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Topik

Note 20 — Erstes Buch.

Eugen Rolfes translation

Hier wird die Ewigkeit der Welt als ein unlösbares Problem bezeichnet, wobei aber glaubhaft ist, daß die Unmöglichkeit der Lösung nicht schlechthin gemeint ist, sondern subjektiv, für Personen von geringerer philosophischen Einsicht. In der Metaphysik XII, 6. 1071 b 7, beim Beweis des ersten göttlichen Bewegers, legt Aristoteles die Ewigkeit der Welt und der Bewegung zugrunde. Er wird daher besser mit sich selbst im Einklang stehen, wenn wir die erste Stelle in dem von uns bevorzugten Sinne auffassen. In der Schrift de gener. animal. freilich, III, 11. 762 b 28 ff., bespricht er mit wissenschaftlichem Ernste die Hypothese, nach der die ersten Individuen der Menschen und Vierfüßler aus der Erde entsprossen sind, indem er es für wahrscheinlicher bezeichnet, daß in diesem Falle diese Individuen aus einem Wurm, nicht aus einem Ei entstanden sind. Aber es handelt sich hier erstens nicht um die Ewigkeit der Welt, sondern der Zeugungen, und zweitens können sich nach Aristoteles die Entstehung und der Untergang der irdischen Organismen von jeher periodisch gefolgt sein. Wir möchten aber zu der Stelle, die uns auf diese Anmerkung geführt hat, besonders folgendes erinnern. Man darf nicht glauben, mit dem Philosophen in Übereinstimmung zu bleiben, wenn man die Frage nach der Ewigkeit der Welt der anderen Frage nach ihrer Ursprungslosigkeit und Unerschaffenheit gleichsetzt. Ob die Welt in Gott ihren Ursprung hat oder nicht, kann doch unmöglich als ein unlösbares Problem bezeichnet werden. Das wäre der Verzicht auf alle Philosophie, die keine andere Aufgabe hat, als die Dinge aus ihrem letzten Grunde zu erklären. Von einer solchen Frage kann man darum auch nicht sagen, was am Ende des Absatzes steht: man kann auch nach so etwas fragen. So spricht man nicht von der ersten und letzten Frage aller Forschung. Vielmehr scheint diese Fassung grade daraus verständlich zu werden, daß der Gedanke einer erschaffenen und doch ewigen Welt befremden muß. Auch das paßte auf die Frage von der Schöpfung nicht, was im vorausgehenden Absatz von der Ewigkeit der Welt gesagt wird, es sei eine theoretische, keine praktische Frage, weshalb sie auch förmlich als Beispiel einer theoretischen Frage auftritt. Die praktische Tragweite dürfte doch hier größer sein als irgendwo anders. Man muß also annehmen, daß Aristoteles die beiden Momente der Ewigkeit und der Geschaffenheit nicht für unverträglich angesehen, mit anderen Worten, daß er eine anfangslose Schöpfung für denkbar und möglich gehalten hat. Abhängigkeit und Ewigkeit des Seins waren ihm kein Widerspruch, hat er doch auch eine ewige von Gott bewirkte Bewegung gelehrt.

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