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Topik

Note 67 — Viertes Buch.

Eugen Rolfes translation

Aristoteles irrt, wenn Gott das Schlechte soll tun können. Jedenfalls aber beweist dies, daß er Gott Willensfreiheit zugeschrieben hat. Hiermit streitet nicht, daß er das höchste Wesen immer das Beste tun läßt, womit vielleicht auch seine Meinung von der Ewigkeit der Welt zusammenhängt. Denn da das Sein besser ist als das Nichtsein, so erscheint es besser, daß die Welt von jeher war, als daß sie erst in der Zeit ins Dasein gerufen wurde. Aber diese Notwendigkeit, immer das Beste zu tun, ist im Sinne des Aristoteles die höchste Freiheit. Nur scheint hier übersehen, daß es im Bereich des Geschaffenen kein absolut Bestes gibt, da es immer noch höhere Grade der Vollkommenheit geben kann. Gott tut immer das Beste, indem er die Ratschlüsse seiner Weisheit und Güte aufs beste ausführt. Übrigens muß man an unserer Stelle, um Aristoteles gerecht zu werden, noch folgendes bedenken. Er sagt: jedes Vermögen ist etwas Wünschenswertes. Vermögen ist aber die Fähigkeit, etwas gut zu machen, die gleichzeitig Fähigkeit ist, etwas absichtlich nicht gut zu machen. Wer gut schließen kann, kann auch verkehrt schließen. So hat Gott die Wahlfreiheit, sofern sie ein Gut ist. Denn sie beruht auf Erkenntnis und Willensmacht. Sofern sie nun auf Konträres geht, scheint mit ihr, absolut zu reden, das Vermögen schlecht zu wählen verbunden zu sein. — Silvester Maurus will der Schwierigkeit anders Herr werden, indem er in seiner Paraphrase statt Gott angelus setzt, als wäre etwa an einen Sphärengeist gedacht.

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