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Wanderungen durch die interessantesten Gegenden des Sächsischen Obererzgebirges (Erstes Heft)

Note 5 — Die Drutenau[5].

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M. Körner in seinen Nachrichten über Bockau hält Druiden für gleichbedeutend mit Götzenpriestern, welche den suevischen Völkern angehörten, die nach Plinii, Senecae und Caesaris Berichten zwischen dem Rhein und der Elbe wohnten. Diese Priester, erzählt er weiter, haben unter Eichen und Buchen, auf welchen die Misteln oder Mispeln wuchsen, Gottesdienst gehalten; daher sei Drude oder Drudenfuß noch heut zu Tage ein Gegenstand des Aberglaubens unter den gemeinen Leuten. Dagegen will M. Oesfeld, in seinen historischen Beschreibungen vom Erzgebirge, Trute von Gertraut, Traut oder Traute, welches so viel als lieb heißt, ableiten, und dafür Trautenau oder Liebenau bei Halle als Beleg angesehen wissen.

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