Note 3 — Die maritimen Entdeckungen der Spanier im Archipel der Philippinen.
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Durch den Vertrag von Zaragoza vom Jahre 1529 entsagte Kaiser Karl V. seinen Ansprüchen auf die Molukken, und da die Islas de Poniente nach den damaligen Anschauungen ziemlich werthlos erschienen, so hörten alle Versuche von spanischer Seite auf, sich mit der Entdeckung und Colonisation dieses Archipels zu befassen. Die Portugiesen selbst waren zu sehr mit den Molukken beschäftigt, als dass man in den Regierungskreisen an eine nähere Durchforschung des Archipels gedacht hätte, nachdem die Spanier aus diesen Theilen der Welt verdrängt waren. That auch der portugiesische Staat nichts, so versuchten es doch Privatleute, für ihren Glauben und die Herrschaft ihres Vaterlandes Propaganda zu machen. Ein portugiesischer Edelmann, Francisco de Castro, hatte bereits auf Mangcassar in Celebes als Missionär gewirkt, ohne selbst Priester zu sein. 1531 kam er nach der Insel Mindanao und bekehrte dort einige Fürsten, darunter den Radjah von Butuan, zum Christenthume3; es mögen auch noch andere Portugiesen auf dieser Insel geweilt haben, jedenfalls ist aber die Entdeckungsgeschichte der Philippinen durch sie nicht bereichert worden. Die Portugiesen machten sich bald darauf in Mindanao unmöglich, indem der portugiesische Capitän Pinto nach Abschluss eines Freundschaftsvertrages mit dem Radjah der Insel Surigao auf dessen Unterthanen Jagd machte, worauf die empörten Eingeborenen den verrätherischen Sclavenjäger zur schleunigen Heimkehr nöthigten. Die Jesuiten und Portugiesen behaupten, dass zu Anfang der vierziger Jahre des XVI. Saeculums der berühmte Apostel der Indier, Franciscus Xaverius auf Mindanao das Christenthum gepredigt hätte, was aber aus triftigen Gründen bezweifelt wird4; jedenfalls hat er zur weiteren Aufdeckung Mindanao’s nichts beigetragen.