Note 10 — Menschenfleischessen.
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Ein abstruses Märlein ersann B. Petranović, ein serbischer Veckenstedt10 (dem er zwar an Begabung und Bildung nachsteht), um in einem Zuge seinem Deutschen- und Katholikenhass Befriedigung zu verschaffen. Er lässt den Wiener Kaiser für seine serbischen Hochzeitgäste, die für den Kämpen Jakšić die deutsche Prinzessin heimzuführen kamen, ein thyestisches Mahl aus den tückisch ermordeten zwei serbischen Brautführern bereiten. Die Gäste tun sich an dem Braten, den sie für einen Schafbraten halten, recht gütlich, bis Prinz Marko auf den Geschmack kommt, sich erbricht und den Herrschaften zuruft, das Fleisch dufte nach Branntwein und Tabak, also sei es Heldenfleisch. Zur Strafe steckt er an eiserne Spiesse des Kaisers beide Prinzen an, brät sie und stopft Stück für Stück vom Braten mit dem Schlachtkolben dem Kaiser in den Mund hinein. P. mochte schwanen, dass ihm wohl nicht leicht einer diese Geschichte als Erzeugnis der Volkpoesie hinnehmen dürfte und erfand zur grösseren Beglaubigung noch zwei Varianten dazu.11 Auch die sind nicht minder wunderschön und einzig und gereichen dem Erfinder zur Ehre.