünglings Brust Als Sonnenwappen der Blütenblust Der gold'nen Blumenlanze. Er war ein Hüter, getreu und rein, Des Feuers auf Deutschlands Herde. Nun blüht seiner Jugend Heiligenschein Als Opferflamme im Heldenhain Über der blutigen Erde. Die Fackel, die seinem Grabe entloht, Soll Jugend um Jugend hüten, Bis unter Morgen- und Abendrot In Friedensträumen und Schlachtentod Die letzten Deutschen verblühten. Ein Flammenengel des Weltgerichts Schläft still in schimmernden Waffen. Einst wird er, zerstäuben die Welten in Nichts, Die blühende Lanze voll schwellenden Lichts Von seinem Grabe raffen. Dann leuchtet sein Leib aus der Toten Chor, Ein Blitz aus wogender Wolke, Dann bricht er mit Fackel und Schwert hervor Und leuchtet durch der Ewigkeit Tor Voran seinem deutschen Volke.«

Die Pulse flogen mir. Ich stand auf und ging hinaus. Freie und Frische wehten mich an. Das Herz wallte mir leichter als seit langem. Da – ein Rauschen in den Lüften, ein scharfes Schreien, ein Näherbrausen, ein wanderndes Gänseheer rauschte hoch über Winknobroscz hin nach Süden. Ihre Schatten flogen über mich hin. Eine Erinnerung drückte auf mich wie eine lastende Hand. Wie lange war es her, daß das Gänseheer wandernd nach Norden rauschte über die kriegswunden Wälder vor Verdun hin, über den Freund und mich?

»Rausch' zu, fahr' zu, du graues Heer! Rauscht zu, fahrt zu nach Norden! Fahrt ihr nach Süden übers Meer – Was ist aus uns geworden? Wir sind wie ihr ein graues Heer Und fahr'n in Kaisers Namen, Und fahr'n wir ohne Wiederkehr, Rauscht uns im Herbst ein Amen!«

Aus Frühling und Sommer war Herbst geworden. Die Graugänse wanderten nach Süden. Fernhin rauschte ihre Fahrt über das einsame Grab auf den stillen Höhen über dem Simno-See … Ich schaute dem wandernden Heere nach, doch nicht lange. Wie eine Hand lag mir's im Nacken, die mich duckte. Da ging ich zurück in die polnische Schmiede und warf mich ins Stroh.

Tiefer und tiefer hinein in russisches Land ging der Vormarsch. Moskauer und Petersburger Garden warfen wir aus verschanzten Wäldern, setzten auf Pontons über die Wilia und lagen in der Hölle des brennenden Porakity, über dessen Trümmer die Flut der Russengeschosse hinging, während wir wehrlos, von siedender Helle übergossen, durch mörderische Stunden warteten. Wir schanzten uns vor Ostrow ein und hörten das Geheul der durch das brennende Uljany vorbrechenden und wieder zurückgeworfenen Russenhorden.

Wir stoßen unsre Schwerter Nach Polen tief hinein. Die Hand wird hart und härter, Das Herz wird hart wie Stein. Die Lust ist uns bestohlen. Wer nahm uns Glück und Glut? Das macht im Sand von Polen Das viele stille Blut. Wir tragen unsre Fahnen Still in die Nacht hinein, Das Blut auf unsern Bahnen Ist unser Frührotschein. Durch Polen möcht' ich traben, Bis mir das Blut erglüht. Das kommt vom Gräbergraben, Das macht die Hände müd'. Bei Schwertern und bei Fahnen Schlief uns das Lachen ein. Wen schert's! – Wir soll'n die Ahnen Lachender Enkel sein.

Das Hin und Her der Märsche und Gefechte ging weiter. Aber der Krieg brannte nieder. Aus der Schlacht bei Wilna führte ich zuletzt die Reste zweier Kompanien heraus hinter die Kette der litauischen Seen, an denen wir uns einschanzen sollten.

