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Dalmatinische Reise

Werke von Hermann Bahr

Reading edition

(S. Fischer, Verlag, Berlin)

Die gute Schule. Roman. 2. Auflage. Geh. 3 Mk., geb. 4 Mk.

Neben der Liebe. Wiener Roman. 2. Auflage. Geh. 3 Mk., geb. 4 Mk.

Dora. Wiener Geschichten. 2. Auflage. Geh. 2 Mk., geb. 3 Mk.

Caph. Novellen. 2. Auflage. Geh. 2 Mk., geb. 3 Mk.

Renaissance. Neue Reihe zur Kritik der Moderne. Geh. 3,50 Mk., geb. 4,50 Mk.

Theater. Ein Wiener Roman. 3. Auflage. Geh. 3 Mk., geb. 4 Mk.

Tschaperl. Ein Wiener Stück. Geh. 2 Mk., geb. 3 Mk.

Josephine. Ein Spiel. Geh. 2,50 Mk., geb. 3,50 Mk.

Der Star. Ein Wiener Stück. 2. Auflage. Geh. 2,50 Mk., geb. 3,50 Mk.

Wiener Theater (1892-1898). Geh. 4 Mk., geb. 5 Mk.

Die schöne Frau. Novellen. 2. Auflage. Geh. 2 Mk., geb. 3 Mk.

Rezensionen (Wiener Theater 1901-1903). Geh. 5 Mk., geb. 6 Mk.

Dialog vom Tragischen. Essays. Kart. 2,50 Mk.

Der Meister. Komödie. 3. Auflage. Geh. 2 Mk., geb. 3 Mk.

Sanna. Schauspiel. Geh. 2 Mk., geb. 3 Mk.

Die Andere. Schauspiel. Geh. 2 Mk., geb. 3 Mk.

Glossen (Zum Wiener Theater 1903-1906). Geh. 5 Mk., geb. 6,50 Mk.

Ringelspiel. Komödie. Geh. 2 Mk., geb. 3 Mk.

Die gelbe Nachtigall. Komödie. Geh. 2,50 Mk., geb. 3,50 Mk.

Stimmen des Bluts. Novellen. 2. Auflage. Geh. 2 Mk., geb. 3 Mk.

Die Rahl. Roman. 3. Auflage. Geh. 4 Mk., geb. 5 Mk.

Drut. Roman. 4. Auflage. Geh. 5 Mk., geb. 6 Mk.

Theater

Hermann Bahr hat sein oft gegebenes Versprechen gehalten, er hat den ersten bodenechten Wiener Roman geschrieben.

(Wiener Tagblatt)

... So hat denn sein Roman, den er selbst einen Wiener Roman nennt, bei aller Lokalfarbe doch etwas Allgemeingültiges, ist ein menschliches Dokument, das seinen Wert behalten wird, auch wenn alle Modelle, von denen er die Einzelzüge entlehnt, längst den Weg alles Fleisches gegangen sein werden... Ein so mondänes Buch wie das Bahrsche darf man selbst denen empfehlen, die sich mit Grund vor deutschen Romanen fürchten. Eine spannende Plauderei für den Oberflächlichen, ist es ein hochrespektables Kunstwerk für den Verständigen, in Plan und Detailausführung gleich bemerkenswert, zugleich aber eine Prosaleistung, vor der man den Hut abnehmen darf.

(Neues Pester Journal)

Glossen

So manche der in der Glossensammlung besprochenen Autoren werden im Mausoleum der Literaturgeschichte vermodert, so mancher heute noch laut ausgerufene Name wird, vergessen und verschollen, selbst den Gelehrten nicht mehr geläufig sein – in dem höchst anziehenden und lehrreichen Buche des impressionistischen Dichterkritikers werden sie vor der Nachwelt ihre Auferstehung feiern.

(Die Wage, Wien)

Stimmen des Bluts

Jede dieser lässig skizzierten Erzählungen hat irgendeinen Reiz, der fasziniert. Ihre Vorwürfe sind bizarr. Die geheimnisvolle Anziehung und Abstoßung zwischen den Geschöpfen wird von einem skeptischen Weltmann mit eleganter Nachlässigkeit beplaudert. Es ist Pose in dieser Eleganz, Nachlässigkeit vor dem Photographen, aber es ist künstlerisch und niemals langweilig.

(Süddeutsche Monatshefte)

... Wer aber diese Geschichten liest, der wird eine Weile lang sonst unhörbare, nie völlig erschürfte Quellen des Lebens rauschen hören und eine Weile lang gedankenvoll Dingen nachgrübeln, die ganz abseits vom Wege unseres nüchternen Rechenverstandes liegen und die nur ein Dichter zuweilen bis an die Schwelle unseres Bewußtseins zu heben versteht.

