Note 1 — Zweiter Teil.
Reading edition
Als ich das erstemal in der Schweiz war, gab mir Aramis ein Dossier über die Deportationen, von deren Einzelheiten ich noch keine Ahnung hatte. Wer die französische Familie kennt, und weiß, wie sehr sie ihre Töchter hegt und hütet, der sah hier wahre Abgründe des Hasses und der Rachgier bereiten. Ich fuhr damals von Bern direkt nach Berlin, kannte aber von den Ministern jener Tage nur Solf, und auch diesen nur ganz flüchtig. Ihn bat ich in einem aufgeregten Brief um eine sofortige Unterredung. Er war gerade an einer Angina erkrankt und empfing mich zu Bett mit einem hochroten Gesicht, Eisbeutel auf dem Kopf. Am Fenster, mit dem Rücken gegen das Licht, stand ein Oberst. Ich kramte nun die Notizen hervor, die ich vor der Grenzüberschreitung in den Bodensee geworfen, und zwischen Lindau und Kempten wieder ins reine geschrieben hatte; der Oberst sprach die Befürchtung aus, daß sie der Wahrheit nur allzusehr entsprachen.