… Und wieder vor der Kompanie Tappt meines Fuchsen müder Schritt. Durch Wald und Nachtwind führ' ich sie, Und hundert Füße rauschen mit. Der Wald ist wie ein Sterbedom, Der von verwelkten Kränzen träuft, Die Kompanie ein grauer Strom, Der müde Wellen rauschend häuft. Der graue Strom rauscht hinter mir, Durch Sand und Schnee, durch Laub und Staub, Und Well' um Welle dort und hier Wird Sonnenraub, wird Erdenraub. Es schwillt der Strom und ebbt und schwillt … Mein Herz ist müd', mein Herz ist krank Nach manchem hellen Menschenbild, Das in dem grauen Strom versank. Die Welt ist grau, die Nacht ist fahl, Mein Haupt zum Pferdehals geduckt, Träum' ich, wie hell durchs Todestal Mein Strom einst klang lichtüberzuckt … Mein Fuchs geht immer gleichen Tritt Voran, entlang dem grauen Zug, Und graue Reiter reiten mit, Die er vor mir im Sattel trug. –

Bei Nacht zogen wir uns hinter die natürliche Verteidigungsstellung der Seensperre zurück, hoben in größter Eile Gräben aus und ließen den Gegner anlaufen. Tag und Nacht schanzten unsre Leute. Rings um die Seen brannten die Russendörfer nieder, rotlodernde Leichenfackeln des sterbenden Krieges. Und wieder monatelanges Stilliegen in Schützengräben wie einst auf den Maashöhen vor Verdun und in den Wäldern vor Augustow. Und doch alles anders. Wie ein ferner, schöner Traum lagen die lauen Sommernächte hinter uns, die wir singend und plaudernd durchwacht hatten. Jetzt türmten sich Schneewälle um unsre Erdhöhlen. Schneidende Ostwinde fegten das graue Eis der Seen und peitschten nadelscharfe Kristalle gegen die wachtmüden Augen. Dreizehn und vierzehn Stunden dauerte das nächtliche Horchen und Lauern der Wacht im Osten.

Eisgrauer See, Mondheller Schnee … Wie lang' noch soll ich schreiten Das kalte Schwert zur Seiten? Wie lang' währt Mord und Streiten? Weh', Russenerde, weh' –! Einsame Wacht, Schneekühle Nacht. Es knarrt der Frost im Eise, Der Sturm singt harsche Weise, Der Friede, den ich preise, Der ist in Bann und Acht. Brandhelle loht! Mord, Haß und Tod, Sie recken ob der Erde Zu grauser Drohgebärde, Daß niemals Friede werde, Schwurhände blutigrot. Was Frost und Leid! Mich brennt ein Eid. Der glüht wie Feuersbrände Durch Schwert und Herz und Hände. Es ende drum, wie's ende – Deutschland, ich bin bereit.

Die Zeit schlich durch die Winternächte hin so träge wie eine Flamme, die sich schwelend durch feuchte Buchenkloben frißt …

Die Lücken, die der Bewegungskrieg gerissen, schließen sich durch Ersatz aus der Heimat. Frisch ausgebildeter Landsturm und junge Rekruten. Der Graben füllt sich mit fremden Gesichtern und neuen grauen Röcken, die seltsam von den verwitterten, erdfarbenen Kleidern der alten Leute abstechen. Und wieder Wochen und Wochen des Schanzens und Lauerns, und in Schnee und Regen sind alle Röcke sich gleich geworden. Es gibt keine fremden Gesichter mehr im Graben. Aber die fehlenden kommen nicht wieder. Nur in den langen, grauen Nächten kommen sie und reden. Der Verkehr mit den Toten macht einsilbig und still …

