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Versuch einer Ethnographie der Philippinen

Note 25 — II. Malaien. (continued 2)

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a) Visayer im engeren Sinne des Wortes. Diese bewohnen die Inseln Panay, Romblon, Tablas, Masbate (sporadisch neben den Vicols), Negros, Cebú, Bóhol, Sámar, Leyte, den Surigao-Archipel und die Landschaft Dapitan der Provinz Misámis auf der Nordküste von Mindanao. Auf dem übrigen Theil der Nordküste von Mindanao (Misámis, Iligan, Cagayán und Butnan) wohnen zwar auch Visayer, aber sie sind mit den eingeborenen Stämmen sehr stark vermischt, doch bleibt ihre Sprache dort die herrschende. Am Meerbusen von Davao sind viele Visayer angesiedelt, welche die Spanier seit dem Jahre 1848, wo sie jenes Land occupirten, dorthin gebracht haben. Die Visayer sind nicht so weit im Archipel verstreut, wie die intelligenteren Tagalen, doch finden sich welche, meist Fischer, selbst auf den Babuyanen, besonders auf Camiguin25 (Mas, pobl. 42). Die Visayer der Küstendistricte sind alle Christen und civilisirt, im Innern dieser Inseln leben sie aber als halbwilde Heiden, welche von jenen Visayern abstammen, die sich den Spaniern nicht unterwerfen wollten, und welche durch Remontados immer neuen Zuschuss erhielten und zum Theil noch erhalten. Ich werde zunächst mich mit den Christen befassen.

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