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Chitra

FÜNFTE SZENE

Elisabeth Wolff-Merck translation

IM TEMPEL

Vasanta

Ich kann nicht Schritt mit Dir halten, mein Freund! Ich bin müde. Schwer ist die Pflicht, das Feuer in Glut zu halten, das Du entzündet hast. Schlaf überkommt mich, der Fächer entfällt meiner Hand, und kalte Asche bedeckt die Glut. Ich fahre wieder auf aus meinem Schlummer und rette die träge Flamme, soweit es in meiner Macht steht. Aber so kann es nicht weiter gehen.

Madana

Ich weiß, Du bist unbeständig wie ein Kind. Ewig ruhelos ist Dein Spiel im Himmel und auf Erden. Was Du in langen Tagen aufgebaut mit endloser Sorge für jeden Bruchteil, in einem Augenblick zerstörst Du es wieder, ohne Bedauern. Aber unsere Arbeit ist heut vollendet. Freudengeflügelte Tage fliehen flüchtig dahin, und das sich neigende Jahr vergeht mit berückendem Blühen.

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