Note 7 — Die maritimen Entdeckungen der Spanier im Archipel der Philippinen.
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Nach dieser unglücklichen Expedition verlor Kaiser Karl V. alle Lust, sich weiter mit den Islas de Poniente zu beschäftigen, sie hatten ihn nur Blut und Geld gekostet, ohne auch nur einen Ersatz für die auf ihre Entdeckung verschwendeten Opfer zu bieten; erst als sein Sohn Philipp II. zur Regierung gelangte, begann man am spanischen Hofe sich wieder der Islas de Poniente zu erinnern. Es ist nur zu wahrscheinlich, dass Urdaneta es war, der den König auf jenen entlegenen Erdtheil aufmerksam machte. Philipp entschloss sich im Jahre 1558 nochmals, den Versuch zu unternehmen, die Islas de Poniente zu erobern, er richtete ein in den schmeichelhaftesten Ausdrücken verfasstes Schreiben7 an Urdaneta, in welchem er ihm mittheilte, dass der Vicekönig von Neu-Spanien den Befehl erhalten hätte, nach den Islas de Poniente (also Philipp kennt den Namen Philippinen nicht) eine Expedition auszusenden, und dass es der Wunsch des Königs wäre, dass Urdaneta an diesem Zuge Theil nehme. Urdaneta war inzwischen Augustinermönch geworden, und aus seinem Kloster in der Stadt Méjico schickte er dem Könige als Antwort auf dessen Schreiben ein ausführliches Memorial über die Schifffahrt in der Südsee und den ihm bekannten ostasiatischen Gewässern. Der Vicekönig hatte gleichzeitig den Befehl zur Ausrüstung jener Expedition erhalten, es stand ihm die Auswahl der Befehlshaber, der Schiffe und Mannschaft frei; die Richtung und Ausdehnung der Fahrt aber, kurz die ganze Direction der Unternehmung sollte dem erfahrenen Fray Andrés Urdaneta überlassen bleiben, der den Titel eines „Protector de Indios” erhielt. Auf Vorschlag des Urdaneta wurde sein Landsmann, der Baske Don Miguel Lopez de Legazpi zum Chef der Expedition ernannt, auch die Mannschaft der aus fünf Schiffen bestehenden Flotte bestand grösstentheils aus seekundigen Basken.