Ich liege erst zwischen den Seen, dann fünf Monate hindurch mit meiner »Sechsten«. Schanzen und Wachen, Wachen und Schanzen. Alle Nächte sind tief und dunkel wie Abgründe und voll unfaßbaren Lebens. Die Tage sind fahl und kurz und sind nichts als bleierner Schlaf und verworrener Traum. Die Nächte sind ein verhohlenes Leben in Erdhöhlen und dunklen Gräben, ein Auf- und Abwandern an starrenden, grauen Drähten in aufflackernder und verwehender Helle, ein Lauern über Brustwehren und Schießscharten und ein Hocken am Feldtelephon … Und aus jeder Nacht hebt sich dunkel und bedrückend vor den überwachen Sinnen die eine verschollene Nacht, die Nacht von Zajle … Der Summer im Feldtelephon klöhnt. Die stille Fläche des Simno-Sees schimmert auf. Ferne Schüsse knattern. Der Posten geht auf und nieder … O, ihr Nächte, ihr Totenbeschwörer! Traum und Trug sind die Tage, die wie Blätter verwehen, und in jeder Nacht erneut sich das Dunkel der Sterbenacht über dem Simno-See. Ich sitze zusammengekauert vor der flackernden Kerze im Unterstand und lausche den Stimmen der Nacht und hadere. Jede Nacht erlebe ich dein Sterben, Freund! Du und ich, wir beide in einem brennenden Hause, die Habe unseres Volkes zu retten, durch dünne Wände geschieden, du und ich. Und du, mein Bruder, verbrennst in der Kammer neben mir, und ich darf dir nicht helfen … Ich sitze zusammengeduckt und hadere. Und fühle doch deine Nähe. Du bist bei mir und schwichtigst. Ich höre deine gute, junge Stimme.

»Leutnantsdienst tun heißt seinen Leuten vorleben, das Vorsterben ist dann wohl einmal ein Teil davon.« Ich hebe die Augen und suche. Gestalt und Stimme verwehen. Ich schlage den Mantelkragen hoch und trete ins Freie. Und die russische Nacht durchfrostet mich wieder. Vor den Gräben und Horchlöchern wandre ich auf und nieder. Von der Höhe über den verkohlten Dorftrümmern ragen gespenstisch die hohen, schwarzen Kreuze des lettischen Friedhofs. Wie oft sind wir im Morgen- und Abenddämmern an diesen kahlen Todesstätten mit den müden Kompanien vorübergezogen! Sie gleichen sich wie Schatten, einer wie der andere. Und doch weht von keinem so kühler Schauer wie von dem Sonnengrabe über dem Simno-See. Ich starre auf die Kreuze. Eine blasse Helle sickert aus dem Wolkendunkel im Osten. Es ist Zeit, schlafen zu gehen.

Alle Nächte sind eine Totenklage. Nachtstürme rütteln heulend an meine Hütte aus Lehm und Brettern. Mein Herz ist eine Scheune voll wilder Pferde, eine Scheune, die in Brand geriet. Rosse stampfen, Halfterketten klirren …

Stille Nächte schleichen dahin wie Gespenster. Morgenkühle weht auf, mit übernächtigen Augen sehe ich in den fahlgewordenen Kerzenschimmer und lösche das Licht. Alle Nächte sind eine Totenklage. Der Morgen ist von Nebeln überfallen, und sein Glanz ist dahin! Der Winter ist da, und sein Frost macht die Scheiben blind. Meine Seele ist kalt wie ein kahler Raum. Die Scheiben sind gefroren. Kein Strahl der vertrauten Welt dringt von außen in mich hinein. Ich sitze einsam hinter gefrorenen Fenstern, mein Freund, und starre auf deinen Schatten, der den Raum füllt … Und hadere. Aber draußen wächst das Licht. Und wieder bist du mir nahe und schwichtigst. »So laß sehen, ob ich nicht lebendiger bin als du! Sieh', ich trete an die Fenster und lege die Hand auf das Eis. Es taut mir unter den Händen. Der erste Sonnenstrahl bricht hell herein. Ich hauche lächelnd über das kalte, blinde Eis – sieh', wie es hinwegtaut! Wälder, Städte und Seen schauen herein, um die wir gewandert sind, liebe Gesichter schauen von draußen herein. Willst du ihnen nicht rufen? Sind wir nicht immerdar Wanderer zwischen beiden Welten gewesen, Gesell? Waren wir nicht Freunde, weil dies unser Wesen war? Was hängst du nun so schwer an der schönen Erde, seit sie mein Grab ist, und trägst an ihr wie an einer Last und Fessel? Du mußt hier wie dort daheim sein, oder du bist es nirgends …« Der Tag ist mächtig geworden, und mein Herz will hell werden und gläubig.

