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Ueber den Umgang mit Menschen

Note 1 — Erster Theil.

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Die Teutschen haben von allen Völkern das meiste Lächerliche für die große Welt an sich; vielleicht, weil sie noch gar zu ehrlich sind, und die große Welt allzusehr verehren und bewundern. Wer nichts anstaunt, steht mehr auf seinem Gleichgewicht. Der Engländer glaubt, ihm kleide alles, er habe zu allem Recht; er verachtet, was er nicht besitzt, und nicht mehr erwerben kann, tritt keck, auch wohl bengelhaft auf. Der gutmüthige Teutsche will wenigstens zeigen, daß er sein Möglichstes thue, Andern zu gefallen, und in diesem ehrlichen Eifer merkt er kaum, wie schlecht es ihm oft gelingt. Der Franzose und der Russe haben den sichersten, feinsten, und für alle in der Gesellschaft Auftretende gefährlichsten Takt, das Lächerliche auf den ersten Blick aufzufinden. Wer sich vor ihnen auf seinen Sprach- oder Tanzmeister allein verläßt, den werden sie bald seinen Irrthum fühlen lassen, vorausgesetzt, er habe Sinn genug, zu erkennen, daß eben das, was man an ihm am meisten bewundert, sein Lächerliches sey. Klinger Betrachtungen und Gedanken 1r Thl. S. 316.

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