(Pester Lloyd)

Drut

... den österreichischen Roman zu schreiben, das Buch, in dem nicht einzelne Typen, sondern der gesamte Komplex von verknöcherten Traditionen, kampfbereiten Expansionsgelüsten, innerem Parteihader, still arbeitenden politischen Gewalten, von Liberalismus und Demagogentum, von ehrfürchtiger Kaisertreue und scheelem Zynismus, von müde gewordenen Hoffnungen und machtdurstiger Geschäftigkeit, in dem dieser Komplex von mehr fühlbaren als faßbaren Dingen lebendig würde und dies in der spezifisch weichen, lebensfrohen Atmosphäre Österreichs – dieses Buch zu schreiben gelang erst heute Hermann Bahr in seinem eben erschienenen Roman »Drut«... Es wird Leute geben, die sich an diesem allzu frischen Zusammenhang des Bahrschen Romans mit realen Ereignissen stoßen werden. Sie werden das Buch lesen müssen, um zu sehen, wie ein Künstler den Einzelfall ins große Allgemeine, Typische zu weiten weiß. Mit welch tiefer Seelenkunde, mit welch warmem Verstehen und namentlich mit welch unglaublicher Lebensechtheit die Menschen hier gestaltet sind. Und wie in ihr Tun alle Probleme und alle Mächte des heutigen Österreich hineinspielen, wie greifbar die österreichische Landschaft hineingrüßt – und sie werden dann bewundernd zu der Höhe der Kunst hinaufsehen, zu der sich Bahr durch so vielerlei Wandlungen emporläuterte.

(Pester Lloyd)

... So bekommen wir auch in diesem Roman, der, künstlerisch gemessen, eines seiner bedeutendsten und vollkommensten Werke, ein österreichischer Roman im besten Sinne des Wortes, ein wundervoll lebendiges Bild unserer Zeit ist, doch auch manchen prächtigen Essay, manche treffende Abhandlung über soziale und ethische Fragen zwischendurch zu lesen. – Bahr will eben nicht bloß unterhalten, sondern auch überzeugen. Er ist Bildner und Lehrer, Prophet und Dichter zu gleicher Zeit. Sein Roman ist in diesem Sinne auch ein politisches Buch. Und es ruft nicht bloß – wie sonst meistens Romane – Frauen und Jünglinge, sondern auch und vielleicht vor allem Männer zu seinen Lesern herbei. Männer, die dieses Österreich lieben wie Bahr selbst und denen Österreichs Zukunft am Herzen liegt.

(Neue Freie Presse, Wien)

Die Rahl

Hermann Bahr hat einen neuen Roman geschrieben: »Die Rahl«. Aus dem Theaterleben, dem Bahr schon so viel psychologische Beute verdankt. Diesmal steht eine große Tragödin in der Mitte und neben ihr ein kleiner Schuljunge, ein Gymnasiast. Die Rahl lebt im Leben nur ein Scheindasein, ihr inneres und echtes Leben lebt sie auf dem Theater; der arme kleine Junge neben ihr darf eine Nacht lang ihr Genosse sein, und da der Gymnasiast in der Wirklichkeit steht, kann er es nicht begreifen, daß die Künstlerin die große Stunde so rasch vergessen konnte. Am Ende, da der Jüngling von den Bedienten der Rahl nicht mehr vorgelassen wird, dringt er in seinem knabenhaften Mut bis zu dem Grafen, dem Gatten der Tragödin, vor, um ihm alles zu »enthüllen«. Das ist eine von delikatestem Witz eingegebene Szene. Dieser bebende kleine Junge, der mit der Romantik seiner sechzehn Jahre vor einem vom Leben durchgegerbten, aus Notwendigkeit milde gewordenen Gatten steht, nun von dem vermeintlichen »Unterdrücker« die Geliebte fordert, und als Antwort nur ein sehr gütiges, nachsichtiges Lächeln empfängt! Ich wüßte nicht, welcher Deutsche außer Hermann Bahr eine ähnliche Szene schreiben könnte. Diese aus seelischem Wissen entspringende Lustspielstimmung gehört nur ihm. Wo ist denn ein anderer Deutscher, dessen Humor aus psychologischem Untergrund kommt? Der Roman ist mit einigen sehr scharfen Silhouetten aus der Mittelschulwelt geschmückt, und besonders in Wien wird das angedeutete Porträt des »kleinen Beer«, des jüdischen Revolutionärs im Obergymnasium, von Hunderten Jünglingen als das eigene Bild angesehen werden.

(Wiener Arbeiterzeitung)

[Verlagsemblem]
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