Alle Nächte sind eine Totenklage. In grauem Mantel lehne ich an der verschneiten Brustwehr und sehe auf zu den bleichen Sternen der Winteröde. Und mein Herz hadert. »Wir sind alt geworden an unsern Taten und alt an unsern Toten. Der Tod war einmal jung und verschwenderisch, aber er ist alt und gierig geworden.« Aber der Freund ist neben mich getreten, still, ich weiß nicht woher, und ich frage nicht. Sein Arm liegt in meinem wie in den Waldgräben vor Augustow. Und er schwichtigt: »Ihr glaubt zu altern und werdet reif. Eure Taten und eure Toten machen euch reif und halten euch jung. Das Leben ist alt und gierig geworden, der Tod bleibt sich immerdar gleich. Weißt du nichts von der ewigen Jugend des Todes? Das alternde Leben soll sich nach Gottes Willen an der ewigen Jugend des Todes verjüngen. Das ist der Sinn und das Rätsel des Todes. Weißt du das nicht?«

Ich schweige. Aber mein Herz hadert weiter. Und er läßt seinen Arm nicht aus meinem und hört nicht auf zu schwichtigen, leise, voll guten, geruhigen Eifers. »Totenklage ist ein arger Totendienst, Gesell! Wollt ihr eure Toten zu Gespenstern machen oder wollt ihr uns Heimrecht geben? Es gibt kein Drittes für Herzen, in die Gottes Hand geschlagen. Macht uns nicht zu Gespenstern, gebt uns Heimrecht! Wir möchten gern zu jeder Stunde in euren Kreis treten dürfen, ohne euer Lachen zu zerstören. Macht uns nicht ganz zu greisenhaft ernsten Schatten, laßt uns den feuchten Duft der Heiterkeit, der als Glanz und Schimmer über unsrer Jugend lag! Gebt euren Toten Heimrecht, ihr Lebendigen, daß wir unter euch wohnen und weilen dürfen in dunklen und hellen Stunden. Weint uns nicht nach, daß jeder Freund sich scheuen muß, von uns zu reden! Macht, daß die Freunde ein Herz fassen von uns zu plaudern und zu lachen! Gebt uns Heimrecht, wie wir's im Leben genossen haben!«

Ich schweige noch immer, aber ich fühle mein Herz ganz in seinen guten Händen. Und seine liebe Stimme schwingt und schwichtigt weiter. »Wie wundgeschlagene Bäume süße und herbe Säfte ausströmen, so die Herzen der Dichter süße und herbe Lieder. Gott hat in dein Herz geschlagen. Singe Dichter!«

»Mein Freund, mein Freund, meine Seele klingt von der deinen wider, wie eine Glocke, die im wogenden Klange der Schwesterglocke mitschwingt!« – –

Aus dem Himmel im Osten fließt hellflüssiges Gold über schwarze Wolken und dunkle Erde. Ein Rosenschimmer schwebt in den Jungtrieben der Birkenkronen. Ein Wölklein frisches Grün hängt fern und nah in den Wipfeln über der schwarzen Erde. Der zweite Kriegsfrühling hebt an. Der Sturm geht über die Gräber in Polen.

Es weht ein Sturm aus West, aus West, Heimatwind, Gotteswind, Der Kreuz und Kranz erbeben läßt, Wo er ein Grab in Polen find't. Es klagt und klagt der Sturm aus West: Weh, deutscher Erde Kind! Was hält dich Polens Erde fest? Die deutsche Erde kühlt so lind, Dich kühlt sie nicht! Der Sturm aus Westen klingt und klagt: Hätt' ich Kraft, hätt' ich Kraft, Ich hätte wie eine Kindesmagd Dich längst in meinen Arm gerafft! Kann's nicht, kann's nicht, Gott sei's geklagt! Hätt' ich Kraft, hätt' ich Kraft, Ich hätte euch auf nächtiger Jagd Eine Handvoll Heimaterde geschafft Zu Kranz und Grab! Es fährt ein Sturm aus Ost, aus Ost, Gräberwind, Gotteswind: Du liebe Heimat, sei getrost! Wir bleiben deiner Erde Kind … Von allen Gräbern weht's aus Ost: Erde ist immer lind. Erde, aus Heimaterde entsproßt, Wir selbst nur Heimaterde sind, Fürchtet euch nicht! –

Illustration from Der Wanderer zwischen den Welten: Ein Kriegserlebnis
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