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Charles Fourier

Skizze eines Phalanx-Gebäudes (Phlanstère)

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Skizze eines Phalanx-Gebaeudes
Skizze eines Phalanx-Gebaeudes

Wie das Kreuz der Typus der mittelalterlichen Dome und Kirchen ist, so ist die Serie der Typus des Wohn- und Arbeitsgebäudes einer Phalanx, d. h. ein Zentrum mit zwei mittleren oder Haupt-Flügeln und zwei äußersten oder Neben-Flügeln. Die jeweilige Architektur ist immer nur das äußere Abbild der sozialen Verhältnisse, und ein Kenner wird immer an der Architektur auf die Gesellschaftsform einer Zeitepoche schließen können. — Die Gemeinwirthschaft, in welcher Form immer, bedingt natürlich auch ganz andere Gebäulichkeiten, als die Privatwirthschaft. — Das Zentrum soll diejenigen Räumlichkeiten enthalten, wo die ca. 2000 Personen mehrmals des Tages verkehren, wie Speisesäle, Versammlungslokale, Bureaux, Bazare, Bibliotheken etc.; die zwei Hauptflügel, welche perpendikulär vom Zentrum abzweigen und so den Zentralplatz der Phalanx bilden, sowie die zwei äußersten Flügel, welche nach links und rechts abbiegen und an der Hauptstraße liegen, würden die verschiedenen Werkstätten, die geräuschvollsten am äußersten Ende, enthalten. Die Wohnräume würden die oberen Stockwerke des Gesammtgebäudes in Anspruch nehmen. — Gegenüber der Phalanx, dem Zentralplatz und der Hauptstraße entlang, kämen die Oekonomie- und Maschinengebäude, Ställe etc., welche man hier nicht sieht, zu liegen. — Das Phalanxgebäude ist ca. 2000 Fuß oder 600 Meter lang vom äußersten linken zum äußersten rechten Flügelende gemessen. Um eine allzugroße Ausdehnung zu vermeiden, ist die Reihe der Gebäude doppelt und parallel laufend mit dazwischen liegenden Hofgärten. — Eine breite, gedeckte Galerie verbindet im Innern, gegen die Hofseite hin, alle Theile des Gebäudes und fungirt als Hauptarterie der Zirkulation.

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