← Table of contents
Topik

Note 115 — Sechstes Buch.

Eugen Rolfes translation

Das ist freilich ein schlagender Beweis gegen die Ideen, wie Aristoteles sie deutet, ohne daß die Schriften Platos diese Deutung irgendwie rechtfertigen. Es sollten nach Aristoteles konkrete Genera, wirklich existierende Allgemeinheiten sein, eine contradictio in adiecto! Alles Wirkliche ist individuell. Gibt es also eine subsistierende Länge, so ist sie entweder unausgebreitet oder sie hat Breite. Ist sie unausgebreitet, so ist sie nicht Gattung für Linie, sondern selbst Linie. Hat sie Breite, so ist sie wieder nicht Gattung für Linie, weil die Linie keine hat und sich der Begriff der Gattung doch in der Art erfüllen müßte; der Mensch z. B. muß ein Sinnenwesen sein, und so müßte die Linie Breite haben, wenn die subsistierende ausgebreitete Länge ihre Gattung wäre. — Die Gattung ist der Zahl nach eine, wenn man sie subsistieren läßt. In Wirklichkeit ist sie eben nur als Gattung eine, in ihren Arten aber mehreres und noch mehr nach der Zahl der unter sie fallenden Individuen.

Explore with AITake your curiosity a little further.

Reading settings