Note 103 — Fünftes Buch.
Eugen Rolfes translation
In diesem Absatz entsteht für das Verständnis des Griechischen eine Schwierigkeit, weil μᾶλλον hier nicht mehr, sondern eher heißt und dem entsprechend auch die Bedeutung von ἧττον, weniger, sich modifiziert. Eine Schwierigkeit in diesem Absatz ist auch, daß dem ζῷον die Wahrnehmung nicht eigentümlich sein soll, aber es bezeichnet auch die Pflanze und den reinen Geist, die nicht sinnlich wahrnehmen. Dem Menschen ist das Wissen nicht eigentümlich, weil auch Gott es hat. Noch eine Schwierigkeit bietet der Ort mit dem zahmen Menschen und dem lebenden ζῷον. Wir legen ihn uns auf folgende Weise zurecht. Beim Menschen kann man zweifeln, weil viele Menschen bösartig sind, beim ζῷον, weil die Pflanze im Vergleich zum Tier nicht zu leben scheint. Indessen ist der Zweifel hier geringer, weil schon das Wort ζῷον auf ζῆν, leben, hinweist. Nun ist es dem Menschen aber wirklich eigen, daß er ein zahmes ζῷον ist, vgl. Anm. 80; die Bösartigkeit kann nicht zur Natur des Menschen gehören, vgl. B. 4, Anm. 58. Also ist es auch dem ζῷον eigen, daß es lebt. Daß sie leben, ist bei den ζῷα Proprium, nicht Wesensbestimmung, weil das Leben das Wesen voraussetzt. Bei den Organismen ist es logisch später als das Was, weil es auf die substantielle Einheit von Leib und Seele erst folgt, daß das Kompositum aus beiden lebt, bei den reinen Geistern aber folgt es auf die Geistigkeit. — Silv. Maurus teilt die loca in diesem und dem vorausgehenden und den zwei folgenden Absätzen so ein: im ersten Ort wird eines von einem gesagt, im zweiten zwei Dinge von zweien, im dritten eines von zweien und im vierten zwei Dinge von einem. Man vergleiche hierzu Alexander zu 137b 14.