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Versuch einer Ethnographie der Philippinen

Note 11 — II. Malaien. (continued 2)

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Ihr Äusseres soll vielfach an die Japanesen erinnern (Buzeta I, 55). Sie bauen zwar Reis, ziehen es aber vor, durch Raub sich zu ernähren. Auf das Erjagen von Feindesschädeln sind sie noch erpichter, als die Ilongoten. Auch bei ihnen ist derjenige der Angesehenste, welcher die meisten Schädel erbeutet hat, und sie begnügen sich nicht damit, die schauerliche Beute als Prunkstück in ihrem Hause aufzuhängen, sie suchen auch durch eine Art von Decoration ausserhalb der Hütte ihren Ruhm zur allgemeinen Kenntniss zu bringen, indem sie in den Ohren so viel Ringe aus Bambusrinde11 (?) tragen, als es ihnen gelungen ist, Schädel zu erjagen (Buzeta I, 56). Die feige, hinterlistige Art und Weise, mit der sie die Opfer ihres Blutdurstes überfallen, ist überaus kennzeichnend: Im Dickicht versteckt, lauern sie auf den einsamen Reisenden, dem sie plötzlich eine Art Lazo um den Hals werfen, so dass er zu Boden geworfen wird, worauf sie dem Wehrlosen den Kopf abschlagen (Buzeta, l. c.). Der Lazo ist eine auf den Philippinen ungewöhnliche Waffe. Sonst sind sie mit Lanze, Pfeil und Bogen, ferner mit zweierlei Gattungen von Waldmessern bewaffnet, am geübtesten sind sie im Gebrauche des Lazo. Alle Nachbarstämme, besonders die christlichen, haben unter ihren Nachstellungen viel zu leiden, von ihrer Mordwuth kann man sich einen Begriff machen, wenn man erfährt, dass der Oberst Galvey nach einem Gefechte mit diesen Wilden unter ihren zurückgelassenen Todten einen Krieger fand, der im Ohre 32 der obenerwähnten Mordzeichen stecken hatte (Mas, pobl. 27). Auch untereinander sind sie ewig im Kriege begriffen.

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