APPENDIX A.
Kenneth R. H. (Kenneth Robert Henderson) Mackenzie translation
It has been thought desirable to give the originals of the two poems translated respectively at pages 70-72, and pages 124, 125, by the present Editor, for the benefit of those who may like to see them.
Das Blatt, das grün und kräftig Des Wandrers Blick entzückt, In purem Golde prächtig Den Schild der Bismarck schmückt; Das Kleeblatt gülden leuchtend, Das ist im blauen Feld Von Nesselblättern dräuend Gar scharf und blank umstellt. Es was vor alten Zeiten Ein Fräulein wonnesam, Durch die der Nessel Zeichen Ins Schild der Bismarck kam. Um Fräulein Gertrud warben Viel Edle, kampferprobt, Die auf Geheiss des Vaters Dem Vetter schon verlobt. Da kam ein Fürst der Wenden Herab vom nord’schen Meer, Er kam mit hundert Pferden— Jung Gertrud sein Begehr; Jung Gertrud lehnte höflich Die hohe Ehre ab, Der Fürst, erzürnet höchlich, Erhub den güld’nen Stab; Er winkte seinen Knechten Und rief, von Zorn entbrannt: “Ich will das Kleeblatt brechen Mit meiner eignen Hand! Ja, wär’s noch eine Nessel, Gäb’s doch ein kleines Weh, Doch lustig ist’s zu brechen, Grün oder gold den Klee!”— Und noch am selb’gen Tage, Da stürmt mit reis’gem Tross Der Fürst vom Wendenstamme Jung Gertruds festes Schloss. Der Burgvogt, überfallen, Fiel fechtend in dem Tross, Und über Wall und Graben Der Wende drang ins Schloss. Des leichten Siegs frohlockend Der Fürst schaut freudig drein, Und trat mit stolzem Worte In Gertruds Kämmerlein: “Ich komme, Dich zu brechen, Du güldner Herzensklee, Du brennst ja nicht wie Nesseln, Das Kleeblatt thut nicht weh!” Drauf that er sie umarmen, Wie brünst’ge Liebe thut, Doch plötzlich schrie er: “Gnade!” Und sank ins heisse Blut. Jung Gertrud, wunderprächtig, Schwang über ihm den Stahl, Den Dolch stiess sie ihm kräftig Ins Herz zum andern Mal, Und rief: “Das sind die Nesseln, Die Nesseln brennen, weh! Wer hat noch Lust zu brechen Der Bismarck güldnen Klee!” Und seit jung Gertruds Zeiten Dräut in der Bismarck Schild Der Nesseln blankes Zeichen, Rings um des Kleeblatts Bild; Mit scharfem Stahl sie haben Ihr Kleinod stets bewahrt; Ja, seit jung Gertruds Tagen Blieb das der Bismarck Art!
From Dr. G. Schwetschke’s “Bismarckias.” See pages 123, 124.
Abgeschüttelt von den Sohlen Ist der Schulstaub; hohe Wogen Tragen jetzt das Schiff des Jünglings. Alle Anker sind gelichtet, Alle Segel aufgezogen, Und der Burschenfreiheit Flagge Lustig flatternd zeigt die Inschrift: “Nitimur in vetitum!” Schöne Tage wilder Freiheit! Fröhlich sammelt ihr die Jünger Der kastalischen neun Schwestern Auch in andrer Götter Hallen. An den duftenden Altären Eines Bacchus und Gambrinus, Edler Säfte milder Spende, Opfert froh der Neophyt. Auch des kampfesfrohen Mavors Heiligthum erschliesst sich prangend. Hört ihr dort den Schall der Waffen? Hört ihr dort des Kampfes Tosen? Hei! wie blitzen scharfe Klingen, Hei! wie pfeifen Terz und Quarten, Wie so Mancher haut so Manchem Ueber’s Maul, und wird gehau’n. Und so schlang ein rother Faden (Nämlich der von Blut und Eisen) Damals schon durch unsres “Burschen. Erdenwallen” sich; es melden Göttingen, Berlin und Greifswald Kühnen Muthes hohe “Thaten Von vergangner Jahre Tagen”— Wie einst Ossian es sang.