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Um die Erde

Note 132 — IV. Japan.

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Harakiri heisst Bauch-Schnitt; den Japanern scheint das chinesische Wort seppuku gewählter, wie manchem meiner Fachgenossen — Laparotomie.

Im Mittelalter eine Sitte der besiegten Krieger, die nicht in Feindeshand fallen wollten, wurde es um 1500 n. Chr. ein Vorrecht der Daimio und Samurai, um, zur Todesstrafe verurtheilt, dem Henker zu entgehen, — gerade wie früher in manchen Ländern Europa’s wohl der Edelmann enthauptet, der Bürger gehängt wurde.

Hinter dem japanischen Edelmann stand sein Freund; sowie der erste den Dolch in den Leib stiess, hieb der zweite ihm mit scharfem Schwert das Haupt ab.

Harakiri als Strafe ist abgeschafft, als Selbstmord kommt es noch vor. 1881 hat ein junger Officier aus Yezo im Tempel von Saitokuji zu Tokyo, an dem Grabe seiner Ahnen, so den Tod gesucht und gefunden, um durch die That sein Vaterland auf die von den Russen drohende Gefahr eindringlicher aufmerksam zu machen, als seine Worte es vermocht.

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